Frage von Stefffelew, 115

Hauskauf mit privater Ratenzahlung was passiert im Falle der Insolvenz (Käufer)?

Hallo ihr lieben,

ich habe folgende Frage und hoffe ihr könnt mir weiter helfen. Ich bin seit 1 Jahr und 3 Monaten selbständig als Handwerker. Zur Existenzgründung wurde ein Kredit von 15000,-€ aufgenommen und ein Fahrzeug geleast dies war gedacht für einen mehrjährigen Auftrag der letztendlich doch nicht zustande kam(das ist eine andere lange Geschichte). So nun muss ich monatlich 450,-€ von diesem Kredit abzahlen und 450,-€ Leasing Wagen. Somit muss ich allein dafür 900,-€ mtl. verdienen und obwohl die Firma gut läuft ist es für mich extrem schwer das alles zu bezahlen. Den Leasing Wagen musste ich bereits abgeben und habe eine Schadensersatz Forderung von 10000,-€ bekommen . Beim Kredit sind mittlerweile auch 2 raten offen. Ich war bereits beim Schuldnerberater und dieser sagte mir ich solle über eine Insolvenz nachdenken und das tuhe ich.

Nun bin ich Anfang Januar mit meiner Verlobten in ein schnäppchen Haus gezogen (45000) welches wir monatlich mit Raten von 400,-€ an den Besitzer abzahlen.Die Stallungen dienen mir zusätzlich als Betriebsstätte und Lager. Es ist ein privater Ratenkauf und der Kauf wurde notariell beglaubigt, der Besitzer bleibt solange Eigentümer bis alle Raten bezahlt sind, erst danach geht es in meinen Besitz über. Nun ist natürlich meine Frage was passiert in der Insolvenz muss ich aus dem Haus ausziehen ? Mit dem Besitzer habe ich ein gutes Verhältnis und für ihn würde nichts dagegen sprechen.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Beste Grüße

Antwort
von wfwbinder, 79

Das kann man nach Deinem Sachverhalt nicht sagen.

1. Wer ist Käufer? Du, Deine Verlobte, Ihr Beide?

2. Wie erfolgt die Sicherung Eurer Zahlungen?

3. Habt Ihr eine Auflassungsvormerkung?

Was mich wundert ist, dass es einigermaßen läuft, aber Du mit Raten von 900,-  Euro probleme hast. Wenn Du seit einem Jahr und 3 Monaten tätig bist, hast Du ja ca. 4.-4.500,- Euro vom Kredit abgezahlt.

Hast Du Dir mal Rat bei einem Berater geholt? Deren Arbeit wird subventioniert. Ich denke bei Euch gibt es Lösungen.

Kommentar von Stefffelew ,

Wir sind beide Käufer gehen aber auch beide in die Insolvenz da wir beide zur Firma gehören.

Zahlung per Überweisung an Verkäufer

Auflassungsvormerkung haben wir 

Die Zahlungen waren auch kein Problem, allerdings sind dann 2 unserer Kunden Zahlungsunfähig geworden und da durch hatten Miete Nahrungsmittel etc. erstmal Vorrang da dadurch einiges liegen blieb mussten wir alles nach und nach zurückzahlen was sich irgendwann so hoch türmte das wir es nicht mehr schafften.

Wir waren bereits beim Insolvenzberater allerdings konnte dieser uns in der Sache mit dem Haus nicht wirklich weiterhelfen.

Antwort
von peterobm, 67

Die Insolvenz wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ob der Hauskauf nicht zu unüberlegt war? Die Raten müsstest mit deiner Händearbeit stemmen können. Kredite nicht bedient, Leasingvertrag geplatzt

obwohl die Firma gut läuft ist es für mich extrem schwer das alles zu bezahlen

sieht Zahlen mässig aber nicht so aus. Paar Posten hast vergessen; KK-Beiträge, Miete,  Nebenkosten, zum Essen brauchst auch was; wohnen auch u. sämtliche weitere Ausgaben, die Erwirtschaftet werden müssen. 

Ob du das Haus halten kannst, kann erst bei vollständiger Analyse bewertet werden.

Antwort
von Stefffelew, 58

Danke schonmal für eure Antworten. 

Nun klar sind 900,-€ in dem Sinne vielleicht nicht viel, nur kommen natürlich ebenfalls private Ausgaben dazu und da ich keine Mitarbeiter habe ist natürlich auch irgendwann nicht mehr an Einnahmen drin. Anfangs wurde ja auch immer alles bezahlt, als dann aber eine Kundin eine Rechnung von 4500,-€ nicht bezahlt ist einiges an Rechnungen liegen geblieben.

Als ich das Geld für die offenen Raten wieder drin hatte, wollte der Leasinggeber nicht mehr und ich musste den Wagen abgeben, die Bank lässt sich ebenfalls auf keine Raten Reduzierung ein.

Das Haus haben wir gekauft da wir unsere Kosten reduzieren wollten die alte Wohnung kostete 700,-€ Miete + Strom Heizung usw. was in unserer Region leider mittlerweile Standard ist.

Also die Raten fürs Haus von monatlich 400,-€ wären immer noch wesentlich weniger als für eine Wohnung und es wäre auch kein Problem diese 400,-€ zu verdienen. 

Was mich momentan halt nur sehr beschäftigt ist ob es in der Insolvenz Probleme gibt bzw. wir ausziehen müssen. 

Im Vertrag ist nichts zur Insolvenz vermerkt. Der Eigentümer kann uns räumen lassen wenn wir mit ich glaube 2 Raten im Verzug sind. Ich weiß ja nicht ob in der Insolvenz solche Verträge Ihre Gültigkeit verlieren, denn laut Vertrag kann uns ja erst was passieren wenn wir Raten offen haben. 

Antwort
von Royce, 54

Ziemlich spezieller Fall mit eurem "Deal".
Also Besitzer des Hauses bsit du schon, du meinst wohl Eigentümer.
Das ist aber tatsächlich ne interessante Frage, ob das Haus im Falle einer Insolvenz mit in die Insolvenzmasse fällt.
Am besten lässt du dich beim zuständigen Insolvenzgericht mal beraten

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