Frage von Casual1948, 106

Hatten die Deutschen im WW2 überlegene Technik?

Kann man sagen, dass die Wehrmacht von der Bewaffnung her überlegen war. Z.B., dass die MP40 besser als die Thomson war?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hamburger02, 41

In der Tat war Deutschland zum Ende des Krieges hin den Allierten technologisch haushoch überlegen:
V2 (Boden-Boden-Rakete)
X1 (Smartbomb = ferngesteuerte Präzisionsbombe)
V1 (Marschflugkörper)
Uboot XXI: von den Gegnern praktisch nicht mehr zu orten
Horten-Nurflügler: als Jäger und als Tarnkappenbomber
Me 262: völlig überlegenes Jagdflugzeug
Boden-Luft-Rakten zur Bomberabwehr

...und vieles andere.

In den meisten Kriegen ist es so, dass die überlegene Waffentechnologie gewinnt. Das war hier anders und letztlich kann das auf eine der vielen Fehlentscheidungen Hitlers zurückgeführt werden.
Schon im Sommer 1942 flog die Me262 das erste mal und war zu etwa Mitte 1943 serienreif. Da hätte man in die Massenproduktion einsteigen müssen, um die Luftherrschaft über Deutschland zurückzugewinnen und die Bombardierungen zu verhindern. Als Jagdflugzeug war die Me den gegenerischen Propellermaschinen haushoch überlegen. Stattdessen verlangte Hitler, dass die Me zu einem Bomber umgebaut würde, was völlger Quatsch war und auch von den Generalen abgelehnt wurde, aber Hitler setzte sich durch. Dadurch verzögerte sich der Einsatz der Me um ein weiteres Jahr und durch die Bomben wurde sie so langsam wie der Gegner. Als Bomber wurde sie auch nie benötigt, aber als Jäger fehlte sie.
Das hatte zur Folge, dass die Industrie in Deutschland kaputt gebombt wurde und unterirdische Fabriken gebaut werden mussten. Das kostete zusätzliche Ressourcen und Zeit und außerdem vielen Zwangsarbeitern das Leben. Dadurch verzögerte sich letztlich die Serienproduktion der anderen High-Tech-Waffen, sodass sie alle zu spät kamen.
Nach dem Krieg hatten die USA eine Spezialtruppe, die nichts anderes tun sollte, als die High-Tech der Nazis zu finden und in die USA zu bringen. Das war dann die Grundlage für die Rüstung der USA nach dem 2. Weltkrieg. Die haben die Prototypen der Deutschen weiterentwickelt und zur Serie gebracht.

Antwort
von Lightking, 36

Ja hatten die Deutschen. Sogar zu Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion  (1941) , waren die Wehrmachtssoldaten besser ausgebildet und bewaffnet als die Sowjetsoldaten. Außerdem wurden die Wehrmachtssoldaten mehr geachtet/geschätzt als die Sowjetsoldaten bzw. ihre Leben. 

(Hitler: " Mir ist das Leben jedes Soldaten wichtig"; Ein Marschall der Sowjetunion: " Mir egal wie viele sterben, unsere Frauen bekomen eh genug Kinder").

Bis zum Ende des Krieges entwickelten die deutschen viele neue Dinge für das Millitär. Z.b: 

-StG 44 (Sturmgewehr 44, wurde dann höchstwahrscheinlich von Kalaschnikov geklaut, Design etc.)

- Tiger I, Tiger II etc. generell Panzer 

- Erste Millitärcamoflagen (Eichentarn etc)

-  Erste Düsenjets (Me 262

- Tarnkappenbomber (Nurflügelprinzip

- V1 und V2 (Vergeltungswaffe)

Und guter letzt:

- Die Atombombe

Trotzdem gewannen die Alliierten wegen ihrer Masse.

Antwort
von Seidl7, 57

Sie war meiner Meinung nach schon überlegen. 2 gute Beispiele sind die Horten 9 (erster Prototyp eines Tarnkappenbombers) und die V2 (erste Interkontinentalrakete)

Antwort
von 716167, 59

Ja und nein...

Vieles der deutschen Kriegstechnik war hochentwickelt, aber viel zu kompliziert und empfindlich.

Nehmen wir doch mal die beiden Tiger-Panzer: schwer, aufwändig in der Herstellung und massiv untermotorisiert. Zudem war er kompliziert aufgebaut und hatte einen hohen Wartungsaufwand, was dann am Ende dazu führte, dass in etwa die Hälfte der Verluste nicht auf gegnerische Kampfeinwirkungen sondern auf technische Defekte zurückzuführen waren.

Im Kampfeinsatz ist es oft besser, einfacher konstruierte, massenhaft herstellbare und leicht unter Fronteinsatz zu wartende Waffensysteme zu nutzen.

Kommentar von Casual1948 ,

Ich fand aber auch zum Beispiel den Bau der beiden Eisenbahngeschütze "Schwerer Gustav" eine unnötige Investition.

Kommentar von Militaerarchiv ,

Vor Sewastopol waren die Soldaten froh wo der "Gustav" da war ;)

Kommentar von Weinberg ,

Vor Sewastopol waren die Soldaten froh wo der "Gustav" da war ;)

Die Soldaten wären froh gewesen, wenn sie gar nicht vor Sewastopol gewesen wären !!

Dort wurden aus Prestigegründen zigtausende Soldaten sinnlos verheizt.

Aber was solls, dafür ist Manstein zum Generalfeldmarschall ernannt worden...

Antwort
von doorgunner2013, 64

Die Deutschen waren in vielen bereichen sehr weit fortgeschritten was die Technik angeht. Jedoch hat Hitler immer dazwischen gepfuscht und damit den Fortschritt versaut.

Kommentar von Casual1948 ,

Und wie sähe es aus, wenn nicht so viel Geld in "unsinnige" Sachen wie das Eisenbahngeschütz "Schwerer Gustav" geflossen wäre? Das müssen ja immens hohe Ausgaben gewesen sein.

Kommentar von doorgunner2013 ,

Das war auch so ein "Hitler-Projekt" das mit seiner Größenwahnsinnigkeit entstanden ist. Das hat Ihnen natürlich auch Geld und Zeit geraubt das wo anders bestimmt gebraucht worden wäre.

Antwort
von lupoklick, 33

Die Deutschen hatten vor allen Dingen UNPASSENDE KLEIDUNG für Rußland....

"Vaterchen Frost" lachte sich über "überlegene deutsche Technik" fast tot.....

Antwort
von MartiniHarper, 59

Um längen. Allein schon der "Tiger", unglaublich gefürchtet. Im Film "Herz aus Stahl" macht 1 Tiger 3 Amerikanische Panzer im Alleingang nieder. Nur der 4te war dann zuviel des guten ;-)

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