Hat mein Opa Anspruch auf Unterstützung in Form von Pflegestufen oder ähnliches?

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6 Antworten

Grundsätzlich ist zu merken:

Nicht die Erkrankungen oder die schwere einer Erkrankung bedingt eine Pflegestufe, sondern der aus der Erkrankung resultierende Hilfebedarf ist Pflegestufenrelevant.

Die Pflegestufe Null erhält nach § 45 SGB XI, wer auf Grund von Demenz, geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankungen einen erhöhten Betreuungs-  und Beaufsichtigungsbedarf hat, aber die Voraussetzungen der Pflegestufe 1 nicht erfüllt.

Um in eine Pflegestufe zu gelangen, sind  aus den Bereichen:

Grundpflege, Ernährung, Mobilität und Ausscheidungen, tgl. mind. 46 min Hilfe durch dritte, direkt am Körper erforderlich.

Hinzu kommen noch mind. 45 min hauswirtschaftliche Hilfe. Diese hat jedoch keinen Einfluß auf die Höhe der Pflegestufe.

Benötigt dein Opa tgl. 46 min Hilfe durch andere Personen, bei oben genannten Tätigkeiten?

Pflegestufenanträge werden bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen gestellt. Dies muss der pflegebedürftige selbst erledigen, oder es liegt eine Vollmacht der Pflegekasse vor, dass andere Personen, Anträge für ihn stellen dürfen.

Die Pflegekasse beauftragt den MDK zur Begutachtung im häuslichen Bereich. Dann bekommt ihr von der Pflegekasse einen Bescheid.

Liegt man noch in der Klinik, so kann der dortige Sozialdienst einen Eilantrag zur Pflegestufe stellen. Meist kommt nach ca. 8 Tagen der vorläufige Bescheid zur Pflegestufe 1.

Fragt in der Klinik beim Sozialdienst an.

Ist der Pflegebedürftige wieder zu Hause, so kommt der MDK zur endgültigen Begutachtung ins Haus.

Ihr könnt Pflegegeld beantragen, das gibt es wenn ausschließlich durch privat Personen gepflegt wird. Kombileistung wird beantragt, wenn ein ambulanter Pflegedienst mit ins Boot geholt werden soll.

Ach, der Hausarzt hat mit dem Antrag zur Pflegestufe nichts zu tun, ausser, dass er die Diagnosen beiträgt.

Bei seinen Einschränkungen kann er beim Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis beantragen.  Da sehe ich einen Erfolg.

Jedoch hat er dadurch nicht wirklich viele Vorteile. Finazielle Unterstützung zur Pflege bekommt er dadurch nicht. Er er hat einige Vergünstigungen bei der Steuer, KFZ Steuer, kann auf Antrag kostenfrei mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

Beratungen zu diesem Thema bekommt ihr bei einem Pflegestützpunkt, den örtl. ambul. Pflegediensten, dem Seniorenbüro der Stadt oder anderen sozialen Verbänden wie z. B. dem VdK.

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Das entscheidet der MDK. Im Normalfall beantragt der Soziale Dienst des Krankenhauses eine Begutachtung (gerade selbst erlebt). Ihr könnt den Antrag an die Pflegekasse aber auch selber stellen.

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Frag mal seinen Hausarzt bestimmt hat er Anspruch bei seinen Krankheiten

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Kommentar von Griesuh
02.08.2016, 11:32

Grundsätzlich ist zu merken:

Nicht die Erkrankungen oder die schwere einer Erkrankung bedingt eine Pflegestufe, sondern der aus der Erkrankung resultierende Hilfebedarf ist Pflegestufenrelevant.


Der Hausarzt hat mit einer Pflegestufe und dem Antrag dazu nichts zu tun, ausser die Diagnosen beizutragen.

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Leider ist es so das es nach einer Art Zeitaufwand in der Grundpflege eingeteilt wird. Wie Griesuh schon schrieb. 

Ausnahme wäre eine Demenz Erkrankung. 

Am besten ihr lasst euch bei der Krankenkasse beraten. 

Und ein kleiner Tipp auch wenn ihr dieses Jahr noch keine Pflegestufe erhalten solltet ab dem 1.1.17 gibt es ein neues Gesetz das auch leichtere Fälle mit einbezieht. 

Hier ein Link dort kannst du dich gut einlesen.

http://mobile.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege/pflegebeduerftigkeit/pflegestufen.html

Wenn ihr den Pflegedienst auf eigene Kosten übernehmen würdet dann ginge das auch. Ist aber nicht empfehlenswert. 

Und wenn der sogenannte Medizinische Dienst zum prüfen kommt dann, seid vorsichtig die sind seeeehr streng in der Einteilung. 

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Hier müsste über die Krankenkasse ein Antrag auf Anerkennung einer Pflege-stufe gestellt werden. Der Medizinische Dienst prüft dann vor Ort den Gesundheitszustand des Opas und trifft anschließend eine Entscheidung.

Bei Anerkennung einer Pflegestufe gibt es entsprechende Unterstützung aus der Pflegekasse.

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je nack krankenversicherung läuft das anders; auf jeden fall kommt der medizinische dienst ins haus und prüft die pflegebedürftigkeit.bei meiner omi ging das ganz schnell, und es lief alles glatt - gsd

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Kommentar von Griesuh
02.08.2016, 11:30

Das läuft nicht bei jeder Krankenkasse anders ab. Das ist bundeseinheitlich geregelt. Und übrigens ist da für die Pflegekasse und nicht die Krankenkasse zuständig.

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