Frage von DukeSilver, 533

Ist es ethisch vertretbar ein lebendes Wesen, zur eigenen Belustigung, in Gefangenschaft zu halten?

 Zum Beispiel Hunde, Katzen oder Goldfische?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Patchouli, 115

Hunde und Katzen kann ich ethisch vertreten, sie schließen sich gern den Menschen an, müssen natürlich artgerecht gehalten werden. Vögel in Käfigen und Reptilien in Terrarien halte ich für Quälerei.

Expertenantwort
von Sesshomarux33, Community-Experte für Kaninchen, 191

Hallo, 

ich weiß ja nicht was für Vorstellungen du hast, aber so wie ich jetzt deine Frage zuordne hast du ein falsches Bild von Heimtierhaltung. 

1). Hunde und Katzen sind domestizierte Haustiere, die es ohne den Menschen nicht gebe. Das heißt in der Natur hätten sie kaum eine Überelebenschance. Gerade Hund und Mensch haben sich zusammen entwickelt. Wir haben vieles dem Hund zu verdanken z.B das wir solange schlafen können.

2). Wenn Tiere artgerecht gehalten werden, dann ist es vertretbar. Heute züchtet man ja alles an Haustieren. Die Tiere werden in Gefangenschaft geboren, sie kennen ihre Natur nicht und können auch nix vermissen. Das ist Vermenschlichung. Sicher gibt es Tiere, die man nicht artgerecht halten kann. Das wären meiner Meinung nach Exoten, Reptilien etc. die hier nicht heimisch sind und unter Sonderbelichtung leben müssen. Oder einzelgängerische Tiere wie z.B der Hamster. 

3). Es bringt gar nix die Frage sich jetzt zu stellen und zickig und strikt der Meinung seien das die armen Tiere bei uns leiden. Jedem das Seine, aber das ist in meinen Augen auch falsch verstandene Tierliebe. Man könnte stattdessen was wirklich nützliches tun - ein Tier adoptieren und ihm ein schönes Leben bieten. Denn sie sind nun mal da und leider sind es mehr Tiere, als Menschen die sie aufnehmen würden. Wir haben ihnen die Freiheit genommen also haben wir auch den Weg mit ihnen zu gehen! 

4) Eine uralte Regel, die der großteil der Menschen leider schon vergessen hat und dem nicht mehr nachkommt: Wir kümmern uns um die Tiere, bieten ihn einen möglichst naturnahen Lebensraum in Heimtierhaltung, es wird medizinisch versorgt und hat so eine höhere Lebenserwartung, wir schützen es vor der grausamen Seite der Natur und dafür schenkt es uns sein Leben und seine Liebe. 

Ich halte schon seit Jahren Tiere. Alle kommen aus Not, der größte Teil wäre ohne mich nicht mehr am Leben oder würde bitter weiter leiden. Drum fühle ich mich von Haustier-Gegnern schnell angegriffen. Ich möchte das nicht ignorieren, ich möchte den Tieren helfen. Ich finde viele gehören auch nicht in Heimtierhaltung, wie schon gesagt. Drum unterstütze ich auch keine Züchter, sondern nur Notfellchen und hoffe so, das das ein oder andere Tier in Haustierhaltung ausstirbt. 

Ich weiß nicht, warum andere Tiere halten, aber viele Menschen die ich kenne und ich selber tun das gewiss nicht zur Belustigung. 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 97

Hi,

für domestizierte Tiere kommt die Frage zu spät, es wäre unethisch diese Tiere, die durch Jahrzehnte bzw jahrhundertelanger Zucht überhaupt erst entstanden sind, nun auf sich allein zu stellen, sie würden sterben. Der Mensch hat sie erschaffen, also muss er sich auch drum kümmern.

Bei Wildtieren, vielen Exoten, Papageien, Fische seh ich das allerdings anders, wenn es Wildfänge sind. Das ist nicht korrekt sich herauszunehmen, sie zu seiner Belustigung der Natur zu entnehmen und  zu halten. 

Aber Hund, Katze, Goldfisch hätten schlicht keine Chance alleine klar zu kommen. Eine Perser oder MaineCoon würde total verfilzen bis sich das Tier nicht mehr bewegen kann. Manche Hunderassen gäbe es nicht, wenn der Mensch nicht mittels Kaiserschnitt die Welpen holen würde, Mutter und Welpen würden sterben. Die Qualzuchten vom Goldfisch hätten schlichtweg keine Chance Futter zu finden oder vor Raubfischen zu flüchten.

Kommentar von Berni74 ,

Manche Hunderassen gäbe es nicht, wenn der Mensch nicht mittels
Kaiserschnitt die Welpen holen würde, Mutter und Welpen würden sterben.

Wobei ich bei diesen Hunderassen dafür wäre, daß es sie nicht mehr gibt oder zumindest nicht mehr mit diesem Aussehen, das derartige Auswirkungen mit sich bringt.

Kommentar von jww28 ,

Das stimmt, aber da muss der Mensch halt lernen sich neu zu orientieren und diese Tiere nicht weiter zu vermehren und der Mensch muss lernen das das Kindchenschema eine Illusion ist und das es für den Hund im Prinzip eine Behinderung ist. Bei manchen Rassen muss man echt an Frankenstein denken :( 

Kommentar von Berni74 ,

Aber solange es Abnehmer dafür gibt.... :-/

An dem Punkt sollten wir anfangen, über Ethik zu diskutieren. Nicht an dem Punkt, Haustiere an sich zu halten...

Kommentar von DukeSilver ,

Na gut, man kann sich darum kümmern, aber muss mann denn auch dafür sorgen dass sie sich vermehren? Lass sie doch sterben, vor allem diese Qualzuchten von denen du redest.

Was könnte es für einen Grund geben, die weiter zu vermehren?

Kommentar von jww28 ,

Hätte ich die Macht dazu, würde ich ein Zuchtverbot für Qualrassen erlassen,aber so kann ich halt nur schauen selber keine Qualzuchten zu produzieren und mir keine Qualzucht frisch produzieren zu lassen. Da wäre wieder auch die Frage nach der Ethik, sollte man die vorhandenen Tiere kastrieren oder wie du sagst sterben lassen? 

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 180

zu halten ja.

zur belustigung nein.

der mensch ist leider ein tier, der alles, was er nicht gebrauchen kann, ausrottet. also ist der mensch aus ethischen gründen sogar verpflichtet, haustiere zu halten. schlicht und ergreifend, damit sie nicht aussterben.

ein tier artgerecht zu halten ist überhaupt nie möglich. durch die haltung von tieren in gefangenschaft ist der mensch dazu verpflichtet, so für die tiere zu sorgen, dass es ihnen gut geht und sie auch (z.b.) in der lage sind, ihr natürliches (sozial)verhalten zu zeigen. die tiere müssen ihr futter nicht selber erarbeiten. daher muss der mensch ihnen als ersatz eine artgerechte beschäftigung anbieten.

es wäre also so gesehen ethisch nicht vertretbar, KEINE tiere zu halten.

ach ja... und iss NIE etwas, was intelligenter ist als du selbst... zum beispiel octopus... ;-)

Kommentar von DukeSilver ,

Wieso? was ist daran schlecht, wenn Tiere aussterben, die wir nicht gebrauchen können? Währe nicht schlecht wenn Zecken und Moskitos ausstürben.

Eigentlich ist doch das Problem das immer mehr Tiere ausstereben, die wir ganz dringend brauchen. Vielleicht nicht direkt wie die Honigbienen, aber als Stützen unserer Ökosysteme, die diesen Planet letzendlich für uns bewohnbar machen.

Artenvielfalt ist insofern schon wichtig, aber wenn es darum geht künstliche Arten zu erhalten, die der Mensch erst selber durch Domestizierung erschaffen hat, bzw durch inzucht degeneriert hat, sehe ich da keine Notwendigkeit.

Kommentar von caladan01 ,

Wer beurteilt denn, welche Tiere gebraucht werden und welche nicht? Der Mensch in seiner unendlichen Weisheit? Lächerlich. Sieh es mal so, vielleicht hat die nervende Mücke eine Rolle in der Natur, die sich dem Menschen einfach noch nicht erschlossen hat. Und warum kann das so sein? Einfach weil die Mücke vielleicht sogar lebenswichtig ist für irgendeine andere Art, jedoch für den Menschen völlig irrelevant. Ich behaupte mal, kein Lebewesen auf unserer Murmel ist nutzlos, nur weil wir die Zusammenhänge nicht erkennen.

Kommentar von ponyfliege ,

jedes einzelne tier, jede pflanze, jeder pilz, einfach alles hat in der natur seine ökologische nische, seinen lebensraum. sogar die mücke ist wichtig. und auch die zecke...

durch unsere ausbreitungswut (wir sind echt schlimmer als die heuschrecken...) verdrängen wir tiere und pflanzen aus ihren natürlichen lebensräumen. und danach sind wir nicht nur verpflichtet, haus- und nutztiere, sondern auch gefährdete wildtiere zu halten und sie vor dem aussterben zu bewahren. zugegebenermassen kann das beispielsweise beim pottwal schwierig werden... zebras sind übrigens auch nicht ohne. in gefangenschaft sind sie die "gefährlichsten" pflanzenfresser.

wir benötigen die ökologische vielfalt zur erhaltung unserer eigenen art.

daher sind wir verpflichtet, sie zu schützen und NICHTS auszurotten.

es ist wie mit dieser hypothese, was passieren kann, wenn irgendwo ein schmetterling mit den flügeln schlägt.

wenn es keine mücken mehr gibt, rottet vielleicht irgendeine insektenfressende vogelart eines tages die bienen aus, weil er keine andere nahrung findt. wer kann das wissen?

Kommentar von DukeSilver ,

Was Ihr nicht begreift ist, dass in der Natur nicht unendlich viel Platz ist. Wenn ich mich z.B. für eine Katze entscheide, entscheide ich mich implizit für den Tod vieler anderer Tiere, und seien es blos die, die für das Dosenfutter drauf gegangen sind.

Tiere brauchen Ressourcen, die irgendwo der Freien Natur abgerungen werden müssen. Von daher gilt: 

Ein Haustier mehr = Ein Fleckchen Natur weniger, denn auf diesem Fleckchen steht jetzt ein Tierfuttergeschäft, oder eine Heuwiese für das Pferd, oder eine Schweinezucht für das Dosenfleisch. Viele Haustiere sind sogar extrem Ressourcenintensiv, weil sie zum Beispiel überweigend Fleisch fressen( Hunde, Katzen), sehr viel Platz brauchen (Pferde), oder Strom Verbrauchen ( Terrarien mit Wärmelampe etc. )

Da ist halt schon die Frage, ob das Ethisch Vertretbar ist, dieser Tierart künstlich eine Niesche zu schaffen, sozusagen der Natur ab zu ringen, die die Natur diesem Tier freiwillig nicht mehr her gibt.

Expertenantwort
von monara1988, Community-Experte für Kaninchen, 39

Hi DukeSilver,

na da hast Du ja ein Thema gewählt... XD

Was Du in der Überschrift schreibst gehört eher zum Zirkus. Denn da werden Tiere tatsächlich in Gefangenschaft gehalten und dienen nur zur Belustigung! -.-
Das finde ich ethisch überhaupt garnicht vertretbar, da die Tiere da zu allerlei Handlung gezwungen werden und nicht mal Ansatzweise artgerecht leben können! Das gehört verboten und bestraft. Und die Zirkusleute verdienen mit dieser Tierquälerei auch noch (meines Wissens nach) richtig Geld! :(

Hingegen Hunde, Katze, Goldfische sind Haustiere die sich niemand zur Belustigung hällt. Leute halten Haustiere (soweit ich weiß) um ein weiteres Familienmitglied zu haben, um nicht alleine zu sein, ihnen zu helfen, was zu haben um das man sich kümmern kann, Kinderersatz und weniger nobler/ sinnvoller Grund im Falle von Hunden: als Motivation öfter vor die Tür zu kommen! -.-

Hält man seine Haustiere artgerecht finde ich die Haltung ethisch natürlich vertrebar! :D
Hält man seine Haustiere aber nicht artgerecht und geht nicht auf die Bedürfnisse der Tiere ein, was meinen Beobachtungen leider öfter der Fall ist, dann finde ich das nicht vertretbar!!
Denn wer Tiere hält, warum auch immer, muss sich um sie kümmern und sie halten wie die Tiere es wollen und brauchen, und nicht, wie es für den Menschen am pratischsten/ schönsten/ einfachsten/ billigsten ist...

Hunde kann man ganz gut ins Leben von Menschen integrieren und das mögen sie auch ;)  Aber bei allen anderen Tieren ist es weniger, ich nenne es mal "einfach" (wobei Hundehaltung natürlich auch nicht einfach ist; ich spreche aus Erfahrung^^), und gerade da gehen viele den einfachsten weg, der meist nicht immer der richtige ist. Vorallem, weil sich viele nicht informieren was sie da eingentlich für Tiere haben und wie man sie halten muss damit es ihnen gut geht... -.-
Leider sind dazu die wenigsten dazu bereit den Tieren die sie sich angeschafft haben, ein artgerechtes Zuhause zu bieten sondern wollen mit ihnen nur ihre eigenen (egositischen) Bedürfnisse befriediegen, ohne sich für das tatsächliche Wohl des Tieres zu interessieren.. :(

Ich hoffe das in Zukunft sich da einiges positives tun wird, denn es gibt zu viele Tiere die unter nicht korrekten Bedienungen leben müssen und das absolut nicht verdient haben... ;)

Es wird daher mal Zeit für Tierführerscheine oder so XD

Grüße^^

Antwort
von beglo1705, 64

Also zur "Belustigung" hält man generell keine Tiere, finde ich. Ein Tier, nehmen wir mal den Hund, hat einfach seine Aufgaben und gehört zur Familie. Wer sich weder die Mühe mit einer soliden Ausbildung machen möchte, kein Interesse daran hat was sonst noch dazu gehört (optimale Fütterung, rassespeziefische Eigenheiten usw) und auch ansonsten für nichts Verantwortung übernehmen kann/will, lässt die Finger von einem Tier, egal ob Hund, Pferd, Hase oder sonst was.

Was das Thema Gefangenschaft betrifft: ist ein Hund wirklich in Gefangenschaft? Warum kann man dann mit unserem ohne Leine spazieren gehen, verfolgen und wieder einfangen könnte ich ihn nie mehr.

Bei den Pferden das Selbe: warum kommen sie freudig angerannt, wenn sie mein Auto hören und stehen dann parat? Warum folgen sie mir ohne Halfter über den Hof zum Putzplatz, verfolgen und wieder einfangen, keine Chance.

Das ganze hat natürlich mit der Jahrtausende langen Domestizierung diverser Tiere zu tun, aber das funktioniert nur bei Tieren, die sozial in Gruppen/Rudeln/Verbänden leben. Mit einem einzelgängerischen Bären wäre die Haltung (gewaltfrei!) in einem Sozialverband schier unmöglich.

Antwort
von xttenere, 123

Wenn eine Katze Freilauf hat, so wie es ihr beliebt, so ist es keine Gefangenschaft. Daselbe, wenn ein Hund nicht nur Hund ist, sondern ein Familienmitglied, welches am Alltag seiner Familie teihaben kann, mit anderen Hunden spielen und rumtollen darf. 

Bei Wildtieren, wie z.B Reptilien...Fischen....Spinnen....welche auf kleinstem Raum im Aquarium oder Terrarium gehalten werden....bloss zum anschauen....dies finde ich persönlich inakzeptabel.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 113

Hunde und Katzen haben sich das in ihrer Entwicklungsgeschichte so ausgesucht. Sie wollen mit dem Menschen leben und betrachten ihr Leben keineswegs als Gefangenschaft. Gute Behandlung natürlich vorausgesetzt. Oder glaubst du, dass die Straßenköter des Südens glücklicher sind?

Andere Tiere würden sicher lieber frei leben, aber unsere Welt ist nun mal nicht so geschaffen. Ich besitze ein Pferd und halte es auch in Gefangenschaft. Aber es lebt in Offenstallhaltung und steht nicht in einer Box. Das ist für mich ein vertretbarer Kompromiss. Die Alternative wäre nämlich nicht die freie Prairie, sondern in unserer Welt der Tod. Nicht schön, aber Realität.

Das mit der angeblichen Freiheit ist PETA Romantik und hat mit Sachkenntnis wenig zu tun.

Expertenantwort
von Certainty, Community-Experte für Hund, 146

Zu Belustigung sehe ich es nicht als ok an. Richtet man sich allerdings nach dem Tier und bietet ihm artgerechte Beschäftigung, Bewegung, Freiraum, Pflege und Zeit, die sie benötigen, halte ich es für ok.

Das Tier sollte in keiner Situation leiden müssen oder zu etwas gezwungen werden. Ebenfalls sollte immer die bestmögliche Versorgung (Medizin + Ernährung, etc.) zur Verfügung stehen.

Sprich ich halte nichts davon einen Hund zu halten, der nie artgerecht ausgelastet wird und nur alle paar Tage mal eine kleine Runde spatzieren gehen kann.

Passt man das Pensum und die Art der Beschäftigung aber an das Tier an, füttert es seiner Art entsprechend und schaut, dass er ein gutes Leben (fettfüttern und nur verwöhnt werden, gehört nicht dazu) hat, sehe ich da kein Problem.

Antwort
von Lennister, 138

Das hängt von Einzelfall ab. Kann das Tier sich ausreichend bewegen? z.B. eine Katze auf engstem Raum zu halten, die aber einen ausgeprägten Bewegungsdrang hat, ist Tierquälerei.

Wird das Tier gut behandelt? Ein Tier zu schlagen, nicht artgerecht zu füttern etc. ist ethisch nicht vertretbar.

Man kann also sagen, dass es einfach davon abhängt, ob das Tier artgerecht gehalten wird oder nicht. Wenn es artgerecht gehalten wird, dann ist das auch ethisch vertretbar. 

Kommentar von Abahatchi ,

Das hängt von Einzelfall ab. Kann das Tier sich ausreichend bewegen?

Genau, es hängt vom Einzelfall ab. Ich kann mir kaum vorstellen, dasz es für eine Laus eine Qual darstellt, wenn man sie auf einem Hund gefangen hält. ;-)

Tiger gehören dem zu Folge auch nicht in zoologische Gärten, es sei denn, er umfast ein Gehege von tausend Quadratkilometern oder mehr.

Antwort
von Accountowner08, 87

gute Frage.

Denn wenn man es nicht täte, gäbe es ja all diese Hunde, Katzen, Wellensittiche, Kühe, Pferde, etc. nicht.

Denn einen natürlichen Lebensraum haben sie nicht mehr unbedingt.

d.h. wenn der Mensch sie nicht hält und nicht für sie sorgt, sterben sie aus.

Daher würde ich sagen: ab einer gewissen Betreuungsqualität (so dass das Tier subjektiv für das Tier eine gute Lebensqualität hat) rechtfertigt es sich, aber nichts rechtfertigt es, diese Betreuungsqualität zu unterschreiten...

Expertenantwort
von palusa, Community-Experte für Katze, 42

katzen leben oft mit freigang. sprich sie können gehen wie sie wollen, kommen aber immer wieder nach hause zurück.

meine katzen sind, bis auf eine ausnahme, alles ehemalige streuner gewesen. die können ohne mich leben. das wissen sie auch. sie haben teils jahre ohne den menschen gelebt.

sie kommen trotzdem nach hause zu mir. weil sie es so wollen. weil sie gern beim menschen sind. das ist der unterschied zwischen haus- und wildtier. das artgerechte leben für ein haustier bedeutet unter anderem immer dass da ein mensch ist.

Antwort
von Andrastor, 59

Warum zur Belustigung?

Meine Katzen sind glückliche Hauskatzen, die in meiner Wohnung ihr Revier haben und ich halte sie nicht zur Belustigung, sondern um ihnen ein schönes Leben zu ermöglichen.

Antwort
von michi57319, 206

Als unser Hund noch lebte, waren es arbeitsreiche Tage. Klar hatten wir miteinander Spaß, so wie man doch meistens mit besten Freunden Spaß hat. Aber eben auch große Sorgen, bis hin zur Sterbebegleitung.

Ich weiß ja nicht, ob du jemals Verantwortung für ein Tier übernommen hast, aber deiner Wortwahl nach wohl eher nicht.

Unter Gefangenschaft stelle ich mir auch etwas völlig anderes vor, als ein artgerechtes Leben, welches doch die allermeisten Tierbesitzer ihren Schutzbefohlenen geben.

Kommentar von DukeSilver ,

Hm, ist es artgerecht die Genitalien eines Tieres im Säuglingsalter unbrauchbar zu machen? ( Katzen?)

Ja, weil sie sich sich sonst unkontrolliert vermehren... ha! Ein Problem das wir erst durch Katzenhaltung erzeugt haben! Ist eine Artgerechte Katzenhaltung also überhaupt möglich?

Ist es auch Artgerecht den vielen Singvöglearten gegenüber, die gerade durch Katzenhaltung vom Aussterben bedroht sind?

hmm...

Und Hunde? Ist es Artgerecht für Ästhetische vorlieben inzestöse Stammbäume zu Konstruieren und Tausende von Tieren für Erbkrankheiten zu predestinieren?

Oder Hunde, die eigentlich mal dafür gezüchtet wurden um 20 Km am Tag mit dem Hirten zu laufen ein mal am Tag gassi zu führen?

hmm...

Kommentar von michi57319 ,

Schon richtig, was du sagst. Aber am Anfang und am Ende steht ein Mensch, der die Verantwortung trägt. Oder eben auch nicht. Wiederum ein ethisches Problem. Allerdings ist deine Sichtweise in einigen Punkten auch etwas kurz gesprungen.

Kommentar von FeeGoToCof ,

Wenn Du Katzen nicht "halten" würdest, würden sie sich reproduzieren, bis zum Abwinken. Deine Argumentation ist nicht nur polemisch, sondern auch kurzsichtig.

Kommentar von DukeSilver ,

Wieso, wilde katzen gibt es mit oder ohne haltung, und die reproduzieren sich auch so. die gehaltenen katzen kommen doch nur obendrauf

Kommentar von michi57319 ,

Richtige Wildkatzen unterliegen völlig anderen Bedingungen. Dieser Vergleich hinkt und ist nicht zulässig.

Kommentar von DukeSilver ,

Hab nicht von Wildkatzen gesprochen, sondern von wilden katzen, also Hauskatzen, die nicht "gehalten" werden, verwilderten Hauskatzen. Die gibt es ja so oder so war mein Punkt.

Kommentar von palusa ,

wildlebende katzen haben ganz andere lebensbedingungen. katzen vermehren sich wie die sprichwörtlichen karnickel weil in der natur eiiiigentlich pro wurf eins, maximal zwei kitten das erste lebensjahr erreichen. und verwildert ist das auch der fall

in der hand des menschen sieht das auf einmal anders aus. da überleben oft alle kitten. heißt eine katze hat nach einem jahr nicht 2 sondern 10 nachfahren groß gezogen. und die wiederum ziehen auch nciht 2 sondern 10 groß. siehst du wie schnell die zahl der katzen explodiert? nach 10 generationen ist man schon in den tausenden. mal ganz abgesehen davon dass die ursprünglichen "kittenproduzenten" auch nicht mehr 3 bis 5 jahre leben und dann eh an irgendwas sterben (verwilderte katzen werden meist nicht sonderlich alt) sondern 20 jahre lang nachwuchs produzieren.

davon abgesehen arbeitet der tierschutz daran auch möglichst viele wilde katzen zu kastrieren damit weniger verwilderte katzen geboren werden. um versuchen zustände wie in einigen urlaubsländern zu verhindern, wo riesige katzenkolonien auf den straßen leben

Kommentar von FeeGoToCof ,

@DukeSilver...mach bitte mal ne Pause, nimm Abstand und lies` Deine Denkansätze...sie sind zunehmend nicht ernstzunehmend.

Kommentar von ponyfliege ,

dasselbe wie mit der überpopulation bei wildkaninchen, weil wir die "räuber" wie luchse, greifvögel weitestgehend ausgerottet haben. die kriegen dann irgendwann myxomatose und dann verreckt ein grossteil der population, bis der rest wieder ein verträgliches mass für den lebensraum ist.

katzen kriegen dann halt "katzenschnupfen" (ist im prinzip dasselbe wie myxomatose) und verrecken daran (sie sterben nicht, sie verrecken wirklich), katzenbabys, die im mutterleib damit infiziert werden, haben für gewöhnlich organische fehlbildungen oder sind unfruchtbar. irgendwann ist das ganze dann wieder auf eine ökologisch vertretbare menge reduziert und alles wiederholt sich. da sollte man also regulierend eingreifen.

bei "ausgewilderten" (strassenhunden) ist es dasselbe. staupe und zwingerhusten.

einige dieser "seuchen" (z.b. toxoplasmose, tollwut, fuchsbandwurm) könnten, wenn man dagegen nicht vorher vorgeht auch durchaus mal eine population an menschen ausrotten ;-))

pferde haben in der natur ein ähnliches bewegungsmuster wie elefanten - denen fehlt also schlicht der lebensraum in der "natur". und ich glaube nicht, dass irgendwer beim spaziergang einer gruppe wisente über den weg laufen möchte. auch die begegnung mit einem wildschaf kann unangenehme konsequenzen haben. ich möchte auch nicht aus versehen einen rehbock in die enge treiben, weil ich das kaum überleben würde.

wir menschen haben nun mal den bauklötzchenturm umgeworfen. jetzt müssen wir sehen, wie wir klarkommen - es ist keine option, die klötzchen einfach wegzuwerfen.

Kommentar von Berni74 ,

Und Hunde? Ist es Artgerecht für Ästhetische vorlieben inzestöse
Stammbäume zu Konstruieren und Tausende von Tieren für Erbkrankheiten zu
predestinieren?

Da gebe ich Dir recht. Allerdings kannst Du das nicht verallgemeinern. Es gibt viele Rassen mit Zuchtvereinen und Züchtern, die genau dies nicht tun beziehungsweise die Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, auszumerzen (Tests auf Erbkrankheiten vor der Zuchtzulassung oder Verpaarung, großer Genpool etc.)

Und bevor Du jetzt die Existenzberechtigung von Hunderassen in Frage stellst - viele Hunderassen sind Teil unserer gesellschaftlichen Entwicklung. Sie wurden gezüchtet, weil sie durch ihre Eigenschaften für den Menschen in vielen Bereichen des Lebens nützliche Helfer waren. Diese Züchtung nicht mehr weiter zu verfolgen, wäre sehr unüberlegt und kurzsichtig.

Kommentar von michi57319 ,

und ich glaube nicht, dass irgendwer beim spaziergang einer gruppe wisente über den weg laufen möchte. auch die begegnung mit einem wildschaf kann unangenehme konsequenzen haben.

Das ist hier Realität und völlig problemlos. Die Wildrinder verhalten sich, wie normale Rinder auch. Muffel sind schneller weg, als du gucken kannst. Lediglich führende Bachen muß man wirklich meiden, das gibt richtig Ärger.

Kommentar von ponyfliege ,

wisente. nicht "wildrinder".

und nicht muffelwild, sondern wildschaf.

ein in die enge getriebener rehbock bringt dich übrigens schneller um, als eine führende bache.

Kommentar von Berni74 ,

Das ist hier Realität und völlig problemlos. Die Wildrinder verhalten
sich, wie normale Rinder auch. Muffel sind schneller weg, als du gucken
kannst. Lediglich führende Bachen muß man wirklich meiden, das gibt
richtig Ärger.

Wo ist "hier"?

Kommentar von michi57319 ,

Wittgensteiner Land, Rothaargebirge, NRW. Auswilderungsprojekt.

http://www.wisent-welt.de/

Kommentar von Berni74 ,

Cool! Und die haben keinen Stress, wenn man mit Hund kommt?

Kommentar von ponyfliege ,

die sind genauso "wild", wie die dülmener im merfelder bruch. pferde, die gewzungen werden, in der echten natur in so grossen herden zu leben, würden damit ihren lebensraum zerstören. die tiere dort stehen unter dauerhaftem stress, und zwar wesentlich mehr, als sie es in menschlicher obhut täten. da läuft EIN einziger hengst als produzent für neue fohlen rum.  pferde leben natürlicherweise in kleingruppen, etwa wie ein familienverband strukturiert. jedes tier hat seine spezielle aufgabe. in "herdenhaltung"  wie dort zeigen nahezu alle tiere verhaltensauffälligkeiten oder bekommen stressbedingte stroffwechselprobleme. wie an anderer stelle erwähnt, haben sie ausserdem ein ähnliches bewegungsmuster durch ihr umfeld, legen weite strecken zurück, wie es elefanten auch tun. und sie sind auch nicht territorial.

wo können dann zum beispielim rothaar"gebirge" die wisente bis oberhalb der baumgrenzen in die föhnlagen ziehen, wo sie im winter futter finden?

was da als "auswilderung" beschrieben wird, ist gehegehaltung. genau wie im merfelder bruch. zugegeben - die gehege sind recht gross. aber ihr natürliches verhalten und ihr natürliches bewegungsmuster können die tiere da nicht ausüben.

Kommentar von michi57319 ,

Ein Gehege hat meines Wissens Zäune. Hier gibt es nur welche im Schaugehege. Ansonsten trifft man die Wisente beim Spaziergang, beim Joggen, oder auch bei einer Autofahrt. Sie wandern nämlich.

Antwort
von DerTroll, 158

Klar ist das zumindest grundsätzlich einmal vertretbar. Es hängt natürlich davon ab, wie man das Tier hält. Ich bin jetzt nicht ganz sicher, was du meinst, wenn du sagst, daß man es zur Belustigung in Gefangenschaft hält. Klar man kann einen Hund oder eine Katze nicht einfach irgendwo einsperren und sich darüber freuen. Das wäre natürlich schon verwerflich.

Kommentar von ponyfliege ,

der begriff "belustigung" stellt in diesem zusammenhang das provokante schlüsselwort dar.

Antwort
von Michel2015, 35

Ich habe mich noch nie über ein Tier lustig gemacht, warum sollte ich das tun?

Ansonsten hat der Hund einen Job bei mir. Der Arbeitsvetrag sieht vor: Aufpassen und verteidigen. Der Lohnausgleich: Fressen, ein Bett, ein warmes Dach über dem Kopf, Spaziergänge, Pflege, Kranken-und Rentenversicherung.

Mit den Pferden habe ich auch einen Arbeitsvertrag, der ist etwas komplizierter aber die Bezahlung ist etwa die Gleiche, nur das Dach über dem Kopf ist anders und es gibt sehr viel Campingurlaub.

Die Katze muss Mäuse fangen, allerdings ist das Arbeitsverhältnis unklar, ich habe das Gefühl, dass sie der Boss ist.

Ethisch nicht vertrebar ist es, ein Tier zur Belustigung zu halten.

Kommentar von Omnivore08 ,

Die Katze muss Mäuse fangen, allerdings ist das Arbeitsverhältnis unklar, ich habe das Gefühl, dass sie der Boss ist.

ROFL^^

Ein kleiner Philosoph :D

Kommentar von Patchouli ,

ich habe das Gefühl, dass sie der Boss ist.

Haha, genau so ist es bei uns auch.

Antwort
von Trashtom, 115

Der Begriff "Gefangenschaft" kommt meiner Meinung nach auf den Halter an. Eine Katze die in einem Haus mit Garten lebt hat ein wunderbares Leben - ein großer Hund in einer kleinen Wohnung vermutlich nicht.

Einige Konstellationen wie Vögel im Käfig sind schon recht krass finde ich. Bei Fischen kann ich es nicht sagen. Ich habe mal gehört wenn sie am Ende des Aquariums angekommen sind, haben sie schon vergessen, dass sie von der anderen Seite weggeschwommen sind.

Wie so oft, kann man das nicht pauschal sagen. Einigen geht's gut, einige leiden bestimmt darunter. Also einfach gut überlegen ob man einem Tier ein schönes Leben bieten kann.

Kommentar von Berni74 ,

ein großer Hund in einer kleinen Wohnung vermutlich nicht.

Dem muß ich als Halter großer Hunde in einer kleinen Wohnung massiv widersprechen. Nicht die Größe der Wohnung ist entscheidend, sondern wie man die Zeit mit seinem Hund gestaltet, ob er eine "Aufgabe" haben darf und man ihn physisch und psychisch fordert und fördert....

Kommentar von caladan01 ,

"Nicht die Größe der Wohnung ist entscheidend, sondern wie man die Zeit mit seinem Hund gestaltet..."

Genau so sieht`s aus. Dem Hund ist die Größe der Bude mal völlig egal, solange er seinen angestammten Platz hat, Blickkontakt hat und das ganze als Ruherefugium wahrnimmt. Weil er ansonsten nämlich viel draußen ist, wie sich das gehört. ;-) 

Antwort
von caladan01, 177

Was bitte hat Haustierhaltung mit Belustigung zu tun? Erschließt sich mir nicht ganz.

Antwort
von Abwehr, 211

Kommt darauf an. Die Ansichten gehen aus einander ob Tiere dem Menschen untergeordnet sind oder nicht.
In der Ethik der westlichen Länder ist dies aber vertretbar, solang man die Tiere nicht z.B. in ein zu enges fischglas einsperrt

Kommentar von ponyfliege ,

in der ethik einiger anderer länder (z.b. weite teile chinas, die meisten richtungen des buddhismus). da sind zum beispiel käfighaltung auf engstem raum und das abziehen des fells bei lebendigem leib und ohne betäubung auch vertretbar.

nach deren ethik haben tiere keine seele und was keine seele hat, empfindet keinen schmerz. daraus folgend kann man tiere nicht quälen.

ich halte solche ansichten für ethisch nicht vertretbar. absolut nicht.

Kommentar von Abwehr ,

am Ende bleibt es eine kulturfrage

Antwort
von auchmama, 131

Hab meinen Hund grad mal gefragt, er fühlt sich pudelwohl bei mir!

Einige Jahre seines Lebens, hat er in furchtbaren Zuständen verbracht. Von daher ist er jetzt im Paradies. Was soll daran ethisch nicht vertretbar sein?

Kommentar von 1Paradise1 ,

Sie redet nicht von DEINEM Hund!

Kommentar von Omnivore08 ,

Sie redet ALLGEMEIN von Hundehaltung! Und das schließt auch den Hund von auchmama ein!

Kommentar von auchmama ,

Danke ihr Zwei, dass ihr mir das so genau erklärt habt ;-)

Für mich wäre es ethisch eher nicht vertretbar, wenn ich meinen Hund seinem Schicksal überlassen hätte! Ich mache es zwar an meiner ureigenstens Erfahrung fest - schreibe aber ebenso ALLGEMEIN - ändert aber nix an der Situation, warum Menschen mit Haustieren leben! ^^

Mensch und Tier profitieren davon, sonst würden ja zumindest Hund und Katz einfach weg laufen......

Antwort
von smileserious, 155

Einerseits: vielen Tieren macht es nichts aus, so zu leben. Katzen haben, wenn sie rumstreunen dürfen, genug Freiheit. Hunde sind zufrieden mit 1-2 Spaziergängen pro Tag, Fische fühlen sich bestimmt in einem nicht zu winzigen Aquarium relativ wohl.

Andererseits: ist es ethisch vertretbar, Tiere zu essen, die kein Leben hatten, das man Leben nennen kann und die durch Haltung und Futter massiv zur Umweltverschmutzung/Klimawandel beitragen, und gleichzeitig Zuhause Tiere mit Gourmet-Futter zu halten?

Ich selbst bin nicht generell gegen Haustiere, aber man sollte sich überlegen, ob die Haltung mit den eigenen Grundsätzen zusammenpasst (zB. Fleisch und künstliches Futter für Tiere, wenn man Vegetarier ist). Und es gibt natürlich auch Tiere, für die das schon Gefangenschaft bedeutet: Vögel, Reptilien...

Wenn man das alles aber beachtet und mit seinem Gewissen vereinbaren kann, warum nicht?

Kommentar von DukeSilver ,

Endlich mal einer der auch mal kritisch reflektiert

Kommentar von 1Paradise1 ,

Hunde 1-2 mal raus?? das ist überhaubt nicht vertretbar!!

Kommentar von ponyfliege ,

2 mal ist okay... wenns jeweils drei stunden sind und der hund auch die nötige bewegung kriegt.

wer das nicht gebacken kriegt, sollte ein tamagotschi oder einen digibird halten. oder einen furby. die sind auch unterhaltsam und man nimmt einfach die batterie raus, wenn man keine lust mehr hat.

Kommentar von Omnivore08 ,

Andererseits: ist es ethisch vertretbar, Tiere zu essen

JA!

die kein Leben hatten, das man Leben nennen kann

Kann man es ethisch vertreten, diejenigen Berufsgruppen derart zu verleumden, die EUCH ernähren?

und die durch Haltung [...] massiv zur Umweltverschmutzung [...]beitragen

Wie kann eine Haltung zur Umweltverschmutzung beitragen?

und die durch [...] Futter massiv zur Umweltverschmutzung [...]beitragen

klar....weil Tiere ja auch voll so das unökologische Zeug fressen. Die veredeln genau DAS, was der Mensch eben nicht isst: Futtergetreide, Ölschrote, Zellulose. Da wird Zeug veredelt was man sonst hätte entsorgen müssen.

Das sollte man sich immer in Erinnerung rufen, wenn man in eine Banane aus Übersee beißt! Denn Südfrüchte sind ganz sicher größere Umweltverschmutzer als regional produziertes Fleisch. Über 80% des Obstes und 60% des Gemüses wird in Deutschland importiert. Andererseits kommen 92% der Futtermittel aus dem Inland. Man sollte also schön den Finger still halten, wenn man über Umweltaspekte von Nahrungsmitteln spricht! Dieser gruß geht vor allem an die Fleischverzichter!

Kommentar von 1Paradise1 ,

Find ich gut. Man bedenke,wenn wir Menschen alle Vegetarier werden,müssten neue Plantagen gewonnen werden,die Wälder weiter gerodet und die Raubtiere ausgerottet werden,da sie ja unsere Fressfeinde wären. Und mit all der Rodung würden dann auch die Pflanzenfresser aussterben. Also eine Welt voller menschlicher Vegetarirer und ganz ohne Tiere. Das wäre keine Welt mehr, es würde garnicht funktionieren!! Aber ich finde,das WIR ALLE unseren Fleisch/Fischkunsum um die Häfte verringern müssen,dann bräuchten wir keine Massentierhaltungen mehr!

Kommentar von Omnivore08 ,

Also eine Welt voller menschlicher Vegetarirer und ganz ohne Tiere. 

Vegetarische Nahrung kann man nicht herstellen! Pro Liter Milch entstehen ca. 100g Fleisch an Kalb und Milchkuh. Ein Betrieb mit 100 Milchkühe hätte pro Jahr ca. 50 männliche Kälber. Wer soll die ernähren? Und warum? Warum, wenn wir sie nicht essen dürfen?

Bei Eiern ist das nicht anders. Aus der Legehenne wird Suppenhuhn. Was sollen wir sonst mit den Hühnern machen?! Gnadenhof? ^^

Aber ich finde,das WIR ALLE unseren Fleisch/Fischkunsum um die Häfte verringern müssen

Ich mach da nicht mit! Mir ist meine Region (Ökologie) und meine Gesundheit wichtiger als irgendwelches dogmatisches Denken von definitionslosen Kampfbegriffen wie "Massentierhaltung"

dann bräuchten wir keine Massentierhaltungen mehr

Der begriff existiert nicht. In der gasamten landwirtschaftlichen Literatur findet man diesen Begriff nicht! Kein Mensch weiß ab wann diese ominöse Massentierhaltung anfängt. Ist mir immer noch ein Rätsel was der qualitative Unterschied sein soll, ob 10 Bauern 300 Schweine haben oder ein Bauer 3.000 Schweine.

Und was das über Qualität, Haltungsform, Futter und Tiergesundheit aussagen soll bleibt mir noch ein viel größeres Rätsel.

Man kann gesetzlich nicht etwas verbieten, für was es null komma null Definition gibt!

Kommentar von 1Paradise1 ,

Ist doch mein Reden-augenroll!!!Lies mal richtig und definiere genau!!

Kommentar von Omnivore08 ,

Dem ersten Teil kann ich ja auch noch zustimmen. Beim letzten Teil muss ich leider selbst die Augen rollen ^^

Antwort
von 1Paradise1, 90

Nein!! Nicht zur Belustigung sondern als Familienmitglied,welches man artgerecht und respektvoll behandeln und halten sollte. Fische sollten ein grosses Aquarium haben-sicher kein "rundes Goldfischglas" !

Antwort
von arevo, 69

Der Mensch ist auch ein lebendes Wesen so wie der Fragesteller, also Du.Möchtest Du  als lebendes Wesen zur Belustigung anderer dienen ?.Früher dienten Tanzbären im Cirkus zur Belustigung.

Meinst Du Nutztiere oder Haustiere oder beide ?.Ist für Dich Tierhaltung in der Wohnung oder im Haus Gefangenschaft ?. Was meinst Du mit " ...zur eigenen Belustigung .." ?

Ist das wirklich noch eine Ratgeber-Frage ?.Auf eine so vage und unklar formulierte Frage kann ich keine Antwort geben; dazu müßte man zu weit ausholen.

Kommentar von 1Paradise1 ,

Leider werden auch heute noch Tanzbären. Bärenkämpfe,Hundekämpfe.Hahnenkämpfe und Hengstkämpfe zur Belustigung beigetragen.

Antwort
von Kandahar, 131

Kommt auf die Tiere an. Ein seit Jahrtausenden domestiziertes Tier (Hund, Katze) kann man natürlich als Haustier halten.

Allerdings finde ich das, Vögel, Reptilien, andere Exoten und Fische in die Natur gehören und nicht ins Wohnzimmer.


Antwort
von floorian1312, 146

Ich finde, dass das davon abhängt, ob ich dem Haustier, die richtige Umgebung bieten kann. Wenn ich zum Beispiel ein großes Haus habe mit einem großen Garten, dann finde ich kann man einen Hund oder eine Katze zuhause halten. 

Außerdem sollte der Besitzer/in Zeit für das Tier haben.

Außerdem: Wenn jeder kein Tier halten will, weil es nicht ethisch vertretbar ist, würde die Tiereauf der Straße aufwachsen bzw. die Menschen würden sie umbringen und einschläfern. Weil keiner sie "braucht" sozusagen.

LG Flo :)

Kommentar von Dahika ,

Immer dieser dämliche Garten. Kein Hund braucht einen Garten. Der dient nur als Ausrede für faule Besitzer, die keine Böcke haben, spazieren zu gehen. Ein Hund will bei seinen Menschen sein, und die sind überwiegend nicht im Garten. 

Kommentar von floorian1312 ,

Ich hab auch nicht gemeind, dass umbedingt ein Garten sein muss. Aber dennoch: Ein Garten wäre doch trotzdem besser...

Würdest du freiwillig in eine kleineres Haus einziehen, wenn du um den gleichen Preis, eine größere haben kannst? -> ich nicht.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

DU bist auch ein Mensch. Der Hund ist ein Hund. Der Garten bedeutet nix für den Hund. Das ist dann halt mit sein Revier, es ersetzt keine Gassigänge. Hunde kann man nur draussen auf neutralen Boden entsprechend auslasten, auspowern, "Zeitung lesen" lassen, markieren und Sozialkontakte hegen lassen. 

Der Garten macht also keinen Unterschied für den Hund. Der Besitzer könnte, wie Dahika bereits schrieb nur dazu neigen dies als Faul-Alibi zu gebrauchen. Katzen brauchen übrigens auch kein Garten. Wenn sie Freigang haben, dann bleiben sie schließlich nicht nur im Garten. Ob sie ihr Revier als nun hinter´m Gartenzaun oder Balkon aufsuchen macht keinen Unterschied. 

Kommentar von ponyfliege ,

und ein hund, den man zum kot und urin absetzen in den garten schickt, der wird auch in die wohnung machen. garten ist für einen hund nicht "draussen". alles, wo ein zaun drum ist, ist für einen hund "drin".

Kommentar von auchmama ,

Eure Diskussion liest sich ja interessant - und dennoch bin ich froh - mein Hund übrigens auch, dass wir einen Garten haben!

Wie wir ja alle hoffentlich wissen, kommt der nächste Sommer ganz bestimmt und da in unseren Breiten die Temperaturen zeitweise ins unerträglich steigen, mag weder mein Hund noch ich dann in die Feldmark!

Seine Geschäfte habe ich dort nie unterbunden und somit nutzt er dann immer ein Areal, um sich danach auf den kühlen Rasen oder unter einen Busch zu packen, um sein ausgiebiges Nickerchen zu halten!

Ohne Garten hätte ich keinen Hund ;-)

Kommentar von floorian1312 ,

Genau!!! Vielen Dank!! Werd hier noch von einer Ponyfliege, Dahika und Sesshomarux33 angemotzt, meine eigene Meinung hier zuvertrete!! DH!!

Kommentar von auchmama ,

Ich denke, hier liegt ein Missverständnis vor! Leider gibt es auch Hundehalter, die ihrem Hund NUR einen Garten zumuten und niemals mit ihm Gassi gehen :-/

Wenn man darum weiß, wird man als Hundefreund bein Wort "Garten" vielleicht ein wenig allergisch und Deine gesamte Antwort wurde gar nicht verinnerlicht!

Für mein Verständnis hast Du aber durchaus recht. Ein Tier sollte man sich nur dann anschaffen, wenn man auch ausreichend Lebensraum bieten kann und natürlich auch berücksichtigt, dass ein Hund z.B. auch große Runden außerhalb des Gartens braucht!

Der Garten ist aber gut für Notfälle und zum Relaxen ;-)

Antwort
von Omnivore08, 56

Wer behauptet, dass ich einen Hund "gefangen" halte, der glaubt auch, dass sich Eheleute gegenseitig in Gefangenschaft halten!

Was für eine Frage....tss

PS: Und erst recht "zur belustigung"....ich habe noch KEINEN Hundebesitzer gesehen, der eijn Hund aus "belustigung" hat

Kommentar von Undsonstso ,

Na ja, i-wie manche ja doch....  Tiere könnenen sich z.B. nicht wehren, wenn sie zwangsvegan ernährt werden....

Kommentar von Omnivore08 ,

Tiere könnenen sich nicht wehren wenn sie zwangsvegan ernährt werden....

Das ist ja noch ein extra Schiene. Das wäre ja aktive Tierquälerei.

Unser Hund hatte es sooooo gut bei uns. Der wäre freiwillig gar nicht abgehauen. Machen auch die wenigstens Katzen so.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Ich habe leider schon oft gesehen, dass Hunde und andere Tiere aus reinem Egoismus und zur Belustigung gehalten werden. :( Man darf es halt nur nicht verallgemeinern. 

Ich denke Veganer halten auch keine Hunde zur Belustigung. Sie ignorieren lediglich die Natur und die Bedürnisse des Hundes. 

Kommentar von auchmama ,

Wer behauptet, dass ich einen Hund "gefangen" halte, der glaubt auch, dass sich Eheleute gegenseitig in Gefangenschaft halten!

Ein ausgesprochen realistischer Vergleich! Wir knobeln immer, wer Freigang mit dem Hund hat ;-)))

Kommentar von Omnivore08 ,

Vielleicht das gefangengehaltene Familienkind? :)

Kommentar von Abahatchi ,

ich habe noch KEINEN Hundebesitzer gesehen, der eijn Hund aus "belustigung" hat

Du vielleicht nicht aber ich.

Antwort
von DCKLFMBL, 109

Nein! kein Tier ist zur Belustigung da...

Antwort
von FeeGoToCof, 136

Wie stellst Du Dir Hundehaltung vor?

Kommentar von DukeSilver ,

Es gibt sicher viele Formen der Hundehaltung, zum Beispiel die, bei der ein Hund dein Partner beim Schafehüten ist, oder die bei der ein Hund deine einsame Farm in der Prärie bewacht, die sind sicher alle legitim,

aber bei der Mehrzahl der Hundehalter hat der Hund doch eigentlich keine andere "Aufgabe" als das emotionale Wohlbefinden des Eigentümers zu verbessern. Belustigung ist vielleicht nicht ganz richtig, aber sicher nicht ganz falsch.

Kommentar von FeeGoToCof ,

@Kandahar...hat alles geschrieben. Dem muss ich persönlich nichts mehr hinzufügen.

Kommentar von Berni74 ,

Wenn Du das so siehst, hast Du Dich noch nicht wirklich damit befaßt, was ein Hundehalter mit seinem Hund so alles anstellt, auch, wenn er kein Schäfer ist oder eine einfache Farm hat.

Viele geben ihren Hunden "Aufgaben" - um der Hunde willen....

Kommentar von DukeSilver ,

Viele, ja aber sicher nicht die Mehrheit. Du redest von dem Musterhundehaltern, die in die Hundeschule gehen, jeden Tag gassi usw. Gibt genug, die das ihren Tieren nciht bieten können, z.B. aus Beruflichen gründen, und sich trotzdem eins halten.

Gibt zum Beispiel genug die nichtmal die Kotbeutel bis zum nächsten Mülleimer tragen können, von denen erwarte ich nciht, dass sie dem Tier zuliebe dann noch ne extralange gassirunde gehen

Kommentar von FeeGoToCof ,

Woher weisst Du, wovon ich rede?  Die Hundeschule per se ist nicht Garant für ein artgerechtes Leben? Woran misst Du?

Kommentar von DukeSilver ,

Keine Ahnung, das wäre auch mal ne Gute Frage. Woran kann man sowas fest machen?

Kommentar von caladan01 ,

Ok, aber was ist daran falsch, wenn der Hund für`s emotionale Wohlbefinden sorgt? Wenn olle Omi sich einen kleinen Racker holt um nicht allein zu sein? Ich sehe das doch eher als Symbiose.

Kommentar von DukeSilver ,

Wenn die Omi fit genug ist sich um ihn zu kümmern vielleicht nix, aber wenn die oma sich schon beim anblick eines herumtollenden hundes das bein bricht ist das wieder was anderes.

Kommentar von FeeGoToCof ,

In der Regel "passen" Hund und Halter gerade bei älteren Leuten schon recht gut zueinander. Selten, bis gar nicht habe ich alte Leute mit quietschfidelen Temperamentsbündeln gesehen. Es ist vielmehr so, dass Halter und Hund schon einen weiten Weg zusammen gingen, was man sieht und auch merkt.

Antwort
von Micromanson, 70

Das hat nichts mit Ethik zutun, sondern Moral.

Und zu deiner Frage: Ich habe etwas gegen Tierhaltung zur Belustigung (z.B unnütze Hundekommandos wie Stell dich tot und Belle).
Aber es geht ja daraum, sich um ein Lebewesen zu kümmern, für das es in unserer Gesellschaft kein Platz auf der Straße gibt, und aus diesem Aspekt finde ich es gut.

Kommentar von 1Paradise1 ,

Erklär mir den Unterschied zwischen Moralund Ethik...für mich gibt es da keinen........

Kommentar von arevo ,

1Paradise1

Es gibt einen feinen Unterschied, zumindestens  in der Geschichte der Philosophie aber auch in der Realität.

Ethik ist die Disziplin, welche das Verhalten der Menschen zum Gegenstand hat.Gesamtheit aller sittlicher Normen und Maximen, die einer verantwortungsbewußten Einstellung zugrunde liegt.

Die Kernfrage ist immer: Was soll ich tun, um ein gutes/gerechtses Ergebnis zu bekommen als Individuum gegenüber der Gesellschaft und den anderen.

Die Moral oder die Sitten betreffende Philosophie, stellt auch die Gesamtheit von sittlichen Normen, Grundsätzen und Werten dar, die das zwischenmenschliche Verhalten in einer Gesellschaft regulieren .Normen, Grundsätze und Werte, die von der Gesellschaft akzeptiert werden ( christliche Moral, bürgerliche Moral, sozialistische Moral etc).Die heutige Moral in unserer Gesellschaft betrachtet z.B. sehr viele Themen und Konflikte und dem Aspekt der Gerechtigkeit und Gleichheit.Diese Moral ist immer politisch und sucht nach Mehrheit.

Gesellschaft Moral und aktuelle political correctness hängen heute eng zusammen. Dagegen besteht die Ethik neben der herrschenden Moral in der Gesellschaft.

Kommentar von Micromanson ,

Wissenschaftlich gesehen ist Ethik die Unterscheidung zwischen fair und unfair, moral ist Gut und Böse.

Kommentar von Micromanson ,

Ich komme nicht aus der Philosophie, sondern aus der Psychologie. Aber wie auch immer, der Standpunkt ist wohl klar.

Kommentar von Kianga ,

Sich um ein Lebewesen zu kümmern (in diesem Fall Hund) bedeutet aber auch, dem Tier entsprechende Aufgaben zu geben und sich mit diesem Tier zu beschäftigen. Mir erschließt sich nicht ganz, was dabei gegen "unnütze" Hundekommandos spricht - im Endeffekt handelt es sich beim Erarbeiten eines Kommandos um ein Spiel und eine Beschäftigung, egal, wofür dieses Kommando dient.

Meine Katzen können High Five. Unter anderem. Das ist völliger Blödsinn, aber es dient nicht meiner Belustigung, sondern, man solls glauben oder nicht, meine Katzen haben Spaß am Klickern. Es ist ein Spiel für sie und eine tolle Möglichkeit, die Birne anzustrengen und sich mit Klugheit Leckerlies zu erarbeiten. Sie müssen nicht mitmachen, wenn sie nicht wollen. Tun sie aber.

Kann ich so also echt nicht unterschreiben. Ich kenne ne Menge Hunde, die Spaß an ihren Aufgaben haben - und wenn es "nur" darum geht, Stell dich tot zu lernen.

Kommentar von Micromanson ,

Natürlich. Denkaufgaben braucht ein Hund ja unbedingt. Dazu zählen für mich aber so etwas wie Futter-Labyrinth etc. Unter Kommandos verstehe ich, dass sie dienen, um Mensch und Hund vor gefahren zu bewahren (Beispiel: Ein Auto kommt -> Halt! und Sitz!) Ich finde eben, dass Hunde auch Hunde bleiben sollen, denn Menschen neigen oft dazu, ihre Haustiere vermenschlichen zu wollen. Hunde sind aber Instinkt- und Triebtiere. Deswegen mag ich es nicht, dass Hunde zu dressierten Affen erzogen werden, die wie in einem Zirkus ohne Grund und Nutzen ihre Kunststückchen vorführen müssen. Das grenzt für mich an Quälerei. Wie gesagt, persönliche Meinung.. Für mich ist es eben Mittel zur Gefahrenabwehr und nicht zum Hauseigenen Zirkus.

Antwort
von Gruffalo, 11

ja, besser als ein totes Wesen

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