Meine Freundin erwägt eine Hausgeburt, weil sie so Angst vor Krankenhäusern hat. Denkt Ihr, dass das eine sinnvolle Alternative ist oder ist das zu gefährlich?
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wenn keine komplikationen vorauszusehen sind und sie eine gute hebamme an Ihrer seite hat, spricht nichts dagegen

geht auch aber wie wäre es mit einem Geburtshaus?

Es ist durchaus eine sinnvolle Alternative. Die Hebammen gehen sowieso kein Risiko ein und würden eine Mutter , deren Entbindung ein Risiko darstellt, nicht zu Hause entbinden. Also wenn die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft , steht einer Hausgeburt nichts im Wege.
Eine Alternative zur Hausgeburt ist meiner Meinung nach auch die Entbindung in einer Hebammenpraxis/Geburtshaus. Deine Freundin soll sich so ein Geburtshaus mal angucken.
Wenn keine Risikoschwangerschaft vorliegt: wieso sollte das gefährlich sein?

Sofern eine Hebamme kommt und es keine Risikoschwangerschaft vorliegt bin ich da für.
Früher haben die Frauen ihre Kinder auch zuhause gekriegt,

Wenn Die Schwangerschaft normal verläuft und es kein Risko in Aussicht ist spricht alles dafür . Alles Liebe und Gute !
Hab schon von vielen Frauen gehört, die das wirklich toll fanden. Vorausgesetzt natürlich immer, dass der Arzt im Vorfeld sein ok gibt und auch die Hebammen keinen Hinderungsgrund sehen.
Ich hätte bei der 1. Geburt zu viel Angst gehabt-schnell nen Kaiserschnitt oder Schmerzmittel kriegen, geht zu Hause eben nicht.
Ausserdem, ehrlich-es wäre mir eine zu große Sauerei.. weiß immer noch nicht, wer bei Hausgeburten hinterher sauber macht ;o)) deshalb denke ich bei einer weiteren Geburt eher über ein Geburtshaus als eine Hausgeburt nach, auch wenn meine Hebamme meinte, das nächste solle ich zu Hause bekommen ;o)

Wenn sie eine gute Hebamme und einen schnellen Arzt hat, kann das eine Alternative sein. Vile Frauen gebären auch in Geburtshäusern, meine Schwester (3 Kinder) schwört darauf, vielleicht wäre das auch eine Alternative für deine Freundin? Für mich persönlich wäre das allerdings nichts, ich war froh, daß im Falle eventueller Komplikationen beim Kind eine Kinderstation im Krankenhaus war

Wenn die Schwangerschaft normal verläuft, sehe ich darin auch kein Problem. Deine Freundin sollte eine gute Hebamme haben, der sie vertraut. Diese kann dann auch vor Ort beurteilen, ob es nicht doch besser wäre, jetzt mal schnell den Krankenwagen zu rufen...
Ganz abgesehen davon: Deine Freundin sollte sich mal die Geburtsstation in einem Krankenhaus ansehen - das ist mit dem üblichen KH-Betrieb gar nicht vergleichbar.
Manchmal braucht man Zahlen um sich überzeugen zu lassen. Es gibt Statistiken dazu, die nicht von Hebammen gemacht werden. In den Texten ist ein Link zu QUAG. Nur für den Fall dass so etwas wichtig sein sollte http://www.hebamme4u.net/geburt/geburt-ausserklinisch/hausgeburt1.html
Wieso "Angst vor Krankenhäusern" ? Nun, eine Beurteilung steht mir nicht zu, aber ich rate generell von der Hausgeburt ab. Selbst wenn die Hebamme und der örtliche Arzt noch so gut sind (wovon ich sogar ausgehe) - bei Komplikationen besteht einfach das Problem, dass der Weg ins nächste Krankenhaus dann sehr weit sein kann. Das beginnt schon damit, dass es dauern kann, bis der geeignete Rettungswagen kommt. Persönlicher Tip: Vorher in Ruhe die in Frage kommenden Krankenhäuser anschauen, eventuell versuchen, dass die "gewohnte" Hebamme mitkommen kann ... oder, oder oder.
Um nicht missverstanden zu werden: Es gibt auch Berichte über Entbindungen in Krankenhäusern, die nicht optimal gelaufen sind, aber in der Regel ist es schon beruhigend zu wissen, dass im Notfall (der hoffentlich nicht eintritt) schnell eine geeignete Maschinerie in Gang kommt.

Wenn die Schwangerschaft ohne große Komplikationen verlaufen ist, ist das OK. Es gibt in größeren Städten aber auch "Geburtshäuser". Die haben dann nicht so den Klinikcharakter.
Es gibt keinen Grund, von einer Hausgeburt abzuraten, sondern viele Gründe, zuzuraten. Das Argument, im Notfall sei kein Arzt zur Stelle, kommt meist von nicht informierten Menschen: Eine Hebamme wird sehen, wann ein Notfall sich ankündigt und wird Mutter und Kind lange vorher ins Krankenhaus verlegen.
Die Gefahr, dass im Krankenhaus gehetztes, übermüdetes, ggf. sogar für natürliche Geburten nicht ausgebildetes Personal den natürlichen Geburtsprozeß unterbricht und so einen Notfall erst produziert, ist wesentlich höher. Der dann folgende Kaiserschnitt ist ein chirurgischer Eingriff mit einer höheren Komplikations- udn Sterblichkeitsrate bei Mutter und Kind.
Das Neugeborene wird im KH einer Menge Keime ausgesetzt. Statistiken zeigen, dass KH-Kinder häufiger schon in den ersten Wochen erkranken. Auch die Still-Unterstützung ist in den KHs meist schlechter, die Hebammen haben nicht die Zeit und die Ärzte sind nicht dafür ausgebildet. Zudem wird häufig das Bonding in der ersten Stunde unterbrochen, d.h. das Kind von der Mutter getrennt, weil der Zeitplan eben JETZT die Routineuntersuchung vorsieht.
Es gibt einen guten, informativen Film zu der Frage: http://www.thebusinessofbeingborn.com/
Insofern: Krankenhaus ist nicht unbedingt "sicher". Eine Hausgeburt ist eine sichere, kluge Alternative, wenn eine Frau sich mit dem Gedanken wohlfühlt. Ein Mittelweg ist das bereits genannte Geburtshaus.