Frage von Mina44, 48

Hat meine Mutter Schizophrenie?

Ich hab vor ca einem jahr unter Depressionen gelitten, seitdem bin ich bei einem Psychotherapeuten. Da meine Mutter bei meinen problemen eine große Rolle spielt, haben wir sie zum letzten Gespräch eingeladen. Obwohl mein therapeut und ich ihr keine vorwürfe gemacht haben (wir sind genauer gesagt nicht mal zu wort gekommen) ist meine Mutter nach ca 45 Minuten aus dem Raum gestürmt und ins Auto. Ich bin dann raus und sie hat ziemlich stark geweint und gezittert (sie hat nicht mal gerade fahren können weil sie so gezittert hat) und sie hat mich dann durchgehend angeschriehen und gesagt dass ich nicht mehr ihre Tochter bin und dass ich davonlaufen soll. Sie ist normalerweise überhaupt nicht so aber ab und zu hat sie so zusammenbrüche (so kommt es mir zumundest vor. Ich hab anfangs versucht sie zu beruhigen, hab dann jedoch aufgegeben und daheim angekommen war auf einmal alles wieder gut. Es ist als ob das nie vorgefallen wäre. Da sowas wie gesagt schon öfter vorgekommen ist, würde much interessieren ob das normal ist oder an einer Krankheit liegt(?) Mein Therapeut meinte auch dass ich nicht schuld daran war also es muss so wie ich das einschätze schon an persönlichen Problemen liegen:/// Habt ihr vllt eine Idee was das sein kann bzw was ich tun kann?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von blechkuebel, 16

Schizophrenie ist was anderes. Zu Symptomen der Schizophrenie gehören z.B. Halluzinationen (z.B. Stimmen hören, Gerüche riechen, die nicht da sind), Wahnvorstellungen (z.B. dass einem Gedanken eingepflanzt oder weggesaugt werden), sozialer Rückzug, verarmter Affekt oder Unfähigkeit, Freude zu empfinden (Anhedonie).

Das klingt mehr nach einem "Nervenzusammenbruch". Und es klingt danach, dass deine Mutter auch einige Probleme hat. Wenn die eigene Tochter in Therapie geht, kann das erstmal auch sehr unangenehm sein, wenn einem bewusst gemacht wird, dass man nicht immer perfekt gehandelt hat. Das ist schwer zu akzeptieren, weil das ans Selbstwertgefühl geht. Deswegen braucht sie wohl erstmal Zeit, um das akzeptieren zu können.

Kommentar von Mina44 ,

okay hmm ja das ist einleuchtend:/ sie fühlt sich auch dauernd nicht geschätzt und so also das kann gut sein... Ich denke dass manche Sachen einfach zu tief sitzen und vielleicht sollte ich einfach versuchen dass ich ihr zeige wie sehr ich sie schätze und ich wohn ja eh nicht mehr lange daheim- das wird bestimmt besser wenn ich mal ausgezogen bin.

Antwort
von bilderrahmen987, 17

Klingt so, als hätte sie auch ihr Päckchen zu tragen. Vielleicht kannst du ihr ja mal nahe legen, dass sie sich in fachkundige Hände begibt. Mehr kannst du da glaub ich nicht tun.

Erst kürzlich hat meine Hausärztin zu mir gesagt: "Sie können nicht die ganze Welt retten". (Ich leide auch an Depressionen) Also mach ihre Probleme nicht zu deinen.

Kommentar von Mina44 ,

Den gedanken hatte ich auch schon. Ich hatte ihr eigentlich auch vorgeschlagen, dass sie selbst mit einem Therapeuten redet, damit keiner das Gefühl haben muss allein zu sein bzw kritisiert zu werden und auch damit man besser kommunizieren kann aber das hat sie dann als Beleidigung genommen. Sie hat nicht das Gefühl dass sie sich ändern muss. Naja, ich denke ich kann wirklich nichts tun. auf jeden fall danke für deine Antwort, ich hoffe das mit den Depressionen wird wieder:/

Antwort
von linksgewinde, 18

Sie hat erfahren, Fehler gemacht zu haben. Die erste Reaktion: Kontra, die 2. Flucht, die 3.: da war doch nichts. Also alles O.K.

Gib ihr einen Kuss, von mir auch.

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