Hat Religion die Wirkung wie eine Droge, und können davon Gläubige abhängig werden?

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16 Antworten

Es gibt schon Parallelen.

Suchtkranke erwerben ihre Sucht durch positive Erlebnisse während des Rausches und auch ganz spezifisch durch physische Wirkungen einer Droge. Es entsteht gleichermaßen eine körperliche wie eine geistige Abhängigkeit. Der Körper braucht den Stoff dann, um ein Bedürfnis zu stillen. Physisches Leid ist dann eine direkte Folge, wenn man dem Süchtigen seine Droge entzieht.

Allerdings kann man auch einen ähnlichen Effekt bei Spielsüchtigen, Fernseh- oder Conputersüchtigen beobachten und auch, wenn man sich in einer obsessiven Weise an einen Menschen bindet. Die emotionalen Erlebnisse wirken durch das Ausschütten von Endorphinen wir eine Droge, auch wenn hier kein Fremdstoff bzw. ein Gift absorbiert wird. Und so ist eine psychische Abhängigkeit die Folge, die zu einem Teil der eigenen Identität werden kann. Auch hier ist bei Wegnahme des Suchtobjektes zu beobachten, dass der Süchtige leidet. Hier erkennen wir den ersten Unterschied: einen Gläubigen kann man nicht auf Entzug setzen. Selbst wenn die Religion verboten ist, kann er sie heimlich weiter ausüben. 

Ein Gläubiger kann von seiner Religion so überzeugt sein sein und diese mit seiner Identität so stark verknüpfen, dass er bereit ist, alle anderen Aspekte seiner Identität dafür aufzugeben. Diese Selbstaufgabe kann so weit gehen, dass der Gläubige sogar bereit ist, sowohl physisches und psychisches Leid zu ertragen, sich Entbehrungen auszusetzen und auch sein soziales und familiäres Umfeld aufzugeben. Im extremsten Fall gibt sogar seinen eigenen Willen auf und ist bereit, für seinen Glauben zu sterben und auch andere Menschen zu verletzen und sogar zu töten. Dies ist übrigens nicht nur bei Religionen zu beobachten, sondern auch bei allen anderen Ideologien und Weltanschauungen, ja sogar bei fanatischen Fußballfans.

Bei dieser Identitätsannahme gibt es bei stark Gläubigen nun einen wichtigen Unterschied gegenüber anderen Suchtkrankheiten. Während sich Alkoholiker, H-Abhängige und Spielsüchtige häufig für ihre Sucht schämen und sie vor ihren Angehörigen verbergen, so lebt der Gläubige seine Religion meist offen und für alle sichtbar aus. Oft verknüpft er auch sein äußeres Erscheinungsbild mit Symbolen, trägt religiöse Kleidung, Frisuren, Barttrachten, Schmuck oder sogar Tattoos. 

Bei dieser religiösen "Sucht" spielt aber oft weniger der Rausch eine Rolle, sondern eher das Empfinden, moralisch absolut richtig zu handeln. Genau wie bei einem obsessiven Liebenden (z.B. ein Stalker), der fest davon überzeugt ist, für seine verehrte Person der einzig richtige zu sein und sich möglichen Konkurrenten extrem aggressiv verhält, so ist der Fanatiker dann davon überzeugt, dass nur seine Religion für alle Menschen die richtige sein muss, weshalb er Mission betreibt, Andersdenkende verachtet und im extremsten Fall sogar bereit ist, sie zu bekämpfen und umzubringen.

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 11:49

Religionen können natürlich eine psychische Sucht auslösen genau wie es Drogen tun.

Sobald im Gehirn Dopamin ausgestoßen wird bei einer bestimmten Tätigkeit welche zudem noch das wiederholen der Tätigkeit ankurbelt spricht man von einer psychischen Sucht.

Wenn du trainieren gehst wirst du mit einem Dopamin Ausstoß belohnt, wenn du dich selbst befriedigst ebenfalls.

Auch das beschäftigen mit Religionen kann ein solchen Ausstoß erzeugen und da das Gehirn ständig die Euphorie, Zufriedenheit und Befriedigung des Dopamin-Rausches "sucht" wird ein immer größeres neuronales Netz erzeugt, sodass das wiederholen einer bestimmten Tätigkeit mit immer mehr Dopamin belohnt wird.

Die meisten Drogen wie Kokain und oder Ecstasy können bsp. auch "nur" eine solche psychische Sucht entstehen lassen, aber natürlich in einem ganz anderen Ausmaß.

Eine körperliche Abhängigkeit wie bei Heroin (Opioiden), Alkohol und bsp Xanax (Benzos) ist wieder rum was ganz anderes Thema

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Ich bin noch nie wegen meiner religiösen Existenz so vielseitig und umfassen mit Therapieversuchen überhäuft worden. Danke, danke - danke. 

Was völlig richtig beobachtet ist, ist dass bestimmte Praktiken (nicht nur in "religiösen Kreisen") den Dopamin-Regelkreis in Gang setzen können. Das Problem haben Mensch zu allen Zeiten in allen Religionen, Philosophien und Gemeinschaften erlebt.

Da der Mensch (meistens - ich will nicht alle über einen Kamm scheren) ein soziales Wesen ist, können auch Gruppenveranstaltungen auch zu einem "positiven" Anschub werden. Partys und Events leben recht gut von diesem Effekt.
Die "positiven" Erlebnisse decken sich hierbei völlig in ihren Beschreibungen, egal welche Gruppe man unter die Lupe nimmt.
Und dass es hier echte Abhängige gibt, habe ich keine Zweifel.
Es gibt "Aussteiger" aus Gemeinschaften, die sich in Selbsthilfegruppen ähnlich den Anonymen Alkoholikern organisieren - Wer das mal prüfen will, werfe mal einen vorsichtigen Blick über den großen Teich. 
Zweifellos gibt es religiöse Gemeinschaften, die diese Praktiken gezielt zur Bindung ihrer Mitglieder einsetzen.

Es gibt also zwei Gebiete auf denen Religionen (und andere Gemeinschaften) Sucht und sucht-ähnliche Wirkungen erzeugen kann.
  • Die Gemeinschaft als sozialer Halt, das "Wir" - Gefühl
  • meditative Praktiken, die einen Trance-ähnlichen Zustand provozieren.

Wer Yoga kennt der praktiziert es auch regelmäßig. Es entspannt....



Der Glaube an Jesus Christus hat damit allerdings gar nichts zu tun.


1Kor 1,23  wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit;
Christlicher Glaube ist Schwachsinnig! Die Botschaft törnt eher ab als auf. Gott wird Mensch. Er kommt in diese Welt als Baby, in Armut geboren; Flüchtling in Ägypten, wundertätiger Prediger, der sich dann in Jerusalem von den Römern kreuzigen lässt? 
Mal ehrlich - Der hat nichts von einem Helden.
Ok, Gott hat ihn am Ostermorgen auferweckt (und keiner hat gesehen wie). Gesehen ist er worden von Frauen, einzelnen Jüngern und Gruppen bis zu 500 Brüdern. An Himmelfahrt ist er zu seinem Vater  gen Himmel gefahren... und will wiederkommen.   Sorry, wer das attraktiv findet - der muss schon echt arm dran sein. Wie will man mit der Botschaft 'nen Dopaminschub kriegen?
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Grüß Dich Kholaya!

Es kommt darauf an, was für eine Form von Religion das ist. Das ist nicht einfach mal so über einen Kamm zu scheren.

Ich möchte hier mal einen berühmten Mann Erich Fromm zitieren.

Vorweg:

Erich Fromm (* 23. März 1900 in Frankfurt am Main; † 18. März 1980 in Muralto, Schweiz) war ein deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe. Bereits seit Ende der 1920er Jahre vertrat er einen humanistischen, demokratischen Sozialismus. Seine Beiträge zur Psychoanalyse, zur Religionspsychologie und zur Gesellschaftskritik
haben ihn als einflussreichen Denker des 20. Jahrhunderts etabliert,
auch wenn er in der akademischen Welt oft gering geschätzt wurde. Viele
seiner Bücher wurden zu Bestsellern, insbesondere Die Kunst des Liebens aus dem Jahre 1956 sowie Haben oder Sein von 1976. Seine Gedanken wurden auch außerhalb der Fachwelt breit diskutiert.

Hier das Zitat von ihm aus

Psychoanalyse und Religion (Seite 49):


Während Gott in einer humanistischen Religion das Bild des höheren Selbst des Menschen ist, ein Symbol dessen, was der Mensch potentiell ist oder werden sollte, wird er in einer autoritären Religion zum einzigen Besitzer dessen, was ursprünglich dem Menschen gehörte: seiner Vernunft und seiner Liebe. Je vollkommener Gott wird, desto unvollkommener wird der Mensch. Er projiziert das Beste was er hat auf Gott und schwächt sich auf diese Weise selbst.

Nun mehr ist alle Liebe, alle Weisheit, alle Gerechtigkeit bei Gott und der Mensch ist dieser Eigenschaften beraubt, ist leer und arm. Er hatte mit einem Gefühl der Kleinheit begonnen, nun aber ist er völlig ohnmächtig und schwach. Alle seine Kräfte hat er auf Gott übertragen.

DieserMechanismus der Projektion ist genau derselbe, der bei zwischenmenschlichen Beziehungen von masochistischer unterwürfiger Eigenart beobachtet werden kann, wo eine Person die andere vergötzt und ihr die eigenen Kräfte und Strebungen zuschreibt. Es ist der gleiche Mechanismus, mit dem Völker ihre Führer oder sogar die inhumansten Systeme mit den Eigenschaften großer Weisheit und Güte ausstatten.

Dann wird klar, das diese Art von Droge ziemlich pervers ist.

Was ist Perversion?

Wikipedia


Perversion (von lat. perversus ‚verdreht‘, ‚verkehrt‘) bezeichnet eine Verkehrung ins Krankhafte oder Abnorme bzw. ein solches Empfinden und Verhalten. Umgangssprachlich wird der Begriff vielfach für ein stark abweichendes oder tabuisiertes Verhalten oder eine Entwicklung in diese Richtung verwendet.

Anmerkung von mir:

Solch ein Verhalten kann auch zur Norm werden, nämlich dann, wenn alle in einer Gesellschaft dieselbe Verkehrung besitzen. Dann fällt es zwar nicht mehr auf, aber das Leiden und die Folgen des Verhaltens bleiben bestehen und Therapiebedürftig, selbst dann wenn ein ganzes Volk dfavon betroffen ist. Das ist letztlich wohl nur politisch und über Auseinandersetzung zu schaffen, wenn überhaupt.

Wenn Du einen deutlicheren Einblick in diesen Mechanismus gewinnen willst, dann lese bitte hier nach. Du wirst es nicht bereuen! :-)

An Erich Fromm kommt letztlich keiner vorbei!

Erich Fromm - Liebe zu Gott

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwiTstngx\_bTAhXPEVAKHUidDcsQFggqMAA&url=http://www.pkgodzik.de/fileadmin/user\_upload/Entwicklungsgeschichte/Erich\_Fromm.pdf&usg=AFQjCNFCd\_22whxBxqjksYEgrIvLxG81AQ&sig2=g\_Ih2\_IfJpeR1fmOWM9\_gw&cad=rjt

Danach ist jeder der das liest, jemand der durchblickt.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von jumbojambo
17.05.2017, 11:59

Erich Fromm ist genial.

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Kommentar von vonGizycki
17.05.2017, 12:02

Zusatz:

Dann passiert folgendes: Während alle oder fast alle in der Verkehrung stecken bleiben sind die jenigen, die eigentlich Gesunden die Abnormen. Das ist sehr sehr bitter und hat oft schreckliche Folgen. Das ist in den arabischen Ländern zu beobachten oder aber überall auch dort, wo stark in doktrinierte oder religiöse Fundamentalisten das Sagen habe. Das geht durch alle Offenbarungsreligionen und ist besonders in Sekten präsent..

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 12:16

Nein, bei jeder Form von Religion trifft das zu.

Ganz einfach:
Das beschäftigen mit Religionen macht dir Spaß?
Dopamin wird ausgestoßen.
=> das neuronale Netz erweitert sich indem es realisiert das die Tätigkeit dir Freude bereitet.
=> eine Sehnsucht ensteht und das wiederholen derselben Tätigkeit wird im neuronalen Netz gefördert.
=> du erkundigst dich weiter über das Thema
=> Dopamin-Ausstoß vergrößert sich und das neuronale Netz wird größer und kurbelt das Wiederholen weiter an.
*Je größer das neuronale Netz, desto größer die Belohnung, desto mehr verlangt das Gehirn diese Stimulation.

Es gibt einige instinktiv veranlagte Belohnungen/ ein instinktiv veranlagtes neuronales Netz zu bsp. Orgasmus, Sex, welches überhaupt der Grund für unseren Sex-drang ist.

Je öfter du dich selbst befriedigst desto schwieriger wird es diese Gewohnheit irgendwann abzulegen, da auch die Selbstbefriedigung genau dieses Areal im Gehirn anspricht.

Man kann auch Abhängig werden von Achselhaar-riechen.

Deswegen unterscheidet man ja auch zwischen einer körperlichen Abhängigkeit (Alkohol, Heroin) und einer psychischen (Kokain, Religion, Trainieren, Selbstbefriedigung).

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Religionen enthalten wenig erwiesene Wahrheit, viel Spekulation und viel hochwirksame Unlogik. Eine psychische Abhängigkeit von einer Religion gibt es eigentlich nicht, dafür aber eine Abhängigkeit von einem Zirkelschluß im Glauben (auch Unsinn muß geglaubt werden, weil ein Aufgeben dieses Glaubens die Seele verloren ist).

Die Ähnlichkeit zur Drogenabhängigkeit besteht darin, daß auch Drogen ständig weiter konsumiert werden, weil anderenfalls Entzugserscheinungen auftreten. Jedoch besteht ein Unterschied darin, daß Drogensüchtige wissen, daß es sich um Entzugserscheinungen handelt, wogegen strenggläubige Anhänger eines Irrglaubens ihre Irrtümer nicht mehr als solche wahrnehmen, sondern solche Inhalte für wahr halten.

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 12:19

Nein, bei jeder Form von Religion trifft das zu.

Ganz einfach:
Das beschäftigen mit Religionen macht dir Spaß?
Dopamin wird ausgestoßen.
=> das neuronale Netz erweitert sich indem es realisiert das die Tätigkeit dir Freude bereitet.
=> eine Sehnsucht ensteht und das wiederholen derselben Tätigkeit wird im neuronalen Netz gefördert.
=> du erkundigst dich weiter über das Thema
=> Dopamin-Ausstoß vergrößert sich und das neuronale Netz wird größer und kurbelt das Wiederholen weiter an.
*Je größer das neuronale Netz, desto größer die Belohnung, desto mehr verlangt das Gehirn diese Stimulation.

Es gibt einige instinktiv veranlagte Belohnungen/ ein instinktiv veranlagtes neuronales Netz zu bsp. Orgasmus, Sex, welches überhaupt der Grund für unseren Sex-drang ist.

Je öfter du dich selbst befriedigst desto schwieriger wird es diese Gewohnheit irgendwann abzulegen, da auch die Selbstbefriedigung genau dieses Areal im Gehirn anspricht.

Man kann auch Abhängig werden von Achselhaar-riechen.

Deswegen unterscheidet man ja auch zwischen einer körperlichen Abhängigkeit (Alkohol, Heroin) und einer psychischen (Kokain, Religion, Trainieren, Selbstbefriedigung).

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Kommentar von Archimedeshiwi
17.05.2017, 16:38

Das sagt eigentlich alles!

 Wobei der Unterschied zwischen Glauben und Irrglauben nicht so ohne weiteres zu definieren ist, aber das ist ein anderes Thema. 

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Nein, diese beiden Aspekte haben nichts miteinander zu tun.

Gegner des Glaubens, wie Marx, der seine eigene Ideologie unters Volk bringen wollte, behaupten das zwar. Aber faktisch gibt es da 0,0 Zusammenhang.

Da kannst du auch gleich fragen, ob frühstücken eine Sucht ist. Oder aufs Klo gehen.

Ganz davon abgesehen müsste man erst mal die Begrifflichkeiten klären. Wovon reden wir, wenn wir von Religion reden? Was ist mit dem Begriff Glaube gemeint?

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 11:27

Man kann eine psychische Abhängigkeit für alle Tätigkeiten entwickeln.

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Kommentar von Archimedeshiwi
17.05.2017, 14:27

Das hat Marx nicht gesagt. Marx hat sie als Opium des Volkes bezeichnet, weil das Volk von sich aus die Religion sucht. Das ganze ist aber eine Analogie und nicht wirklich zu nehmen. Religion war ein Verblendungszusammenhang unter vielen für Marx. 

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Also Vergleichbar mit Alkohol ist sie schon mal nicht, da keine Substanzabhägigkeit vorliegt. 

Religion befriedigt seelische Bedürfnisse und diese nicht befriedigt zu bekommen oder sich mühsam eine andere Quelle zur Befriedigung dieser Bedürfnisse zu holen, kann sehr verunsichernd und unangenehm sein. 

Insofern brauchen viele Menschen ihre Religion, solange sie nichts anderes haben, was diese seelischen Bedürfnisse befriedigt. Mit Drogensucht ist es aber nicht vergleichbar. 

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 11:36

Falsch.

Man kann zu allen Tätigkeiten eine psychische Abhängigkeit entwickeln und auch Drogen teilen sich diese "Sparte" im Gehirn.

Körperlich Abhängigkeit ist wieder was ganz anderes (Alkohol, Opioide, Benzo).

Eine psychische Sucht ist anfänglich vergleichbar mit einer Sehnsucht welche zur Routine wird und den betroffenen im glauben lassen es immer wieder ausführen zu müssen obwohl es nicht notwendig ist, sei es fremden an den Achselhaaren riechen, fanatisch einer Religion folgen oder Kokain

*Kokain kann keine körperliche Sucht auslösen und fungiert nach genau dem selben Prinzip, natürlich aber befriedigt ein Kokain Rausch die meisten mehr, als fremden an den Achselhaaren zu riechen, sodass man anfälliger ist in eine Kokain-(psychische)-Sucht hinein zugeraten als in eine "achselhaar"-riechen Sucht.

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Nicht wie eine Droge....jeder meint an jemanden glauben zu müssen. Gründe? (Wieviel Religionen, wieviele Götter gibt es?  Milliarden Menschen, viele sprechen andere Sprachen....haben alle Götter Computer, oder wie ist eine Kommunikation möglich?)

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 12:20

Doch wie eine Droge.

Ganz einfach:
Das beschäftigen mit Religionen macht dir Spaß?
Dopamin wird ausgestoßen.
=> das neuronale Netz erweitert sich indem es realisiert das die Tätigkeit dir Freude bereitet.
=> eine Sehnsucht ensteht und das wiederholen derselben Tätigkeit wird im neuronalen Netz gefördert.
=> du erkundigst dich weiter über das Thema
=> Dopamin-Ausstoß vergrößert sich und das neuronale Netz wird größer und kurbelt das Wiederholen weiter an.
*Je größer das neuronale Netz, desto größer die Belohnung, desto mehr verlangt das Gehirn diese Stimulation.

Es gibt einige instinktiv veranlagte Belohnungen/ ein instinktiv veranlagtes neuronales Netz zu bsp. Orgasmus, Sex, welches überhaupt der Grund für unseren Sex-drang ist.

Je öfter du dich selbst befriedigst desto schwieriger wird es diese Gewohnheit irgendwann abzulegen, da auch die Selbstbefriedigung genau dieses Areal im Gehirn anspricht.

Man kann auch Abhängig werden von Achselhaar-riechen.

Deswegen unterscheidet man ja auch zwischen einer körperlichen Abhängigkeit (Alkohol, Heroin) und einer psychischen (Kokain, Religion, Trainieren, Selbstbefriedigung).

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Nein, da täuschst du dich in der Wirkung. - Religion und in weiterem Sinne Glauben ist alles andere als eine Droge und macht auch nicht abhängig.

Wenn ich für das Christentum, für gläubige Christen und nicht nur hineingetaufte Mitglieder der Kirchen sprechen darf - da entscheiden sich Menschen ganz bewusst, in vollem Besitz ihrer geistigen Kräfte und nach reiflicher Überlegung an die Wahrheit des biblischen Wortes zu glauben und Jesus Christus als ihrem Erlöser nachzufolgen. 

Dieser Glaube trägt sie durch ihr Leben und verliert nicht, wie bei einer Droge, schon nach kurzer Zeit seine Wirkung. 

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Kommentar von 666Phoenix
17.05.2017, 10:27

hummel, auch der Missbrauch von Alk, Tabak, Drogen usw. geschieht zunächst "ganz bewusst, in vollem Besitz ihrer geistigen Kräfte", aber auch und oft ohne Zutun des Probanten!!

Der FS wollte wahrscheinlich nur wissen, ob "Religion" süchtig machen KANN!

Und darauf kann es nur eine Antwort geben:

JA! 

Beispiele? - No problem!

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 11:25

Grundsätzlich kann man zu allen alltäglichen Dingen eine psychische Abhängigkeit entwickeln.
Drogen fungieren genau nach dem selben Prinzip.

Die meisten Drogen können nur eine psychische Abhängigkeit auslösen wie bsp. Ecstasy, Kokain, Amphetamine.

Eine körperliche Abhängigkeit entsteht bei Benzos, Alkohol oder Opioiden und ist auch nicht mehr zu vergleichen mit der einer psychischen, was aber nicht heißt das eine psychische Abhängigkeit, sei es fremden Leuten unter den Achseln zu riechen, fanatisch seiner Religion folgen oder durch bsp. Kokain, nicht genauso schlimm bzw. noch schlimmer werden kann als eine körperliche. 

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 11:40

Hier vielleicht ausführlicher:


Man kann zu allen Tätigkeiten eine psychische Abhängigkeit entwickeln und auch Drogen teilen sich diese "Sparte" im Gehirn.

Körperlich Abhängigkeit ist wieder was ganz anderes (Alkohol, Opioide, Benzo).

Eine psychische Sucht ist anfänglich vergleichbar mit einer Sehnsucht welche zur Routine wird und den betroffenen im glauben lassen es immer wieder ausführen zu müssen obwohl es nicht notwendig ist, sei es fremden an den Achselhaaren riechen, fanatisch einer Religion folgen oder Kokain 

*Kokain kann keine körperliche Sucht auslösen und fungiert nach genau dem selben Prinzip, natürlich aber befriedigt ein Kokain Rausch die meisten mehr, als fremden an den Achselhaaren zu riechen, sodass man anfälliger ist in eine Kokain-(psychische)-Sucht hinein zugeraten als in eine "achselhaar"-riechen Sucht.

Die Tätigkeit und das entstehende Gefühl bestimmen also den Werdegang einer psychischen-Sucht

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Das denke ich schon! Und dann schau mal, wer so alkohol- oder drogenabhängig ist! Sind das Menschen, die mental stark sind - die mit sich selbst im reinen sind? Ich denke nicht. Wer also sich selbst fragt, warum er all diesen Quatsch braucht und an sich arbeitet, der braucht all diesen Quatsch nicht!

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Kommentar von MarkusPK
17.05.2017, 11:04

Es gibt aber auch sehr viele mental starke Gläubige, die mit sich selbst im Reinen sind.

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Kommentar von danhof
17.05.2017, 11:20

Aha. Weil drogenabhängige mental schwach sind, sind es auch Gläubige. Grübel grübel grübel...

"Sind Leute, die Fahrradfahren auch Veganer?"

"Ja klar, wer Fahrrad fährt, kann sich kein Auto leisten. Deshalb sind auch alle Veganer arm. Weil das ja irgendwie dasselbe ist."

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Ein Methodistenprediger sagte einmal:

"Wenn die Religion nicht gerade Anlass gibt zu Zank und Streit, wirkt sie wie eine Droge, die das Gewissen der Menschen abstumpft und sie in eine realitätsfremde Gedankenwelt versetzt. . . . [Die Religion] lässt Menschen engstirnig und abergläubisch sein sowie hass- und angsterfüllt. ... Diese Anschuldigungen sind absolut zutreffend. Es gibt nämlich eine gute und eine schlechte Art von Religion“ (Start Your Own Religion).

Es kommt also auf die Religion selbst an, ob sie wie eine Droge wirkt oder nicht.

Satan hat viele Religionen gegründet, die Hass und Angst säen. 

Was Jesus lehrte, stammt hingegen von Gott. Die wahre Religion ist an der Liebe zu erkennen, sagte Jesus:

"Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“" (Joh. 13:35)

Es stimmt also nur zum Teil, wenn es heißt, die Religion sei Ursache aller Probleme der Menschheit. Die falsche Religion ist dafür verantwortlich. 

Gott ist allerdings fest entschlossen, diese sehr bald vollständig zu beseitigen (Offenbarung 17:16, 17; 18:21). Er fordert jeden auf, der Recht und Gerechtigkeit liebt: 

„Geht aus ihr [Babylon die Große, das Weltreich der falschen Religion] hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht“ (Offenbarung 18:4, 5). 

Gott selbst fühlt sich beleidigt durch eine Religion, die Anlass gibt zu Zank und Streit, die wie eine Droge wirkt, die das Gewissen der Menschen abstumpft und sie in eine realitätsfremde Gedankenwelt versetzt und die die Menschen engstirnig und abergläubisch sowie hass- und angsterfüllt sein lässt.

Die wahre Religion wirkt nicht wie eine Droge, sondern macht frei von all dem Irrglauben der falschen Religionen:

"und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh. 8:32)

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 12:33

"Wenn die Religion nicht gerade Anlass gibt zu Zank und Streit, wirkt sie wie eine Droge"

Alle Religionen können eine psychische Sucht auslösen.

Ganz einfach:
Das beschäftigen mit Religionen macht dir Spaß?
Dopamin wird ausgestoßen.
=> das neuronale Netz erweitert sich indem es realisiert das die Tätigkeit dir Freude bereitet.
=> eine Sehnsucht ensteht und das wiederholen derselben Tätigkeit wird im neuronalen Netz gefördert.
=> du erkundigst dich weiter über das Thema
=> Dopamin-Ausstoß vergrößert sich und das neuronale Netz wird größer und kurbelt das Wiederholen weiter an.
*Je größer das neuronale Netz, desto größer die Belohnung, desto mehr verlangt das Gehirn diese Stimulation.

Es gibt einige instinktiv veranlagte Belohnungen/ ein instinktiv veranlagtes neuronales Netz zu bsp. Orgasmus, Sex, welches überhaupt der Grund für unseren Sex-drang ist.

Je öfter du dich selbst befriedigst desto schwieriger wird es diese Gewohnheit irgendwann abzulegen, da auch die Selbstbefriedigung genau dieses Areal im Gehirn anspricht.

Man kann auch Abhängig werden von Achselhaar-riechen.

Deswegen unterscheidet man ja auch zwischen einer körperlichen Abhängigkeit (Alkohol, Heroin) und einer psychischen (Kokain, Religion, Trainieren, Selbstbefriedigung).


Edit: Ups hab mich glaub versehentlich verlesen, mein Fehler, mein Kommentar macht kein Sinn.

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Ein Alkoholiker ist körperlich Abhängig von Alkohol

Ein Religiöser Mensch kann höchstens psychisch fanatisch-abhängig werden von seiner Religion.

Eine psychische Abhängigkeit kann der Mensch zu allen Tätigkeiten oder Substanzen entwickeln, also auch zu seiner Religion.

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Kommentar von Kholaya
17.05.2017, 11:18

Ein Alkoholiker trinkt jedoch nicht mehr so sehr aus Genuss, wie ein Gesunder, der sich mal einen genehmigt - nicht nur zu bestimmten feierlichen  Anlässen, sondern der Alkoholiker trinkt z. b.um sich von etwas zu entlasten. Ausserdem ist Alkohol ein Nervengift. Wenn der Nachschub fehlt, zeigt sich dies in innerlicher Unruhe, Unkonzentriertheit und Zerfahrenheit. Bis zur völligen Nüchternheit sind diese und andere Symptome kaum auszuhalten und nur durch fortgesetzter Einnahme von Alkohol zu bändigen.

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Kommentar von Archimedeshiwi
17.05.2017, 16:40

Man versuche mal einen religiösen Menschen 28 Tage von seiner Religion fernzuhalten und verspreche sich davon erfolge. Kann bei Alkohol helfen, bei Religion ändert sich da gar nichts. Nicht Vergleichbar. 

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Alles, was zur Gewohnheit werden kann, kann auch in die Abhängigkeit führen. Zur Gewohnheit kann alles werden, was einem ein gutes Gefühl gibt.

Man will einfach öfter oder dauerhaft ein gutes Gefühl bekommen.

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Kommentar von Kholaya
17.05.2017, 10:19

Weil auch der Gläubige nach Glück strebt. Er will glücklich sein und es bleiben.

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Kommentar von danhof
17.05.2017, 11:20

Also Frühstücken zum Beispiel. Boah, bin ich süchtig!!!

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 11:52



Religionen können natürlich eine psychische Sucht auslösen genau wie es Drogen tun.

Sobald im Gehirn Dopamin ausgestoßen wird bei einer bestimmten Tätigkeit welche zudem noch das wiederholen der Tätigkeit ankurbelt spricht man von einer psychischen Sucht.

Wenn du trainieren gehst wirst du mit einem Dopamin Ausstoß belohnt, wenn du dich selbst befriedigst ebenfalls.

Auch das beschäftigen mit Religionen kann ein solchen Ausstoß erzeugen und da das Gehirn ständig die Euphorie, Zufriedenheit und Befriedigung des Dopamin-Rausches "sucht" wird ein immer größeres neuronales Netz erzeugt, sodass das wiederholen einer bestimmten Tätigkeit mit immer mehr Dopamin belohnt wird.

Die meisten Drogen wie Kokain und oder Ecstasy können bsp. auch "nur" eine solche psychische Sucht entstehen lassen, aber natürlich in einem ganz anderen Ausmaß.

Eine körperliche Abhängigkeit wie bei Heroin (Opioiden), Alkohol und bsp Xanax (Benzos) ist wieder rum ein ganz anderes Thema



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In gewisser Weise ja.

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nein, sie können nur verbohrt werden , im extremfalle sogar fanatisch

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Schau dir den Fanatismus der Muslime an, dann kannst du dir die Frage selbst beantworten...

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Kommentar von FehlerFrage
17.05.2017, 10:15

Finde es schön wie verallgemeinert du denkst, andere Religion haben etwa keinen?

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Kommentar von hummel3
17.05.2017, 11:21

Hallo Mannemer,

was hat islamischer Fanatismus mit Drogenabhängigkeit gemein?

Kannst du es nicht erklären?

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Ja, der Erschaffer solcher Glaubensrichtungen (2.Kor.11,14) sorgt dafür, dass jeder in "seiner" Denkweise (Ps.53,2) "hängen bleibt" (Offb.17,1-6).

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