Frage von vivifrosti, 66

Hausverkauf an Tochter aus zweiter Ehe?

mein Vater hat mein Elternhaus an seine Tochter aus zweiter Ehe verkauft. Der Kaufpreis ist mir nicht bekannt Vielleicht war es nur der obligatorische 1 Euro..Von seiner zweiten Ehefrau ist er auch geschieden.Nun ist er mit 80 Jahren auf die Phillipinen ausgewandert. Gehe ich im Todesfall leer aus?

Antwort
von wfwbinder, 28

Wenn er innerhalb der nächsten 10 Jahre versterben sollte, kannst Du den Kaufvertrag überprüfen lassen, ob ggf. eine gemischte Schenkung vorlag.

Kommentar von vivifrosti ,

Danke für die schnelle Antwort

Antwort
von imager761, 5

10 Jahre nach dem Verkauf spielt auch eine gemischte Schenkung durch symbolischen Verkauf für 1 Euro keine Rolle mehr und gäbe für dich keinerlei (Ausgleichs-)Anspruch her: Du gehst hierüber tatsächlich leer aus :-(

Das Haus gehört nicht mehr seinem Nachlass an und er darf dich nicht nur darüber lebzeitig wie von Todes wegen tatsächlich ignorieren, wie er das bislang immer tat, und du hättest das Nachsehen :-(

G imager761


Antwort
von Schuhu, 36

Es kann passieren, dass dein Vater sein ganzes Geld vor seinem Tode ausgibt. Dann bekommst du nichts.

Aber willst du deinen Vater hindern, über sein Vermögen zu verfügen? Dann bedenke, dass auch du alt wirst und dich sicher ärgerst, wenn deine Kinder nur darauf lauern, was sie nach deinem Ableben bekommen können.

Kommentar von vivifrosti ,

Mein Vater hat sich 40 Jahre lang nicht um mich gekümmert, darum hält sich mein Mitleid in Grenzen

Antwort
von brido, 1

Nein, Du bekommst den Pflichtteil. Die 1 Euro wurden sicher als Scheinverkauf eingestuft werden. Wie konnte er Dein Elternhaus verkaufen? Hattest Du Deinen Anteil  ihm geschenkt? Oder hatten sie einen Berliner Testament? 

Antwort
von beangato, 29

Ja. Dein Vater kann mit seinem Eigentum machen, was er will.

Antwort
von Gerneso, 19

Dein Vater lebt ja noch und kann mit seinem Besitz (Erbe ist es ja erst wenn einer tot ist) tun und lassen was er will.

Wenn er Dich leer ausgehen lassen möchte, ist es schlau bereits rechtzeitig den Besitz denjenigen zukommen zu lassen, wo man ihn gerne hingibt.

Antwort
von Pauli1965, 35

Wenn er das haus verkauft hat, ja. Er kann mit seinem Eigentum machen, was er will.

Antwort
von schelm1, 14

Sofern er bei guter Pflege und Gesundheit 10 Jahre ab Kaufvertag bzw. ganz oder teilweiser Schenkung überlebt und kein weiteres Erbe vorhanden ist, steht Ihnen mangels Masse weder ein Erbannspuch oder Pflichtteilsanspruch am Kaufpreis oder einem evtl. vermuteten  Schenkungswert mehr zu.

Er ist nicht verpflichtet, Sie zu seinen Lebzeiten in irgendeiner Form zu bedenken.


Expertenantwort
von ichweisnix, Community-Experte für Erbe, 9

Gehe ich im Todesfall leer aus?

Wenn der Kaufpreis in etwa den Marktwert enspricht, also keine gemischte Schenkung vorliegt und er das Geld verjubelt ja.

Vielleicht war es nur der obligatorische 1 Euro

Das wäre eine gemischte Schenkung, d.h. es wird zwischen den Schenkungswert und den Kaufwert getrennt. Außerdem ist zu beachten, das beim Pflichtteilsergänzungsanspruch der Wert der Schenkung pro Jahr um 10% abgeschmolzen ist. Nach 10 Jahren spielt eine Schenkung also keine Rolle mehr.

Antwort
von Ronox, 15

Ansprüche auf das Haus hast du nicht. Es kann aber ein Pflichtteilsergänzungsanspruch bestehen.

Kommentar von vivifrosti ,

Danke, habe gleich mal gegoogelt

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