Frage von Oguzhan89, 102

Haus verkauft, Steuern?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Wandkosmetiker, 95

Ich hoffe das hilft weiter.
Welche Steuern fallen beim Hausverkauf an?

Beim Verkauf eines eigengenutzten Hauses fallen lediglich die Grunderwerbsteuer sowie die Umsatzsteuer auf Notarkosten und gegebenfalls Maklergebühren an. Bei Nichteinhaltung der Hausverkauf Spekulationsfrist bei vermieteten Objekten sind zusätzlich auch die Veräußerungserlöse zu versteuern. Gewerblicher Grundstückshandel löst eine Gewerbesteuer- und Umsatzsteuerpflicht aus.
1. Versteuerung des Veräußerungsgewinns bei Verkauf einer einzelnen Immobilie

1.1 Privatvermögen oder Betriebsvermögen?

Zunächst ist zu klären, ob eine verkaufte Immobilie zum Betriebs- oder zum Privatvermögen gehört.
a) Immobilien im Betriebsvermögen
Veräußerungsgewinne, die beim Verkauf zu einem Betriebsvermögen gehörender Immobilien erzielt werden, sind stets steuerpflichtig. Als Bestandteile des Betriebsvermögens gelten Grundstücke, die einem Gewerbebetrieb oder einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gehören oder aber überwiegend gewerblich genutzt werden.
b) Immobilien im Privatvermögen
Bei Objekten im Privatvermögen kommt es darauf an, ob die Immobilien fremd- oder eigengenutzt werden:
1.2 Fremdgenutzte oder eigengenutzte Immobilie?

Keine "Spekulationsfrist" bei EIGENgenutzter Immobilie
Die 10-Jahres-Frist ("Spekulationsfrist") gilt bei eigengenutzten Immobilien NICHT. Ein Veräußerungserlös bleibt bei selbstgenutzten Objekten steuerfrei. Voraussetzung ist allerdings nach § 23 Absatz 1 Nummer 2 Satz 3 EStG, dass die Immobilie im Verkaufsjahr sowie in den zwei voraufgegangenen Kalenderjahren durch den Eigentümer ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde.
Erfolgte die Errichtung der Immobilie innerhalb dieses Zeitraums, so muss der Eigentümer die Immobilie seit ihrer Fertigstellung ununterbrochen bewohnt haben. Die Wohnung darf zwischenzeitlich nicht vermietet worden sein.
Als Eigennutzung zählt die Nutzung durch den Eigentümer, seinen Ehe- oder Lebenspartner oder die kindergeldberechtigten Kinder. Wenn die Kinder jedoch Miete zahlen, gilt die Immobilie nicht als eigengenutzt.
Die Nutzung durch andere Verwandte genügt den Hausverkauf Finanzamt Anforderungen für eine Eigennutzung nicht.
Verkauf FREMDgenutzter Immobilie: Wann steuerfrei?
Werden fremdgenutzte (vermietete) Objekte veräußert, so kommt es hinsichtlich der Frage, ob ein Veräußerungsgewinn steuerfrei ist, gemäß § 23 Absatz 1 Nummer 1, § 22 Nummer 2 Einkommensteuergesetz (EStG) auf die Einhaltung der 10-jährigen Hausverkauf Spekulationsfrist an.
Danach gelten als steuerpflichtige private Veräußerungsgeschäfte solche Veräußerungen von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten (z. B. Erbbaurecht), bei denen „zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre“ liegen. Gewinne aus diesen Veräußerungsgeschäften unterliegen als „Sonstige Einkünfte“ gemäß § 22 EStG der Hausverkauf Spekulationssteuer.
Steuerfreiheit eines Veräußerungserlöses ist dann gegeben, wenn sich eine nicht selbstgenutzte Immobilie mindestens zehn Jahre und einen Tag lang im Eigentum des Verkäufers befand.
"Spekulationsfrist" bei FREMDgenutzter Immobilie
Wird eine Bestandsimmobilie gekauft, so beginnt die 10-Jahres-Frist ("Spekulationsfrist") mit der Beurkundung des Kaufvertrages. Hatten die Vertragsparteien einen bindenden Vorvertrag geschlossen, so gilt dessen Datum als Termin des Fristlaufbeginns. Der tatsächliche Nutzungsübergang oder die Eintragung im Grundbuch spielt keine Rolle.
Bei einem Neubau beginnt der Fristlauf mit der Gebäudefertigstellung und bei Umbauten oder Modernisierungen eines Hauses zum Zeitpunkt der Beendigung der Arbeiten.
Bei teils eigengenutzten und teils vermieteten Objekten erfolgt eine Aufteilung des Veräußerungsgewinns nach der Wohnfläche.
Im Erb- oder Schenkungsfall gelten die für den Schenker bzw. Erblasser maßgeblichen Fristen auch für den Beschenkten bzw. den Erben.

Antwort
von kevin1905, 72

Sonne aufgegangen, Tag?

Kannst du einen grammatikalisch vollständigen Satz formulieren und ggf. auch einen Text zu der Frage stellen welcher ein paar grundlegende Informationen zum Haus beinhaltet.

Kommentar von NickgF ,

Offenbar wünscht er das vollständige Spektrum an Antwortvarianten (nach dem Verkauf liesse sich aber eh nix mehr gestalten)

Antwort
von FrauStressfrei, 67

Die Steuern zahlt der Käufer.

Kommentar von PatrickLassan ,

Grundsätzlich schon, allerdings sind Käufer und Verkäufer Gesamtschuldner. Wenn der Käufer nicht zahlt, kann die Grunderwerbsteuer beim Verkäufer erhoben werden.

Kommentar von FrauStressfrei ,

Echt? Das wusste ich gar nicht. Ist ja heftig.

Antwort
von fernandoHuart, 59

http://www.privat-haus-verkaufen.com/hausverkauf-steuer/

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