Ich habe ein Haus gekauft, dessen Außenwände auf der Innenseite mit einer ca. 3cm dicken Rigips/Styropor Isolierung versehen sind. Muss diese Innenisolierung entfernt werden, wenn ich eine ca. 10cm dicke Außenisolierung anbringen will oder sind die beiden Isolierungen miteinander verträglich (Taupunkt)?

Bei guter Außenisolierung liegt der Taupunkt soweit außen, daß die Innenisolierung nicht betroffen ist. Beide Formen sind dann also kompatibel!
Allerdings würde ich empfehlen, die neue Außenisolierung so dick zu wählen, daß keine Innenisolierung mehr erforderlich ist. Sie gewinnen den zusätzlichen Raum innen, verringern die Brandlast durch das Styropor und gehen möglichen Taupunktproblemen gleich ganz aus dem Weg.
Da die Arbeit die gleich ist, würde ich zu mindestens 14 cm, besser 16 cm Außendämmung raten. Auf jeden Fall vom Architekten oder Statiker genau durchrechnen lassen, damit die zukünftige EnEV 2007 auch erfüllt wird.
Da streiten sich die Gelehrten. Das weis keiner wirklich richtig. Entscheident ist wo der oben schon genannte Taupunkt ist. Bei Einer Raumtemperatur mit Plusgraden und einer Aussentemperatur mit Minusgraden, gibt es einen Bereich in der Wand der 0°C hat. Und dort kondensiert die Luftfeuchtigkeit und schlägt sich als Wasser nieder. Entscheide selber wo Du diesen Punkt haben willst. Tut mir leid, aber eine wirklich gute und nützliche Antwort auf Deine Frage gibt es nicht.
Besser nur aussen, die Innenisolierung nimmt Dir die Wände als Wärmespeicher. Ob der Taupunkt in der Wand liegt oder nicht hängt mit der Dicke der Ausseniso zusammen, besser ein paar cm mehr, die Arbeit ist dieselbe.

Mein Architekt meinte, dass sich auf Rigips gerne Luftfeuchtigkeit absetzt bzw. kondensiert. Im Umkehrschluss hieße das, wenn Sie keine Feuchtigkits- oder Schimmelschäden im hause haben, dean könnten Sie diese Innenisolierung behaltn. Wir haben stattdessen keine Inenisolierung außer Spzialputz und 14 cm Styropoor von außen.

Was "Kaijo" oben geschrieben hat, ist vollkommen korrekt. Bei Entfernung der inneren Rigips-/ Styropor-Verbundplatte gebe ich jedoch noch zu bedenken, dass dann möglicherweise ein neuer Innenputz fällig wird, falls die Verbundplatte ursprünglich mal anstelle des Innenputzes angebracht wurde.
Und was der Architekt von "Indy72" zum Thema kondensierende Luftfeuchtigkeit auf Rigipsplatten gesagt hat, ist schlicht und ergreifend falsch, denn die Rigipsplatten sind nicht diffussionsdicht und nehmen insofern diese Feuchtigkeit zwar auf, geben Sie aber bei trockener Raumluft auch wieder ab. Schimmelschäden aufgrund einer solchen Feuchtigkeitsaufnahme sind daher nicht zu befürchten. Das passiert nur, wenn der Taupunkt zu weit innen liegt. Der wird aber ja durch das Aufbringen der äußeren Dämmung weiter nach außen verlagert.