Haus von Eltern/Familie abkaufen, "Umgehung" Schenkungssteuer?

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8 Antworten

Egal wie man es dreht und wendet: es gibt keinen legalen Ausweg aus der Nummer. Bemessungsgrundlage für die Schenkungssteuer ist der Kaufpreis abzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Verkehrswert zuzüglich übernommene Schulden zuzüglich eingetragenes Wohnrecht.

Das Finanzamt schaut sich Verträge zwischen Angehörigen genau an. Bei diesen Beispielsbeträgen fällt das sofort auf. Hinzu kommt, dass Du als Steuerpflichtiger die Beweislast trägst. Das Finanzamt könnte also einfach den Verkehrswert Deiner Immobilie zu Deinen Ungunsten schätzen, wenn Du nicht kooperierst.

Die Eltern kostenlos weiter wohnen lassen, ist kein Problem. Es ist zwar ebenfalls schenkungssteuerlich relevant, aber nicht in vergleichbarer Höhe wie ein eingetragenes Wohnrecht.

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Das einfachste wäre zu sagen, dass ihr eine Tippgemeinschaft wart.

Ihr könnt ja so gespielt haben, dass jeder das monatlich/quartalsweise/... gibt, was er über hat und so verschieden große Anteile entstanden sind. In dem Falle würde ich aber einen Vertrag aufsetzen, wo die verschiedenen Anteile genannt sind wie 1/2 oder 1/20,... Ihr müsstet dann aber das Datum fälschen und so tun, als wäre es schon älter, was natürlich nicht ganz legal ist, immerhin tut ihr es nur, um Steuern zu sparen. Ohne Vertrag könnte es passieren, dass jemand gierig wird (das passiert selbst innerhalb der Familie) und mehr will.

Wenn du ein Haus stark über oder unter Marktwert (Kredit muss da eingerechnet werden, wenn er übernommen wird, ansonsten Wert für lastenfreies Haus) kaufst, dann könnten da schon Nachfragen entstehen. Meist muss ein Verdacht vorliegen, damit sie es prüfen, aber wer weiß was alles passiert. Wenn dann was auffällt, seid ihr wegen Steuerhinterziehung und Betrug dran.

Das Beste wird es also sein einfach die Steuer zu zahlen, auch wenn es ärgerlich ist wegen der Höhe (gerade bei nicht direkt Verwandten). Dann macht ihr immerhin nichts illegales.

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Kommentar von uhmdunnolol
27.05.2016, 11:10

Ja, die eigentliche Hauptfrage ist halt, was der Beweis für eine Steuerhinterziehung wäre...immerhin werden täglich Häuser zu Preisen verkauft, die alles andere als marktgerecht sind...

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In solchen Fällen sollte man immer seinen Steuerberater hinzuziehen. Nur er kennt deine genaue finanzielle Situation. Es macht keinen Sinn, sich auf Aussagen von Fremden im Internet zu verlassen.

Wenn du über solche Summen nachdenkst, müßte die Gebühr für einen Steuerberater übrig sein. Ein Notar muß sowieso wegen der Eigentumsübertragung hinzugezogen werden. Der Vertrag muß schließlich "wasserdicht" sein. Warum du deinen Eltern kein lebenslanges Wohnrecht ins Grundbuch eintragen lassen willst, erschließt sich mir nicht.

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Kommentar von uhmdunnolol
27.05.2016, 10:44

Weil das lebenslange Wohnrecht vom Finanzamt als geldwerter Vorteil als Schenkung angesehen wird, und somit mit Schenkungssteuer veranschlagt...und wir uns so nahe stehen, dass lebenslanges Wohnrecht sowieso garantiert ist

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Wenn du Geld von deinem Gewinn abgeben möchtest, dann war es doch eigentliche eine Spielgemeinschaft, oder? Der Gewinn ist für alle Teilnehmer der Spielgemeinschaft steuerfrei und die Anteile können auch unterschiedlich hoch ausfallen.

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Kommentar von uhmdunnolol
27.05.2016, 10:46

Ja die Idee kam mir auch schon, aber bei einem Spielschein der mit 6 Euro gespielt wurde, insgesamt 10 Leute(Familie, zu beschenken) eintragen zu lassen, ist dann doch etwas unglaubwürdig

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wenn du das haus kaufst musst du mit 10% kaufnebenkosten rechnen... warum leihst du deiner vewandschaft nicht einfach geld, zinsfrei mit minimaler abzahlungsrate?!?

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Kommentar von uhmdunnolol
27.05.2016, 10:40

Grunderwebssteuer wäre 5% und Maklergebühr fällt logischerweise weg, Notar maximal nochmal 1,5%....und 6,5% sind besser als 30% Schenkungssteuer

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Hallo,

Du müsstest schon genau definieren wem du das Haus abkaufen möchtest.

Ich gehe jetzt mal von Eltern aus: 

Wert des Hauses: 300.000,00 €

Kaufpreis: 600.000,00 €

Ob du die Raten fürs Haus übernimmst oder das Darlehen aus dem Kaufpreis ablöst dürfte für die Steuerfrage keine Rolle spielen. Aber Achtung: es könnte eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen.

Der Freibetrag für Eltern liegt bei 20.000 €.

Der Betrag der zuversteuern wäre beträgt also 280.000 €.

An Steuern fallen 20% also 56.000,00 € an.

Eine Grunderwerbsteuer fällt bei Verwandten in gerader Linie nicht an.

Die Notarkosten dürften bei Kaufvertrag und Übertragungsvertrag etwa gleich hoch sein.

ich hoffe meine Antwort ist hilfreich.

LG Shannaragm 

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Kommentar von uhmdunnolol
28.05.2016, 12:57

naja das weis ich schon alles...die frage ist ja eher, wer bestimmt was das haus wert ist...immerhin gehen häuser tagtäglich zu abstrusen preisen über den tresen....

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Kommentar von shannaragm
29.05.2016, 14:47

Schlimmstenfalls fordert das Finanzamt ein Gutachten.

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Kaufen kannst du doch was du möchtest , auch wenn Schulden darauf sind und was du mit deinem Eigentum machst ist deine Sache. Ihr müsst nur einen Kaufvertrag machen und mit der Bank wegen der Schuldnerübernahme reden.

Wenn du es ihnen aber zurückschenken möchtst, wird man um die Schenkungssteuer nicht herrumkommen, das kann dir aber sicher ein Notar oder Anwalt sagen.

Was ist so verkehrt an Mietfreien Wohnrecht?

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Kommentar von uhmdunnolol
27.05.2016, 10:47

Weil das lebenslange Wohnrecht vom Finanzamt als geldwerter Vorteil als Schenkung angesehen wird, und somit mit Schenkungssteuer veranschlagt...und wir uns so nahe stehen, dass lebenslanges Wohnrecht sowieso garantiert ist

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Diese Frage so zu stellen finde ich schon daneben. Weil es hier klar ist: Da versucht man eine Steuerhinterziehung. Ob es dann rechtlich eine ist oder nicht, da will ich mir gar keine Gedanken machen.

Dazu kommt, dass eine Menge Möglichkeiten gibt, wie man Dinge bewerten kann. Also ob Geld, Immobilie oder Rente geschenkte wird. Sogar über Unternehmensbeteiligungen kann man nachdenken.

Aber das ist eine Beratungsfrage an einen Steuerberater.

Charakterlich finde ich solche Gedankengänge wie von Dir einfach nur 6 Minus.

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Kommentar von shannaragm
28.05.2016, 08:00

Das ist bei Notar und Steuerberater Alltag und vollkommen legal. Hat mit Steuerhinterziehung nichts zutun.

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