Frage von MelleMausi,

Hausverkauf..ab wann muß ich erlös Versteuern?

Hallo.. ich hab heute Post vom Finanzamt bekommen. 2008 hab ich mit meiner Schwester ein Haus vererbt bekommen von unserer Großmutter..da unser Vater schon vor langen Verstorben ist ging es an uns Über.

Jetzt hab ich vom Finanzamt einen Fragebogen zur Veräußerung von Grundbesitz bekommen weil wir das Haus verkauft haben.

Muß ich jetzt noch Steuern bezahlen.. Verkauft wurde es für 60000€ also für jeden 30000€

Danke für eure Antworten..

Antwort von Netztiger,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hatte der Erblasser (Mutter) das Haus mehr als 10 Jahre, dann fällt keine Einkommensteuer an.

ErbSt bei dem Verkaufserlös auch nicht, da höhere Freibeträge. Das Finanzamt möchte nur wissen wer das gekauft hat etc. ...

Kommentar von EnnoBecker,

Das weiß das FA bereits. § 18 GrErwStG bestimmt, dass der Notar dem FA Anzeige über den Erwerbsvorgang erstattet. Das beinhaltet auch eine Kopie des Kaufvertrages, der nach § 311b BGB zwingend vor dem Notar geschlossen werden muss.

Antwort von firstguardian,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

In dem Fall gehen nicht nur die Fristen für den Verkauf, die dem ursprünglichen Erblasser zugestanden haben auf Sie über, sondern Sie treten auch in den gegenüber Enklen deutlich höheren Freibetrag von € 410.000 des vorverstorbenen Vaters ein. Liegt also der Verkaufserlös bzw. der Wert des veräußerten ererbten Grundbesitzes nach Abzug aller Kosten innerhalb der Grenze von € 410.000, dann fallen weder Erbschaftsteuern noch Steuern auf den Veräußerungserlös an.

Antwort von mandelaua,

Dem Finanzamt liegt eine Mitteilung über den Verkauf des Grundstückes (der Notar ist verpflichtet, dies dem Finanzamt zu melden) vor. Da das Finanzamt prüfen muss, ob die Voraussetzungen des § 23 EStG (private Veräußerungsgeschäfte von Grundstücken) erfüllt sind, deswegen der Fragebogen.

Wenn das Grundstück innerhalb von 10 Jahren ge- und verkauft wird und das Grundstück zur Einkunftserzielung (zB Vermietung und Verpachtung) genutzt wurde, ist der Gewinn aus der Veräußerung einkommensteuerpflichtig.

Im Falle einer Erbschaft gilt als Kauftag der des Erblassers.

Also: Schau einfach, wann Deine Großmutter das Haus gekauft hat. Wenn es mehr als 10 Jahre vor Eurem Verkauf war, brauchst Du Dir keine Gedanken machen. Und wenn es weniger als 10 Jahre war, Deine Großmutter aber das Haus selbst genutzt hat und ihr das zwischen Erben und Verkauf nicht vermietet habt, passiert auch nichts. Eins von beiden trifft fast immer zu ;-)

Fülle in Ruhe den Fragebogen aus und wenn Du noch einzelne Fragen dazu hast, ruf einfach beim Finanzamt an.

Und zum Thema Erbschaftsteuer: Der Verkauf löst keine Erbschaftsteuerpflicht aus, sondern das Erbe selbst und da wird nicht der Verkaufspreis, sondern der Wert des Grundstücks, den das Finanzamt ermittelt hat, zu Grunde gelegt.

Antwort von anjanni,

Den Verkauf mußt Du eigentlich nicht versteuern - wohl aber das Erbe.

Die Erbschaftssteuer orientiert sich am Wert des Hauses.

Wenn Ihr also 2008 schon Erbschaftssteuern bezahlt habt, solltet Ihr aus der "Nummer" eigentlich raus gewesen sein.

Es könnte allerdings auch sein, daß das jetzt unter die "Spekulationssteuer" fällt. Wenn Ihr über dem für das Erbe angesetzten Wert verkauft habt, muß der Mehrbetrag möglicherweise versteuert werden. - Frag beim Finanzamt nach!

Kommentar von MelleMausi,

Erbschaftssteuer wurde Bezahlt. Haben das Haus für den angegebenen Preis verkauft.

Kommentar von firstguardian,

Legen Sie sofort Einspuch gegen die geforderte Steuer ein und fordern sie evtl. irrtümlich gezahlte Beträge unverzüglich zurück! Der Vorgang löst keine Steuerpflicht aus! Konsultieren Sie im Zweifel eine Fachanwalt für Steuerrecht oder einen Steuerberater, der sein Handwerk versteht!

Kommentar von anjanni,

Na ja - ich würde erst mal beim Finanzamt erfragen, auf welcher Rechtsgrundlage der Fragebogen beruht, also warum sie den geschickt haben.

Noch scheint es ja keine Steuerforderung zu geben...

Antwort von cortijero,

der erlös muß versteuert werden

Kommentar von firstguardian,

In dem Falle nicht! Veräußerungsfristen des Erblassers und der Freibetrag des Vorverstorbenen Vaters gehen auf die Kinder als Erbe über.

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