Frage von Jugadore,

Hausverkauf/Scheidung ...Wer bekommt was?

Guten Abend,

ich habe während meiner noch aktuellen Ehe ein Erbe von meinen Eltern erhalten (das nicht für die Ehegemeinschaft sondern ausschließlich für mich gedacht war) und habe es in ein Einfamilienhaus welches wir haben bauen lassen investiert.

Nun meine Frage:

Für den Fall einer Scheidung und dem damit verbundenem Hausverkauf, welche Summe kann mein Nochehemann einklagen, was steht ihm gesetzlich zu?

Danke für euren Rat !

Hilfreichste Antwort von beate55,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Dein Erbe wird nicht angetastet, Du musst es aber aus dem Erlös des hauses rausrechnen, der Rest wird geteilt, sofern ihr Zugewinn habt.

Kommentar von GegenDenStrom25,

Sicher? Ich denke Erbe wird in den Zugewinn eingerechnet.

Kommentar von beate55,

Laut Notar wird das Erbe nicht angerechnet, es sei denn die Eltern haben ausdrücklich beide bedacht. Erst wenn Du stirbst, erbt Dein Partner. Wir hatten das gerade in der Familie.

Antwort von GegenDenStrom25,

Also die Regelung ist so: Ab Datum der Hochzeit wird alles, was erworben wird (egal von wem und geerbt fällt auch unter erworben) bei der Scheidung geteilt. Das was jeder in die Ehe mitgebracht hat, also nur das Vermögen vor der Eheschließung kannst du gegenrechnen. Das ist die Grundregel und jetzt folgendes: Wenn du einen Anwalt einschaltest kann es sein, dass du mit dem Erbe evtl etwas mehr an Wert angerechnet bekommst. Die Erfolgschancen würde ich in einem kostenlosen Beratungsgespräch von einem Gerichtshelfer oder sonstner Stelle klären lassen (nicht vom Anwalt, weil der sagt eh, dass die Chancen gut wären). Der Clou ist nämlich, dass der Anwalt, wenn du einen nimmst von dem Streitwert, um den es geht, in dem Fall also der Wert des Erbes und evtl sogar von eurem ganzen Vermögen, X Prozent als Bezahlung kriegt, d.h. unterm Strich kriegst du nicht mehr raus, aber der Anwalt wird mit reich an der Sache und die Verlierer seit ihr am Ende beide. Am allerbesten ist also sich zusammenzusetzen und sich zu einigen. Da haben beide am meisten von. Ich hoffe für dich, dass eine Einigung möglich ist und die würde ich dann schriftlich festhalten lassen, denn für Sachen über die man sich einig ist, zahlt man keine Anwaltsgebühren und so wird die Scheidung billig. Versuch deinem Mann das klar zu machen, dass beide nur verlieren können, wenn alles über Anwälte läuft. Dieser Fehler ist schon vielen passiert. Bei den "Verhandlungen" zu zweit muss dann halt jeder Abstriche machen. Ich denke, wenn du ihm vorschlägst, dass er ein Drittel kriegt, dann ist das erstmal fair. Das kannst du aber sicher besser beurteilen. Mach ein Angebot, von dem du denkst, dass er es akzeptiert. Streit zieht in dem Punkt einen Riesen-Rattenschwanz hinter sich her - und zwar nen teuren. Viel Erfolg!

Kommentar von Ralle50,

nur vom Notar beglaubigen lassen...einfache Verträge sind immer anfechtbar...

Kommentar von Ralle50,

solange wie die Wirtschaftskriese noch läuft...kannst du das mit dem Hausverkauf vergessen..oder mit hohen Verlusten..meine Mutter versucht es schon knapp 2 Jahre..aber im Moment will keiner viel zahlen...

Kommentar von anvi1007,

Stimmt.Mein Mann hat bei der Scheidung von seiner Ex das Haus verkaufen müssen-er konnte es nicht mehr halten.Über 60.000€ Schulden:-( (also unter Wert verkauft.)etzt müssen wir Insolvenz anmelden.

Antwort von Ralle50,

Am besten Ehevertrag und Gütertrennung beim Notar erstellen lassen...ist danach noch 1 Jahr anfechtbar...danach ist er absolut fest..und es kann auch bei einer Trennung kein Streit und Kosten geben..hatte ich auch so und Haus blieb in meinem Besitz,keine Unkosten und kein Streit..auch nicht vor Gericht..da war deswegen alles in 6 Min Erledigt...kann man noch später machen..ich hatte es 12J.später erst gemacht..

Antwort von anvi1007,

Hattet ihr denn eine Zugewinngemeinschaft?Dann steht ihm die Hälfte zu.

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