Frage von Senfkorn19, 76

Hausverwaltung wechseln - worauf achten?

Wir möchten unsere Hausverwaltung von unser vermieteten Wohnanlage wechseln, weil wir mit dessen Arbeit sehr unzufrieden sind. Die Entscheidung steht fest. Wir wissen leider nicht worauf wir achten sollen, wenn wir eine neue Verwaltung gefunden haben. Wir möchten Seriösität und Zuverlässigkeit.

Deswegen würden wir gerne wissen, worauf man bei der Auswahl achten sollte.

Ein paar Tipps würden uns sehr freuen :)

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Antwort
von marcussummer, 59

Es gibt da leider keine klaren und eindeutigen Kriterien. Mitgliedschaft in Verwalterverbänden ist ein Indiz, ansonsten würde ich mal versuchen, mit Eigentümern von Referenzobjekten in Kontakt zu kommen.

Beim Preis nicht nur auf die Grundvergütung achten, sondern auch darauf, was damit alles abgedeckt ist...

Antwort
von bwhoch2, 48

Erkundige Dich bei verschiedenen Hausverwaltungen in der Stadt und lass Dir Angebote machen. Lass Dir auch Referenzobjekte auflisten und gehe zu diesen hin.

Von außen kann man oft schon sehen, ob eine Anlage gut verwaltet wird oder schlecht. Dann im Eingangsbereich bei den Aushängen und schließlich fragt man Bewohner. Möglichst Mieter und Eigentümer. Das braucht Zeit, aber ihr wollt doch nichts übers Knie brechen, oder?

Antwort
von hertajess, 31

Hier und da lese ich als Mieterin die mit Neugierde reichlich ausgestattet ist dass bei einer Eigentümergemeinschaft die Verwaltung so kostengünstig als möglich sein sollte. 

Davon kann ich nur dringend abraten. 

Wir haben so eine billige Verwaltung. Da hängt sie im Hausflur eine neue Regel auf als Beschluss der Eigentümergemeinschaft. Einer vergleichbaren Eigentümergemeinschaft wurde bezüglich der bei uns neu aufgestellten Regel vom Bundesgerichtshof aber sehr deutlich erklärt dass wir ein Rechtsstaat sind. Du darfst raten warum. 

Früher hatten wir wegen einer Ferienwohnung einen Verwalter. Wenn der schrieb dann bezog er sich auf § und im Bedarfsfall auf möglichst höchstrichterliche Entscheidungen. Der Mann war jeden einzelnen Pfennig damals wert. 

Wir haben also nun diesen Wisch da hängen an den zu halten ich mich aus guten Gründen weigere. Nun kamen also so Eigentümer. Mehrere. Meinten mich umzingeln und bedrängen zu müssen, mir drohen zu müssen. Provozieren zu Gegenwehr ließe sich auch interpretieren. 

Tatsächlich hätte ich nach dem zweiten solcher Vorfälle bereits das Recht auf Klage gehabt. Eben nach dem BGH-Urteil. Ich bin aber ein friedlicher Mensch. 

Irgendwann habe ich sie durch Sanftmut auf die Idee gebracht sich doch mal schlau zu machen. Was machen sie? Sie bezahlen einen Rechtsanwalt damit der ihnen Auskunft gibt. Der schickt aber auch nicht das BGH-Urteil sondern nur seine eigene Meinung. 

Ein anderer Mieter hat dann wegen fortgesetzter Bedrohung der Eigentümer in der Sache einen offenen Brief geschrieben. 

Darauf gab es noch reichlich Versuche Energie dank des Themas zu verschwenden. Bis, guten Morgen!!!, endlich einer von ihnen auf die Idee kam er könne ja mal mit meinen Vermietern reden.Denen habe ich das BGH-Urteil natürlich lang und breit erklärt, sie darauf verwiesen dass es manche kostenlose Newsletter zum Immobilienrecht gibt. 

Wahrscheinlich wird nun noch meinen Vermietern Zeit und Energie gestohlen. 

Ich schreibe mit Absicht ausführlich damit Dir wirklich gut deutlich wird

Kosten und Kosten können sehr unterschiedlich sein. 

Wohnungsverwalter oder wie sie sich auch immer nennen mögen können nicht auf eine Ausbildung oder ein Studium für den Bereich verweisen denn das gibt es nicht. 

Nimm den Rat der anderen Antworten ernst. Auch bezüglich eines vorhandenen Sekretariats. Das Sekretariat des vorherigen Verwalters hatte uns zu einer Klageandrohung animiert. Und Du liest: Wir sind grundsätzlich friedliche Mieter.

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