Frage von Glidda, 80

Haus zugesichert und dann doch nicht verkauft. Lohnt sich eine Klage?

Mein Mann und ich wollten über einen Makler ein Haus kaufen welches von der Hausbesitzerin zugesagt wurde. Es wurde bereits mit der Bank alle Kreditkonditionen ausgehandelt (zum Glück noch nicht unterschrieben)und ein Notartermin festgesetzt. Jetzt einen Tag vor Vertragsunterzeichnung erklärt uns der Makler,dass die Dame für mehr Geld an jemand anderen verkauft. Ich bin so wütend und würde dir Verkäuferin gern verklagen. Habe ich Chancen auf z.B. Schadensersatz?

Antwort
von marcussummer, 80

Regelmäßig nein. Nach §311b BGB ist die notarielle Form regelmäßig konstitutiv für die Wirksamkeit eines grundstücksbezogenen Geschäftes. Bevor diese Formvorschrift erfüllt wurde, kann sich der Kaufinteressent normaler Weise nicht auf Vertrauensschutz gegenüber dem Verkäufer berufen und auch keinen Schadensersatz bei anderweitigem Verkauf fordern.

Antwort
von DerHans, 69

So lange der Vertrag nicht unterschrieben ist, ist alles offen. Wenn der Verkäufer einen besseren Preis erzielen kann, ist er keineswegs gebunden.

Antwort
von schelm1, 53

Verträge über Grundstücke und Grundstücksgleiche Rechte bedürfen der notariellen Verinbarung. Alle anderen Abreden bewirken keinen Anaspruch auf dingliche Erfüllung.

Sie können noch mehr bieten und schon sind Sie evtl. wieder am Zuge!

Antwort
von jonas50, 61

Chancen auf Aufwendungsersatz bestehen meines Erachtens durchaus aus sogenannt vorvertraglichem Verschulden (auch culpa in contrahendo bezeichnet), geregelt in § 311 BGB i.V.m. §§ 280 I, 241 II BGB, wenn z. B. im Vertrauen auf den zugesagten Vertragsschluss etwas gemacht wurde, das Kosten ausgelöst hat (etwa Anreisekosten etc., zum Glück hier noch keine Finazierungskosten bei der Bank).

Kommentar von schelm1 ,

Da müßte der Fragesteller aber schon sehr greifbaren Schaden beweisen, um hier eine vage Aussicht auf Schadenerstazt abzuleiten. Sein Interesse am Erwerb reicht da bei weitem nicht aus!

Antwort
von mojo47, 61

wofür willst du schadensersatz bekommen? du hast doch nichts bezahlt und der kredit ist auch noch nicht unterzeichnet. wäre dir ein schaden dadurch entstanden, könnte man es versuchen, aber da müsstest du auch wieder geld für den prozess ausgeben. auch ein mündlicher vertrag ist ein vertrag, es kommt also darauf an, was für worte ihr gewechselt habt und wie hoch die befugnis des maklers war, würde ich behaupten. ich würde mir aber die energie, zeit und geld sparen und was anderes suchen...

Kommentar von lesterb42 ,

Und wer bezahlt den Notar für den Vertragsentwurf ?

Kommentar von mojo47 ,

na das steht so nicht in der frage. das ist unterschiedlich, man bezahlt u.U. erst nach erfolgreichem abschluss.

Antwort
von Kuestenflieger, 59

Mit der Rechtschutz Schadenersatz für ihre Aufwendungen vom Makler einfordern  . WENN sie schriftlich nachweisen können das der Makler sie als Käufer in seine Kartei aufgenommen hat .

Kommentar von lesterb42 ,

Grundstücksgeschäfte deckt keine Rechtsschutzversicherung ab. Ich lasse mich insoweit aber auch gerne eines anderen belehren.

Kommentar von Kuestenflieger ,

einwand akzeptiert , aber es gibt ja keinen immobilienwechsel . insofern geht es hier um das nicht akzeptierbare verhalten des maklerbüro , wenn nachweisbar .

um die finanzierung kümmert man sich normal erst nach vorvertrag !

Antwort
von webya, 55

Nein, erst der Vertrag beim Notar ist bindend.

Du hast ja auch keinen finanziellen Schaden erlitten, von daher kannst du auch die Verkäuferin nicht verklagen.

Kommentar von lesterb42 ,

Und der Notar ?

Kommentar von webya ,

Das wird schwierig.

Nicht das ihr für einen Anwalt noch zusätzlich Geld ausgebt. 

Antwort
von DerGeodaet, 33

Hallo,

da ein Grundstücksvertrag der notariellen Beurkundung bedarf ==> keine Chance.

Antwort
von kenibora, 37

Lass es bleiben, suche ein neues Objekt. Mit einer Klage hast Du keinerlei Chance, warum auch?

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