Frage von shepper22, 72

Haus überschreiben vom dementen Opa,wie läuft es ab?

Hallo :) bei uns stellen sich momentan sehr viele Fragen. Mein Freund soll das Haus seiner Großeltern übernehmen in dem nur noch seine Oma (80 Jahre) wohnt. Der Opa leidet seit längerer Zeit an Demenz und befindet sich in einem Pflegeheim. Allerdings gehört das Haus dem Opa , sein Sohn (vater meines Freundes) ist sein Betreuer und kümmert sich um alles. Jetzt soll mein Freund das Haus überschrieben bekommen, aber scheinbar gar nicht so einfach. Der Opa ist durch seine Demenz quasi ,,nicht mehr zurechnungsfähig. Wer entscheidet jetzt? Was müssen oder können wir tun um das abzuklären?

Antwort
von wilees, 56

Betreut er ihn nur oder ist er von offizieller Stelle als Betreuer eingesetzt?

Kommentar von shepper22 ,

Er kümmert sich quasi nur um seine ganzen Sachen, verfügungen, Rechnungen etc.

Kommentar von wilees ,

Selbst wenn es möglich wäre, ist hier die Schenkungssteuer zu beachten.

Kommentar von wilees ,

Zu diesem "späten" Zeitpunkt macht eine Schenkung nicht wirklich Sinn. Denn geschieht sie nur, um dem Staat den Zugriff auf sein Vermögen zu entziehen - im Hinblick auf zu erwartende Pflegekosten, kann eine solche Schenkung auch angefochten werden.

Antwort
von derhandkuss, 42

"Sein Sohn ist sein Betreuer."

Hier wäre wichtig zu wissen, ob der Sohn beispielsweise ein vom Amtsgericht bestellter Betreuer ist. Genauso ist denkbar, dass der Sohn durch eine notariell beurkundete Vorsorgevollmacht tätig wird. Für eine genauere Auskunft wäre dies schon wichtig zu wissen.

Unabhängig davon hat ein Betreuer stets die Interessen der zu betreuenden Person zu berücksichtigen. Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass er ohne weiteres die Überschreibung von Grundbesitz befürworten oder veranlassen kann.

Antwort
von martinzuhause, 56

das haus einfach überschreiben geht erst mal garnicht. wenn der opa im pflegeheim ist muss das haus wahrscheinlich verkauft werden um die heimkosten davon zu bezahlen.

Kommentar von shepper22 ,

Das dachten wir uns schon auf die Oma übertrgen geht ja dementsprechend auch nicht.

Also müssen wir wohl den Weg zum Amtsgericht wählen um uns dort auklären zulassen.

Kommentar von martinzuhause ,

das amtsgericht kann da nicht beraten. das darf es auch nicht. da bleibt nur der weg zu einem anwalt der darauf spezilisiert ist

Kommentar von shepper22 ,

Dort müssen wir uns aber einen Betreuer suchen der nicht in direkter Linie zu dem Opa steht der das alles unter die Lupe nimmt im Falle das es an uns verkauft werden muss

Kommentar von martinzuhause ,

beim anwalt nicht. der weiss allerdings ob das für die übertragung des hauses dann notwendig wird

Kommentar von schleudermaxe ,

Seit wann ist denn dafür ein Anwalt nötig? Bei uns machen dies die Notare!

Kommentar von martinzuhause ,

der notar beurkundet das nur. wenn der verkäufer da dement und im pflegeheim ist dann wird das probleme geben wenn verkauft ist und das pflegeheim geld will

Antwort
von wfwbinder, 38

Da der Betreuer der Sohn des betreuten und der Vater des Schenkungsempfängers ist, muss das Gericht hier zustimmen.

Antwort
von schleudermaxe, 50

Wenn es ein gerichtlich bestellter Betreuer ist, wird er eine entsprechende Vollmacht haben oder sie besorgen können. Viel Glück.

Kommentar von schelm1 ,

Bei solchen Geschäften will stets ein Richter beim Vormundschaftsgericht gefragt werden.

Kommentar von schleudermaxe ,

... sie besorgen können.....

Antwort
von schelm1, 43

Die Entscheidung trifft das Vormundschftsgericht, indem es prüft, ob und  welchen Nutzen der Verkauf für das Mündel hat.

Könnte eine Marathonstrecke werden!?!

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