Frage von kreativkruemmel, 49

Hat ,schon mal jemand von euch mit Gießharz gearbeitet?

Ich bin auf Ideen suche um Weihnacht Geschenke zu basteln. Nun bin ich auf Gießhatz gestoßen,Hab, aber davon noch nie was gehört, vom lesen her würde ich sagen, so schwer kann das nicht sein.. nur Internet. ist natürlich geduldig..zumal das wohl auch erst zusammen gemischt werden muss und es wohl auch nicht ganz gefahrlos ist.Ist das was was man einfach so am Küchentisch bewältigen kann, oder ist da ehr von ab zu raten.weil es z.b. matscherei ist, oder auch weil das Ergebnis nicht den erwünschten Erfolg bringt..es muss auch ganz klar werden, ist das so?

Antwort
von maxi6, 38

Die Giessharze, die Du im Bastelladen kaufen kannst, stinken nicht so extrem. Im Bastelladen bekommst Du auch Formen, z.B. für Anhänger. Je nach Grösse des fertigen Stückes, können solche Teile an einem Stück gegossen werden. Bei grösseren Stücken musst Du so vorgehen wie bei Vom Feinsten111 beschrieben wurde. Da Giessharz beim Aushärten heiss wird, solltest Du die dazu passenden Formen und Werkzeuge gleich mit einkaufen. Diese Teile verbiegen sich dann nicht und man  kann sie öfter brauchen. Nach dem Trocknen müssen die fertigen Teile dann noch abgeschliffen und poliert werden. Das geht mit Schmirgelpapier und ner Polierpaste.

Evtl. geht für Deine Zwecke auch das flüssige Fimo, das an der Luft trocknet oder im Backofen gehärtet werden kann. Hierzu würde ich aber mal telefonisch anfragen, ob das wirklich geht, denn damit habe ich noch nicht gearbeitet.

Antwort
von Skinman, 37

Such mal auf Youtube nach Jimmy DiResta in Verbindung mit Begriffen wie resin, mold, casting...

Antwort
von vomfeinsten111, 49

Mit Gießharzen ist das so eine Sache - erstens ist das ziemliche Matscherei, es stinkt fürchterlich und die Mischungen können (besonders bei Epoxidharz) sehr leicht überkochen.

Das ist nichts für Anfänger.

Zum Vergießen etwaiger Dinge solltest du nur Polyesterharz verwenden (das entwickelt weniger Wärme beim Aushärten und kocht nicht so leicht über (stinkt aber extrem). NICHT in der Wohnung verarbeiten !

Kommt immer drauf an, was du machen willst - Arbeitsplatz peinlichst genau mit Folie abdecken.

Im Internet finden sich viele Infos.

Schutzbrille, Handschuhe und gute Raumbelüftung sind ein MUSS.

Kommentar von kreativkruemmel ,

Ich wollte immer ein Stück Kohle(wegen Ruhrpott) in diesm Harz legen und dann daraus Schlüsselanhänger machen.

Kommentar von vomfeinsten111 ,

 Dann brauchst Du Gefäße aus dem Kunststoff PE (daran haftet das Harz nicht) und musst erst eine Grundschicht eingießen, auf die Du dann das Kohlestück legen kannst, wenn sie ausreichend fest geworden ist. Röhrchen von z.B. Vitamintabletten sind sehr geeignet, ebenso Joghurtbecher oder Ähnliches.

Danach das Kohlestück auflegen und den Rest vergießen - hierbei ist es schwierig, alle Luftblasen von der Kohle ab zu bekommen.

Nach dem Aushärten muss das Gießgefäß meist zerstört werden, um es ab zu bekommen, etwaige Befestigungsösen für den Anhänger müssen natürlich beim zweiten Guss auch noch in die Mischung gehängt werden.

Nicht so ganz einfach.

Verwende klares Polyesterharz - KEIN Epoxidharz (außer bei weniger als 0,1 Liter Gesamtvolumen des Gussstückes). Sonst kocht Dir die Mischung beim Aushärten über.

Kommentar von vomfeinsten111 ,

Noch etwas: Gerade bei Polyesterharz ist eine sehr genaue Waage notwendig, Härter muss oft (gerade bei Kleinmengen) auf Bruchteile eines Gramms genau abgewogen werden weil der Härter sehr konzentriert ist.

Bei Epoxidharzen reicht es, das grammgenau abzuwiegen.

Die Gase beim Aushärten sind giftig bei beiden Harzsorten, etwaiger Schleifstaub auch.

Polyesterharze stinken beim Aushärten und Verarbeiten extrem.

Kommentar von kreativkruemmel ,

du hast so schön viel Ahnung. ist das wie Pexy glas..Ich wollte schon mal was machen , mit Pexy glas,, hab, dazu aber auch nie richtig was zu gefunden, .. aber ewentuell weis du das auch...wo bekommt man so flüssiges Pexy Glas, das wäre ja ewentuell auch nee gute alternative..

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