Frage von JulyySophiie, 33

Hausmittel bei kaputten Haaren?

Hallo Leute. Von natur aus habe ich braune Haare, habe sie vor ca. 3 Monaten blond gefärbt bzw. der Frisör, wo diese mehrmals aufblondiert wurden. Natürlich nicht gut für die Haare :-) Nach kurzem habe ich sie wieder braun gefärbt und sind sie nun dementsprechend kaputt. Hatte vor einer Woche schon einen Splisscut bei meiner Frisörin, aber nun habe ich wieder sehr viel Spliss. Kennt jemanden gute Produkte bzw. Hausmittel, die Spliss vorbeugen (gute selbstgemachte Haarmaske, Tabletten, etc.)? Danke für eure Antworten glg

Antwort
von 0815neugierig, 20

Spliss kannst du nicht reparieren. Egal was du machst die Haare werden höchstens wieder "zusammengeklebt" werden jedoch nicht wieder gesund. Der blödeste aber sinnvollste Weg ist leider Haare ab😑

Antwort
von Jackoweka, 10

Ich glaube da hilft nicht mehr viel, wenn sie kaputt sind, sind sie halt kaputt. ich hatte das auch durch jahrelanges färben und meine "stroh-haare" sind nicht weg gegangen. Haare abschneiden und wenn schon dann mit Henna Färben.

Expertenantwort
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 4

Spliss ist ein menachnisch verursachter Schaden (Reibung, Anstoßen, etc.) an den Haarspitzen und den kann kein Mittelchen wieder flicken/reparieren.

Wer Haare richtig, sinnvoll und nachhaltig pflegt und mit den Haaren korrekt umgeht, muss nicht jeden Monat die Spitzen schneidenlassen.  Selbst schneiden kann übrigens zusätzlich Schaden (eben auch Dauer-Spliss) generieren ... da genügt die falsche Schere und/oder die falsche Scherenhaltung und -führung  ... schon reißt Du dadurch an den Haaren, statt sie sauber und professionell abzuschneiden.

Bei einem reinen, fachgerecht durchgeführten, Spliss-Schnitt verlierst Du übrigens auch kaum bis gar nichts an Haarlänge  ... mehr beschnitten werden muss erst dann, wenn man zu lange wartet und sich der Spalt in den Haaren nach oben in die Haarlängen erweitert.

Was sehr viele Menschen falsch machen, fängt oft schon dabei an, WIE
sie die Haare waschen und wie sie dann auch noch mit nassen Haaren
umgehen.

Aber es gibt ja sowas wie einen "Fahrplan" gegen die häufigsten selbst generierten "Spliss-Ursachen" und es ist kein wirkliches "Geheimnis", dass sich z.B. stets geschmeidige Haarspitzen weniger schnell schon beim geringsten Anstoßen oder bei der geringsten Reibung gleich wieder spalten.

Weder irgendwelche Anti-Spliss Produkte können wirklich dafür sorgen, noch Haarspülungen, etc. . . denn diese Produkte verkleistern die Haare lediglich mit Silikonen und/oder Silikon-Ersatzstoffen wie z.B. Polyquaternium (in den meisten sogenannten als "silikonfrei" beworbenen Chemieprodukten enthalten).

Schon alleine die wichtigen, täglichen Bürstenstriche und dazu noch
eines der 4 reinen Naturöle, die optimal für Haarspitzen geeignet sind,
sorgen für deutlich mehr Geschmeidigkeit, können pure Weichmacher
(Spülungen) überflüssig machen und geschmeidige Haarspitzen spalten sich
weniger rasch bei den kleinsten Berührugen, Reibungen, etc.

Mehr zu den Bürstenstrichen und den Ölen weiter unten.

Immer daran denken, dass Haare zwar "tote Hornschicht" sind und Horn eigentlich ein recht robustes Material ist, aber

1. sind Haare sehr dünn/fein
2. sind Haare in nassem/aufgequollenem Zustand extrem "verletzbar"

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut
gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Natur-Kamm vorsichtig/sachte durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss. Deshalb
empfiehlt sich auch spätestensab Schulterlänge die Haaransatzwäsche,
die dem Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser
erspart.

Für das Verdünnen und die Haaransatzwäsche sind grundsätzlich
ausschließlich hochwertige Shampoos geeignet, die auch wirklich sowohl
richtig gute waschaktive Substanzen enthalten als auch echte,
konzentrierte Wirkstoffe. Durch das Verdünnenrelativiert sich aber auch
automatisch wiedet der Kaufpreis und viele hochwertige Naturshampoos
sind dann durch diese Anwendung in den effektiven Kosten plötzlich noch
günstiger als viele Chemieshampoos, die auf billigen Industriereinigern
und gesundheitsschädlicher Chemie basieren.

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für 8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)
weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos,
fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care, O'right, Sanoll, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w. . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz (ist zwar auch 100% natürlich, kann aber in wenigen Fällen zu
Kopfhautjucken führen - deshalb haben wir auch auf MARIAS umgestellt).
Es gibt mittlerweile viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch
sehr viele herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht nur von denen
aus Drogerien und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul
Mitchell, Redken, Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen
"Heiligenschein" mehr).

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Zusätzlich (und eigentlich grundlegend) sorgen logischerweise auch die täglichen Brüstenstriche für geschneidiges Haar .... seitdem zig Millionen
Menschen denken (weil es die Werbung ja sagt), Chemieshampoos und
Spülungen hätten wirklich etwas mit Haarpflege zu tun, sind solche
Basics leider etwas "aus der Mode geraten" ... auch wenn gerade die
täglichen Bürstenstriche .... richtig durchgeführt .... den meisten
unserer Kundinnen haufenweise Produkt(e) ersparen.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR. Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die Bauweise
der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen kannst und
so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem entfällt
so die "Hebelwirkung" mit dem Anfassen am Griff und somit geht das bei
50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig! Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

Mit reinen Naturölen lassen sich Haarspitzen selbstverständlich
zusätzlich absolut geschmeidig halten und je geschmeidiger die
Haarspitzen sind, desto weniger schnell spalten sie sich bei den
geringsten Berührungen und/oder Reibungen.

Die 4 für die Haarspitzen optimal geeigneten, reinen Naturöle sind: Macadamiaöl, Mandelöl. Jojobaöl und Arganöl.

Jetzt könnte man sagen "Öl ist doch gleich Öl, denn Ole sind de facto
nichts als Fette  . ..   aber unterschiedliche Fette/Öle haben z.B.
auch unterschiedliche Gewichte und die vier genannten Öle gehören im
gegensatz zu Olivenöl, Kokosöl, etc. schlicht und einfach mit zu den
leichtesten Ölen und beschweren dadurch eben die Haarspitzen nicht
unnötig zusätzlich.

Haare, deren Pflege und der Umgang mit Haaren  ... all das hat in der
Basis schlicht und einfach mit Biologie und Physik zu tun. 

Wirklich sinnvolle, wirksame, nachhaltige und effiziente Haarpflege fängt nicht
mit irgendeinem Shampoo an und schon gar nicht mit irgendwelchen
Chemie-Shampoos . . . und Spülungen sind auch nur Kämmhilfen.

Toi toi toi und ich drück' Dir die Daumen für schönes, gesundes Haar.

Antwort
von urs53, 9

Da hilft nur Spitzen grosszügig schneiden. Ist leider so

Antwort
von REKiZZ, 12

Hausmittel bringen da gar nichts .

Ist kein Wunder das du Spliss hast wenn du deine Haare aufblondiert hast und dann wieder gefärbt in der kurzen Zeit .

Am besten einmal in der Woche eine Maske für trockene Haare auftragen .

Und mindestens ein halbes Jahr nicht färben .! 

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