Frage von DerGuteAlteBud, 78

Hat mich der übertriebene Feminismus jetzt schon dazu gebracht, dass ich mich als Typ total unbegründet schlecht fühleZufällig ein und derselben Frau hinterher?

Das passiert mir ÖFTER... und es ist immer so ne awkward situation! Ich wohne zwar schon mitten in einer Stadt, aber dort in einem eher abgelegenen Teil, in dem nichts weiter los ist... Oft laufe ich nachts aus der Innenstadt nach Hause und vor mir läuft dann hin und wieder eben auch mal ne Frau/Mädchen (jedes mal verschiedene, ich rede nicht von ein und derselben)...

Ich fühle mich immer so dumm, wenn ich dieselbe Geschwindigkeit wie das Mädel laufe, bloß halt 20-30 Schritte hinter ihr... und dann kommt halt noch dazu, dass ich meist 1-2 km hinterherlaufen MUSS, weil ich ja nach Hause will. Straßenseite wechseln geht nicht, weil es dort nur eine Seite gibt... und überholen ist auch doof, weil ich dann ja meine Schritte hinter ihr beschleunigen müsste... und das hört sie und läuft dann auch schneller.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Maybewrong, 35

Du gibst Feminismus die Schuld hin und wieder auf deinen Nachhauseweg Frauen hinterher zu gehen?

Was hat Feminismus deiner Meinung nach mit deinen Gefühlen zutun?

Kommentar von DerGuteAlteBud ,

Weil es das Wesen des Feminismus ist, alle Männer als Vergewaltiger hinzustellen.

Kommentar von landregen ,

Aha, daher weht der Wind! Da muss man erst einmal drauf kommen, wie du um sieben Ecken denkst!

Dass du dir Sorgen machst, die Frauen könnten nachts im Dunkeln Angst vor dir haben, das kann ich sogar noch nachvollziehen, und das spricht in meinen Augen für dich.

Männer oder gar "alle Männer" als Vergewaltiger hinzustellen, das hat wiederum auch rein gar nichts mit Feminismus zu tun, genau so wenig, wie Terror gottgewollt wäre....

Sorry, ich hab's heute mit den Vergleichen ....

Kommentar von Maybewrong ,

Er ist keiner.
Wegen  einer Bewegung, deren größtes Anliegen NICHT ist ALLE Männer als Vergewaltiger hinzustellen, muss man kein schlechtes Gewissen haben.

Feminismus als Grund zu nehmen ist recht widersinnig.

Kommentar von landregen ,

Stimmt genau.

Man nennt das, was hier geschieht, auch "Projektion". Das ist menschlich, aber unlauter und nicht hilfreich.

Ein ähnliches Beispiel: Zwei Bekannte von mir sind an ihrem neuen Arbeitsplatz regelmäßig zu spät erschienen, sind einige Male sogar unentschuldigt ganz fern geblieben und haben, insbesondere, wenn Anpacken gefragt war, hinter der nächsten Ecke zum Rauchen verkrümelt.

Der Chef war geduldig, aber die Probezeit haben sie trotzdem nicht überstanden. So ist es ihnen schon mehrmals gegangen mit Chancen, die ihnen geboten wurden. Sie sind felsenfest davon überzeugt, arbeitslos zu sein, weil "die Ausländer" ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen.

Leider ist das weit verbreitet. Wenn man mit irgendwas nicht klarkommt, dann sind "die Juden", "die Ausländer", "der Feminismus" Schuld. Man selbst hat keine Verantwortung und muss an sich nichts ändern...

Kommentar von DerGuteAlteBud ,

Was bitte soll ich an mir ändern, wenn ich keiner Frau was antun will aber eben ab und zu mal mal nachts zu Fuß unterwegs sein muss oder auch möchte.

Antwort
von Kapodaster, 51

Wir wissen nicht, warum du dich schlecht fühlst.

Aber einem abstrakten Denkmodell dafür die Schuld zuzuschieben ist mit Sicherheit ein total unproduktiver Ansatz.

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