Frage von cheyenne8181, 77

Hat mein Vater noch einen anspruch auf seinen Pflichtteil obwohl er 1989 einen Erbverzicht für sich und seine Abkömmlinge unterschrieben hat?

1989 hat meine Vater einen Erbverzicht für sich und seine Abkömmlinge unterschrieben und da dann auch einen Betrag erhalten dies wurde über einen Notar gemacht und auch so in dem Testament von 1989 niedergeschrieben. Nun hat meine Oma das Testament mehrmals noch geändert und 2015 hat sie es zu gunsten meiner Schwester geändert und meinen Vater nicht berücksichtigt sie hat nur vor der Anwältin gesagt das mein Vater nicht mal seinen Pflichtteil bekommen soll. Dann hat Sie das Testament noch mal geändert aber nicht beim Notar oder einer Anwältin sondern hat es selbst gemacht dabei hat sie nur noch ihre Ur- Enkelkinder hinzugefügt und wieder geschrieben das ihr Sohn nichts bekommen soll da er zu lebzeiten schon so viel bekommen hat. Dieses Testament hat sie im Nachlassgericht hinterlegt. Das war so im März 2015. Im September 2015 sagte dann der Arzt das meine Oma am leichte Dement hat was sich so bemerkbar macht das Sie Tage vergisst und Datum also kurz um sie hatte ein Problem sich das zumerken. 2016 stellte ich dann meine Schwester einen Betreuunsantrag bei Gericht da es ihr der Bankangestellte meiner Oma empfohlen hat, weil mein Vater behauptete meine Schwester mache sich eines Kartenbetruges strafbar,es kam dann ein Gerichtsbetreuer der mit meiner Oma alleine redete und sie fragte ob und wem Sie den gerne hätte der sich um ihre belange Kümmert und ihr hilft sie wurde dann gefragt ob sie möchte das es ihr Sohn macht oder wer anders darauf war laut dem Prüfer nur die Antwort meine Enkeltochter mein Sohn will ich nicht sehen der hat mir Geld geklaut und ich will meine Ruhe von dem. Dann wurde meine Schwester gefragt ob sie das machen würde diese hat dann dem Herren alles gesagt was da mit ihrem Vater, ihrer Oma und ihr selbst alles vorgefallen ist. Dann meinte der Herr nur ihre Oma hat zwar dement weis aber dennoch sehr gut was ihr Sohn gemacht hat und was Sie will. Das hat sie auch im Pflegeheim zu den Angestellten, zur Anwältin, zu ihren Vermögensberater und der Bank sowie zu ihren Freundinen mehrmals gesagt. Nun unterstellt ihr Sohn sie wäre beeinflusst worden von seiner Tochter und das Sie als sie das Testament machte schon Dement gewesen sei. Das seine Tochter eine Erbschleicherin, Betrügerin, Lügnerin und ein Geldgieriger Mensch sei Meine Frage nun Hat mein Vater einen Pflichtteilanspruch Ist das Testament was meine Oma zu gunsten meiner Schwester machte gültig Und was ist mit dem Erbverzicht den mein Vater 1989 bei dem Notar unterschrieben hat und wo er einen Geldbetrag erhalten hat Kann er das Testament wo meine Schwester als begünstigte drinnen steht Anfechten oder für nichtig erklären lassen

sorry wegen der rechtschreibung und den fehlenden komma oder punkt zeichen aber ich denke darauf kommt es hier auch nicht an

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo cheyenne8181,

Schau mal bitte hier:
Erbrecht erbverzicht

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Blindi56, 35

Es gilt immer das letzte Testament, das bei geistiger Gesundheit geschrieben wurde.

Da der Sohn aber eh schon auf sein Erbe verzichtet hatte  und abgefunden wurde, ändert sich für ihn gar nichts mehr....(sofern das neue Testament nichts anderes sagt)

Per neuem, und somit geltenden Testament könnte die Oma nun allerdings noch alles ändern und z. B. den Erbverzicht für die Abkömmlinge ihres Sohnes aufheben, was sie ja wohl getan hat, indem sie eine Enkelin berücksichtigt hat.

Antwort
von Turbomann, 31

Ein Anwalt für Erbrecht kann dir hier rechtlich fundierte Auskünfte geben.

Deshalb sollte man ein Testament bei einem Notar oder Anwalt machen, das dann mit Siegel versehen hinterlegt wird und das dann, wo man noch seinen Willen vollständig, eigenständig zum Ausdruck bringen kann.

Selber verfasstes Testament, könnte auch mal abhanden kommen.-

Antwort
von imager761, 16

Ein notarieller Erbverzicht schliesst allermeist einen Pflichttelsverzicht mit ein und wäre unwiderruflich erklärt, § 2346 I BGB.

Wieso liest man sich die Ausfertigung für den Verzichtenden, deinen Vater, nicht einfach mal durch um zu wissen, was vereinbart wurde?

Nach den Verlautbarungen der Oma und ergfolgter Abgeltung in Geld vermag ich jedenfall nicht davon auszugehen, dass ein Pflichtteilsrecht i. S. d. § 2346 II BGB vorbehalten wurde.

Notarielle Testamente gehen privatschriftlichen vor es sei denn, es wäre widerrufen oder aus amtlicher Verwahrung genommen. Wie dem auch sei, Tochter oder auch Urenekel als Erben eingesetzt, mit gewilkürter Erbeinsetzung wärst du als Enkelin nicht gesetzl. erbberechtigt und auch nicht anfechtungsberechtigt :-(

Ebenso nicht dein Vater, mit seinem Erbverzicht gilt er erbtechnisch als schlicht nicht vorhanden, "als ob er nie gelebt hätte", § 2346 I 2 BGB.

G imager761

Antwort
von FrauFanta, 32

Ja! Der Pflichtteilsanspruch besteht trotzdem

Kommentar von cheyenne8181 ,

ok aber das ist eben das was ich nicht verstehe die einen sagen nein der bekommt auch nicht den Pflichtteilsanspruch und die anderen sagen doch der steht ihm schon zu

Kommentar von imager761 ,

Es ist auch falsch :-O

Mit einem notariell beurkundeten Erbverzicht ist "der Verzichtende [...] von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen, wie
wenn er zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebte; er hat kein
Pflichtteilsrecht." bestimmt § 2346 I 2 BGB.

Was Frau Fanta offenbar hier verwechselt, ist der gesetzliche Mindestanspruch der Enterbten, der gilt aber nicht, wenn jemand seinen Verzicht gegen Geld beim Notar erklärt. Unwiderruflich.

Kommentar von FrauFanta ,

Pflichtteilsanspruch hat man immer, selbst wenn man zB enterbt ist.

Kommentar von cheyenne8181 ,

ja aber er wurde ja nicht enterbt sondern hat einen Erbverzicht unterschrieben und einen Erbteil ausbezahlt bekommen als er diesen beim Notar unterschrieben hat wurde der betrag bar ausbezahlt

Kommentar von FrauFanta ,

Das wird angerechnet. Wenn es weniger war als der Pflichtteil hat er einen Pflichtteilsergänzungsanspruch. Glaub mir, ich mache gerade das Gleiche durch und ich bin rechtlich schon weiter ( kurz vor der Klage)

Kommentar von imager761 ,

Glaub mir, ich mache gerade das Gleiche durch und ich bin rechtlich schon weiter ( kurz vor der Klage)

Das wage ich zu bezweifeln und rate dir dringend, noch einmal die Rechtslage von einem zweiten Sachkundigen prüfen zu lassen oder die Unterschiede zu deinem Fall zu erkennen.

Ein notarieller Erbverzicht i. S. d. § 2346 BGB ist hier einschlägig und schliesst jeden Pflichtteils- wie auch Pflichtteilsergänzungsanspruch definitiv und unwiderruflich aus. Denn damit gilt der Verzichtende, als ob er nie gelebt hätte und kann deshalb gar keine Forderungen mehr stellen.

Kommentar von sassenach4u ,

Genau so ist es, Frau Fanta, da werden Sie, wenn es bei Ihnen genau so ist, vor Gericht scheitern. Das wäre ja auch noch schöner- erst den Erbverzicht notariell erklären, sich mit Geld abfinden lassen und dann noch einmal die Hand aufhalten, wenn der Erbfall eintritt. Genau das soll ja mit dem Erbverzicht erreicht werden- Klarheit für die Erben. Und jemand, der den Erbverzicht erklärt, dem wird beim Notar auch deutlich gesagt, was das für Folgen hat.

Antwort
von Violetta1, 43

Erbe ausschlagen- dann kriegt man nichts mehr.

Gar nichts mehr. Darum schlägt man es ja aus.

Kommentar von sassenach4u ,

nicht ausgeschlagen- verzichtet- gegen eine Geldzahlung

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