Frage von Remo9999, 37

Haus versteigern?

Ich möchte mein Haus zum verkauf anbieten. Dazu würde ich eine Seite einrichten in der das Haus z.B. für 500.000 Euro angeboten wird(Verhandlungsbasis). (Das wäre weit über dem Wert des Hauses) Der Kaufpreis bzw. der Verhandlungspreis würde jede Stunde um 1000 Euro sinken. Und der Erste der zuschlägt bekommt das Angebot. Gibt es dabei ein Risiko?

Angenommen das Haus wurde auf 240.000 Euro geschätzt, und der Preis fällt auf 100.000. Dann bin ich nicht verpflichtet das Haus zu dem Preis zu verkaufen oder? Es handelt sich ja um VHB!

Antwort
von Hugito, 7

Solche "Versteigerungen" von Immobilien sind rechtlich nicht bindend. Es sei denn jeder Bieter würde sein Gebot per notariell beurkundeter Erklärung abgeben. Du müsstest dein Angebot übrigens auch notariell beurkunden lassen.

Da diese Versteigerungen vom Markt nicht ernst genommen werden und nur als Spielerei angesehen werden, funktionieren sie nicht. Am Schluss macht man sich als Verkäufer nur den Preis damit kaputt. Denn wenn der spielerische Preis mal unter einen realistischen Verkehrswert der Immobilie gefallen ist, wird kein echter Kaufinteressent mehr einen höheren Preis bieten.

Suche lieber einen guten Immobilienmakler der das Haus vernünftig verkauft. Dann hast Du mehr davon. Z.B. www.verkaufen-makler.de Man sollte mit seinem Vermögen nicht spielen, sondern die Gesetze des Marktes beachten. Da ist eine Provision gut investiertes Geld.

Antwort
von MayersBert, 25

Wenn du tatsächlich so eine Seite machen solltest, dann wäre ein Zuschlag auch unter deiner Preisvorstellung bindend.
Andersrum möchtest du ja auch nicht, dass jemand 300000 bietet und er es sich dann ein paar Tage später anders überlegt.

Im weiteren Sinne ist das was du beschreibst eine Rückwärtsversteigerung und keine Verhandlungsbasis.

Rechtssicher wirst du so eine Seite meiner Meinung nach sowieso nicht hinbekommen.

Kommentar von Remo9999 ,

Nein, wieso? Wenn ich eine dynamische Anzeige mache, bei der der VHB Preis stetig fällt, dann bin ich nicht verpflichtet das Haus auch zu  dem VHP Preis zu verkaufen. Wenn jemand eine Anzeige macht wie "500 Euro VHB" für einen Gartenhäcksler, so kann es sein dass er Anbebote zwischen 200 und 600 Euro bekommt. Dann ist er nicht verpflichtet dieses Teil für 500 zu verkaufen. VHB heisst, es kann nicht nur runter, sonder auch raufgehandelt werden!

Kommentar von MayersBert ,

Das sehe ich nicht so. Selbst wenn es theoretisch möglich wäre mehr zu bieten, wird das bei der Angabe eines Preises als VHB niemals jemand tun. 

Es ist so Usus, dass der Käufer unterhalb der VHB weiterverhandelt und man sich unterhalb einigt. Hab noch niemals jemanden über VHB bieten sehen oder davon gehört.

Antwort
von Centario, 18

Wenn der Bieter nicht verpfichtet ist das haus nach einer Besichtigung zu kaufen brauchst du auch nicht unter Wert zu verkaufen. Solltest du in den Bedingungen angeben.

Antwort
von chanfan, 19

Ich sag´mal so:

Anwalt aufsuchen und den das Regeln lassen.

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