Hat mein Kind ADHS?

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8 Antworten

ADHS ist eine Modediagnose, desshalb darf man auch nicht gleich bei einigen Verhaltensauffälligkeiten von ADHS ausgehen.

Was du jedoch beschreibst klingt paradox. Zuhause ist er aufgedreht und hyperaktiv. Dies klingt stark nach ADHS, doch im Kindergarten ist er ruhig. Dies wiederum passt überhaupt nicht ins Bild eines ADHS.

Die meisten Kinder mit ADHS sind vor allem in der Schule und im Kindergarten so hyperaktiv, dass sie den Unterricht stören. Zudem können sie sich schlecht konzentrieren und lassen sich leicht ablenken (im negativen Sinne).

Vielleicht braucht er einfach sehr viel Aufmerksamkeit. Eine Ferndiagnose stellen kann allerdings niemand hier. Dazu musst du zu einer Fachperson. Es gibt auch spezielle Beratungsstellen für ADHS.

Die Frage stellt sich auch, was die Perspektive ist. Vorausgesetzt er hat ein ADHS braucht es viel Geduld und Verhaltensübungen, die man den Kindern auch spielerisch beibringen kann. In einem solch jungen alter rate ich dir dringend von Medikamenten ab.

PS: Habe selbst ein ADHS

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Kommentar von Adlerblick
02.11.2016, 21:40

@samm1917: Das stimmt definitiv nicht! ADHS ist keine Modediagnose. Diese Krankheit ist bereits seit 200 Jahren bekannt und wird vererbt!

Eine zuverlässige Diagnose kann der Kinder- und Jugendpsychiater jedoch erst ab der Altersstufe 9 Jahre stellen.

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Ganz ehrlich - für mich klingt das nach einem ganz normalen Kind! Meine Tochter ist knapp vier, macht keinen Mittagsschlaf mehr und ist nicht vor 20 Uhr im Land der Träume. Morgens geht es um kurz vor sieben aus den Federn. Alles andere "läuft nicht".

Mein Sohn war im gleichen Alter ähnlich und auch heute noch muss er richtig ausgepowert sein (und damit meine ich nicht ein paar Runden um den Block oder ne halbe Stunde Spielplatz...), damit er abends gut schläft. Er ist aber nun auch etwas älter und kann sich zur Not noch ein Weilchen mit einem Buch beschäftigen, bis die Augen schwer werden.

Wie kommst Du denn bei dem beschriebenen Verhalten überhaupt auf ADHS? Dein Kind kann still sitzen, kann zuhören - alles gut! Und es ist doch völlig normal, dass es dafür auch einen Ausgleich braucht - also eben Bewegung!

Zudem ist doch auch jeder Mensch unterschiedlich - jeder hat ein anderes Schlafbedürfnis und jeder kommt abends anders zur Ruhe. Wenn Eure Abendroutine es bisher vorsieht, dass Du bei ihm bleibst, bis er eingeschlafen ist, scheint das ja nicht mehr zu funktionieren. Vielleicht funktioniert nach der Geschichte ein "langweiliges" Hörspiel oder leise Musik? Frag ihn! Er kann antworten! Aber bitte klärt das deutlich vor dem Zubettgehen, damit es nicht erst dann Diskussionen gibt... ;-) Erkläre Deinem Sohn, dass er ja jetzt schon groß ist und "mitbestimmen" darf...

Oder auch der Zeitpunkt zum Schlafengehen - ist er da schon "über den Punkt?" - dann vielleicht mal eher ins Bett. Oder aber er ist noch nicht müde genug, dann eben eine halbe Stunde später.

Alles Gute und viel Erfolg!

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Man muss nicht immer gleich ADHS vermuten. Wenn er es hätte, dann wäre er immer so und nicht nur dann, wenn Du bei ihm bist.

Dass er als Baby viel Schlaf gebraucht und geschrieen hat, ist überhaupt kein Indiz dafür, dass er ADHS hat. Dies ist bei Babys normal.

Ich denke eher, dass es an Deinem Verhalten ihm gegenüber liegt. Vielleicht setzt Du ihm nicht genügend Grenzen oder bist in dem, was Du bei ihm versuchst durchzusetzen nicht konsequent genug.

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Man sollte nicht immer gleich von ADHS ausgehen. Mein Kleiner hat auch viel Energie, dreht zuhause auf und in der Schule ist er zurückhaltend. Ich denke, er lässt seine Energie zuhause ab. In´s Bett krieg ich ihn von Kleinauf nicht früher als halb 9. Jedenfalls nicht so, dass er zeitnah einschläft.

Ich bringe ihn, halb 9 ins Bett und erzähle ihm dann Geschichten oder lese ihm was vor. Nach 30 Minuten gehe ich. Er braucht dann noch etwa 1 Stunde bis er einschläft.

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Das liegt ja offensichtlich an dir. ADHS ist es nicht, sonst wäre er im Kindergarten weit überdrehter als bei dir.

Kinder und vor allem Jungs sind nun mal wild und oft aufgedreht.

Besuche ein paar Erziehungskurse. Eltern sollten vor allem lernen sich selbst zu reflektieren. Kinder brauchen sichere Eltern.

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Bei einem Dreijährigen lässt sich das noch gar nicht sagen, ob eine ADHS vorliegt.

Ich habe eher den Eindruck, dass Du zu viel gelesen hast über ADHS und nun auch Dinge hineininterpretierst, die bei Deinem Sohn gar nicht vorhanden sind.

Das Verhalten, das er zeigt entspricht einem normalen gesunden Kind. Es gibt halt Kinder, die temperamentvoller sind und andere wiederum weniger.

Mach Dir keine Sorgen. Die Erzieherinnen würden Dir schon sagen, wenn sie etwas Derartiges beobachten.

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Es ist sehr oft so, dass Kinder zu Hause anders sind, als im Kindergarten.

Nun stellt sich die Frage, was ist sein wahrer Charakter?

Ein Junge aus unserem Kindi ist zu Hause sehr lieb. Die Mutter spielt mit ihm, er ist immer unter Aufsicht und immer hat er die Mutter für sich allein. Die Mutter räumt immer auf und kümmert sich.

Der Junge ist im Kindi völlig ein anderer. Er ist ein Chaot, weil er nicht weiß mit wem er und was er  spielen soll. Er hat es nicht gelernt, alleine ein Spiel auszuwählen, er hatte nie einen Spielpartner, er hat allen Kindern das Spielzeug weggenommen. Er hat alle Spiele aus den Schränken gerissen. Er wusste nicht, was damit anfangen, weil niemand da war, der sich alleine um ihn geümmert hat. Er hat geschrien und gebissen, sobal ein Kind in seine Nähe kam.

Der Junge hatte es extrem schwer, war wie ein Wirbelwind, immer und überall, kam nicht zum Sitzen, konnnte nicht alleine essen und anziehen, nichts, er war nicht kindergartentauglich.

Die Mutter glaubte unseren Worten nicht.

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Kommentar von mamaundtim
01.11.2016, 14:33

er ist genau umgedreht.zuhause aufgedreht und will auch immer mit mama spielen und im Kindergarten ruhig.auch ebend beim Friseur super ruhig.

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Es gilt heute als gesichert, dass ADHS zu einem hohen Prozentsatz erblich ist. Die Wahrscheinlichkeit für Kinder eine ADHS zu haben, wenn auch ein Elternteil betroffen ist, liegt bei 20-30 %. Man findet aber fast immer weitere Familienmitglieder, die ebenfalls ADHS-Symptome aufweisen. Der Ausprägungsgrad kann dabei stark variieren. Haben beide Eltern eine ausgeprägte ADHS, so liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die leiblichen Kinder eine ADHS entwickeln, bei fast 90%.

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