Frage von hardyszottel, 68

Hat mein Arzt eine zu voreilige Diagnose gegeben (Depression/ Esstörung)?

Ich habe seit ca. 5 Monaten Probleme mit dem Essen. Also Probleme im Sinne einer Essstörung! Ausgelöst wurde das sehr wahrscheinlich durch ein sehr belastendes Erlebnis im Oktober letzten Jahres, als eine Person, die mir sehr nahe steht, schwer erkrankt ist! Mittlerweile weiß meine Familie Bescheid, und meine Eltern waren bei einer Beratung der Suchthilfe! Dort wurde ihnen geraten, ich solle zum Arzt gehen um einen Gesundheitscheck zu machen (Um sicher zu gehen, dass es mir körperlich möglichst bald besser geht) und, was für mich eigentlich am wichtigsten war: Eine Diagnose zu bekommen! Jetzt war ich gestern beim Arzt (der uns sogar explizit empfohlen wurde) und mir wurden einige, aber WENIGE, Fragen gestellt. Untersucht werde ich erst am Montag. Jedenfalls hat diese Ärztin schon nach diesen paar Fragen die Diagnose gestellt, dass ich eine rezessiv, depressive Verstimmung habe und das ich eine Esstörung habe, bei der jedoch nicht ganz klar ist ob es eine reine Magersucht ist.... also das ist ja alles schön und gut, aber ich frage mich ernsthaft ob ich dieser Ärztin vertraue. Sie hat mich nicht wirklich genau nach meinem Essverhalten gefragt, und diese depressive Verstimmung meiner Meinung nach auch nur danach diagnostiziert, das ich gesagt habe mir ging es im Oktober sehr schlecht.... Ich war auch höchstens 15 Minuten mit ihr im Gespräch, wovon bestimmt 6 für die Terminapsprache draufgingen. Ach keine Ahnung was ich jetzt denken soll :( Hat einer von euch Erfahrungen mit solchen Diagnosen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nonepossibile, 68

Ich weiß natürlich nicht wie kompetent die Ärztin ist, aber sie scheint keinen Draht zu dir gefunden zu haben, so dass du ihr vertraust. Deshalb ist es fraglich wie erfolgreich eine Behandlung bei ihr sein wird. Denn das ist extrem wichtig bei Depressionen oder psychischen Störungen.

Warte das nächste Gespräch ab, und wenn du dann das gleiche Gefühl hast suche einen anderen Arzt auf. Vertrauen ist der Grundpfeiler einer erfolgreichen Behandlung.

Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Arzt & Krankheit, 52

Bei der Untersuchung sollten vor Allem auch die Blutwerte gecheckt werden - denn bereits ein simpler Eisenmangel kann Beschwerden auslösen, die eher als Depression oder andere psychische Störung fehlinterpretiert werden können - da Eisen im Gehirn-und Energiestoffwechsel eine wichtige Rolle spielt.

http://www.eisenmangel.de/was-ist-eisenmangel/eisenmangel-symptome/depressionen-...

Antwort
von asdfghjmh, 61

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe, also du warst die 15 min bei einer normalen Ärztin und nicht bei einer Psychologin oder so? Dann finde ich persönlich die Diagnose auch zu schnell. Das gleiche hatte ich (nur bei anderen psychischen Problemen) vor 2 Jahren im Krankenhaus, da wurde bei mir auch auf unter 10 Minuten was diagnostiziert was aber gar nicht stimmt und das wohlgemerkt von einem erfahrenen Psychiater. Es kann natürlich sein, dass die Diagnose bei dir stimmt, ich wär da aber auch etwas vorsichtiger

Antwort
von freenet, 56

Gehe am Montag erst einmal zu dieser Untersuchung. Evtl. kann Deine Mutter mitgehen, sie weiß ja Bescheid. Vier Ohren sind immer besser als zwei. Sieh die ganze Sache nicht zu pessimistisch, nach dem anstehenden Termin wirst Du sicher mehr wissen über Deinen eigentlichen Gesundheitszustand. Ich wünsche Dir alles Gute!

Antwort
von Virginia47, 25

Nein. 

Ich war bei meinen Arzt fünf Minuten. Und er hat eine Diagnose gestellt, die auch stimmte. Ich war zwar verwundert, weil ich was anderes erwartet hatte. Aber er war ja schließlich der Fachmann mit dem Wissen und den Erfahrungen. 

Er hat mich entsprechend behandelt. Und heute geht es mir besser denn je. 

Will damit sagen: Es kommt nicht auf die Länge des Gesprächs an, sondern auf die Intensität. Und wenn sie eine erfahrene Ärztin ist, kann sie auch ziemlich schnell eine Diagnose erstellen - ob sie dir nun gefällt oder nicht. 

Kommentar von 3000etyana ,

Und was für "entsprechende behandlung"?

Kommentar von Virginia47 ,

Ich hatte den Verdacht, dass ich "nur" Depressionen habe. Er hatte aber andere Angststörungen und Depressionen diagnostiziert. So gab er mir auch ein Medikament gegen die Angststörungen. Und das hat geholfen. 

Antwort
von Mignon2, 58

Immerhin scheinst du Laien im Internet mehr zu glauben und mehr zu vertrauen als der Ärztin. Das ist sicherlich ganz falsch.

Erfahrene Ärzte können Diagnosen manchmal ziermlich schnell erstellen. Wenn andere Leute andere Erfahrungen haben, so sind die weder auf deine Ärztin noch auf dich übertragbar. Jedes Krankheitsbild ist anders und jeder Körper reagiert anders. Auch Ärzte sind völlig unterschiedlich. Die einen können ziemlich schnell diagnostizieren, andere weniger schnell.

Kommentar von nonepossibile ,

Ich denke du hast recht, aber bei psychischen Erkrankungen ist das Vertrauen zum Arzt extrem wichtig. Wenn das nicht entsteht ist eine Behandlung schwer, weil der Patient blockiert

Antwort
von Kontaru, 49

Ich finde es gut das du die Diagnose so kritisch betrachtest. Warte auf den nächsten Termin und wen du dann Medikamente nehmen sollst würde ich mich mehr über die Medikamente informieren und notfalls die Meinung eines Zweiten Arztes in betracht ziehen, aber hey ich glaube du weißt am besten was gut für dich ist :) , Gute Besserung 

Antwort
von Goldblau, 49

nun bei Depris isst man entweder zu viel oder fast nichts mehr. Und wenn Du abgemagert aussiehst dann hat die Ärztin eins zu eins zusammengezählt. Aber überleg dir gründlich ob DU irgendwelche Tabletten schlucken willst. Denn die sind auch keine Lösung, eine Therapie schon eher. Alles Gute

Darf ich fragen was in Oktober war?

Kommentar von asdfghjmh ,

Das stimmt nicht, dass es Magersucht nur mit Depressionen gibt

Kommentar von robi187 ,

wer darf denn hier diaknosen stellen? sind hier ärzte?

Kommentar von hardyszottel ,

mhh ja keine Ahnung ich dachte einfach das man gerade bei so etwas ein ausführlicheres Gespräch hat. Nein wenn dann kommt für mich momentan auch nur eine Einze-l und Gruppentherapie in Frage!

Mein Freund hat Krebs bekommen und musste im Oktober eine ziemlich harte Chemo mitmachen....

Kommentar von Goldblau ,

Was hat das mit Ärzten zu tun? Ich leide selber an Depressionen und kann da nur aus Erfahrung sprechen. Meine Güte...

Antwort
von robi187, 57

hallo,

1.ihr wart bei einer suchberatung und die haben wohl auch fachwissen?

2. ihr wart beim arzt und der hat wohl auch fachwissen vorallem wenn dieser empfohlen wurde?

also ein teil der esstörung ist das man sehr gerne alles perfekt haben möchte?

und dann diesen druck mit essen oder nichtessen ausgleichen möchte?

eine essstörung fängt schon an wenn viel ans essen oder ans nichtessen denkt.

es ist gut wenn man sich in behandlung begibt bevor die esstörung chronnisch wird.

Antwort
von robi187, 50

du darf dir gerne eine 2 meinung einholen?

aber du kannst auch gleich eine facharzt anfagen =

https://www.klinik-am-korso.de/#_

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