Frage von sosol13, 15

Hausverwalterwechsel - kann ich auf Alternativen (der jetzige HV möchte uns - da sehr aufwendig - nur einen Nachfolger vorstellen) bei der Neuwahl bestehen?

Hallo, unser Hausverwalter hat angekündigt zur nächsten Eigentümerversammlung 2017 sein Amt einem Nachfolger zu übergeben. Dies tut er auf gewissen Druck hin -er ist 80 Jahre- und schon jetzt nicht mehr super zuverlässig..... . Er will aber nur seinen gewünschten Nachfolger bei der Eigentümerversammlung vorstellen und wählen lassen. Was kann ich tun ? Gibt es Urteile etc. Möchte auf jeden Fall Alternativen denn ich befürchte gewissen Küngel.... Danke für die Antworten !

Antwort
von marcussummer, 8

Der Hausverwalter wird durch die Eigentümergemeinschaft gewählt und bestellt, nicht durch den alten Verwalter angeordnet. Da hat der alte Verwalter keine zusätzlichen Rechte, die über seinen Miteigentumsanteil hinausgehen. Selbstverständlich kannst du andere Angebote von anderen Verwaltern einholen und in der Sitzung zur Erörterung vorlegen. Wenn die anderen Miteigentümer aber dennoch nicht auf dich eingehen wollen, wirst du die Beschlussfassung durch Mehrheitsbeschluss (ein solcher ist regelmäßig ausreichend) nicht verhindern können.

Unter Umständen kannst du den Beschluss über die Neubestellung aber anschließend gerichtlich anfechten, da bei fehlender Erörterung über angebotene Alternativen keine ordnungsgemäße Beschlussfassung vorliegt. Darauf kannst du die anderen Miteigentümer auch im Vorfeld hinweisen, möglicherweise lassen sie sich ja dann schon auf die Erörterung anderer Angebote ein.

Kommentar von sosol13 ,

vielen Dank für die Aspekte. Ja er wird einen Nachfolger zur Eigentümerversammlung vorschlagen.Der Hausverwalter hat leider das Stimmrecht/ Vollmacht der meisten Eigentümer ( ähnlichen Alters).

Ich sehe leider ein ziemliches Problem auf uns zukommen da er sich Gespräche regelmässig verweigert und darauf besteht es richtig zu machen...wie die letzten 25 Jahre... Einen gerichtl. Verfahren...puhh... gerade das versuche ich im Vorfeld zu vermeiden.... Danke

Kommentar von marcussummer ,

Es mag ja löblich sein, eine gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden. Würde ich auch erstmal versuchen. Aber wenn du befürchtest, sonst untergebuttert zu werden ("Klüngel"), solltest du dich mit dem Gedanken zumindest so ernsthaft zu befassen, dass du das glaubhaft androhen kannst. Sonst machen die weiter wie bisher - und du schluckst es einfach und ärgerst dich. Egal was du für Urteile oder Gesetze zitierst: Die anderen Eigentümer und insbesondere der bisherige Verwalter werden ihr Verhalten kaum ändern. Wenn die anderen Miteigentümer nicht gesprächsbereit sind oder durch Vollmachtserteilung ihr Stimmrecht einfach abgeben, musst du ernsthaft mit etwas drohen können, was sie nervt. Und das kann nur eine Klage sein.

Antwort
von Zakalwe, 8

Er will aber nur seinen gewünschten Nachfolger bei der Eigentümerversammlung vorstellen und wählen lassen.

Wenn ihr ihm das erlaubt, kann er das machen, wählen müsst ihr den aber nicht. Ihr könnt euch selbst nach Alternativen umschauen. Gerade für solche Dinge hat man einen Verwaltungsbeirat.

Kommentar von sosol13 ,

ja, leider besteht der Verwaltungsbeirat aus ähnlich alten Herren. Sie sagten zu mir Herr  ...... macht das schon. Ich bin daher eher ein Alleingänger oder Querulant und möchte mich auf rechtl. gesichertem Boden bewegen wenn ich etwas anstosse.....Danke.

Antwort
von hauseltr, 8

Er will aber nur seinen gewünschten Nachfolger bei der Eigentümerversammlung vorstellen und wählen lassen.

Ich meine, der hat nicht das geringste Vorschlagsrecht, was einen Nachfolger betrifft.

http://www.promeda.de/blog/hausverwaltung-gesucht-tipps-zur-verwaltersuche/

Kommentar von sosol13 ,

super Liste, danke, von daher gesehen ist derjetzige HV grottenschlecht

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