Frage von Guy126, 296

Haustiere sind Sklaven?

Der Hund: Der beste Freund des Menschen, schon seit dutzenden von Jahren. Völlig normal. Oder?

Wenn man sich das Ganze aber genauer anguckt, sind Hunde Lebewesen, die dann in die Natur (angeleint!) gehen dürfen, wenn wir Menschen Lust dazu haben. Sie bekommen das Essen, was wir für sie auswählen, während wir am höheren Tisch mit dem ganzen gut riechendem Zeug sitzen. Es gibt am Tag die Beschäftigungen für einem Hund, die Lebensmöglichkeiten wie Schlafplatz &  Co., die wir für sie bereitstellen.
Hunde liegen komplett in unserer Macht. Von Hamstern oder anderen, die die meiste Zeit des Tages in kleinen Gittergefängnissen sitzen brauche ich gar nicht erst anzufangen.

Klar, es gibt sehr viele Menschen, die ihre Haustiere sehr, sehr gut behandeln, trotzdem sind diese Tiere nur von uns abhängig, da wir sie dazu gemacht haben. Sie brauchen uns, weil wir das so wollen. Hunde sind keine natürlichen Lebewesen. Hunde stammen von Wölfen ab, die sich sehr gut selbst am Leben erhalten können.

Ihr sagt vielleicht, dass jeder einzelne gekaufte Hund nur ein aus dem Tierheim "gerettetes" Tier ist. Das Problem ist aber, dass die Menschen dauerhaft neue Haustiere (und Lasttiere, aber das ist ein anderes Thema) züchten, wodurch immer weitere Tiere kommen, die versorgt werden müssen.
Ich habe mich gefragt, was ich als Einzelner dagegen tun kann, dass überhaupt erst neue Tiere gezüchtet werden und neben dem Punkt, dass man überhaupt erst keine Tiere kauft ist mir nur eingefallen, meine Meinung zu verbreiten und Leute davon zu überzeugen, sodass sich daraus die Welt, wenn auch nur ein Stück, ein bisschen in die bessere Richtung entwickelt.

So, das war meine Message.
Damit das hier auch als Frage gelten kann: Was haltet ihr davon? Seit ihr der gleichen Ansicht, habe ich irgendwas übersehen und währet ihr bereit, euch in der Hinsicht zu verändern?

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo Guy126,

Schau mal bitte hier:
Tiere Hund

Antwort
von monara1988, 68

Hi,

ich halte von dieser Aussage nicht so besnders viel, denn, unsere Haustiere sind keine Sklaven! ;)

Sklaven sind jene, die nicht nur einfach in Gefangenschaft leben und von ihrem Herrn abhängig sind, sondern jene die ihrem Herrn richtig dienen müssen! Sie müssen Dinge für sie tun die sie selbst nicht wollen (zB. saubermachen, bedienen, Pryamiden errichen), oder Zwangshandlungen mit ihnen betreiben (zB. Sexsklaven).

Unsere Haustiere müssen uns aber nicht bedienen, uns nicht befreidigen, uns oder unsere Wohnung sauber machen oder Bauwerke für uns errichten, sie müssen nur bei uns sein XD Ja ok, manche müssen mit ihrem Besitzer kuscheln...

Klar sind unsere Haustiere abhängig wann wir sie füttern, wann wir ihr Klo reinigen, wann wir mit ihnen raus gehen, ABER, jeder andere Mensch ist das genauso, vorallem Kinder! Kleine kKinder sind sogar noch unselbstständiger als unsere Haustiere die können sich ja garnicht bis so-gut-wie-garnicht selbst versorgen. Würdest Du die auch als Sklaven bezeichnen?

Abhängigkeit ist nicht gleich Sklavererei...

Zirkustiere, die würde ich als Sklaven bezeichen, weil die nichtmal ansatzweise so gehalten werden wie die es wollen und brauchen, und entgegen ihrer Natur zu Dingen gedrillt werden, die uns Menschen unterhalten sollen!
DAS sollte verboten werden!!!!

Etwas gegen Haustierhaltung unternehmen zu wollen halte ich für sehr naiv, und Haustierhaltung ist an sich nicht schlimmes und Bedarf keines Verboetes oder so ;)

Haustiere sind wichtig:

  • als Gefährten fürs Leben
  • um Liebe zu schenken, und welche zu erhalten (vorallem wenn man sonst niemanden hat)
  • um etwas zu haben um das man sich kümmern kann (vorallem wenn man sonst ganz alleine ist)
  • und jungen Heranwachsenden Verantwortung und ein Gefühl für andere Lebewesen beizubringen
  • um die Arterhaltung sicherzustellen
  • uvm

Was aber hingegen schlimm ist, und wogegen man was machen sollte ist:
Haustiere schlecht zu halten!!
Die wenigesten halten ihre Tiere artgerecht, sondern sehr schlecht:

  • Katzen, Kaninchen, Vögel, Meerschweinchen werden alleine gehalten
  • Kaninchen, Vögel, Meerschweinchen, Hamster werden in kleinen Käfigen gehalten
  • Hunde werden mit Aggressivität erzogen
  • Mit dem Hund wird nicht rausgegangen
  • Die meisten Tiere bekommen nur diesen Fertigmist aus dem Supermarkt/ Tierhandel anstatt artgerechtes Futter!
  • usw....

DAGEGEN muss man was tun!

Was der Grund ist, warum ich hier überhaupt angemelded bin und Leuten in Sachen (vorzugsweise) Kaninchen berate; um das Tierleid in Deutschen Haushalten zu minimieren (ganz beheben kann ich das leider alleine nicht -.-).
Ich kann mit meinem Wissen und meinem Rat dazu beitragen, das immer mehr Kaninchen nicht in ihren Zuahuse leiden müssen, sondern artgerecht und somit Glücklich leben können... ;D

Es wäre weder möglich, noch irgendwie sinnvoll Haustiere abzischaffen, aber SEHR sinnvoll, wenn man sein Wissen über artgerechte Tierhaltung mit anderen teilt!
Wenn Du also Wissen zu einem Haustier speziell hast, dann zB. berate doch Leute dazu, um den Haustieren ein besseres Leben zu ermöglichen, anstatt sie sinnloserweise verbieten zu wollen... ?!

Wegen dem "dass überhaupt erst neue Tiere gezüchtet werden" stimme ich Dir im Grunde zu; das sollte (zumindest erstmal) nicht geschehen, da es schon genug Heimatlose Haustiere gibt!
Und jene, die immer weiter "Züchten" sind ja nicht mal richtige Züchter, sondern nur vermehrer die Geld machen wollen, oder Private Leute, die nicht nachdenken und somit beide Tierleid verursachen... -.-

Und: "dass man überhaupt erst keine Tiere kauft" würde ich Dir in dem Sinne zustimmen, das man in Tierhandlungen und bei Möchtegern Züchtern (= Vermehrer) dafür sorgen sollte, das da keiner mehr kauft, weil da keiner das Wohl der Tiere im Sinne hat, sondern nur den Provit.

Gegen beide letztere Punkte ist nicht direkt anzugehen (außer man tritt zB Peta bei XD), aber mit der Aufklärung von Leuten allgemein zur Tierhaltung, bewirkt man auch da was...^^

Gruß

Kommentar von derHundefreund ,

Sehr schöner Beitrag, gefällt mir!

Kommentar von Guy126 ,

Eine sehr ausführliche Antwort. Danke dafür! Ich stimme dir größtenteils zu, das Einzige, was ich zu ergänzen hätte, ist, dass Haustiere nur als Luxusartikel funktionieren, die in der Hinsicht den Menschen schon "befriedigen" müssen.
Das ist aber auch der einzige Punkt.

Kommentar von derHundefreund ,

Eine Frage dazu hätte ich. Du hast geschrieben, dass man Katzen nicht alleine halten sollte. Ich dachte immer, dass Katzen (einzige Ausnahme sind Löwen) alles Einzelgänger wären. Ist das nicht so?

Kommentar von monara1988 ,

Hi,

dass Katzen (einzige Ausnahme sind Löwen) alles Einzelgänger wären. Ist das nicht so?

Ja das ist nicht so... Katzen sind sehr soziale Tiere und brauchen immer Kontakt zu Artgenossen. Sie sind von Natur aus keine Einzelgänger (nur Einzeljäger!). Quält man aber eine Katze lange genug mit Einzelhaltung, dann erst wird sie tatsächlich zwangsweise zum Einzelgänger weil sie unsozial gemacht wurde und sich somit nicht mehr mit Artgenossen versteht/ verstehen kann.... Glücklich ist sie damit aber nicht. Wenn, dann macht der Mensch sie zu Einzelgänger... -.-

Freigängerkatzen kann man alleine halten, weil sie sich ihren Sozialkontakt mit Artgenossen draußen suchen, aber Wohnungskatzen muss man mindestens zu 2 halten weil sie sich ja nicht selbst irgendwo draußen Artgenossen suchen können!
Und Kitten brauchen auch unbedingt Artgenossen, egal ob sie drinnen oder draußen leben (mann lässt sie ja erst mit 6 Monaten oder so raus, und bis dahin brauchen sie andere gleichaltrige)...

lg

Antwort
von LukaUndShiba, 63

Also wenn ich von meiner Shiba Hündin ausgehe bin wohl eher ich ihr "Sklave" xD

Ich meine ... Ich schaue jeden Tag das Madame abwechslungsreich beschäftigt wird, denn wehe wir machen noch mal das gleiche vom Vortag, dann wird das einfach eiskalt ignoriert und nach was interessanterem Ausschau gehalten. Das gleiche passiert auch wenn ihr einfach generell nicht danach ist. 

Ich fahre mindestens zwei mal die Woche zu 2-3 Stunden entfernten Orten mit ihr, da mit sie ihre Neugierde an neuen Orten befriedigen kann und neue Wälder, wiesen usw kennen lernt. 

Wenn meiner Hündin an dem Tag einfach mal das Fleisch nicht passt was ich ihr vorgesetzt habe weil sie vielleicht am heutigen Tag kein Bock auf Lamm hat wird  wird dran geschnuppert und dann wird es einfach ignoriert und sie hungert lieber als sich das an zu tun.

Wenn ich Glück habe frisst sie es dann vielleicht noch später ~

Und all solche späßchen mache ich mit meiner Hündin durch, so weit zum Thema Sklave.

----

Und ich bin anderer Meinung was die Züchter angeht. 

Die seriösen Züchter machen ALLES richtig. Aber man sollte verbieten das irgend welche Leute mal eben so Welpen produzieren könnten und man muss den Kopf der Leute mal auf den Tisch knallen die immer noch billig Welpen aus dem Ausland kaufen.

Da sind in erster Linie die Tierheim Hunde, nur selten aber die reinrassigen Hunde mit Papieren. 

Kommentar von KleinerKeks135 ,

Ich glaube das Problem sieht man auch sehr oft auf Seiten wie eBay (nicht unbedingt direkt dort, aber ich bin mir sicher, dass auch da schon 'illegale' Welpen verkauft wurden). 

Wieso sonst zahlt man nur die Hälfte, obwohl es die gleiche Rasse ist? Also da würden bei jedem normal denkenden Menschen die Alarmglocken anspringen. Papiere sucht man da meistens auch vergeblich, bzw. es gab schon Fälle bei denen man die dann gefälscht hatte. 

Einen seriösen Züchter finden sollte wohl der erste Punkt bei einer Anschaffung sein. 

Und Shiba... Ich hätte so gerne auch einen >< hihi

Kommentar von Guy126 ,

Wie ich schon bei KKatalka's Antwort ausführlicher geantwortet habe, ist es kurzgefasst in deinem Fall gut so, das Problem ist aber, dass es den wenigsten Hunden so gut geht, wie deinem. Die meisten Menschen haben auch gar nicht so viel Zeit, so auf ihren Hund zu achten. Dies stört Keinen und der einzige, der darunter leidet, ist der Hund. Der Punkt ist, dass es schön und gut ist, wie es bei dir abläuft, dein Fall damit aber sehr in der Minderheit ist und es nicht jedem Hund so gut geht, wie deinem.

Und genau deswegen bin ich gegen die Züchtung, da die Hunde allgemein nur Schaden davon nehmen. Sie werden in eine angeleinte Welt geboren, in der sie, egal in welchen Umständen, als Luxusartikel funktionieren.

Antwort
von Lilly11Y, 46

Aber du siehst doch ständig in den Medien, was mit Straßenhunden passiert und was für ein erbärmliches Leben sie führen.

Straßenkatzen z. B. vermehren sich unkontrolliert, ihre Würfe sterben oft ganz erbärmlich ( ich sehe das sehr oft, weil ich das Kastrationsprogramm und die Versorgung in meiner Stadt durchführe).

Wir Menschen haben mit den Fehlern, die wir im Laufe der Zeit gemacht haben, diese Situationen geschaffen und sollten uns engagieren, um das wieder auszubügeln.

Um Haustieren ein gutes Leben zu ermöglichen, gibt es Gesetze zur artgerechten Haltung. Zugegeben, diese sind sicher nicht optimal ausgereift und werden auch nicht immer vorbildlich umgesetzt, es gibt sicher Verbesserungsbedarf. Auch in der Handhabung der Gerichte, was Verurteilungen zum Thema Tierquälerei betrifft.

In erster Linie muß das Bewußtsein der Menschen sich ändern.

Wenn du aktiv etwas für Tiere tun möchtest, du scheinst allgemein daran interessiert zu sein, schau mal bei Peta/Deutschland rein. Es gibt noch zahlreiche andere Organisationen, die dich brauchen könnten.

Die Abschaffung von Haustieren ist, denke ich nicht die Lösung. Ich bin davon überzeugt, daß es den meisten Haustieren, wenigstens in Deutschland, sehr gut bei ihren Besitzern geht und die artgerechte Haltung umgesetzt wird.

Schön, daß du dich engagieren möchtest und dir Gedanken machst.

L. G. Lilly

Kommentar von Guy126 ,

Danke für die lange Antwort!
Ich stimme dir auch fast komplett zu, das Einzige ist, dass es wohl nichts bringt, einzelne Tiere von der Straße zu retten, da immer neue nachproduziert werden.
Meine Lösung ist zwar nicht perfekt, es ist aber einer der wenigen Wege, die ich kenne, um die Tiere langfristig zu retten. Und zwar durch den Stopp (oder zumindest die Minderung) der Tierzüchtung.

Der Denkanstoß zum Thema Peta oder ähnlichem ist auch nicht schlecht, ich werde mich dazu mal informieren.

Kommentar von Lilly11Y ,

Deswegen führe ich ja Kastrationsprogramme durch und richte nicht nur Futterstellen ein. 

L. G. Lilly

Antwort
von KKatalka, 97

Ich würde meinen Hund nicht Unbedingt als Sklave bezeichnen. Das mit der Leine ist nun mal eine Ordnung die man draußen einhalten muss in Gebieten in der kein Leinebzwang ist, hab ich meinen Hund auch nicht an der Leine! Er horcht mir weil er mir horchen will und nicht weil er muss. Ich habe in meinen Ganzen Leben noch nie eine Hand gegen meinen Hund erhoben weil er was getan hat was ich nicht Inordnung finde. .. Sonstige befehle die ich ihm beigebracht habe wie Bei Fuß usw ... Habe ich gemacht um ihn im Leben zu Schützen. (Autos ect ...)

Wenn wir im Garten sind was auch im Winter mindestens einmal am Tag ist. der mit mehreren qm Wald umgeben ist lass ich ihn rennen und Vertraue darauf das er wieder kommt! Wenn es ihm nicht gut gehen würde oder er sich nicht wohl fühlen würde, würde er Warscheinlich auch nicht mehr kommen.

Was das Futter angeht, beneide ICH meinen Hund was da alles drin ist. Er bekommt als wirklich edle Sachen die in Hundefutter Dose Verpackt sind und mich mindestens 60 Euro kosten würde wenn ich solche leckeren für mich und meinen Mann beim Metzger kaufen und Frisch zubereiten würde. Und selbst da verbringe ich mehr Zeit in der Küche für meinen Hund als für mich und meinen Mann da mein Hund einmal die Woche Frisch gekochtes Schon Kost bekommt.

Dann steh ich jeden Morgen um 6 uhr auf um mit ihn Raus zu gehen bevor ich Arbeiten gehe. Mein Mann (Rentner) muss dann halt dran glauben wenn er wieder Anstalten macht um zu zeigen das er nochmal raus will. Keineswegs bestimmen wir die Zeit, wann der Hund sein Geschäft zu machen hat.

Wie oben erwähnt geht es dann ja mindestens einmal am Tag zusammen (ab und an sogar mit dem Nachbarshunde aufs Grundstück) an den Wochenenden sogar über Nacht! Die Katzen folgen uns immer freiwillig und genießen es.

Nein, ich kann nicht von mir behaupten das mein Hund, (von meinen zwei Katzen brauchen wir ja gar nicht reden) jetzt mein Sklave ist, wenn dann würde ich es eher umgekehrt sehen ... finde ich aber nicht schlimm weil ich meine Tiere über alles liebe und gerne für Sie sorge!

Kommentar von Guy126 ,

Wären doch nur alle Menschen so! Mit meiner Aussage wollte ich aber die Abhängigkeit der Tiere gegenüber den Menschen unterstreichen. Stell dir vor, du würdest dich nicht so gut um ihn kümmern: Es würde Niemandem auffallen und genau deswegen sind auch die Wenigsten so bereit, den Tieren ein perfektes Leben zu gestalten.
Was noch dazu kommt, ist, dass die Meisten gar nicht die Zeit dafür haben, ihr Leben so nach dem Hund zu richten und der, der darunter leidet, ist eben der Hund. Das stört die meisten Menschen aber nicht. Und genau das ist das Problem.

Mit dem Gedanken, Dieses allgemein zu verhindern, bin ich überhaupt erst zu der Aussage gekommen.

Antwort
von DonCredo, 52

Hi! Und wie ist das mit den Menschen/ den Kindern? Die müssen essen wenn die Eltern essen, und kriegen nur das was andere für geeignet erachten, dürfen nur raus, wenn es erlaubt wird. Und Du selbst darfst auch nicht machen was Du willst - du hast das zu tun, was Dein Chef von Dir erwartet, kannst nicht nackig im Büro rumlaufen wenn Dir danach ist ... nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. Das macht auch keiner immer freiwillig. Okay, ich gebe zu, es ist nicht ganz das Gleiche aber für mich ist der Hintergrund ähnlich: ein Zusammenleben funktioniert nur dann, wenn man sich an Regeln hält, die eben ein Mindestmass an persönlicher Freiheit sicherstellen aber auch dazu dienen, sich und andere zu schützen. Die persönliche Freiheit - egal ob bei Mensch oder Tier - hört da auf, wo die des anderen berührt wird. Das hast Du vergessen. Und ausserdem hast Du das nur aus dem menschlichen Blickwinkel betrachtet: ein Hunderundel funktioniert anders als bei Menschen und das, was du als Sklaverei bezeichnest ist zum Teil für Hunde wichtig - klar, so Sachen wie an die Kette legen oder schlecht behandeln sind damit natürlich nicht gemeint. Nach meiner Meinung bist Du mit Deiner These weitgehend auf dem Holzweg, was soll ich das schön schwätzen. Gruss

Kommentar von Guy126 ,

Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht! Der entscheidende Unterschied ist nur, dass wir mit Menschen kommunizieren können und sie uns sagen können, was sie wollen und was nicht. Danach können wir uns dann richten und auf die Wünsche eingehen. Bei Menschen wissen wir, dass sie glücklich sind, zu leben und wie sie es tun, da sie sonst jederzeit dagegen etwas tun könnten.

Regeln in einer Gesellschaft sind etwas gutes, da das Zusammenleben sonst nicht funktionieren könnte. Und die Regeln sind ja global nicht gleich. Wenn wir die Lebensweise in beispielsweise Amerika besser finden, können wir dort hingehen. Selbst wenn wir gar keine Regeln haben wollen, haben wir die Möglichkeit, nach Afrika zu gehen und dort alles zu machen, was wir wollen.
Ich sage nicht, dass ich das machen würde, wir Menschen haben aber die Möglichkeit dazu. Und Tiere nicht.

Vielleicht hast du nicht das Geld dazu, nach Amerika zu gehen, aber selbst Flüchtlinge schaffen es, von Afrika nach Deutschland zu fliehen. Tiere könnten niemals alleine überleben, selbst wenn sie "ausbrechen" könnten. Bei Draußenkatzen zum Beispiel ist as vielleicht etwas anderes, aber Hamster könnten niemals mit größten Bemühungen aus ihrem Käfig ausbrechen.

Mag sein, dass ich auf dem Holzweg bin, aber bisher habe ich noch keine überzeugende Gegenantwort gehört.

Kommentar von DonCredo ,

Als erstes Mal: jeder Hundehalter, dem das Wohl seines Tieres wichtig ist, kann Dir ganz genau sagen, ob seinTier glücklich ist oder nicht, glaub mir das. Mein Hund "redet" mit mir - natürlich nicht so wie von Mensch zu Mensch. Und auch Dein Flüchtlingsbeispiel greift nicht: es gibt viele viele gesicherte Geschichten, bei denen ein Tier ebenfalls lange Strecken zurücklegte. Und wo können die Flüchtlinge denn alleine überleben? Wieviele freiwillige Helfer und Spenden etc. sind da schon rein geflossen - da würden wenn überhaupt nur wenige überleben und der Rest würde sich die Köppe einhauen oder verhungern. Ich will hier nicht über falsch oder richtig diskutieren, aber wie gesagt ... Holzweg. Gruss nochmal.

Antwort
von Andrastor, 41

Du hast übersehen dass sich Tiere wie Hunde und Katzen selbst domestiziert haben. Die ersten Hunde, die damals noch Wölfe waren haben sich den Menschen gegenüber neugierig gezeigt und sich friedvoll verhalten und gelernt dass sie bei den Menschen Vorzüge genießen können, die sie in freier Wildbahn nicht bekommen könnten. (So zumindest neuere Theorien über die ersten Domestizierungen von Hunden)

Gleiches mit Katzen, diese haben sich gerne bei den Lebensmittellagerräumen der Menschen aufgehalten, weil es dort viele Mäuse und Ratten gab. Die Menschen haben die Katzen toleriert, weil sie die Mäuse und Ratten gejagt haben.

Win-Win Situation aus der später eine "Liebesgeschichte" geworden ist.

Kommentar von Guy126 ,

Ich gebe zu: So gut kenne ich mich mit der Domestizierung auch nicht aus. Wenn sich Katze und Hund von Anfang an gut mit den Menschen verstanden haben, ist das gut, keine Frage.
Diese Liebe aber überstrapazieren zu wollen ist falsch. Es werden lauter neue abhängige Tiere gezüchtet, die den Menschen nun als Luxusartikel dienen sollen. Das hat heutzutage nichts mehr mit einem praktischen, guten Zusammenleben zu tun.

Die Tiere sterben, wenn wir uns nicht um diese bemühen, obwohl wir sie erst ins Leben gerufen haben.

Kommentar von Andrastor ,

So sehr ich deine Meinung bezüglich Qualzuchten teile, muss ich doch anmerken dass diese Tiere kein anderes Leben kennen. Ein kaputtgezüchteter Schäfer oder Chihuahua, kennen nur ihr eigenes Leben und haben keinen Vergleich.

Ihr Leben und ihre Einschränkungen mit anderen Arten zu vergleichen geht über die geistigen Kapazitäten derartiger Tiere. Für sie wirkt es umso mehr als wären wir Menschen Götter, da wir (also die Besitzer solcher Rassen) im Normalfall alles tun um die Gesundheit der Tiere zu fördern und ihre Leiden zu mindern.

Dass es inzwischen Tierarten gibt, die ohne Menschen nicht überlebensfähig wären, ist nicht zwingend eine negative Entwicklung. Immerhin kann der Mensch diese Tiere nun nicht mehr guten Gewissens sich selbst überlassen. Er hat diese Tiere von sich abhängig gemacht und muss nun Verantwortung für sie übernehmen.

Antwort
von Tahqar, 36

mal ganz abgesehen von den SODA - Hunden (so da ist der Hund 2 bis 3 mal Gassi, Futter, Wasser d.w. das war es) gibt es auch durch aus Hundebesitzer wo der Hund ein weitesgehend selbstbestimmtes Leben führen kann im Rahmen der möglichkeiten das sich Hund nicht Verletzt oder anderweitig in Gefahr gerät.

Das was Du mit deiner Frage meinst und ebend auf Hunde reduziert hast kann man aber auf alle Tiere ausweiten. Hierbei ist es mittleiweile egal ob es sich um Tierzucht oder um Wildtiere jeglicher Art handelt. In der einen wie der anderen Art der Tiere ist der Mensch mittlerweile gezwungen Regulierend einzugreifen.

Warum das so ist, tja weil der Mensch in seiner Technikbessenheit und seinem Streben nach Mehr die Umwelt einfach schafft. Es sind jetzt 7,5 Milliarden Menschen auf dem Kuller und es werden mehr. Irgendwann sind es zuviele is aber ein anderes Thema.

Der Hund ist ein natürliches Lebewesen was vom Wolf abstammt, die Wissenschaft streitet wann Mensch und Hund zusammen kam vor 30.000 oder vor 14,000 Jahren. Die nächste Streitfrage wer hat von wem abgekuckt, der Wolf vom Menschen oder Mensch vom Wolf. Den beide Arten hatten die selbe Beute und beide Arten jagten in Gruppen. Beide Arten lebeten in Familienverbänden.

Wer sich einen Hund zulegen will sollte sich vorher fragen wieso will ich einen Hund, was erwarte ich von meinem Hund, was bin ich bereit für meinen Hund zu tun und letztlich was bin ich bereit an Zeit in meinen Hund zu investieren für die nächsten 12 bis 15 Jahre. Wenn das alles gut bedacht ist sind Hund keine Sklaven sondern echte Partner

Kommentar von Guy126 ,

Ich kann aus deiner Antwort nicht ganz herauslesen, ob du auf meiner Seite bist oder nicht. Aber ich denke, dass du größtenteils auch der Meinung bist, dass das was die Menschen tun, falsch ist.
Ich habe mich auch hauptsächlich mit meiner Frage auf alle Haustiere bezogen, habe mich aber hauptsächlich auf den Hund bezogen, da er ein gutes Beispiel ist, welches allgemein mit als häufigstes Haustier gehalten wird und so viele Leute mitreden können.

Antwort
von michelle13080, 39

Hallo,

Also ich würde meinen Hund auch nicht als Sklave bezeichnen. Hunde dürfen ja auch an vielen Orten ohne Leine laufen, wenn sie aufs Frauchen hören. Sie bekommen ein gesundes für sie abgestimmtes Essen. Viel von dem Essen, das wir Menschen essen, wäre für einen Hund sehr ungesund. Wir können ihnen ja keinen lebendigen Hasen hinwerfen, den sie essen würden, wenn sie in Freiheit leben würden.

Wir geben unserem Hund ein Traumfutter für ihn er bekommt Pferd, Fisch Hühnchen und manchmal kochen wir auch Kartoffelbrei oder Reis für ihn, da sein Magen sehr wenig verträgt.

Außerdem darf unser Hund immer mit, wenn wir mit unserem Wohnwagen campen gehen. Dort ist er an einer sehr langen Leine, die im Boden fest gemacht ist auf unserem großem Platz laufen. Schlafen darf er natürlich mit uns ihm Wohnwagen. Er darf tagsüber immer im See schwimmen gehen und darf sehr oft gassi, so gut wie immer ohne Leine. Er kann dort auch den ganzen Tag Mäuse oder Hasen jagen

Wenn wir unsere Hunde frei lassen würden, könnten die meisten nicht einmal überleben. Sie sind eben durch die Haltung sehr vom Herrchen abhängig.

Es ist ja nicht so, dass die Hunde ständig leiden. Ein guter Besitzer spielt und kuschelt oft mit ihm. Hunde sind es ja auch gewöhnt bei Menschen zu leben. 

Kommentar von Guy126 ,

Es ist schön und gut, wenn Besitzer wie du sich so um ihre Haustiere kümmern, das heißt aber nicht, dass es allen Tieren so gut geht. Die meisten Menschen haben auch gar nicht so viel Zeit, um oft Dinge zu tun, wie frisches Essen zu kochen oder ähnliches. Es stört natürlich Niemanden, wenn man so etwas nicht macht, aber der, der darunter leidet, ist der Hund.
Es ist die Abhängigkeit des Hundes gegenüber den Menschen, die ich hier kritisiere.

Zwar ist es richtig, dass ein Hund ohne uns nicht überleben kann, trotzdem sind es aber auch die Menschen, die immer mehr dieser abhängigen Kreaturen erschaffen.
Ob die Wölfe sich selbst zu Hunden entwickelt haben, weiß ich nicht, aber ich habe gehört, dass wir Menschen den Wolf überhaupt erst zu den abhängigen Tier namens Hund gemacht haben.

Es ist zwar keine schöne Lösung, deswegen auf Tiere zu verzichten und so die Züchtung zu verringern, es ist aber einer der wenigen mir bekannten Lösungen, um den Tieren allgemein weniger Schaden in der Zukunft zu verursachen.

Kommentar von michelle13080 ,

Natürlich gibt es solche Leute. Aber es gibt auch immer wieder Leute, die sich nicht richtig um ihre Kinder kümmer. Das ist so ziemlich das gleiche. Schrecklich aber kommt immer wieder vor. Manchmal kann man was dagegen unternehmen, manchmal nicht.

Und was würde dann mit den Hunden passieren, wenn niemand sie mehr kauft? Natürlich werden sie dann nicht mehr so gezüchtet, aber man kann eben nicht immer verhindern, dass sich Tiere paaren. Dann würden sie bestimmt auf der Straße ausgesetzt werden oder ähnliches. Die Menschen wollen sie ja nicht mehr . Auf der Straße geht es den Hunden wesentlich schlechter als bei Menschen! Viele würden nicht einmal überleben.

Antwort
von MuttiSagt, 67

Meinen Hunden gefällt, das ich mich um alles kümmere. Somit haben sie keinerlei Sorgen und erleben nur gutes. Okay, manchmal hätten sie auch lieber Pizza und Pommmes, aber das ist auch das blödesteste schon, was ich entscheide. Ansonsten besteht ihr Leben aus tollen Ausflügen und ausreichend Schlaf. Wie oft habe ich schon daran gedacht, zu tauschen?

Kommentar von Guy126 ,

Zum einen geht es nicht allen Tieren so gut und zum anderen kannst du nicht wissen, ob die Tiere froh bei dir sind oder nicht. Wir haben kein Gerät, welches deren Sprache in unsere Sprache übersetzt. Ich würde auch die Person anhimmeln, die mir das lebensnotwendige Essen gibt, egal ob ich sie mag, oder nicht.

Antwort
von sNouXHB, 58

Der domestizierte Haushund hat mit dem Wolf von der Abstammung Gemeinsamkeiten aber nicht vom Verhalten. Die meisten Hunde leben für eine Aufgabe z.b Schafe hüten oder Grundstücke bewachen und alle Hunde wollen ihren herrchen gefallen  (anders als zb katzen). Hunde geben ihren Besitzern viel und ein Hund schätzt sein herrchen und die liebe die er bekommt.

Ich habe viele Jahre mit Strassenhunden und Katzen in Spanien, Rumänien und anderen Ländern gearbeitet- meiner Meinung nach ist das Leben von Hund und Katz in einer liebevollen Familie mit eventuell einem artgenossen sehr lebenswert für ein Tier und sollte nicht mit Sklaverei verglichen werden.

Kommentar von Guy126 ,

Ich stimme dir hauptsächlich zu, das einzige ist nur, dass die Aufgabe der meisten Haustiere nur ist, dem Menschen als Luxusartikel zu dienen. Und selbst für Arbeiten wie es Schäferhunde verrichten ist das ja auch nur ein unbezahlter Job, der gemacht werden muss.

Es ist sehr schlimm, dass es so viele Streuner in beispielsweise Rumänien gibt und da ich der Meinung bin, dass das Retten von einzelnen Tieren wegen sofortigem Nachschub der Züchtungsfirmen nicht besonders effektiv ist, versuche ich durch die Verbreitung meiner Message, die Züchtung von Tieren allgemein zu verringern, damit es eben nicht zu viele Tiere gibt, die dann auf der Straße oder im Tierheim landen.
Jeder Kauf in einem Tierheim symbolisiert den Firmen nur, dass Nachschub erwünscht ist.

Kommentar von sNouXHB ,

Du nennst Tierheim, Kaufen und Firmen in einem Satz - macht für mich keinen Sinn sorry.

Antwort
von derHundefreund, 46

schon seit dutzenden von Jahren.

Wohl eher seit über 20.000 Jahren :-)

Deine Aussage "hinkt", meiner Meinung nach, in vielerlei Hinsicht. Zwar stimmt es, dass der Hund vom Wolf abstammt, aber dieser hat sich selbst domestiziert. Es war also eine (vom Wolf) gewünschte Entwicklung und keine zwanghafte durch den Menschen herbeigeführte. So musste er nicht mehr jagen und kam einfacher an sein Futter.

Der Begriff Sklaverei scheint mir hier auch nicht passend. Du vergisst, dass Hunde bei dem Menschen sein und ihm gefallen möchten. Sie werden sogar unglücklich, wenn sich nicht entsprechend um sie gekümmert wird. Sie sind also auf uns angewiesen und wollen bei uns sein. Dazu kommt, dass die meisten Hunde nicht als "Rudelführer" geboren werden, sie brauchen und wünschen sich demnach Führung.

Die Leine empfindet ein Hund auch nicht als Zwang, wenn er richtig gelernt hat, was diese bedeutet. Natürlich müssen sie das fressen, was "auf den Tisch" kommt, aber die meisten Hunde sind gar nicht mehr in der Lage, zu jagen und sich selbst zu versorgen. Und das "gut riechende Zeug", riecht vielleicht für das Tier sehr gut, aber deswegen ist es noch lange nicht gut. Vieles davon darf der Hund nämlich gar nicht fressen.

Natürlich bin ich auch dagegen, wenn Tiere nicht artgerecht gehalten werden und/oder eingesperrt sind, aber auf Hunde trifft das wohl (im Normalfall) kaum zu. Menschen, die Hunde in Käfigen halten und nur als Gebärmaschine missbrauchen, sind genau solche Tierquäler, wie die, die den Marderhunden (für die Pelzindustrie) bei lebendigem Leib das Fell abziehen. Da gibt es keine zweite Meinung.

Eine Schlange halte ich mir auch nicht in einem Terrarium, obwohl ich diese Tiere cool finde. Weil ich weiß, dass es für das Tier nicht artgerecht bzw. weil es einfach nicht natürlich wäre. Hunde betrachten aber durchaus das Zusammenleben mit dem Menschen als natürlich. Eher umgekehrt ist hier der Fall.

Die Beziehung von Mensch und Hund, kann man daher wohl kaum als Dienst, sondern eher als Lebensgemeinschaft bezeichnen.

Kommentar von Guy126 ,

Ich stimme dir teilweise zu. Mit der Selbstdomestizierung kenne ich mich nicht so aus, ich weiß nur, dass die Züchtung auf keinen Fall hilfreich ist ;)
Zum Punkt, dass Hunde bei uns sein wollen: Das kann man nicht wissen. Es gibt keine Geräte, die uns die Sprache der Tiere übersetzt. Wir sehen das als Menschen oft so an. Und wer sagt, dass dich ein Hund bei der Begrüßung nicht nur freudig anspringt, weil er vermutet, dass er ohne Aufmerksamkeitswidmung keine Nahrung bekommt? Ich kann das auch nicht wissen, aber es liegt mir nahe, den anzuhimmeln, der mir Nahrung gibt, egal ob ich ihn mag, oder nicht.

Du hast geschrieben, dass der Hund die Leine nicht schlecht sieht, solange er die richtige Benutzung kennt. Genau wie bei dem gut riechendem Essen auch ist es aber so, dass der Hund im Normalfall nicht weiß, das das schädlich ist. Auch wenn Dinge wie Brötchen zum Beispiel vertragbar für einen Hund sind. Es ist so, dass es schön wäre, wenn der Hund solche Dinge wissen würde, dies ist aber meistens nicht so. Der Punkt ist, dass das Gefühl, ein Sklave zu sein, kein Stück weniger schlimm ist, als wirklich einer zu sein.

Aus deiner Argumentation lese ich heraus, dass du zum Teil auch meiner Meinung bist, du aber willst, dass die Menschheit sich so verbessert, dass diese Haustierhaltung okay wäre. Dies ist natürlich auch eine gute Lösung, anders als darauf zu steuern, Züchtungen komplett einzustellen, diese ist aber Meinung nach noch schwieriger, durchzuführen.

Kommentar von derHundefreund ,

dass Hunde bei uns sein wollen: Das kann man nicht wissen

Da irrst du dich gewaltig. Die Körpersprache des Hundes hat man eingehend studiert und dadurch kann man diese auch verstehen. Dafür braucht es keine Geräte :-)

Züchtung ist ein großes Thema. Einige sind tatsächlich unvorteilhaft für die Entwicklung des Hundes, da bin ich mit dir einer Meinung. Trotzdem sehe ich keinen Grund, warum er deshalb mehr oder weniger auf uns angewiesen sein sollte bzw. warum er durch bestimmte Eigenschaften, die bei der Züchtung hervorgehoben wurden, ein "Sklave" sein sollte.

Dass ein Hund einen Menschen nur gefallen möchte, weil dieser ihn ernährt, mag anfangs vielleicht plausibel erscheinen. Aber, wieso zeigt dir ein Hund seine Zuneigung und Aufmerksamkeit, wenn er bereits satt ist (in die Zukunft schauen kann er nicht)? Und warum sind Hunde auch bei den Menschen anhänglich und freuen sich über diese, die sie überhaupt nicht füttern?

Dass Futter eine so große Rolle für Hunde spielt, ist absolut falsch. Klar spielt es eine Rolle, aber es gibt noch eine Menge Faktoren, die die Bindung zwischen Mensch und Hund stärken bzw. für das Wohlempfinden des Hundes durchaus wichtiger sind (Gassi gehen zum Beispiel).

Warum sind so viele Hunde unglücklich, aggressiv oder frustriert, obwohl sie ernährt werden? Es gibt also noch mehr, als nur die Ernährung, die der Hund braucht (dazu gehört auch Zuneigung). Nach deiner Theorie, müsste der Hund alles machen was man will, sobald er begriffen hat, dass du sein Ernährer bist - dem ist aber nicht so!

Die Leine sieht er nicht als Zwang an, sondern verbindet sie mit etwas Positivem - das Gassi gehen (wie gesagt, wenn er das richtig gelernt hat). Bei der Nahrung, weiß der Hund tatsächlich nicht, dass es nicht gesund für ihn ist, aber deswegen ist es noch keine Qual für ihn, es zu riechen. Er möchte es riechen ja, aber er könnte ja auch einfach die Küche verlassen.

Die Hundehaltung ist bereits "okay", wenn sich der Halter informiert und weiß, was sein Hund für Bedürfnisse hat und diese erfüllt. Dass das Menschen teilweise nicht tun, ist zwar nicht toll, aber deswegen kann man noch lange nicht verallgemeinern, dass man Hunde nicht bei sich halten sollte. Nur die Leute, die einen Hund falsch behandeln, sollten sich keinen halten.

Kommentar von derHundefreund ,

Und wer sagt, dass dich ein Hund bei der Begrüßung nicht nur freudig anspringt, weil er vermutet, dass er ohne Aufmerksamkeitswidmung keine Nahrung bekommt?

Dazu fällt mir gerade noch ein sehr schönes Beispiel ein. Hast du schon einmal gesehen, wie ein Soldat mehrere Monate weg ist und wie dann sein Hund auf ihn reagiert, wenn er ihn wieder sieht?

Das ist mehr als herzergreifend und rührt einen zu Tränen. Da ist es völlig absurd zu glauben, der Hund denkt in diesem Moment, dass er seinen "Dosenöffner" wieder hat.

Kommentar von Deamonia ,

Du sagst, man kann nicht wissen, ob Hunde wirklich bei dem Menschen sein wollen, wie erklärst du dir dann so Sachen wie Hunde die Tagelang vor einem Krankenhaus stehen in dem ihr Herrchen liegt, und durch NICHTS davon wegzubewegen sind (auch nicht durch Futter, Leckerlies usw) oder Hunde die ihre Herrchen nach Jahren wiederfinden, und sie freudig jaulend anspringen und von oben bis unten abschlabbern? 

Wenn ein Hund seinen Halter nicht mag, merkt man das durchaus. So ein Hund sucht dann nicht die Nähe der Halter. Das gibt es durchaus auch, aber dann passen die vom Charakter einfach nicht zusammen.

Auch wenn es schwerer ist, die Menschheit zu verbessern, ist das mMn der bessere Weg, als Tierhaltung zu verbieten.

Ich bin schon lange für die Einführung eines Haustierführerscheins, für alle Tiere, um die Eignung zu prüfen. 

Kommentar von derHundefreund ,

Auch ein sehr schönes Beispiel. Dabei fällt mir der Hund Hachiko ein, der 10 Jahre am Bahnhof in Japan auf die Rückkehr seines Herrchens gewartet hat. Heute steht dort eine Statue, als Andenken dieses Hundes (ein Akita Inu).

Antwort
von AnonymTiger, 11

Hey,

das ist so ziemlich meine Ansicht. Außer bei Katzen. Das ist nur eine verschönerte Form der Wildkatze, die allein überlebensfähig ist. Die meisten bekommen 24h freien Auslauf

Antwort
von Tokeh, 30

Das ist der Grösste Mist der Welt! Natürlich sind Haustiere keine Sklaven! Denn:

  • Sie gehören nicht derselben art an wie wir und fühlen sich daher nicht unterdrückt
  • Sie müssen keine Arbeiten für uns ausführen, wenn doch kommt dies nur bei Hunden und Pferden vor, wird aber belohnt.
  • In unsere Tiere investieren wir viel Geld . Ein Sklave ist ein Arbeiter dem man nichts zahlt.

Es gibt noch x weitere Gründe, aber das fällt mir auf die schnelle halt ein

Kommentar von Guy126 ,

Habe ich da einen Nerv getroffen?

Nur da sie nicht der selben Art angehören, heißt das nicht, dass man mit ihnen machen kann, was man will. Außerdem: Weißt du, ob sich ein Tier unterdrückt fühlt? Sie haben keine Möglichkeit, uns das mitzuteilen. Ich würde die Person auch anhimmeln und bei der Begrüßung anspringen, die mir das nötige Essen zum überleben gibt, egal ob ich sie mag oder nicht.

Zum Thema Arbeit: Sie führen vielleicht keine direkte Arbeit aus, dienen uns aber trotzdem als Luxusartikel zur Bespaßung. Ein nicht freies Leben ist möglicherweise nicht in dem Sinne Arbeit, es kann aber wohl doch sehr unterdrückend sein.

Beim letzten Punkt: Wenn man den Tieren das unserer Ansicht nach bestmögliche Leben mit Geld beschert, heißt das ja nicht, dass es allen Tieren so gut geht.

Kommentar von Tokeh ,

Ich denke da ist auch die letzte Hirnzelle tot bei dir...

Wieso sollte man sich Haustiere als Luxus halten, wenn sie einem Arbeit machen? Du scheinst keine Ahnung von Tieren zu haben und vermenschlichst diese schlimmer als die meisten PETA-spinner!

Kannst du mir bitte erklären warum die Tiere nicht gehen? Gerade Hunde und Katzen haben zahllose Gelegenheiten einfach zu gehen. Wieso tun sie es nicht?

Was läuft bei dir falsch? Hättest du je ein Haustier gehabt wüsstest du was das heisst. Wenn du über die Tierhaltung sprichst, ist es so wie wenn ich über das Laufen auf den Ohren spreche- du hast vom ersten so viel Ahnung wie ich vom Ohrenlaufen

Kommentar von Guy126 ,

Ich werde jetzt nicht mehr mit dir weiterdiskutieren, da du anscheinend den Punkt nicht verstehst und langsam beleidigendend wirst. Wenn du kein Interesse hast, deinen Horizont zu erweitern, ist das ok. Dein Leben.

Kommentar von Tokeh ,

Horizont erweitern... Tiervermenschlichung ist alles, aber keine Erweiterung des Horizonts. Wofür hältst du dich eigentlich?

Kann sein dass ich beleidigend werde. Was anderes hatte ich nicht vor, Tierrechtler.

Du musst nicht diskutieren, du sollst bloss die Menschheit mit deinem "Bericht" nicht weiter verdummen

Antwort
von xttenere, 81

Gegenfrage.

Geht es den wilden Strassenhunden in Spanien...Rumänien etc. besser als unseren *versklavten* Haushunden, welche ihr Fressen bekommen...bei Krankheiten und Verletzungen zum Tierarzt können.....im Gegensatz zu ihren Artgenossen in den erwähnten Länďern, Hunde welche krank sind....sich unkontrolliert vermehren...ausgemergelt sind und um ihr Futter kämpfen müssen ?

Kommentar von Guy126 ,

Natürlich geht es den Hunden in Deutschland viel besser als anderen. Das heißt aber nicht, dass es gut so ist, wie es ist. Außerdem gibt es ja nur diese ganzen heimatlosen Hunde, denen es schlecht geht, weil die Menschen sie gezüchtet haben. Du alleine bist vielleicht nicht direkt Schuld daran, wenn du aber einen Hund hast, unterstützt du diese Firmen, die sich dann denken: ,,Oh, die Menschen haben Interesse an Hunden? Dann produzieren wir einfach noch mehr und nehmen noch mehr Geld ein."

Der Fakt ist: Es ist vielleicht nicht die beste Lösung, zu versuchen, Tierproduktionen einzustellen, es ist aber einer der wenigen Lösungen, die dir versprechen, dass nicht gleich  2 neue Hunde produziert werden, wenn du einen aus dem Tierheim rettest.

Kommentar von xttenere ,

1. ich komme nicht aus Deutschland, und 2. hab ich meine Hunde immer von irgendeinem Bauernhof gehabt, bei denen die Hündin vor der Kastration trächtig wurde....soviel zur Produktion.

Und da Hündinnen auf Bauernhöfen auch während der Läufigkeit *arbeiten* müssen....sprich die Viehherde treiben, kann man sie während de Läufigkeit nicht zu 100% kontrollieren, damit nichts passiert....Manchmal wurden sie halt schon gedeckt bevor man eingreifen konnte.

In den deutschen Tierheimen sind nicht nur Mischlinge aus irgendwelchen *Produktionen*, sondern auch viele Rassentiere...vor allem Listenhunde, welche durch falsche Handhabung auffällig wurden.

Ich denke, dass Du doch etwas übertreibst mit dem Ganzen.

 

Kommentar von Guy126 ,

Gut, dann ist das bei dir ein Ausnahmefall. Es ist vielleicht nicht gerade selten so, dass man Tiere wegen einem Bauernhof oder anderem hat, die allermeisten Leute haben ihre Haustiere aber von Züchtungen.
Ich beziehe meine Argumente nicht hauptsächlich auf *dich*. Wie kann ich beispielsweise wissen, dass du nicht aus Deutschland kommst oder dass du sie vom Bauernhof hast?
Ich gebe nur allgemein bezogene Tatsachen von mir, da dies der häufigste Fall ist und somit auch der wichtigste.

Antwort
von KleinerKeks135, 86

Also ist es dir lieber, Hunde in armen Gegenden sterben zu sehen - einfach weil es dort teilweise viele Streuner gibt, um die sich keiner kümmert? 

Da will man doch lieber die Tiere in guten Händen wissen und nicht auf der Straße, wo sogar manche Menschen unvorstellbare Dinge machen (sie ärgern z.B). 

Zum Punkt 'Essen' muss ich sagen, dass die Hunde die ich kenne, durchaus vom Tisch Essen bekommen. Fleisch, Kartoffeln, manchmal auch Gemüse. Solange man den Hund von Anfang an darauf einstellt, hat der auch keine Probleme damit und er muss nicht nur Trockenfutter o.ä. essen. Und selbst wenn er nichts vom gekochten Essen abbekommt, so wählen die Halter meistens gutes Futter im Laden aus und werfen dem Tier nicht Müllreste vor die Nase ;)

Zum Punkt 'Leine': Es geht halt nicht ohne, da kann der Hund noch so gut erzogen sein. Das dient der Sicherheit im Alltag (für Hund und Mensch) und dabei werden die Tiere nicht an einer zu kurzen Leine gehalten. Ich nehme meistens die 10m Leine mit, da kann der Hund trotzdem gut laufen und das Tempo bestimmt sie auch öfter mal (ich werde hinterher gezogen.... hihi). Von daher verstehe ich auch diesen Punkt nicht wirklich.

Du siehst alles total schwarz, verstehe gar nicht warum. Haustiere können uns so viel geben und ich bin froh, dass ich schon mit Hunden aufwachsen durfte. Wenn man sie gut behandelt, sind sie die besten Freunde, die es auf dieser Welt gibt. Dazu gehört das Wort 'Sklaverei' nicht einmal ansatzweise... 

In diesem Sinne: Ich stimme dir schlichtweg null zu.

Kommentar von BizarrLadyJessy ,

Ich selber bin als kleines Mädchen mit zwei riesigen deutsche Doggen aufgewachsen. Es kommt immer darauf an wie man seinen Hund behandelt behandelst du ihn gut ist er der beste Freund den du haben kannst auf dieser Welt! Hunde sind stehts treu und verarschen einen nicht, wenn du traurig bist oder es dir nicht gut geht macht sich dein Hund sorgen um dich und kommt zum kuscheln. So War es bei mir immer und da War ich sehr froh das ich die zwei Vierbeiner hatte damals sonst würde es mich wahrscheinlich lange nicht mehr geben da ich sehr viele psychische Probleme hatte und teilweise noch habe wenn eine Situation ist die mir mehr oder weniger bekannt vorkommt. Ich hatte immer zwei starke Männer die für mich da waren wenn es stress zuhause gab. Wenn ich mal wieder mit dem Gürtel geschlagen wurde in dem saurausch meines Vaters konnte ich mich den zweien ausweinen. Einer hatte es sogar mal geschafft die Türe zu öffnen um mir zu helfen er ging dazwischen. Hunde können Streit grad ein familienhund nicht leiden! 

Ein Irrglaube ist meiner Meinung nach auch das Rassen wie z.b. ein pitbull grundsätzlich aggressiv wären. Menschen die ihre Hunde abrichten sind meiner Meinung nach einfach nicht ganz dicht! Meine Tante hatte auch einen pitbull und man hat ihm fass beigebracht da meine Cousine mit ihm immer gehen musste und zu der Zeit viele junge Mädchen vergewaltigt wurden. Man hat es ihm auch aus Gutem Grund nicht mit dem Wort fass beigebracht sondern mit einem zischen sssssssss so würde er im Notfall dem "bösewicht" ins Bein beißen. Allerdings ist bei solchen Geschichten auch wichtig das er wirklich gehorsam ist und man vorsichtig sein muss das Vertrauen zwischen Hund UND Halter muss Auf Gegenseitigkeit beruhen dann hören ich sag mal zu 97% bei dem Wort nana, in dem Falle, ein gut erzogener Hund auf! Und glaubt mir der "kleine"  ist der größte schmusebär. Wenn Hunde aggressiv sind sind zu 50% mindestens die Halter schuld, zu 40% hat der hund irgendwann mal eine nicht sehr prickelnde Erfahrung gemacht (z.b. nicht jeder Hund kann kleine Kinder leiden weil sie stürmisch und hektisch sind oder ihm mal auf den schwanz treten usw.) Und die restlichen 10 % haben vll schmerzen oder irgendwelche anderen leiden.

Das mit der Leine ist wirklich eine Kleinigkeit die meisten Menschen wenn es nur ums gassi gehen geht,  gehen sowieso in die freie Natur auf große Wiesen Feldwege haben noch ein Spielzeug dabei oder sonst irgendwas und wenn der Hund noch klein ist musst du ihm erstmal alles beibringen wie bei fuß, sitz, bleib, komm her o.ä. 

Stell dir vor dein kleiner putziger Welpe rennt plötzlich los weil er einen Vogel fangen will und rennt auf die sehr stark befahrene Hauptstraße wo ihn dann ein Auto anfährt oder überfährt... (so schnell kannst du ihn nicht fangen!) dann wünscht du dir du hättest eine Leine dabei gehabt. Und wie schon erwähnt es gibt ja mittlerweile wirklich ewiglange Leinen er kann laufen und du kannst trotzdem auf die Sicherheit aller Beteiligten aufpassen.

Was ich sagen muss wo nicht ganz zustimmen kann ist die Maulkorb Pflicht z.b. in Zügen für alle Hunde die grob gesagt bis zum Knie gehen. Ich mein  klar ist sicher sicher aber wenn ich meinen Hund gut kenne sollte ich doch wissen ob ich ihn im Zug mitnehmen kann ohne das er die Passagiere "anknabbert", und wenn er das nicht kann fahr ich mit dem Hund logischerweise doch nicht zug.

Also ich kann nicht verstehen das du dir ernsthaft den Kopf über so etwas zerbrichst. Natürlich gibt es auch Menschen die ihren Hund schlecht behandeln aber grigt man sowas mit dann gibt's immer noch den Tierschutz und das veterinäramt. Und allen haustierbesitzern würde ich nicht raten mein Tier zu misshandeln weil irgendwann kommt alles raus und das gibt ne saftige Anzeige!

Also du solltest dir eher, wenn solche gedanken, sorgen um die Hunde z.b. in Rumänien weil denen geht es schlecht und es fehlen meistens das Geld für die richtigen mittel und das würde lange dauern trotz eines richtigen Systems das ganze in eine anschauliche Situation zu verwandeln.

Grüße 

Kommentar von KleinerKeks135 ,

Stimme dir da in allem zu, besonders schlimm sind und bleiben einfach diese Vorurteile/ mittlerweile schon fast Klischees. "Sie haben ein Pitbull?" "Ja, aber der ist super lieb und.. -" "Aha, ja egal. Kampfhund!" Oder "Wie können Sie mit so einer gefährlichen Hunderasse zusammenleben?" 

Menschen die so etwas sagen, sind genauso schlimm wie diese Handvoll Halter, die ihre Hunde leider genau so erziehen und durch die dieses hässliche Bild überhaupt erst entstehen konnte. 

Meiner Meinung nach sind große Hunde meistens ruhige Seelen und die kleineren Rassen (natürlich nicht alle) kleine Giftzwerge. Sagt bei denen jemand etwas? Höchstens "Och sind die klein und putzig! Darf man mal streicheln?" Und schon hat Hasso der alten Dame in die Hand geknappt, was will man auch mit fremden Händen sonst anfangen... 

Das soll natürlich nicht verallgemeinert werden, denn auch ich bleibe bei der Ansicht: Ein Hund zeigt nur dann Fehlverhalten (also Aggressivität etc.), wenn er es so vom Halter gelernt hat. Und in diesem Falle kann man nur von schlechter Haltung reden, ganz klar. 

Bei Maulkorb und Leine ist es einfach schwierig. Leine ist überall ein Muss, also man sollte sie mit sich führen und in Städten z.B gehört der Hund einfach angeleint. Auf großen Arealen ist das natürlich was anderes - meilenweit keiner zu sehen, Hund gehorcht, Leine kann man mal ablegen und die Zeit genießen. Bei Maulkörben.... Ich find's schwierig. Einerseits haben wir schlichtweg null Vertrauen in eine Person und deren Kompetenzen, wenn wir ohne wenn und aber die Maulkorbpflicht greifen lassen. Da kann der Hund noch so lieb sein, er muss wie alle anderen einen Maulkorb haben. Andererseits kann ich zumindest das aber auch ein Stück weit verstehen, denn auch hier geht es wieder um die Sicherheit. FALLS mal ein nicht ganz so lieber Hund zwischen die "süßen, bärigen" Artgenossen kommt, will man ungern daran vorbeilaufen und ins Bein gebissen bekommen. Oder Stichpunkt Tierarzt: Hunde wollen sich nun einmal wehren, würde ich auch wenn mir einer komisches Zeug spritzen will. Aber man kann sie schlecht zubeißen lassen... Ein eher schwieriges Thema bleibt's natürlich trotzdem (eben besonders auf die "Sicherheit der Öffentlichkeit" bezogen).

In diesem Sinne, 

schönen Montag noch ~

Kommentar von Deamonia ,

Menschen die so etwas sagen, sind genauso schlimm wie diese Handvoll Halter, die ihre Hunde leider genau so erziehen und durch die dieses hässliche Bild überhaupt erst entstehen konnte. 

Ist das dein Ernst?

Du setzt jemanden, der naiv etwas glaubt was man "überall hört" mit jemandem der seinen Hund absichtlich scharf macht gleich? 

Kommentar von KleinerKeks135 ,

Ja weil Naivität ein eigener Fehler ist. Anstatt sich zu informieren oder gar eigene Erfahrungen zu machen, babbelt man wie ein Papagei alles nach. 

Ist es etwa besser "Kampfhund!" zu schreien, als "Kampfhund" zu erziehen? Natürlich ist beides eine unterschiedliche Eben, weil der eine es sagt und der andere es macht. Aber es leiden viel mehr Rassen unter denen, die es immer wieder nachsprechen müssen, als unter denen, die das dann auch wirklich so 'durchziehen' und ihre Hunde absichtlich so erziehen. 

Von daher ist für mich einfach beides schlimm. Keine eigene Meinung haben ist generell auf gut deutsch gesagt sch... ;)

Kommentar von Deamonia ,

Ok, deine Einstellung ist echt heftig...

Wenn also ein Mädel aus Naivität ein Getränk annimmt, in dem KO Tropfen sind, und dann vergewaltigt wird, ist das "ihr eigener Fehler"? 

Es ist definitiv besser Kampfhund zu schreien, als einen Kampfhund zu erziehen. 

Der der Kampfhund "schreit", verletzt niemanden damit, außer evtl dem Ego des Hundehalters. 

Der der einen Hund zum Kampfhund macht, verletzt zum einen das Tier meist Körperlich, vor allem aber seelisch schwer. Zudem bringt Derjenige quasi jeden in seiner Umgebung in Gefahr.

Außerdem, wo bitte steht, das man verpflichtet ist, Dinge die man aus unterschiedlichen Quellen (z.B. Zeitungs- und TV Berichte) erfahren hat, noch bei zig anderen Stellen auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen? 

Du redest hier von "Wie ein Papagei alles nachplappern", aber das ist viel zu einfach gedacht. Wenn jemand zehn Berichte von Menschen die von "Listenhunden" gebissen wurden gelesen hat, wobei in jedem einzelnen extra hervorgehoben wurde, das es eben ein Listenhund / Kampfhund war, kann man diesem Menschen keinen Vorwurf machen, das er den Eindruck vom "Bösen Kampfhund" bekommt.  

Mach nicht denen die falsch informiert sind den Vorwurf, sondern denen, die falsch informieren! 

Ist es verwunderlich, das viele glauben, manche Rassen wären generell "Kampfhunde" wenn diese in einer speziellen Liste geführt werden, und man diverse Auflagen erfüllen muss um sie zu halten?

Kommentar von Deamonia ,

Ich mein  klar ist sicher sicher aber wenn ich meinen Hund gut kenne sollte ich doch wissen ob ich ihn im Zug mitnehmen kann ohne das er die Passagiere "anknabbert", und wenn er das nicht kann fahr ich mit dem Hund logischerweise doch nicht zug.

Da es aber leider offenbar genügend Menschen gibt, die das eben doch machen (also mit aggressiven/schlecht erzogenen) Hunden Zug fahren) muss es halt eine Vorschrift dafür geben. 

Ansonsten könnten wir eine Menge Vorschriften und Gesetze abschaffen, weil es "logisch" ist, etwas nicht zu tun. (von "Bei rot über die Ampel gehen" bis hin zu "Mord")

Hinzu kommt dann wahrscheinlich noch, das viele Leute generell Angst vor Hunden haben, aber wenn man im Zug aneinander vorbei muss, gibt es kaum Ausweichmöglichkeiten. Ich denke ein Maulkorb beruhigt solche Leute zumindest ein bisschen

Kommentar von Guy126 ,

Zu KleinerKeks135:
Es ist deine Meinung und auch okay, ich versuche dich nur, zu überzeugen.
Zu aller erst: Es gibt auch sehr viele schöne Aspekte eines Haustieres, keine Frage, aber diese sind so allgemein bekannt und waren dafür nicht erwähnenswert. Ich habe mich auf die schlechte Seite bezogen, da die Wenigsten das so wahrnehmen und man das auch in Betracht ziehen sollte.

Auf die Streuner auf der Straße bezogen: Klar ist das nicht schön, da sollte man sich aber fragen, woher diese Kreaturen kommen. Sie sind da in Übermenge, weil wir sie züchten. Wir sind es, die immer mehr Tiere wollen und deswegen werden auch immer mehr produziert.

Du kannst vielleicht einen Hund von der Straße oder aus dem Tierheim retten, dies wird aber überhaupt keinen Unterschied machen, da immer neue nachkommen.
Die einzige mir bekannte Möglichkeit, diese "Tierproduktion" zu stoppen, ist, auf Tiere zu verzichten und die Züchter dadurch das Interesse verlieren zu lassen, neue zu erschaffen.
Diese Methode wird hoffentlich im Gesamten mehr Tiere retten, als alle, die du zur Zeit auf der Straße retten könntest. Durch das Kaufen von Hunden unterstützt du die Firmen nur und bezahlst sogar Geld dafür, dass sie die Lebewesen herstellen.

Antwort
von Hyaene, 42

Die "Frage" hätte von mir sein können. ^^' 


Was mir immer wieder auffällt: Menschen können nur das lieben, was sie auch besitzen/"benutzen" können. Und je ähnlicher es dem Menschen ist... oder zu sein schein... oder eher gemacht wird ^^, desto beliebter wird dieses Tier. Irgendwelche arttypischen Eigenarten werden vom Menschen generell mal gerne als eklig, brutal oder was weiß ich angesehen, statt den Wert und den Sinn der dahinter steht, zu begreifen, nur, weil es "unmenschlich" ist...

Dieses Besitzen ist aber gar nicht böse gemeint, auch, wenn es uns vielleicht total egoistisch vorkommt. Im Gegenteil. Menschen wollen mit denjenigen kuscheln und sie pflegen, die sie lieb haben. Sprich, sie wollen den Lebewesen ihre Liebe zeigen und spüren lassen. Leider vergessen sie dabei immer wieder, dass "Liebe" manchmal auch "Verzicht" bedeutet. Und damit zeigt man in vielen Fällen sogar !wirkliche! Liebe, wie ich finde. Was ich zudem immer wieder paradox finde. Es wird sich ständig darüber aufgeregt, dass Haustiere bei Gericht als "Gegenstand" gewertet werden... Aber hört man einmal die Worte "Kumpel", "Freund", "Mitbewohner"? Nein! Man hört und liest immer nur "Ich bin der Besitzer". Ja, da sage ich doch bloß: "Gegenstände besitzt man." ;-P


Jetzt ist es aber nun mal so, dass es eben Haustiere gibt. Diese könnten ohne Menschen nicht mehr auskommen. Man schaue sich schon mal diese - nicht böse und abwertend gemeint, sondern bemitleidend - verkrüppelten Hunderassen an, die es gibt. Klein und zusammen geknautscht. Schlappohren, langgezogen, Lefzen, die sonst wie lang sind, kopierte Schwänze, hängende Augenlider usw... Und dann schaut man sich mal den Wolf an... Einfach nur traurig, was aus einem so wunderschönen, kräftigen und kernigen Tier gemacht wurde... Wobei ich mal gehört habe, dass wohl nicht ganz sicher ist, ob der Hund wirklich vom Wolf abstammt. Keine Ahnung, inwieweit das stimmt. ^^ Zudem ist der Hund ja auch kein Wolf mehr, sondern ein domestiziertes Tier.



Nun die Frage aller Fragen:

Wohin mit all diesen Tieren, die schon da sind?
Ich finde es nicht schlimm, wenn man Haustiere aus dem Tierheim adoptiert. Im Gegenteil. Sie sind jetzt eben auf der Welt und wollen und vor allem brauchen, nun mal ein zu Hause. Was dann aber schön wäre, wenn auch einmal wirklich an das jeweilige Tier gedacht werden würde und es nicht als Einzeltier in einer kleinen Mietwohnung "gehalten" wird, wenn es doch eigentlich ein Rudeltier mit Bewegungsdrang (außer die völligen Qualzuchten) ist, nur, weil es dann zu unbequem wird. Schaue dir mal "schöne" Familienfotos an. Was siehst du da? Einen Mann, eine Frau, Tochter, Sohn und einen Hund. Die Menschen haben Artgenossen, der Hund sitzt sozusagen allein da. Das denke ich mir immer wieder bei solchen Fotos. :-/

Blöd finde ich auch die Kastration. Es ist ein Eingriff in die Persönlichkeit. Nicht nur sexuell, sondern auch psychisch (Hormone). Ich wäre, wenn, dann eher für die Sterilisation, um unkontrollierbaren Nachwuchs entgegenzusetzen. Das Tier fängt an zu markieren, es rammelt die Sofakissen usw. Das passt natürlich nicht in die menschliche Welt! Das ist nämlich "Pfui!!!" ^^ Nur scheint die Kastration wohl bei vielen Haustieren nicht mehr umgänglich zu sein, da sie sonst krank werden und im schlimmsten Fall sogar sterben können, sowie es mir mal hier erklärt wurde. Und auch da finde ich, dass es eigentlich völlig unnötig ist, wenn Haustiere gezüchtet werden, nur, damit wir einen Seelsorger, ein Kuscheltier oder was auch immer haben.

Mein Fazit:

Adoptionen aus dem Tierheim "Ja, wenn das Tier dann auch so behandelt und geliebt wird, wie es wirklich ist (kein Mensch mit Fell)", Zuchten "nein". 

Zu deiner Frage:

Da wirst du nichts ausrichten können. Haustiere sind nun einmal sehr beliebt und du bist nicht die Königin oder der König der Welt, sondern nur ein kleines Menschlein, sowie ich und all die anderen auf dieser Welt. ^^' Aber du kannst mit deinen Texten Leute zum nachdenken anregen (wenn sie offen dafür sind). Vielleicht auch aufklären. Und wenn es nur dazu dient darauf aufmerksam zu machen, dass ein Rudel- oder Schwarmtier nicht einzeln "gehalten" werden sollte. Eine bessere "Haltung" ist allemal besser, als eine schlechte und schon ein Fortschritt, wie ich finde. ;-) 

Mit Überzeugungen wird das aber wohl nichts. Denn jeder hat seine Meinung, sowie auch wir beide. ;-) 

Kommentar von xttenere ,

Deine Antwort hat was. Genau dies ist der Grund, warum ich immer 2 Hunde zur gleichen Zeit hatte manchmal sogar 3... weil ich immer wollte, das auch mein Hund mit einem Artgenossen *sprechen* kann...nicht nur mit mir....bis auf 2 waren alle Mischlinge. Und diese 2 waren ein Erbstück und ein Notfall aus 2. Hand.

Meine Hunde sind Familienmitgliede und meine Kameraden....wo ich bin, sind auch sie....ob das draussen in der freien Natur ist oder im Schlafzimmer.

Aber egal, was Ihr beide für eine Einstellung zur *Versklaverei*...sprich Tierhaltung habt....ich werde Hunde haben, solange meine Gesundheit dies zulässt.....( Tierheim / Strassenhunde ) denn ich brauche diese treuen Tiere zum Leben, wie die Luft zum atmen...war jetzt etwas pathetisch....macht aber nichts.

Kommentar von Hyaene ,

@Xtenere:

Wenn dies mal öfter so gehandhabt werden würde... 

Ich muss jetzt aber trotzdem mal ganz ehrlich sein. ^^ Treu... Treu an der Leine... Du bist ja auch der Futtergeber. Hunde wissen, dass sie auf uns angewiesen sind. War nicht böse gemeint, nur ziehe ich da immer ein bisschen die Augenbraue hoch. ^^' Und ja, mir ist auch bewusst, dass eine Leine zur Sicherheit sein muss. Zumindest für den Anfang. Man kann dann aber auch zur Hundeschule gehen und das Ding und die Leine wegschließen. 

Ich finde es auch nicht schlimm Qualzuchten aus dem Heim zu adoptieren, denn auch sie sind schon da und brauchen nun ein schönes (artgerechtes) zu Hause. Ich finde es nur schlimm, dass für den Menschen gezüchtet und gezüchtet wird. Und dabei entstehen "Kreaturen" bei denen ich mich ernsthaft frage - ich muss es jetzt mal ganz direkt schreiben, sorry ^^ - wie krank sind Menschen eigentlich, dass ihnen solche armen Geschöpfe gefallen, sie es niedlich finden, wenn die Nase kürzer, als das Guschel ist, wenn die Stirn 5 mal größer, als das Gesicht ist??? Ich meine... Ich fand das schon als Kind so dermaßen hässlich und da wusste ich nicht einmal, dass es so etwas wie Qualzuchten gibt. Für mich sehen diese Hunderassen behindert aus. Ja, wirklich behindert! :'-( Ich weiß nicht, wie man so etwas, das kurz vorm ersticken ist, toll oder niedlich finden kann.

Diese armen Tiere wurden nur für unseren merkwürdig/kranken Geschmack gezüchtet. Und diese Zuchten gehen weiter!  >:-O Auch bei Katzen und Kaninchen gibt es viele Qualzuchten. Und ich dachte immer, es gäbe hier so etwas wie das "Tierschutzgesetz"? O_o 

Kommentar von monara1988 ,

Blöd finde ich auch die Kastration. Es ist ein Eingriff in die
Persönlichkeit. Nicht nur sexuell, sondern auch psychisch (Hormone). Ich wäre, wenn, dann eher für die Sterilisation, um unkontrollierbaren Nachwuchs entgegenzusetzen. Das Tier fängt an zu markieren, es rammelt die Sofakissen usw. Das passt natürlich nicht in die menschliche Welt!

Bei Katzen muss es sein da sie sich sonst  immer weiter vermehren (was ja schon passiert ist), heißt, lässt man sie nicht kastrieren verursacht man nur Tierleid!

Und, Kaninchenmännchen kann man unkastriert nur unter Tierquälerischen Bedienungen halten, weshalb eine Kastration zwingend notwendig ist!
Kaninchenmännchen sind NUR dazu da Nachwuchs zu zeugen, was sie aber nur in der Natur tun müssen, nicht aber in Sicherheit bei uns Menschen.
Vermehrung ist nur stressiger Zwang bei Kaninchen (damit sie nicht aussterben), den man ihnen nur mit einer Kastration nehmen und somit ein schönes Leben bieten kann...

Kommentar von kuechentiger ,

Vermehrung ist bei allen Tieren stressiger Zwang, der mit Kämpfen usw. einher geht, nicht nur bei Kaninchen. Auch bei vielen anderen Tierarten vertragen sich unkastrierte männliche Tiere auf Dauer nicht miteinander. Die müssten dann ständig in Einzelhaft gehalten werden, oder würden, falls in einer Weibergruppe, ständig Nachwuchs produzieren.

Bei dem Thema "ich bin gegen Kastration" haben die meisten Leute leider nur den (angeleinten) Hund vor Augen. Wenn er mal nicht angeleint ist, dann werden Ooops-Würfe eben bei ebay-Kleinanzeigen verhökert.

Kommentar von Hyaene ,

Ja, so etwas in der Art wurde mir damals auch schon geschrieben. Nur sieht man aber auch daran wieder, wie "naturfremd" die jeweiligen Haustiere gezüchtet wurden. Denn in der Natur leben zum Beispiel Wölfe in Gruppen. Auch, wenn da nur die Alphatiere Eltern werden dürfen. Zudem. Wie wäre es denn, wenn das Haustier nicht in einer kleinen Mietwohnung, sondern auf einen Hof in einem Rudel mit Rückzugsmöglichkeiten leben würde?


Ich finde es eben schlimm, dass Haustieren natürliche Bedürfnisse und auch den eigentlichen Charakter genommen wird. Keimdrüsen, die wichtige (auch für die Gesundheit) Hormone enthalten, die für die Persönlichkeit des jeweiligen Tieres verantwortlich sind, müssen entfernt werden, damit das Tier nicht erkrankt und/oder leidet, weil wir keinen Nachwuchs wollen/brauchen, aber auch (vor allem das), damit das, dem Menschen unangenehme, Markieren beendet wird. Ja und das finde ich dann wieder total egoistisch, wenn ich ehrlich bin. Und das meinte ich auch mit dem "so lieben, wie sie wirklich sind." :-/

Würde es denn dann nicht viel eher Liebe sein, wenn man lieber auf das Tier verzichtet, weil einem das Markieren stört, statt dafür zu sorgen, dass das Tier uns angepasst wird? Ihm wichtige körperliche Funktionen, dessen Wert wir gar nicht schätzen und begreifen, weil es eben nicht menschlich ist, zu nehmen? Schon mal beobachtet, wie viele Menschen ihre Hunde nicht mal an Pippi riechen lassen, weil es für sie "pfui" ist? Das machen Menschen nun mal nicht. Also hat das auch ein Hund nicht zu machen. Wie wäre es, würden Hunde uns die Farben nehmen? Hat darüber eigentlich schon einmal jemand nachgedacht? Oder können Menschen nur soweit denken, dass sie ausschließlich nur ihr Eigenes sehen und verstehen können? Warum also werden erst immer wieder Unterschiede zwischen Mensch und Tier gemacht, wenn dann aber wiederum versucht wird das Haustier so menschlich, wie möglich zu machen? Ist auch so etwas, was ich nie verstehen werde. ^^' 

Das Haustier ist nun auf uns angewiesen. Also können wir es nicht verantworten, dass "Unfälle" entstehen, die dann keiner pflegen kann, weil der Platz oder das Geld fehlt. Deshalb wäre ich dann für eine Sterilisation. Vermehrung wird unterbunden, Hormone bleiben. Nur soll das eben auch Quälerei für die Haustiere sein, da dadurch unter anderem ständige Scheinschwangerschaften entstehen können usw. Und auch hier muss ich wieder sagen. Die Haustiere sind nun einmal schon da. Es geht nicht mehr anders.
Aber müssen denn dann trotzdem weiterhin für uns Tiere "hergestellt" werden? Nur, damit sie uns glücklich machen? Kann man dann wirklich noch von "Liebe" reden? :-/ 

Kommentar von Guy126 ,

Zu Hyaene:
Ich stimme dir voll und ganz zu! Schön, endlich jemande/n gefunden zu haben, der/die die gleiche Meinung hat, wie ich :-) Das Thema Kastration finde ich genauso schlimm wie du, habe es aber nicht in meiner Frage erwähnt.
Erst ein Tier zu kaufen und es dann körperlich auch noch zu verändern geht gar nicht.
Mir ist auch klar, dass sich jetzt nicht alle Menschen sofort deswegen verändern werden, aber wie du schon sagst soll es ein Denkanstoß in die richtige Richtung sein. Und jeder Einzelne, der diese Frage gelesen hat, wird sich wohl irgendwie damit beschäftigt haben :D

Es wäre natürlich perfekt, wenn die jetzigen Tiere gekauft werden würden und keine neuen produziert werden würden. Das Problem ist nur, dass eines gekauft wird und wegen dem vorhandenen Kaufinteresse direkt 2 neue hinterhergezüchtet werden. Da ich keinen Weg da raus sehe, außer gar nicht erst mehr Tiere zu kaufen, unterstütze ich diese Meinung.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 22

Nein, ich sehe das nicht genauso und nein, ich werde mich in dieser Hinsicht nicht verändern. Damit kann das hier als Antwort gelten :-)

Kommentar von Guy126 ,

Das ist völlig ok, ich versuche hier nur, zu überzeugen, nicht zu zwingen. Du kannst machen was du willst :D

Antwort
von Deamonia, 39

Du hast eine Menge übersehen, aber zunächst das wichtigste: 

Was soll mit den deiner Meinung nach "Nicht natürlichen Tieren" passieren?

Es gibt Tiere, die gibt es NUR als Haustiere. Frettchen z.B. sind nicht, wie es immer wieder gesagt wird, Wildtieren. Im Gegenteil, sie sind reine Haustiere, die in der Natur nicht überleben könnten. 
Sollen jetzt alle Frettchen und Hunde auf der Welt aussterben, weil du meinst Haustierhaltung sei Sklaverei? 

Viele Tiere haben sich von sich aus dem Menschen angeschlossen, Ratten und Mäuse z.B. suchen die Nähe zum Menschen, da ist es doch naheliegend, einen Schritt weiter zu gehen, und sie als Haustiere zu halten, und ihnen Annehmlichkeiten und Sicherheiten zu bieten, statt sie als "Ungeziefer" zu töten, sie dazu zu zwingen sich weiter zu verstecken und in Angst zu leben.

Auch wenn das Menschen Essen manchmal besser riecht als das Tierische Futter, ist in vielen Fällen das Tierische Futter wesentlich gesünder. Meine Frettchen bekommen definitiv hochwertiges Futter, als den Müll den ich mir selbst reinziehe. Ebenso haben, gerade in der westlichen Welt, die meisten Tiere eine bessere Gesundheitsversorgung, als viele Menschen. 

Hinzu kommt noch, das du Tiere sehr vermenschlichst. Das sieht man an deinem Beispiel mit am Tisch und auf dem Boden essen. 

Fändest du es ernsthaft "Artgerechter" wenn man einen Hund auf einen Stuhl setzen würde, ihm am besten noch eine Servierte umbindet, und ihn mit Messer und Gabel füttert??? 

(Übrigens: Was für uns gut riecht, riecht für Hunde nicht unbedingt auch gut, umgekehrt ebenso. 

Außerdem, wenn es danach geht, wäre jeder der im Krankenhaus liegt, und jede Person in einem Pflegeheim ein "Sklave" denn die Essenszeiten sind vorgeschrieben, es gibt feste Ruhezeiten, die Pfleger entscheiden, wann sie mit einer Person die nicht alleine raus kann, spazieren gehen. Und was ist erst mit Personen die einen Vormund haben? Der verfügt auch noch über das Geld der Person, so richtig richtig böse Sklaverei? 

Babys sind dann natürlich ebenfalls Sklaven, kleine Kinder auch, bis sie alt genug sind alleine raus zu gehen usw...

Aber ganz ehrlich gesagt, finde ich es ein Unding, wie sehr du mit deiner Frage die Sklaverei verharmlost. Sklaven wurden nicht von ihren Besitzern persönlich bekocht, betüddelt, und vor allem von Herzen geliebt. Sklaven waren wie Wegwerf-Werkzeuge, man hat sie nicht - im Gegensatz zu Haustieren- um ihrer selbst willen "gehalten", sondern weil sie irgendeine Arbeit/Aufgabe erfüllen sollten. Sie bekamen meist zu wenig zu essen, und von Gesundheitsfürsorge brauchen wir in dem Zusammenhang gar nicht erst zu sprechen.

Beschäftige dich mal ernsthaft damit, was Sklaverei wirklich bedeutet, und dann denk nochmal über deine Frage nach! 

Kommentar von Guy126 ,

Tiere, die auf der Straße sind, existieren ja nur, da wir Menschen sie gezüchtet haben. Ohne uns gäbe es die gar nicht. Und jedes Mal, wenn wir in ein Tierheim gehen und einzelne arme Tiere von ihrem Leid befreien zeigen wir Interesse am Tierkauf und es werden 2 neue nachproduziert. Ich denke, dass man allgemein mehr Tiere retten kann, indem man die Züchtung stoppt oder zumindest verringert, anders als Kaufabnehmer für diese Firmen zu sein.

Zu dem Essen was sie bekommen oder auch nicht:
Die Hunde wissen nicht, dass das, was sie essen, vielleicht besser ist. Sie wissen nur, dass wir etwas haben, was sie nicht bekommen dürfen. Und somit ist es eigentlich kein Stück weniger schlimm, sich wie ein Sklave zu fühlen, als wirklich einer zu sein.
Ich weiß nicht, ob die Tiere das so sehen. Ich weiß aber auch nicht, dass sie das alles so gut finden. Und da finde ich, dass meine Meinung mehr Sinn ergibt.

Bei der Vermenschlichung ist es so: Nein, ich will nicht sagen, dass Hunde mit Servietten am Tisch sitzen sollten, ich sage, dass sie überhaupt erst gar nicht in so eine Situation kommen sollten.

Was Menschen angeht ist das eine komplett andere Sache! Menschen/Alte/Kinder können reden und ihre Wünsche äußern, nach denen man sich richten kann. Tiere können das nicht.

Regeln sind in einer Gesellschaft auch wichtig und gut, da das Zusammenleben sonst nicht funktionieren könnte. Selbst wenn man andere Regeln haben will, kann man auswandern. Im Extremfall, dass du sogar gar keine Regeln willst, bist du erlaubt, nach Afrika zu gehen, wo du alles machen kannst, was du willst.

Das Wort "Sklaverei" habe ich bewusst benutzt, um die Situation so direkt und krass wie möglich zu beschreiben. Wärst du auf die Frage "Tiere haben etwas besseres verdient" gegangen? Vielleicht ja, aber der Reiz wäre niedriger gewesen.
Außerdem sind Haustiere Lebewesen, die unsere Aufgabe/n zu einem Preis verrichten, den WIR festgelegt haben. Mit Aufgabe meine ich, ein Luxusgegenstand zu sein.
Meiner Meinung nach lieht das gar nicht so weit von Sklaverei entfernt.

Kommentar von monara1988 ,

wenn wir in ein Tierheim gehen und einzelne arme Tiere von ihrem Leid befreien zeigen wir Interesse am Tierkauf und es werden 2 neue nachproduziert. Ich denke, dass man allgemein mehr Tiere retten kann, indem man die Züchtung stoppt oder zumindest verringert, anders als Kaufabnehmer für diese Firmen zu sein.

Ich glaube Du verwechselst da was... XD

Tierheime sind Auffangstationen für Tiere die keiner mehr will.

Wenn da welche vermittelt werden, dann werden die nicht fürs Tierheim weiter produziert! Es rücken nur welche nach, weil, die meisten Tierheime völlig überfüllt sind und es noch genug heimatlose ungewollte Tiere gibt. Tierheime sind um jedes vermittelte Tier froh das sie loswerden, und nicht weil die damit Geld verdienen (der Kaufbetrag deckt nichtmal ansatzweise die Haltung/ Futter/ Pflege die sie da erhalten haben), sondern, weil ein weiteres Tier endlich ein Zuhause hat, und wirtschaftlich gesehen: "weniger Mäule zu stopfen haben"... XD

Anders als im Tierhandel/ Baumark/ unseriöse "Züchter"!
Ein Grund, da nicht zu kaufen ist, wenn man da ein Tier kauft rückt ein neues nach. Und da die da auch Tierquälerei beitreiben, nicht am Wohl der Tiere interessiert sind und unkorrekt beraten (haben keine Ahnung von Tieren) sollte man DA nicht kaufen!
Gegen den Tierhandel/ Baumärkte und auch gegen unseriöse Züchter müsste man vorgehen, was aber ganicht so einfach ist... -.- Wobei PETA es letztens geschaft hat das ein Baumark (ich glaube das war Obi) endlich keine Tiere mehr verkauft!
Ein großer Sieg.... :D
Gegen den Tierhandel/ Baumärkte kommt man so nicht an, da kann man nur eines tun: Leute aufklären sodass die Kunden wegbleiben bis sich das Geschäft mit Tieren einfach nicht mehr lohnt!

Kommentar von randomhuman ,

Menschen/Alte/Kinder können reden und ihre Wünsche äußern, nach denen man sich richten kann. Tiere können das nicht.

Ich muss sage, da bist du komplett falsch informiert. Tiere äußern ihre Wünsche nur mit anderen Methoden. Nehmen wir zum Beispiel einen Hund. Mein Freund hat einen und wenn sie raus will, dann setzt sie sich vor neben die Terrassentür und gibt Laute von sich, wenn du es nicht gleich siehst. Der Hund signalisiert mir damit, dass er raus will und zwar auf eine ziemlich eindeutige Weise. Ähnlich ist es mit dem Futter. Der Hund fängt an zu jaulen oder zu quieken und wenn man ihm je nach Futter Rhythmus noch nichts gegeben hat, dann weiß man, dass der Hund essen will. 

Eine weitere Sache ist, dass ich mit ihr zum Beispiel spreche und sage möchtest du spazieren gehen. Das Wort spazieren versteht sie und kommt dann zu mir gerannt, um sich die Leine anlegen zu lassen (Die Leine muss sein, weil sie gerne mal Rehen hinterherrennt und dann hat man keine Kontrolle mehr. Dann hilft nur nach Hause gehen und warten, weil sie den Weg selbst nach Hause findet). Also Hunde kann ich zumindest sagen sind sehr soziale Tiere und je nach Rasse mehr oder weniger intelligent. Andere Tiere kommunizieren natürlich anders mit Menschen. Das war nur ein Beispiel, dass die Tiere auch ihre Bedürfnisse und Wünsche ausdrücken können.

Kommentar von Deamonia ,

Mit der Züchtung gebe ich dir ja recht: Es sollte so lange kein Tier gezüchtet werden, so lange noch ein einziges davon im Tierheim sitzt. 

In der Hinsicht bin ich sogar noch etwas krasser, ich denke nämlich bei Menschen ähnlich: Es gibt so viele Waisen auf der Welt, und bevor die nicht alle adoptiert wurden, sollte niemand eigene Kinder bekommen! 

Kommentar von Deamonia ,

Was ist mit Geistig Behinderten Pflegebedürftigen? Menschen die nicht sprechen, oder ihre Wünsche irgendwie ausdrücken können? 

Sie werden geweckt, angezogen, gebadet, gefüttert und spazieren gefahren, wenn die Angehörigen/Pfleger es wollen. Sie können keinen einzigen Handgriff selbst entscheiden.

Sind das Sklaven? 

Aber mal ein anderes Beispiel: Ich halte Frettchen Zuhause, sie leben frei in meiner Wohnung, sie haben immer Trockenfutter und Wasser zur Verfügung, und bekommen alle 3 Stunden Fleisch oder hochwertiges Nassfutter. 

Sie entscheiden selbst, wann sie zu mir kommen, wann sie Schlafen, wann sie Fressen, wann sie aufs Klo gehen, wann sie spielen usw.

Sie entscheiden auch wann ich mit ihnen spiele, da sie mich dazu auffordern. 

Wo ist das Sklaverei? 

Wäre es Sklaverei, wenn man Menschen in ein Luxusresort steckt, sie mit allem was das Herz begehrt versorgt, ohne jede Gegenleistung, nur damit sie DA sind? 

Kommentar von Guy126 ,

Zu monara1988:
Das stimmt, da war ich wohl wirklich nicht so gut informiert.
Als ich Tierheime erwähnte, meinte ich natürlich diese Züchter für den Tierhandel.

Dann ist es ja gut, dass sich diese Tierheime für fast keine Gegenbezahlung um die Tiere kümmern ;) Aber wer macht das durch Bezahlungen dann überhaupt erst möglich? Der Staat?

Kommentar von Deamonia ,

Viele Tierheime sind Spendenfinanziert, was es natürlich noch schwerer macht über die Runden zu kommen..

Antwort
von tryanswer, 68

Ich sehe für mich keinen Sinn darin Tiere zu halten, wenn es sich dabei nicht um Nutztiere handelt (was auch Katzen und Hunde mit einschließt).

Aber das muß jeder für sich entscheiden, es liegt nicht an mir darüber zu urteilen.

Kommentar von Guy126 ,

Ich stimme dir zu, dass auch Haustiere Nutztiere sind(sie sind eig. nur Luxusartikel), ich finde aber schon, dass man darüber urteilen kann, da die Menschen mit ihren Entscheidungen das Leben eines anderen komplett bestimmen können, was für mich sehr falsch ist.

Laut deiner Logik sollte man beispielsweise nicht über Raucher urteilen, obwohl sie mit jedem Rauch, den sie dir in der Öffentlichkeit versehentlich ins Gesicht pusten, dein Leben vielleicht um 3 Stunden verringern.
Dies ist nur ein Beispiel, um das Ganze zu veranschaulichen.

Ich finde, man sollte vor allem lebensverändernde Probleme ansprechen und versuchen, eine Lösung zu finden, anders als diese einfach zu ignorieren.

Antwort
von Gargoyle74, 32

Und was ist mit verwilderten Haushunden? Die können sich ganz gut durchs Leben schlagen.  Hunde haben uns Menschen vor Jahren ausgesucht,bei uns zu leben, weil sie von uns provitieren. Sie brauchten keine Energie für die Jagd verschwenden und sie hastten ein warmes "Nest". Schau Dir heute noch die Hunde der Naturvlöker an. Wenn sie wollten,würden sie einfach weglaufen.

Kommentar von Guy126 ,

Das stimmt, Hunde und Menschen haben sich vielleicht von Anfang an gut verstanden. Das heißt aber nicht, dass wir das Recht dazu haben, neue abhängige Tiere zu züchten, was wir aber tun.

Zu den Naturvölkern: Ich behaupte ja nicht, dass es allen Hunden sehr schlecht ergeht, ich will eben nur nicht, dass sie bei uns leben müssen.

Antwort
von Dahika, 21

Der beste Freund des Menschen, schon seit dutzenden von Jahren. Völlig normal. Oder?


an dem Satz allein kann man erkennen, wie absurd deine Argumentation ist.

Aber, um bei den armen HUnden zu bleiben, die von uns Menschen gezwungen werden, sich unserem Leben anzupassen, kannst du ja mal nach Spanien, Griechenland, Rumänien fahren und gucken, wie es den herrenlosen Hunden dort ergeht. Die müssen dann ja, weil sie Freiheit pur haben, ein herrlichen Leben führen.

Ähem... mein Hund muss nicht mit mir kuscheln. Umgekehrt ist es so. Ich werde abends vor dem Fernseher, natürlich immer gerade dann, wenn es spannend ist, von meinem Hund zwangsbeschmust. Also, wer bei mir Sklave ist und wer Herr, das weiß ich aber nicht. LOL.

Hunde haben sich vor ca 70.000 Jahren, als sie noch eine Unterart des Wolfes waren, dem Menschen höchst freiwillig angeschlossen. Die Hunde wollten das.


Das Ganze kommt mir, ehrlich gesagt, sehr wie so ein PETA Geschwätz vor. Und PETA ist oft von Wissen unbeleckt.


Kommentar von Guy126 ,

Weißt du, wie es den Tieren geht? Also ich habe keine Übersetzungsmaschiene zu Hause. Ich würde auch die Person anhimmeln, die mir jeden Tag das überlebensnotwendige Essen gibt, egal ob ich sie mag oder nicht.

Zum Thema herrenlose Hunde: Ich finde es auch schlimm, das dies in Ländern wie Rumänien oder so, aber frag dich mal, wo diese Tiere herkommen. Sie wurden von uns gezüchtet, um als Luxusartikel gekauft zu werden. Und jeder Kauf im Tierheim unterstützt dieses Konzept.
Langfristig ist es meiner Meinung nach besser, Tiere überhaupt erst gar nicht zu kaufen, als einen Hund von seinem Elend zu befreien und dafür 2 neue produzieren zu lassen.

Antwort
von kuechentiger, 20

Tierrechte ->
die Forderung nach der Abschaffung jeglicher Benutzung von Tieren allein zu menschlichen Zwecken

Kommentar von Hyaene ,

Daran hatte ich auch schon gedacht. ^^

Nur ist das Schlachten eben zur Notwendigkeit geworden. Nicht nur des Fleisches wegen, sondern auch für unsere ganzen Materialien, der Gesundheit usw. auf die die Menschen, zumindest in solchen Ländern, wie hier, gar mehr verzichten könnten. Begonnen bei Haut- und Knochenleim. 

Nur gibt es eben "Dinge" die weder unserer Gesundheit, noch unserer Existenz dienen, sondern einzig und allein unserer Habgier. Also nicht überlebenswichtig sind. Dazu gehören für mich zum Beispiel auch Pelze, Federbetten,  aber auch die Zucht von Haustieren.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community