Frage von Kakauchen, 57

Hat meine schwangere freigestellte chefin noch weisungsbefugnis?

Hallo zusammen,

Unsere chefin ist endlich schwanger ( sie hat sich das kind so sehr gewünscht ) nun ist sie freigestellt weil sie eine risikoschwangerschaft ist.

Meine frage nun:

Hat sie noch weisungsbefugnis über uns, obwohl eine andere führungskraft an ihre stelle getreten ist die in ihrer abwesenheit den chefposten übernimmt?

Vielen dank im voraus

Antwort
von offeltoffel, 31

Wenn sie eine offizielle Vertretung bestimmt hat, ist die nun für dich zuständig. Nur mal angenommen, deine schwangere Chefin ordnet an XY zu tun, aber ihre Vertretung untersagt es dir, dann müsstest du dich natürlich an die derzeitige Chefin halten.

Vermutlich ist das aber eher eine Sache, die die beiden Damen unter sich klären werden. Die Frage ist, ob du nicht ein Problem bekommst, wenn du konterst "SIE haben mir gar nichts zu sagen!"...dann wird es wohl nicht lange dauern, bis die Vertretung bei dir auf der Matte steht und fragt, was das soll.

Darf man fragen, worum es geht?

Kommentar von Kakauchen ,

Gerne😊 sie kann sich so schlecht von dem betrieb trennen und wir haben alle ein wenig angst dass sie eine fehlgeburt erleidet.

Wenn sie in dem zeitraum der freistellung nicht weisungsbefugt wäre dann könnten wir ihr das argument ihrem ungeborenen kind zuliebe anwenden damit sie sich schont und die schwangerschaftsvertetung das schon schafft und wir sie dabei unterstützen.

Kommentar von offeltoffel ,

Puh, schwieriges Thema.

Ich finde, die Leute sind schon für sich selbst verantwortlich. Ihr könnte es durchaus sauer aufstoßen, wenn ihr sie davon abhalten wollt, sich in die laufenden Geshäfte weiter einzumischen und dafür als Grund ihr Kind vorschiebt (so mag es sich dann für sie anfühlen, auch wenn ihr es im Guten meint).

Meiner Meinung nach sollte das ein Ding zwischen eurer schwangeren Chefin und deren Stellvertreterin sein. Die beiden müssen das klären. Ihr könnt ihr zu verstehen geben, dass der Betrieb auch ohne sie gut läuft. Verzichtet darauf, sie Dinge zu fragen, auch wenn es als simple Lösung erscheint und sie ja "eh nur zu Hause rumsitzt".

Kommentar von Kakauchen ,

Ok vielen dank

Expertenantwort
von Robert Mudter, Fachanwalt für Arbeitsrecht, 14

Lass es mich so sagen: Es kann sein, dass Sie Dir gegenüber noch weisungsbefugt ist. Die andere Führungskraft muss nicht zwingend weisungsbefugt geworden sein. Der Arbeitgeber kann intern auch eine andere Rollenverteilung vornehmen.

Auch wenn sie freigestellt ist, besteht ja das Arbeitsverhältnis noch. Dies solltest Du (freundlich) abklären, um hier keine Mißverständnisse entstehen zu lassen. Die Kunst ist es dies abzuklären ohne, dass dies den Geschmack eines gegeneinander ausspielens bekommt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community