Frage von jofrkr, 36

Hatte Zeit einen Anfang und wird sie ein Ende haben?

Und was ist dann die Zeit zwischen Anfang und Ende?

Antwort
von Rosenblad, 13

Die Frage kann nicht an die Zeit gestellt werden, sondern an die zeit- und raumgebenden Inertialsysteme, denn Zeit ist immer auf ein Inertialsystem bezogen - d.h. verschiedene Systeme haben auch verschiedene Zeitgrößen, womit um bei dem Faktor der physikalischen Zeit zu bleiben der "Anfang" oder das "Ende" einer Zeiteinheit vom Anfang und Ende dieses Bezugssystems als Ermöglichungssystem abhängt.

Antwort
von derMannohnePlan, 6

Weder noch.

Das Denken, das in diesen Prozess eingefangen ist, stellt die Frage: "Was ist Zeit?" Und diese forschende Frage kommt aus dem Mechanismus der Zeit. 

Darum hat das Nachforschen keinen Wert, denn der Gedanke ist Zeit. Das Gestern hat das Denken hervorgebracht, und so teilt der Gedanke den Zeitraum in gestern, heute und morgen ein. 

Zeit existiere nur dann, wenn es ein Denken gibt. Nimmt man den Denkvorgang weg, so gibt es auch keine Zeit.

Denken ist Zeit. Denken wird aus Erfahrung und Wissen geboren, und beides ist mit Zeit und Vergangenheit untrennbar verbunden. 

Zeit ist der Feind der menschlichen Psyche. Unser Tun stützt sich auf Wissen und damit auf die Zeit, so dass der Mensch immer Sklave der Vergangenheit ist. Denken hat immer seine Grenzen, und deshalb leben wir in dauerndem Konflikt und Kampf. Es gibt keine Evolution der Psyche.

Antwort
von AdurnaRisa, 14

Vorweg einmal, Zeit ist, auch wenn viele dieses nicht als jenes empfinden, etwas sehr komplexes und es gibt viele verschiedene Meinungen und Ansichten zu diesem äußerst spannenden Thema. Welche letztendlich der Wahrheit entspricht, vermag vielleicht noch geklärt werden.

Da die Zeit eine Dimension ist, genau wie der Raum (s. Raumzeit) und die Dimensionen in dem Universum, in welchem wir leben durch den Urknall entstanden, hatte Zeit meines Erachtens nach einen Anfang und endet mit dem Sterben unseres Universums, da sie nach derzeitigem Wissensstand nicht ohne es existieren kann.

Demnach kann man auch die Frage klären, ob oder wie lange vor unserem Universum schon etwas existierte.Ich würde das "ob" definitiv mit einem Ja beantworten und das "wie lange" ist ein irrationaler Ausdruck, denn Zeit entsprung dem Urknall, also war sie davor nicht vorhanden.

Ich selber bin der Meinung, dass es noch andere Universen gibt, aber würde ich mein Weltbild nun hier aufschreiben, so würde dies wohl den Rahmen eines Kommentars sprengen.

Antwort
von MorsElthrai, 12

Zeit ist die menschliche Definition für die Abfolge von Ereignissen. Folglisch kann man sagen, wenn es keine Menschen mehr gibt, welche die Zeit definieren, gibt es auch keine Zeit mehr wie wir sie verstehen. Obwohl die Abfolge von Eregnissen nach unserer Wahrehmung wohl nicht so schnell aufhören wird. Also kann man theoretisch sagen das Zeit niemals endet.

Persönlich tendiere ich dazu zu sagen, das es ohne den Menschen oder ein anderes Lebewesen das die Abfolge von Ereignisse so wahr nimmt wie wir, keine Rolle mehr spielt ob die Zeit endet oder nicht. Nach unserer Wahrnehmung bleibt uns eh nur die Zeit unserer Physischen Existenz und hört diese auf, endet sie für uns. Ganz individuell.

Meine Zeit endet hoffentlich bald.

Kommentar von kreisfoermig ,

Das ist seit mindestens Einstein nicht mehr so klar. Das, was du ansprichst, ist ein metaphysischer / philosophischer Standpunkt, genannt Relationalismus. Wenn aber die Raumzeit verdinglicht ist, so stimmt dies eben nicht. Dies ist die Position: Substanzialismus / Supersubstanzialismus. Es gibt andere gut vertretbare Positionen.

Ich bin zwischen den dem Relationalismus und dem Substanzialismus gerissen, tendiere eher zu Relationalismus wie du, kann aber der Ehrlichkeit halber im Lichte des ART diese Position nicht mit 100%ig Sicherheit annehmen. Nichtsdestotrotz finde ich, dass Ereignisse das zugrunde liegende sind, und dass sich Zeit daraus bildet. Dies erklärt viel und lässt zu, dass kausal abgeschirmte Prozesse zeitlich anders ablaufen—welches wir ja auf der mikoskopischen Ebene beobachten. Man kanns aber nicht beweisen, denn solche Phänomene wären von anderen Standpunkten aus womöglich erklärbar.

Kommentar von MorsElthrai ,

Dein Einwand ist nicht unbekannt, aber aus meiner Sicht habe ich diese Argumentation auch früher schon verworfen, weil auch die Definition der Seele vom Menschen erfolgt ist und keiner empirischer Beweislage zugrunde liegt. Wohingegen die Definition von Zeit wie ich sie akzeptiert habe reiner Physik geschuldet ist, weil es sich lediglich um eine Maßeinheit zur Bestimmung der Reinefolge von Abläufen aus menschlicher Wahrnehmung handelt. Daher finde ich auch eine Sichtweise die auf willkürlichen Definitionen mit noch weniger physikalischer Grundlage als die willkürliche Definition von Zeit beruht wenig ansprechend. (Obwohl ich darauf hinweisen möchte das ich niemanden für eine andere Sichtweise verurteilen will, sondern lediglich klarstellen möchte, warum ich persönlich gegen diese Sichtweise entschieden habe)

Ohne eine zu ausschweifende philosophische Disskusion über die Seele anregen zu wollen, möchte ich dennoch kurz meine persönliche Definition der "Seele" (ich bevorzuge den Begriff Essenz, weil er in meinen Augen wesentlich genauer ist) darlegen um meinen Standpunkt verständlich zu machen.

Die Seele ist nichts anderes als die Essenz unserer Erfahrungen/Informationen die sich im Laufe unseres Leben in unserem biologischen Computer ansammeln. Ich weiss, das jetzt diverse "gläube" aufschreien werden und mir vorwerfen werden, dass die Seele doch mehr sei, als die Informationen in unserem Gehirn (wobei selbst Gefühle nichts anderes sind als Informationen die in unserem Neuralnetz transportiert werden. Ja ich weiss ich vereinfache stark, aber ich kann hier keine Seitenlangen Erklärungen verfassen),allerdings haben mir bisher alle Informationen welche ich zu diesem Thema sammeln könnte gezeigt das diese Ansicht von der Wissenschaft unterstützt wird. Für mich war das ausreichend um mich von diesem Standpunkt zu überzeugen und ihn ebenfalls an zu nehmen.

Kommentar von Lottilein1998 ,

Was genau versteht man unter dem Relationalismus? Ich hab es probiert zu googeln, aber ich werde nicht schlau aus den Definitionen.

Antwort
von skyberlin, 10

Philosophie:

Zeit ist ein Kontinuum, eine konstante Größe, und hat deswegen keinen Anfang und kein Ende, sie ist momentan und immer da, niemand kann sie abschalten.

Die Interpretation von Zeit ist eine völlig andere Frage und erfordert ein Studium der Geisteswissenschaften = hier nicht zu beantworten.

Googel Dich mal durch, da wirst Du erkennen, wie kompliziert man Zeit machen kann.

Jedenfalls wird Zeit vor Deiner Geburt dagewesen sein und nach Deinem Tod weiter existieren, es sei denn, das Universum erlebt einen neuen Urknall.

Dann könnte sich die Zeit auch verändern.

Gleichzeitig ist Zeit in unserer Wahrnehmung eine flexible Größe:

Langweiliger Film = Zeit = endlos.

Aufregendes Ereigniss = Zeit enteilt.

Tja, wer das beantworten kann, bekommt den Nobelpreis.

Aber nicht von mir! ;-))

Es ist so ähnlich wie die Frage:

was ist eine Frage? = redundant.




Antwort
von freenet, 14

Ich antworte spontan : Die Zeit.

Antwort
von pritsche05, 6

Die zeit so wie du sie kennst, also zwischen Anfang und Ende ist die Zeit wo du Lebst !

Kommentar von kreisfoermig ,

„wo“? ; )

Kommentar von pritsche05 ,

richtig, ... in der ...

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