Frage von chick,

Hausisolation. Sockel. --> Materialien?

Hallo, Da unser Handwerker kurzfristig abgesprungen ist und Winter vor der Tür steht, wollen wir den Haus-Sockel nun selber in Angriff nehmen. Nun ja...scheinbar gibt es da 1000 unterschiedlich Meinungen, was die Materialien-Auswahl betrifft. Ich zähl mal auf, was mir bis jetzt empfohlen wurde und bitte Euch mich ggf. zu verbessern! 1. Zement (um Wandunebenheiten auszugleichen) evtl. angemisct mit Zeresit(?) damit`s Wasserdicht wird 2. Betumen 3.Sterodur-Platten 4. Putzgewebe 5. Aussenfassadenputz 6. Alu-Leiste für die Oberkante 7. Drainagen-Rohr 8. Flies

Würdet Ihr das anderes machen? Wie ist es am besten? Muss die "Einkaufs-Liste" bis Samstag fertig haben...

Vielen Dank

Antwort von Neuergast,
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Hallo,grundlegend den Mauersockel bis auf das Fundament von Erde abschachten und Lufttrocknen. Erst dann lockeren beschadeten Putz entfernen und Putzfläche mit Sandzement egalisieren.Hat das Mauerwerk eine horizentale Feuchtesperre, dann ist die gesamte Mauer bis dorthin erst mit Kaltanstrich/ Bitumbindemittel danach mit Dickschichtbitum zu spachteln.Um die Beschichtung zuschützen eine Folie vorspannen und Noppenbahnen anlegen. Dann die Erde wieder dran nicht ganz bis Oberkante, da zu Schluss vorteilhaft ein Streifen mit Grobkies und Gehwegabgrenzung den Abschluss bilden. Oberhalb die Noppenbahn mit Maueranschlussleiste befestigen. Hierauf den Unterputz o. Styropurplatten,Sockelsteine u.s.w. ankleben.Steht der Sockelaufbau über den oberen Flächenbputz sollte eine Wetterleiste das Regenwasser vor dem Sockel ableiten.Steht der obere Flächenputz vor, genügt eine gerade Abschlusskante.

Antwort von roberval,
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ich würde da grundsätzlich genauso im ablauf vorgehen, aber eventuell ist es zu überlegen, die bereits armierten (beidseitig beschichteten) styrodurplatten zu verwenden. durch die beschichtung lassen sie sich gut kleben und auch die außenfläche ist dann ( gerade im sockelbereich)besser mechanisch belastbar.

Antwort von bauteufel,

Wollt ihr ein WDVS-System anbringen ?

Bei der Abdichtung unbedingt nur zugelassene Komplettsysteme eines Herstellers verwenden, z.B. Remmers Dick 2000. Untergrundvorbereitung und Verarbeitung des Materials entsprechend den Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers.

Aufkleben der Sockeldämmung aus zugelassenen XPS-Platten (extrudiertes Polistyrol)z.B. von Schwenk mit entsprechendem Bitumenkleber.

Verputzen des Sockels bis knapp unter Oberkante Gelände mit Gewebespachtelung und zugelassenem Oberputz. Details und Verarbeitung nach Richtlinie des ausgewählten Herstellers. Ggf. erdberührte Bereiche nochmals zusätlich abdichten. Schutz vor Beschädigung durch Noppenfolie mit Vlies.

Bist du dir sicher, daß du das in Eigenleistung hinbekommst ?

Kommentar von chick,

...klar! ;-) die Materialien-Lieferung ist bereits angekommen... alles vom Fachmann zusammengestellt.

Antwort von denecke,

Nochmal die Frage? Nochmal die Antwort:

Ich gehe mal davon aus, dass der Sockel teilweise erdberührt ist und abgedichtet werden soll. Also müssen alle losen Teile runter, das Mauerwerk gereinigt und der Untergrund egalisiert werden. Dann kommt eine Abdichtung ausgerichtet nach anliegendem Lastfall (Sickerwasser, aufstauendes Sickerwasser, drückendes Wasser) darauf, meistens Bitumendickbeschichtung. Dann Vlies, evtl. Dämmung, dann verspachteln und mit einem Sockelputz versehen. Abdichtung und Sockelputz müssen überlappend unterfahren werden. Klingt komisch, ist aber so.

Für diese Arbeiten gibt es Firmen, welche sich bei der Ausführung an der DIN 18195 Teil 1-6 orientieren sollten. Dies sind eigentlich keine Arbeiten, die selbst ausgeführt werden sollten, da hier die Grundmauern des Hauses betroffen sind. Macht man es falsch, kann man den Schaden verschlimmern. Und das falsch sanierte Objekt DANN richtig sanieren wird aufwendig und teuer.

Also sollte man vielleicht jemanden daran lassen, der sich damit auskennt. Stichwort: Bauwerksabdichtung, Bautenschutz

Antwort von Wolfgangm101,

hier ist eine Ferndiagnose schwer. Am besten, du holst dir einen Architekten oder Bauingenieur (ggf befreundetet...) dazu. Die können dir da sicherlich den besten Rat geben...

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