Frage von PiKselSmAshER, 37

Heiler oder Krieger?

Hi,

ich wollte dieses Jahr zum ersten Mal an der LARP - Veranstaltung "Felder der Ehre" teilnehmen. Wer schon mal da war, weiß, dass das nicht billig ist und daher wollte ich mal die fragen, die als Heiler bzw. Krieger unterwegs waren: Lohnt es sich, als diese Fraktion zu spielen und gibt es was besonderes an dieser Fraktion?

Danke schon mal im Voraus

Antwort
von Ninglor, 13

Hallo!

Ich bin zwar keine heilerin oder Kriegerin (Nein, ich bin ein “waldispitzohr“ ), aber heiler wäre meine zweitwahl gewesen.

Ich werde jetzt einfach mal so die mir bekannten vor und Nachteile auflisten.

Heiler

Heiler müssen wirklich lange aufbleiben

Sie haben viele Pflichten und kaum Zeit für andere (im 1. Hatte ich eine heiler lanzenführerin. Das ging GAR nicht·-·)

Dafür sitzen sie aber auch oft einfach nur so im Lazarett, und quatschen. (Das weiß ich dank zahlreicher Lazarett-Aufenthälte^^)

Heiler müssen, wenn es nicht gerade eine Schlacht gibt, kaum was anstrengendes tun. (Also ich meine: als morgensport das Lazarett aufräumen? Wir waldis müssen joggen!)

Krieger

Es ist anstrengend

Stundenlang marschieren und Formationen üben. Egal. Welches. Wetter. (Ich sag ja nur... letztes Jahr an den ersten Tagen 30-35 Grad. Das Jahr davor permanent Regen.)

Mann kann/muss viel kämpfen (je wie man's nimmt gut oder schlecht;))

Naja, mehr fällt mir jetzt nicht ein,

LG

Kommentar von PiKselSmAshER ,

Danke für die ausführliche Antwort. Das erleichtert mir meine Wahl ziemlig. 

Bist du dieses Jahr wieder dabei?

Kommentar von Ninglor ,

Immer gerne^^ freut mich, dass ich helfen konnte

Ja, bin ich. Auf dem 2. Event (also im august^^) 

Falls du dich nach dem 1. Lehrjahr doch noch anders entscheiden solltest, ist es außerdem gar nicht so schwer zu wechseln, da man im 1. Lj in jede proffession noch mal kurz eingewiesen wird, also die Grundlagen von jeder lernt, und seine eigene halt vertiefend.

Antwort
von Pramidenzelle, 17

Vor ein paar Jahres gab es auf Felder der Ehre Mal ein Lied mit dem Titel: Keiner ist geiler als die Heiler!

Ich bin seit 2013 dabei und kann nur aus der Sicht der Heiler erzählen, Krieger wäre meine allerletzte Wahl gewesen, da muss sich jemand anderes zu äußern.
1. Die Heiler sind eine der kleineren Professionen - in den meisten Jahren so ungefähr gleichauf mit den Magiern. Daher kennt man recht schnell alle Heiler aus dem eigenen und auch den anderen Lehrjahren, kann Mal ganz in Ruhe mit den Lehrern quatschen und so weiter.
2. Bei den Heilern ist der Mädchenanteil ziemlich hoch. Was auch immer du jetzt mit dieser Info anfängst :D
3. Die Heiler haben die Möglichkeit, auf Begabung zur Heilmagie geprüft zu werden und so auch Magiespiel zu bekommen, das ist bei Kriegern eher nicht so unbedingt gegeben.
4. Heiler haben (zumindest meinem Gefühl nach) abgesehen von den "Lanzenführern" (aka Anführer der 6-8er Gruppen, in die man eingeteilt wird/sich selbst einteilen darf) die wenigste Freizeit. Im Lazarett ist IMMER was zu tun - zum gemütlichen Sitzen am Lagerfeuer muss man sich wirklich irgendwie ein wenig Zeit freiwurschteln.
5. Heiler bekommen zwar jede Menge tolle Plotinfos, geben die aber eher an andere Leute weiter, als selbst auf Plotjagd zu gehen.
6. Heiler brauchen Hustenbonbons. Denn beim Heilerspiel quatscht man quasi die ganze Zeit, und dabei muss man gelegentlich auch noch von der Lautstärke her gegen schreiende Patienten ankommen. Heiserkeit ist abzusehen, zumindest bei mir.

Ich hab mir Mal von einem Professionswechsler sagen lassen, dass Heiler eine der am anstrengendsten zu spielenden Professionen ist, aber ich liiiiiiebe es - ach ja, genau, es ist zwar eher die Ausnahme, aber es ist nicht völlig ausgeschlossen, seine Profession zu wechseln.

Egal wie du dich entscheidest, ich wünsche dir viel Spaß auf FdE, und falls du auf die August-Con kommst (es gibt ja inzwischen zwei FdEs pro Jahr), dann sehen wir uns sicher - egal ob du als Schüler oder als Patient bei uns im Lazarett landest - früher oder später kriegt das Haus den Phönix euch alle!

Kraft deinem Willen!

Antwort
von Osval, 5

Ich spiele seit Jahren einen Krieger. Basierend auf der Idee, dass jemand, der Wunden schlägt auch in der Lage sein sollte, diese zu versorgen hat mein Char auch ein paar Punkte in Heilkunde gesteckt. 

In der praxis bedeut das, dass ich auch in der Lage bin, Notverbände anzulegen, damit man die Leute dann zum Lazarett schleppen kann. Ausführliches Darstellen von Wundversorgung finde ich persönlich nicht sehr spannend, aber wer daran Spass hat bitte schön.

Was ich damit sagen will: In der Praxis bedeutet das, dass man Klassen meiner Meinung nach nicht so stark trennen muss. Ein Heier kann auch kämpfen und nach dem Kampf die anderen versorgen, ein Kämpfer kann auch verbinden. Allerdings diktiert die Ausrüstung, die man mit sich herumschleppt, welchen Schwerpunkt man setzt. mit einem Rucksack voller Verbände kann man schlecht kämpfen, mit einem Schild in der Hand wird das Heilen schwierig. In unserer Gruppe haben alle Mitglieder zumindst erste Hilfe gelernt und jeder trägt 3 Verbände mit sich. Damit kann man im Notfall erst mal Blutungen stoppen und wenn jeder die eigenen Verbände dabei hat erspart das dem heiler erstens seinen Verbänden hinterher zu laufen und zweitens muss der dann nicht so viel schleppen. 

Übrigens eine Bitte: Wenn du als Heiler jemanden versorgst und mit Kunstblut herumhantierst frag denjenigen bitte vorher, ob es Ok ist, Kunstblut zu verwenden. Mir hat damit mal ein Heiler ein Hemd versaut. Das muss nicht sein. 

Was die Aufgaben eines Kriegers angeht: Wer einen Krieger spielt, der muss sich darüber im Klaren sein, dass er ab und an mal einen Treffer ins Gesicht oder auf den Kopf abbekommt, das passiert einfach. Besonders  bei Brillenträgern sollte man das in die Überlegungen einfließen lassen.

Daneben sollte man bedenken, dass es für Krieger (und auch für Heiler) auf den meisten Cons relativ wenig zu tun gibt. Meistens finden auf einem Con nicht viel mehr als 3 bis 4 Angriffe auf das Lager am Tag statt. 

Außerdem sollte man sich - zumindest meiner Meinung nach als Krieger damit beschäftigen, wie man eine Waffe vernünftig führt, damit es nicht albern aussieht.  Hierzu sind diverse Videos auf Youtube hilfreich. Allerdings muss man die historischen Techniken für das Larp natürlich stark einschränken. 

Was als Krieger auch sehr frustrierend sein kann ist das - auf vielen kleinen Cons vorhandene Missverhältnis von NSCs zu Spielern. Meist sind die NSCs chronisch in der Unterzahl, wodurch man kaum einmal einen spannenden Kampf bekommt. Oft genug stehen 5 oder mehr Spieler einem NSC gegenüber, der dann von der Übermacht in wenigen Sekunden niedergemacht wird, weil alle um ihn herumstehen und drauf einknüppeln. Manchmal muss man also als Krieger sehr kreativ werden, um einen interessanten kampf zu bekommen.  

Man sollte sich also etwas überlegen, dass man in der Zwischenzeit tun kann, wenn es gerade nichts zu tun gibt. Für einen Heiler bieten sich da Dinge wie Kräutersuche oder Alchemie an - wobei letzteres natürlich bedeutet, dass man wieder jede Menge Krempel zusätzlich mit sich herumschleppen muss.

Bei einem Krieger ist das mit der "zivilen" Beschäftigung da schon schwieriger. Ich habe schon so oft Krieger gesehen, die stundenlang gelangweilt in ihrer Rüstung um das feuer saßen und darauf gewartet haben, dass endlich wieder mal jemand angreift.

Wenn wir mit unserer Truppe unterwegs sind, habe ich als Weibel in der Regel mehr als genug damit zu tun, meine Leute zu koordinieren, wenn ich aber allein unterwegs bin, gibt es da nicht viel zu tun über den Tag. 

Manchmal kann ich gegen Gold ein paar Fechtstunden geben, aber das kommt auch selten genug vor. 

Deshalb hat mein Weibel nun angefangen, sich mit der Alchemie zu befassen. 

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