Frage von Novi07, 948

Hausbau - Kosten, Massiv oder Fertighaus?

Hallo

wir haben uns entschieden zu bauen statt zu kaufen. Bei dem was wir an Häusern gefunden haben (ortsgebunden ist das nicht so einfach hier, gibt nicht viel auswahl) ist uns klar geworden das wir lieber bauen wollen statt noch Jahre zu warten bis das richtige dabei ist.

Ein Grundstück für den Hausbau haben wir (aus der Familie), dort steht derzeit ein altes "sehr renovierungsbedürftiges", für uns nicht passendes Haus (Aufteilung geht überhaupt nicht und Wände entfernen nicht mögl. da es immer die tragenden sind, Kosten für den Umbau ca. 190.000 - 200.000 das hatte meine Schwägerin bereits mal in Planung gehabt.) Wir würden das Haus abreißen lassen (der Keller soll bleiben - je nach Aufwand und Kosten evtl. erweitern) und neu drauf bauen.

Derzeit schauen wir Kataloge durch (Massa, Viebrock, Kampa) und wissen nicht mehr weiter.Wie erkenne ich einen guten Anbieter? Worauf ist zu achten? Und vor allem wie erkenne ich ob uns jemand veralbern will? Wir haben angst das die Kosten nachher den Rahmen sprengen, wir das aber erst zu spät merken.

Wie seit ihr das alles angegangen und wie lange hat alles am Ende gedauert (Planung, Bau bis zum Einzug.)

Wie viel habt ihr am Ende gezahlt bis zum Einzug? Wir wären 5 Personen und dachten an 130 m² - 150 m² (4 Schlafzimmer), ohne Keller (der wäre ja da) und ohne Grundstück (das gibt's aus der Familie umsonst). Klar das ich hier keine Antwort bekomme worauf ich "bauen" kann - ich suche erst mal nach "Richtwerten".

Ich würde mich über Tipps und Tricks freuen.

Danke im Voraus.

LG Novi

Antwort
von Hulalibu, 646

Schwierig. Habt ihr mal an eine Baubetreuung gedacht? Vielleicht kann man die mal zu Rate ziehen, damit die ein paar Tipps geben. Die müssten ja eigentlich am besten wissen, wie das alles läuft und was für Kosten auf einen zukommen. Man muss die Baubetreuung ja nicht gleich komplett beauftragen, sondern erstmal eine Meinung einholen (also falls das geht, ich kenne mich damit auch nicht so sehr aus). Es gibt ja auch eine Menge, die man beachten muss, sowas wie Standsicherheit, Schallschutz und Brandschutz zum Beispiel (steht hier: http://www.noe-gruppe.de/baubetreuung/) .

Beim Hausbau schwingt immer ein gewisses Risiko mit. Kann mir schwer vorstellen, dass mal bei einem Bauherren wirklich alles 100%ig nach Plan verlief. 

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg mit dem Hausbau, wenn es soweit ist :)

Antwort
von Thather, 703

Es ist schwierig, den richtigen Anbieter zu finden. Es gibt viele schwarze Schafe in dieser Branche.

Als erstes: Lasst Euch Zeit. Wenn jemand drängelt, bedeutet das Alarm. Künstlicher Engpass: Nur heute haben wir dieses Angebot, oder da ist einer abgesprungen..... Alles Verkäufertrickserei.

Ein seriöses Unternehmen wird euch ein gut ausgearbeitetes Angebot erstellen, in dem alle Gewerke aufgelistet sind.

Lasst euer Bauvorhaben evtl. von einem Bauberater begleiten. So jemanden findet Ihr über das Internet. Wenn die Bewertungen Stimmen lasst euch noch Referenzkunden nennen und sprecht mit denen.

Ich persönlich würde immer versuchen massiv zu bauen, aber das ist eine persönliche Meinung.

Kommentar von pharao1961 ,

Vorsicht mit Referenzlisten! Die sind handverlesen und bekommen für eine gute Auskunft auch noch Geld. Die unzufriedenen Bauherren erscheinen dort drauf NICHT!

Antwort
von Huflattich, 625

 Wir haben angst das die Kosten nachher den Rahmen sprengen, wir das aber erst zu spät merken.

Eine realistische Angst.Ein Haus bauen ist immer ein Abenteuer man bindet Geld auf Jahrzehnte hinaus und am Ende freuen sich die Kinder. Nun ja, das ist beim Erwerb von Eigentum wohl eh ein Hauptproblem, dass ich jemanden, der sich entschlossen hat zu bauen, nicht weiter auseinandersetzen muss . 

Ich würde aus Schadstoff - Gründen nie ein Fertighaus aufstellen lassen 

Die Wände sollten mMn massiv gemauert werden. Am besten ist es ein Haus zu finden das fertig ist .Einfach aus dem Grund da man nie weiß was für ein Bau-Pfuscher da am Werk ist. 

So habe ich von Viebrook gutes wie auch schlechtes gehört, obwohl die Musterhaus - Siedlung einen wirklich guten Eindruck macht . 

Hört und schaut  Euch einfach um, ob die Menschen die ein Haus gebaut haben, dass euch gefällt zufrieden sind. Auf diesen Bauunternehmer könnt dann auch "ihr bauen". Schlüsselfertigbau ist mMn .das Beste was man kaufen kann, aus dem einfachen Grund  da die Kosten gedeckelt sind - es sei denn man schmeißt während der Bauphase alles um (andere Fliesen, andere Armaturen,andere Türen, etc.) .   

Ich würde heute nicht mehr kaufen oder bauen.,Kann aber auch verstehen das man "was eigenes" haben will - nur, ist es auch wirklich - sein eigenes ?.Meist gehören 2/3 der Bank. Man schränkt sich für das Haus ein .Kommt so ein Bau in die Jahre will ihn eigentlich niemand mehr haben Reparaturen häufen sich - nun ja ihr wisst das sicher alles..... 

Viel Erfolg bei der Suche des Unternehmens das euer Haus baut.

Antwort
von DARKHalf, 785

Ich glaube es kommt ganz auf das Haus an das ihr bauen wollt. Massivhäuser können teurer oder billiger als Fertighäuser sein. Das kommt ganz auf die Umstände und die Situation vor Ort an. Die Kosten für beide Varianten sind meist recht ähnlich. Ein wirklich großer Vorteil vom Fertighaus ist allerdings dass man meist innerhalb von ein oder zwei Wochen nach Start des Baus einziehen kann.

Grundsätzlich müsst ihr aber folgendes Bedenken: Die Abrisskosten für alte Häuser können ein großes Loch in der Kasse hinterlassen. Du musst nämlich den Abriss und die Entsorgung bezahlen. Das kann mal eben 20000€ oder mehr Unterschied machen.

Da ihr einen vorhandenen Keller nutzen wollt, kann das bedeuten dass ihr beim Fertighaus evtl. sparen könnt. Allerdings muss dennoch ein Fundament hergerichtet werden. Fertighäuser brauchen auch eine Fundamentplatte.

Gute Anbieter von Fertighäusern zu finden ist nicht ganz einfach. Ich würde an Eurer Stelle Wert darauf legen, dass jemand mit Euch vor Ort ist und das Gelände begeht und euch zu allem etwas sagen kann. Wichtig wäre auch zu schauen ob man mit Standardantworten abgefertigt wird oder ob individuell auf alles eingegangen wird. Hört Euch um wer in der Umgebung sonst noch fertig gebaut hat. Geht die Leute besuchen und schaut es Euch an und lasst euch berichten wie alles gelaufen ist. Lasst euch nicht von Billigangeboten locken. Es gilt immer der Grundsatz: Du bekommst wofür Du bezahlt hast. Schaut im Netz nach Erfahrungsberichten zu den Anbietern. Daran kann man schon mal sehen was auf einen zu kommt.

Ganz wichtig ist vor allem eines: Niemals die Komplette Summe vorab bezahlen. Mit dem Bauträger vereinbaren dass das restliche Geld erst bezahlt wird wenn ein unabhängiger Gutachter sein OK gegeben hat. Das gilt für Fertigbau aber auch für Massivhaus. Lasst Euch bescheinigen dass der Anbieter ausreichend versichert ist.

Und nicht vergessen: Bereitet euch auf das Schlimmste vor. Es kann alles gut gehen, es kann aber auch sehr böse enden. Seid für alles gewappnet und habt einen Plan parat falls etwas nicht läuft wie erwartet. Lieber 3 Monate mehr Miete Bezahlen als nachher kein Dach über dem Kopf haben. Plant am Besten finanzielle Reserven für doppelte Kosten ein wenn das möglich ist.

Antwort
von dietar, 559

Es gibt ein gutes Buch, das sich Bauneulinge unbedingt zulegen sollten:
"Leitfaden zum vernünftigem Bauen und Renovieren...." Erschienen im Interna-Verlag ISBN 978-3-939397-82-3.. Da erfährst du viele wichtige Dinge. So zum Beispiel, was bei einem Keller zu beachten ist, wie wichtig eine gute Drainage3 ist und wie man sie plant.. Wenn man den Text gelesen hat, macht einem kein Experte mehr etwas vor. Es räumt auf mit den Vorurteilen, Legenden und Märchen rund ums Bauen.
Was die Frage direkt betrifft, so sind Fertighäuser im Schnitt 10-20% billiger. QWer Wert auf absolute Schimmelfreiheit und erstklassige Wohnklima legt, der sollte sich mit Holz- und Fachwerkbau beschäftigen

Antwort
von schelm1, 580

Die Kosten halten sich die Waage. Beim Fertighaus sind Sie schneller eingezogen.

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