Frage von trebor123, 15

Hatte die SPD in der Weimarer Republik einen militanten Flügel?

Die Frage rührt daher, dass sämtliche Organisationen, von NSDAP (SA), DNVP (Stahlhelm) bis zur KPD (Rotfrontkämpferbund) ihre paramilitärischen Schutzeinheiten hatten. Natürlich kann man einwenden, dass solcherlei Organisationen nicht demokratisch waren und daher für demokratische Parteien außerstaatliche Gewalt aufgrund des Gewaltmonopols nicht statthaft gewesen wäre. Hatte die SPD jedoch eine entsprechende Gruppierung um sich vor Gewaltakten während Parteiveranstaltungen zu schützen? Von der monarchisch-völkisch angehauchten Polizei in den 20er/30er Jahren konnte sie wahrscheinlich nicht viel Schutz erwarten.

Antwort
von PatrickLassan, 9

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold

Rechte und nationale Kampfbünde, wie der „Stahlhelm“ oder die SA sowie der KPD-nahe Rote Frontkämpferbund,
hatten den politischen Kampf immer weiter radikalisiert. Zunächst
gründeten sich eine Reihe von lokalen sozialdemokratischen
Selbstschutzorganisationen. Auf diesen aufbauend wurde als Reaktion auf
die rechten (Hitlerputsch) und linken (Hamburger Aufstand) Umsturzversuche von 1923 am 22. Februar 1924 von Mitgliedern der SPD, der Deutschen Zentrumspartei, der Deutschen Demokratischen Partei sowie Gewerkschaftern in Magdeburg
das Reichsbanner gegründet. Allerdings überwog der Anteil der
Sozialdemokraten in der Mitgliedschaft deutlich. Schätzungen gehen von
bis zu 90 Prozent aus.

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsbanner_Schwarz-Rot-Gold

Kommentar von trebor123 ,

sehr interessant, vielen Dank

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