Nichts sehen, nichts hoeren, nichts sagen, das sind sie, die drei Affen. Zeitgeist oder seh ich das uberspitzt ? oder war es gar immer so ?

Ich denke,Menschen waren schon immer so.Je besser es ihnen geht,um so gleichgültiger werden sie.

Das ist eine "Krankheit" unserer heutigen Zeit. Viele können nicht genug bekommen, sind neidisch auf den anderen, kriegen den Hals nicht voll. Schlimm, aber so ist es. Vielen Leuten heutzutage fehlt es von vorne bis hinten an Zivilcourage. Keiner hat mehr eine eigene Meinung. Jeder ist wie ein Fähnchen im Wind und sich selbst der Nächste. Das ist traurig. Man sollte sich wieder einmal auf die wahren Werte besinnen. Sehen, wie schön das Leben sein kann auch ohne großen Reichtum. Wenn man von sich behaupten kann, gesund zu sein, eine Familie zu haben, finanziell einigermaßen gefestigt zu sein, einen lieben Partner zu haben, was will man dann noch mehr? Dabei zeichnen uns Menschen doch auch so viele gute Züge aus, die wir nicht in den Hintergrund treten lassen sollten.

Die Frage ist doch "für wen?"
Hat sie für dich verloren, für mich?
Mitmenschlichkeit ist nichts Konkretes, isoliert zu Betrachtendes, denn sie braucht ein Ziel. (Jemandem etwas menschliches antun)
Wenn du den Wertewandel meinst, da hat sich allerdings einiges getan.
Je besser es uns geht, desto mehr hängen wir an diesem Status. Je mehr Güter ich habe, desto mehr Verlustängste habe ich und muß sicherheitshalber noch mehr Güter horten.
Da bleibt natürlich die Menschlichkeit auf der Strecke.
Gottseidank sind aber nicht alle Menschen gleich, - und so besteht noch Hoffnung!
Mitmenschlichkeit hat nicht an Wert verloren, sie ist vielmehr in den Hintergrund gedrängt worden. Wo man sich früher noch nachbarschaftlich über den Zaun lehnte sterben heutzutage alleinstehende Menschen in trauriger Einsamkeit. Das "Wir"-Gefühl, das zusammen gehören, das vereint sein, trat vergangenes Jahr - anläßlich der Fußball-WM - wieder sehr in den Vordergrund. Doch kaum ist das letzte Spiel abgepfiffen schlüpft Jeder wieder zurück in seine eigene Welt. Bei der diesjährigen Handball-WM wurde dieses 'Miteinander' nochmal künstlich erzeugt - das Ergebnis nach dem Turnier war dasselbe. Ein Miteinander beinhaltet Vertrauen, Verläßlichkeit, Mut und noch weiterer Dinge. Die Frage stellt sich, wer sich sich a) die Zeit dafür nimmt, b) sich dafür opfert (wobei ich das nicht als Opfer sehe) und c) sich spontan dafür entscheidet ("darf ich Ihnen über die Straße helfen, soll ich Ihnen den Brief einwerfen..."). In heutiger Zeit werden unsere Nachkommen nicht mehr mit diesem Miteinander konfrontiert, da sind Prioitäten im Bereich neues Handy, PC3, Internet usw. maßgeblicher - traurig, aber wahr