Frage von abogorin,

Heil- u. Kostenplan beim Kieferorthopäden zahlen?

Ich habe mich bei einem Kieferorthopäden wegen einer Spange beraten lassen. Er fragte mich, ob ich einen Kostenvoranschlag haben wolle, damit ich überlegen könne, ob es finanziell für mich machbar sei. Zu keiner Zeit wurde ich darauf hingewiesen, dass dieser Heil- und Kostenplan etwas kostet. Dann hätte ich abgelehnt, da ich mit dem Arzt nicht zufrieden war. Mir war zwar klar, dass ich bei einer Behandlung die Spange selber tragen muss, aber nicht den HKP. Muss ich zahlen?

Antwort von symbolismus,

-noch nie gehört, dass man für einen kostenvoranschlag, welcher ein heil-und kostenplan ja darstellt bezahlen muss? Zählt dies nicht zu den Info-massnahmen ??

Antwort von xenodent,

Hmm, die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Bei Privatbehandlungen (Implantate, aber auch Kieferorthopädie bei Erwachsenen) kann und wird eigentlich auch jede Leistung privat in Rechnung gestellt werden. Die Position 002 der Gebührenordnung für Zahnärzte "Erstellung eines schriftlichen Heil- und Kostenplans auf Anforderung" gibt das her - der aus dem Handwerk bekannte Grundsatz, daß ein Kostenvoranschlag kostenlos sein soll, gilt hier nicht.

Aber woher soll der Patient das wissen? Nun, im Zweifelsfall wird der Kieferorthopäde das Wort "Privatbehandlung" vielleicht erwähnt haben? Daß derjenige, der ohne von seinem Zahnarzt dorthin überwiesen worden zu sein, selbstständig zum Kieferorthopäden geht, jetzt nicht erwarten kann, daß der Kieferorthopäde seine Zeit für die Beratung einfach so verschenkt, sollte eigentlich auch einleuchten? Und wenn man mit dem Kieferorthopäden "nicht zufrieden" ist, fällt einem das nicht erst Tage später auf, wenn der Kostenvoranschlag im Briefkasten liegt, oder? Da wäre es schon der Fairness halber angebracht gewesen, direkt nach dem Beratungsgespräch (zur Not auch telefonisch) zu sagen, daß man kein Interesse an der Behandlung hat.

Im Zweifelsfall muß jeder selber wissen, ob er eine solche Rechnung bezahlt oder darauf spekuliert, daß ein derart geringer Betrag nicht eingetrieben wird.

Grüße,

xenodent

Antwort von veraeva12,

einen kostenvoranschlag muss man nicht bezahlen, aber eine behandlung, die nicht von der krankenkasse getragen wird.

wenn er nichts an dir "geschraubt" hat, bist du in keiner pflicht.

Antwort von obermenzing,

besprich dies mit deiner KK oder dem ärzteverband.

du hast ja nichts unterschrieben, oder?

du bist nicht darauf hingewiesen worden. dies kann der arzt aber behaupten (war eine helferin anwesend?)

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