Frage von kalashkalash 28.06.2011

hatten Moslems auch schon vor dem 11. September 2001 einen so schlechten Ruf in Deutschland ?

  • Antwort von freezyderfrosch 28.06.2011
    11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das Schlimme ist, ein solcher Anschlag hat nichts mit dem Islam zu tun... Im Friedensfall ist es verboten Kriege zuführen...dies schreibt der Koran so vor... Allerdings glaube ich nicht, dass es wirklich Terroristen aus Afghanistan waren die in die Türme hineingerast sind...

  • Antwort von derprediger 28.06.2011
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nicht der "11. September" hat zu dem schlechten Ruf der Moslems (damit meine ich weniger Türken, als Araber und Nordafrikaner) geführt, sondern schon vorher ihr Verhalten, welches vielfach - nicht generell - auf die Ausnutzung unseres Sozialsystems ausgerichtet war. Zusammen mit der fehlenden Bereitschaft, sich unserem System anzupassen, wurden sie auch kriminell immer wieder auffällig. - Der "11. September" war dann nur noch das "Sahnehäubchen" in der Unbeliebtheitsskala!

    Der Ruf der Moslems leidet aber seit Jahren zusätzlich auch darunter, dass sich radikale fundamentalistische Gruppen immer lautstarker bemerkbar machen und Sonderrechte für sich reklamieren, obwohl sie wenig zum Staatswohl beitragen. - Dazu gehört auch die zunehmend politisch und demonstrativ getragene "muslimische Kleidung" bis hin zu "Käppie" und Vollbart. - Es sind dies Erscheinungen, die die Mehrheit dieses Landes nicht will, weil sie sich damit fremd im eigenen Land vorkommt.

    Zum Glück gibt es aber auch noch Muslime in diesem Land, die sich von dem negativen Trend nicht haben anstecken lassen und einen Teil zur Ehrenrettung dieser Bevölkerungsgruppe beitragen. - Mit denen bin ich auch als Christ gerne befreundet.

  • Antwort von Usuen 28.06.2011
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Man hat schon immer ein wenig gegen Muslime gehetzt, aber nach dem 11. September wurde es deutlich hemmungsloser, und die nächste schlimme Phase wurde dann von dem wildgewordenen Sarrazin eingeläutet.

  • Antwort von riara 29.06.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das ganze Problem fing damit an, dass man Gastarbeiter aus der Türkei geholt hat, ohne sich überhaupt zu überlegen, wie und ob man diese Gäste integrieren möchte. Am Anfang dachte man, die würden nach ein paar Jahren wieder gehen...

    Als man dann entschied, sie dürften Ihre Familien nachziehen lassen, war man sich immer noch nicht klar, ob dies eine permanente Situation ist, oder ob die Familien irgendwann wieder zurückkehren sollten...

    Erst als klar wurde, dass die meisten Türken sich in Deutschland eingerichtet hatten, machte man kaum Anstalten sie zu integrieren. Nicht einmal hier geborene Kinder wurde die deutsche Staatsangehörigkeit angeboten, dadurch schuf man eine türkische Welt mit allen Konsequenzen...

    Die Integration der Türken ist analog mit der von Libanesen, Algerier oder Syriern. Keiner der Politiker in den 60er und 70er packte dieses 'Problem' an. Als es bereits zu spät war, nannte man es Multi-Kulti, man arrangierte sich mit der Parallel-Gesellschaft und spaltete sich dadurch eigentlich noch mehr ab. Heute beklagen wir uns über nicht integrationsfähige Migranten, die in Generationen gelernt haben, dass die deutsche Gesellschaft zwar Döner isst und türkische Musik hört, aber im Prinzip die Tatsache akzeptiert, dass man unter sich bleibt. Wie oft fragen wir den türkischen Gemüsehändler nach dem befinden seiner Familie - im Islam schon fast eine Höflichkeitsfloskel - oder bestehen darauf, dass der türkische Klassenkamerad seine Eltern zum Kindergeburstag mitbringt. Wie oft laden wir türkische oder moslemische Nachbarn ein?

    Ich habe durch meine vielen Reisen - auch im beruflichen Leben - viel Kontakt zu Moslems gehabt, die grossartigsten Gastgeber, die man sich vorstellen kann. Die meisten haben Respekt vor einem gebiudeten Kāfir, vor allem dann, wenn man Ihre Religion und Tradition versteht oder höflich danach fragt. Ein alter Freund aus Damaskus ruft mich mindestens einmal im Jahr an und erkundigt sich nach meinem Wohlbefinden, obwohl ich lediglich geschäftlich mit Ihm vor 10 Jahren zu tun hatte. Zweimal war ich Gast in seinem Hause und er 3 Monate später bei mir in Deutschland. Er ist genauso stolz auf meine Freundschaft wie ich über die seine, immer wenn ein Verwandter oder Freund nach Deutschland kommt, ruft der mich an und richtet mir Grüsse aus, wenn ich Zeit habe hole ich diesen 'Fremden' vom Flughafen ab und bringe Ihn in sein Hotel...

    Wir lieben nicht, was wir nicht kennen, also ist es an uns eine Brücke zu unseren moslemischen Mitbürgern zu bauen. Die meisten Moslems wären entzückt über eine Einladung von deutschen Nachbarn, denn in Ihrer Tradition ist es praktisch unmöglich so etwas abzulehnen. Wenn man solche Brücken baut, dann lernen auch die Moslems etwas kennen, das sie dann lieben oder hassen können, ersteres ist weitaus wahrscheinlicher...

    Moslems haben einen schlechten Ruf bei Menschen, die sich vor dem Unbekannten fürchten. Deutsche haben einen schlechten Ruf bei Moslems, die keinen Kontakt zu Deutschen haben.

    Wir werden das Problem nicht mit Sarrazin oder der Bildzeitung lösen. Die Politik muss Anreize zur Integration schaffen und die Moslems müssen Ihre Religion auf eine öffentliche Plattform stellen. Wenn man Hassprediger aus den Moscheen wirft und der Staat moslemischen Schülern einen islamischen Religionsunterricht anbietet, dann wird man Werte vermitteln können die zu mehr Verständnis zwischen den Kulturen führen. Die Gastarbeiter sind zu 90% keine Gäste, sondern Mitglieder unserer Gesellschaft, wenn wir sie nicht so verstehen, dann dürfen wir uns nicht über Ihre Abwehrreflexe wundern, wir müssen den ersten Schritt tun, schon alleine deshalb, weil wir der Abgrenzung zu lange tatenlos zugeschaut haben.

    Die Rattenfänger der Extremisten schnappen sich mitlerweile auch die deutschen Jugendlichen, die ohne Chance sind in einer Gesellschaft, die es lange aufgegeben hat, um die Kinder der sozial Benachteiligten zu kämpfen, wir ignorieren die Gruppen am Rande unserer Gesellschaft, in soweit gebe ich Sarrazin recht, die Auseinandersetzung über dieses Problem ist eine grössere Aufgabe und weitaus wichtiger als die Diskussion über den Atomausstieg, nur leider schaffen wir es immer wieder dieses Problem von der Tagesordnung zu streichen...leider

  • Antwort von Taflie1961 28.06.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "Moslems" werden in Deutschland gleichgesetzt mit Menschen aus dem arabischen Raum. Da diese die BRD in den Anfängen nur als Geldlieferant angesehen haben, haben sie sich wenig Mühe zur Integration gegeben, und einfach nur ihr eigenes Ding durchgezogen. Daraus resultierend kam es immer wieder zu Konflikten, mit oft unschönem Ausgang. Dementsprechend kann ich Dir bestätigen, die "Moslems" hatten schon vorher einen schlechten Ruf........

  • Antwort von Felisto 28.06.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Soweit ich das beurteilen kann, hat sich in Deutschland durch den 11. September nicht drastisch was am Ruf der Muslime geändert. Veränderungen gab es eher in den letzten paar Jahren, bedingt durch Terroranschläge in Europa, verhinderte Anschläge in Deutschland, Kriminalstatistiken, Hassprediger in Deutschland, einzelne Straffälle bzw. Strafprozesse (Ehrenmorde, ...).

  • Antwort von Maskulin1993 28.06.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Alles was mit dem ''heiligen Krieg'' zu tun hat, hat eigtl nichts mit der Religion zu tun. Da wird eine so wunderbare friedliche Religion in den Dreck gezogen, nur weil so Assispassten mal in ner Sure des Korans eine ''Schwachstelle'' gefunden haben und dies als Sündenbock darstellen bzw. als Grund ihrer Taten darstellen... :(

    Und ja, ich denke in Deutschland ist der Ruf der Moslems auch durch den 11. September um einiges schlechter geworden als ohnehin schon ist.

  • Antwort von Callavera 28.06.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich habe mir selber auch diese Frage gestellt und bin zu dem Schluss gekommen das der allergrößte Teil der heute publizierten Islamfeindlichkeit auf schon vorhandenen Ressentiments gegen türkische Migranten hier fusst. Nach den Brandanschlägen in Solingen und Mölln in den frühen Neunzigern wurden viele dieser Resentiments gegen Türken gesellschaftlich geächtet und können nun munter ein neues Leben fröhnen unter dem Deckmantel der Islamkritik.

    Die muslimischen Verbände hier in Europa spielen das Spiel ja auch richtig gut mit indem sie aus (meiner Meinung nach) purem Geltungsdrang undifferenzierte Diffamierungen zurückschiessen oder aberwitzige Forderungen aufstellen. Zugleich gilt die gesamte Aufmerksamkeit einzelnen Spinnern die sich als Bin Laden Wiedergeburt aufführen wie der Frankfurter Salafist Pierre Vogel. Solchen Spinnern wird gerne eine Bühne bereitet obwohl ihr tatsächlicher Einfluss am höheren Ende von null liegt.

    Die meisten türkischen Muslime die ich hier in Deutschland sehe sind doch genauso muslimisch wie wir getauften christlich. Klar gehen wir an Weihnachten (Ostern schon nicht mehr) in die Kirche oder wenns mal zur Hochzeit oder Taufe geht aber das war es dann auch schon. Die meisten Muslime, selbst wenn sie nicht am Ramadan fasten sind ja auch gleich mit dabei wenn es zum Zuckerfest geht aber 5 mal am tag beten? Fehlanzeige!

    Selbst wenn der 11. September der Anlass gewesen wäre, warum werden dann Türken, Kurden, Perser und Albaner in Generalhaftung genommen wenn die Attentäter überwiegend Saudis waren? Das ist doch genauso abstruß als wenn ich jetzt alle Christen für den Holocaust verantwortlich machen würde. Wer aber dennoch das Propaganda Märchen von Bush & co. glaubt , das der Islam das WTC, nicht als Symbol des globalisierten Finanzwesens und die USA nicht wegen ihrer Aussenpolitik im arabischen Raum angegriffen hat sondern weil sie uns unsere "Freiheit" neiden, dem kann dann wirklich nicht mehr geholfen werden.

  • Antwort von halima2 28.06.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    andererseits kamen danach erst Tausende jährlich zum Islam. Eben weil sie sich mit dem 11. Sept. auseinandersetzten. Die Zeiten ändern sich. Eines Tages wird es auch offiziell verkündet werden werden, wer dies in Wahrheit zu verantworten hat. Selber Schuld wer alles glaubt.

  • Antwort von Silmoo 28.06.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ja, aus europäischer Sicht, gibs kriminelle Elemente, die von diesem mittelalterlichen Glauben erlaubt sind.,zB. mit der Kinderheirat(kleines Mädchen mit Mann) das Bedeutet : Kindersex / Sklavenhaltung / Schulbildungsverbot.

  • Antwort von MrXXL 28.06.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Danke für diese Frage,

    Ich selber als Muslim verspüre keine direkte verschlimmerung meines Rufes. Den 11. September finde ich persönlich als ein trauertag für die Menschheit und ein Versagen der Menschlichkeit. Auf jeden fall dürfen sich derartige Terroristen nicht hinter der Fahne des Islams verstecken und sollten vor allem von Muslimen zur Rechenschaft gezogen werden.

    Jedoch hat diese Aktion auch einige nebeneffekte gehabt. Überall im Christlichen Raum schaut man sich den Islam etwas genauer an zum ersten und Muslime kommen aus Ihrer welt heraus um zu zeigen das diese Tat keine akzeptanz unter muslimen hat zum zweiten.

    Ob ihr glaubt oder nicht, ich finde muslime und christen gehen heute mehr aufeinander zu, was meiner meinung nach positiv zu bewerten ist.

    Die zeit wird zeigen wo das endet

    XXL

  • Antwort von Kabbalist 28.06.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
  • Antwort von Nabouwwabel 28.06.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also eigentlich sind das total dumme vorurteile?

    Wo steht den bitte das ein Moslem jeden Töten soll der nicht seinem glauben entspricht?

    oder überhaupt das ein Moslem töten soll?

    Wenn ein Christ jemanden umbringt kommt keiner auf die Idee "Oh er wollte bestimmt seinen glauben ausdrücken.."

  • Antwort von hell11 29.06.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da kommen die Moslems aus ihren Kulturkreis mit hoher Arbeitslosigkeit und niedrigen Löhnen, wo ihr mehr schlecht als recht lebten, zu uns, in unseren Kulturkreis um ein besseres Leben zu Haben und nun möchten ihr, in unserem Land, wieder euere alte Kultur leben. Da stellt sich die Frage, warum ist es denn hier besser, weil wir das Mittelalter abgearbeitet und hinter uns haben

  • Antwort von DoubleUMD 28.06.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    gut war er nicht, soviel ist sicher.

  • Antwort von Durchblick111 29.06.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Muslime sind in Deutschland heute genauso beliebt und geliebt wie vor dem 11.09.2001.

    Ein Christ, der Muslime nicht liebt, kommt nach dem Tod in die Hölle oder zurück auf Erden als Muslim!

  • Antwort von Azizamasrya 28.06.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    In jedem Krieg wird der Glaube der anderen Seite verunglimpft: In Irland schimpften die Katholiken auf die Protestanten und umekehrt.

  • Antwort von Goldfasan 28.06.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ja, da durfte man es aber noch nicht offen sagen

  • Antwort von maqbul16 20.08.2011

    ließ mal das : http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,781266,00.html ist jetzt keine direkte Antwort auf deine Frage und es geht auch nicht um Deutschland aber hilft die bestimmt trotzdem :)

  • Antwort von issy028 18.08.2011

    Es waren keine Muslime die in die Türme reingeflogen sind, sondern Männer amis. Sie haben den bestimmten AUsländern Geld gegeben oder deren Familien. UNd die haben ihr AUftrag erledigt. Auserdem war der 11 September alles geplant von dem Besitzer der Zwei Türme er hat von der Versicherung einige trilionen bekommne ;) udn genau das wollte er :) Er wollte mher geld wie konnte er das machen i einen besessenen mitgeld voll stopfen udn ihn dazu bringen die gebäuden zu zerstören ;)

  • Antwort von Klara2012 01.07.2011

    Ich habs schon als Kind in Trinkfilmen wie Aladin und Alibaba mitbekommen,dass die böse sein sollen...Ein Glück hab ich die Wahl was ich glaube....

  • Antwort von silence46 30.06.2011

    Hallo,

    ich glaube dass bei vielen Menschen, die nie so richtig mit Moslems in Kontakt gekommen sind, die Angst zugrunde liegt, dass alle Moslems sehr fanatisch sind .......usw. Es kommt immer auf die ganz persönlichen Erfahrungen an. Ich persönlich bin im Ruhrgebiet sozusagen mit dem Islam großgeworden und es gab da nie Proleme denn die haben genauso im Bergbau großteils geschuftet wie die anderen. Ich kann mich an sehr viel Gastfreundlichkeit erinnern die ich bei Deutschen nie so erlebt habe. Ich bin auch nie "missioniet" worden. Wenn man Fragen zum Islam gestellt hat, hat man auch ausführliche Antworten bekommen. Daher weiß ich, dass es auch im Islam sehr große Unterschiede gibt.Da kommt es auch darauf an, aus welchen Gebieten die Leute kommen. Ungefähr so, als wenn man z.B. als Katholik in - sagen wir mal - Nordrhein Westfalen aufwächst oder als Gegensatz als Katholik in Bayern, wo es sehr viel Tradition usw. gibt. Zu deiner Frage deshalb: vieles was da nach dem 11. September passiert ist, hat meist mit "Stimmungsmache" der Medien zu tun. Ansonsten ist es wie überall auf der Welt: es gibt "gute" und "schlechte" Moslems - wie bei den anderen Religionen auch!

  • Antwort von Maik2 29.06.2011

    Die Moslems nicht leiden können, konnten das vorher auch schon nicht. Die pro-Moslem sind, die waren das vorher auch und sind es noch.

  • Antwort von kayo1548 28.06.2011

    Also in der Region in der ich lebe gibt es da glücklicherweise nichts dergleichen - sprich: da gibt es auch keine andere Ansicht wie vor dem 11. september (in die köpfe der leute kann ich zwar nicht reingucken, aber es verhält sich keiner anders)

    Aber stimmt schon, dass der 11. september da eine große Rolle spielt, obwohl es denke ich in Deutschland generell glaube ich jetzt nicht zu sooo dramatischen Veränderungen gekommen ist - r in den USA ist es ja teils recht schlimm geworden., aber da gibt es ja auch generell eine andere Einstellung zum Thema Patriotismus und Religion als bei uns.

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