Frage von derapfelbaum, 26

Heilfasten nach Buchinger?

Wie wird vermieden/vermeidet man, dass der Körper in den Hungermodus 'schaltet'?

Reicht es aus, morgens einen Fastentee (2kcal) ohne Honig zu trinken, mittags Gemüsebrühe (6kacl) und abends entweder Buttermilch (130kcal), Saft (144kcal) oder Buttermilch mit Saft gemischt (~137kcal) und noch einen Fastentee (2kcal), ist das zu wenig? Was tun, um vorzubeugen, dass der Körper in den Hungermodus übergeht? Was kann ich noch dazu trinken? Gemüsesaft statt Gemüsebrühe mag ich nicht.

Danke und Lg❤️️

Antwort
von chris2912, 5

Wer hungert, fastet nicht!

Was meinst Du mit "Hungermodus"? Meinst Du ein Hungergefühl (also ein Verlangen nach Nahrung) oder meinst Du, dass dein Körper in den "Sparmodus" schaltet?

Ich habe sehr oft und z. T. auch recht lange gefastet. Wenn man es richtig macht, hat man kein Hungergefühl, also kein Verlangen danach, etwas zu essen. Dass der Körper "auf Sparflamme schaltet", lässt sich allerdings nicht vermeiden (bzw. ist ja eigentlich sogar erwünscht).

Das Hungergefühl zu vermeiden hat nichts mit einer (Mindest-) Menge an Kalorien zu tun (insofern ist es egal ob du Tee mit 2 Kalorien oder Buttermilch mit 130 Kalorien trinkst). Das Hungerfühl wird vermieden, indem der letzte Teil des Darms leer bleibt und Du keine Kaubewegungen machst. Etwa am zweiten Fastentag wirst Du sehr großen Hunger haben ("Fastenkrise"), ab dem dritten Tag verschwindet das Hungergefühl.

Das "auf Sparflamme" schalten macht sich z.B. dadurch bemerkbar, dass Du leichter frierst, dass Dein Kreislauf schwächer ist, dein Zungenbelag stärker wird und du ab und zu mal "eine Pause brauchst". Weil Dein Körper nichts mehr verdauen muss, setzt ein Reinigungsprozess ein - dass ist der erwünschte Teil des Fastens.

Was auch immer Du trinkst, Du solltest Koffein, Zucker, Fett und zuviel Salz meiden. Saft mit Zucker oder Süßstoffen ist keine gute Idee. Pfefferminztee und roter Tee sind auch nicht so gut. Gut sind selbstgemachte Gemüsebrühe (ohne künstliche Zusätze) und Kräutertees (Fenchel, Melisse, Kamille). Im Ayurveda werden auch Tees von bestimmten Gewürzen (z. B. Ingwer oder Nelken) verwendet.

Nach einer gewissen Zeit wird Dein Körper dir sagen, dass Du wieder essen solltest. Er macht das aber nicht durch Hungergefühl (also nicht durch Magenknurren oder ähnlich). Dafür kann ich mich aufgrund meiner persönlichen Erfahrung verbürgen. Der Körper macht es, indem er dich an Essen denken lässt und indem du immer mehr auch kleinste Düfte von Essen wahrnimmst (z.B. wenn in der Nachbarwohnung gekocht wird und der Duft herüberweht - das riechst Du dann plötzlich viel mehr als sonst). Irgendwann "nervt" dieses Denken an Essen und du wirst wieder essen. Das kann nach 3, 4, 5 oder auch 6 Wochen der Fall sein. Wenn Du noch nicht so oft gefastet hast würde ich nach ca. 3 Wochen aufhören.

Das Buch, dass "rocklady" empfohlen hat (Lützner), ist ein guter Klassiker, Fasten nach Buchinger ist genau so möglich. Im Kern unterscheiden sich die Methoden nicht. Wenn Du weitere Fragen hast, helfe ich dir gerne.

Antwort
von rockylady, 16

Dein Programm ist gar nicht gut ...ich empfehle dir das hier, ist humaner^^

http://www.gu.de/buecher/bewusst-gesund-leben/gesunde-ernaehrung-abnehmen/562859...

Kommentar von derapfelbaum ,

Mit dem Fasten an sich habe ich kein Problem, ich möchte nur nicht, dass mein Stoffwechsel in den Hungermodus 'übertritt'.

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