Frage von Reneemarijke, 44

hat man überhaupt recht auf Mutterschutz wenn man die Schwangerschaft verschweigt?

So wie es hier oben beschrieben steht ist die Frage ja eigentlich schon relativ deutlich. Und zwar bin ich momentan noch in der Ausbildung und wollte wegen der Schwangerschaft wahrscheinlich umsteigen auf Teilzeit weil ich dan arbeiten gehen kan und Geld verdienen würde. Nun habe ich von Freunden des Öfteren zu hören bekommen ich dürfe meine Schwangerschaft verschweigen bei Einstellungsgesprächen etc. Meine Frage ist ob ich den dan wenn ich den Job bekomme später überhaupt ein Recht habe auf Mutterschutz?

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Antwort
von AngJuli, 44

Hey!
Selbstverständlich hast du Anrecht auf Mutterschutz! Der Mutterschutz ist gesetzlich vorgeschrieben zur Schonung und zum Schutz von Mutter und Kind kurz vor der Geburt. Ihn darf dein Arbeitgeber dir nicht verweigern.

Erst recht nicht, nur weil du deine Schwangerschaft bei der Einstellung verschwiegen hast. Auch das ist dein gutes Recht. Angaben zu deinem körperlichen Befinden sind persönlich und gehen den Arbeitgeber nichts an. Es ist sozusagen sein Risiko.

Mein Mann hat das selbst erlebt. Seine Abteilung brauchte dringend Unterstützung und hatte mehrere Bewerberinnen. Die, die sie genommen haben, hat am ersten Arbeitstag strahlend erzählt, dass sie bereits beim Vorstellungsgespräch schwanger war und es auch wusste, aber dass ja wohl niemand von ihr erwarten konnte, das zu erzählen, weil sie dann den Job nicht bekommen hätte. So aber konnte sie nach wenigen Monaten in Mutterschutz und Elternzeit gehen und bekam gutes Geld dabei!

Kommentar von Pfaffenhofener ,

Super hat sie das gemacht. Ich kenne einige Firmen, die genau deswegen Männer bzw. "ältere" Frauen bevorzugen. Da geht es nicht mal so sehr ums Geld, sondern darum,daß die dringend benötigte Unterstützung gleich wieder ausfällt.

Kommentar von AngJuli ,

Hey!
Ja, das ist wirklich ein Problem. Obwohl ich selbst eine Frau bin und finde, dass Frauen dringend mehr gesellschaftliche Unterstützung und Anerkennung brauchten dafür, dass sie den Fortbestand unserer Gesellschaft (und Renten) sichern, wenn sie sich auf die körperliche und seelische Strapaze von Schwangerschaft, Geburt und Kindern einlassen (ich liebe meine Kinder!), sehe ich die Unberechenbarkeit einer weiblichen Arbeitnehmerin auch wirklich als Problem. Da muss sich eine Menge ändern, damit Frauen und Männer hier besser geschützt und aufgefangen werden!

Antwort
von MaraMiez, 32

Beim Vorstellunsggespräch brauchst du von der Schwangerschaft natürlich nichts sagen und Fragen diesbezüglich musst du auch nicht beantworten, weils den Chef nichts angeht.

Allerdings solltest du irgendwann die Schwangerschaft bekannt geben, denn ein Arbeitgeber kann natürlich nicht Rücksicht auf den Mutterschutz nehmen, wenn er nicht weiß, dass man schwanger ist. Der AG kann dich auch nicht kündigen, nur weil du es nicht vor der Vertragsunterzeichnung gesagt hast. Ab dem Tag, an dem er weiß, dass du schwanger bist, greift der Kündigungsschutz.

Antwort
von Brot454, 32

Auf Mutterschutz natürlich, allerdings kann es Konsequenzen haben wenn du deine schwangerschaft verschweigst. Du musst beim Vorstellungsgespräch nichts sagen Allerdings später musst du es definitiv sagen. Da ich in den rechts sachen gerade nicht auf den laufenden bin, solltest du dich nochmal schlau lesen.

Kommentar von isebise50 ,

Eine entsprechende Regelung findet sich in § 5 Mutterschutzgesetz. Darin heißt es, dass werdende Mütter dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen sollen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist. Es handelt sich hierbei also um eine „Sollvorschrift“. Man muss ganz klar keine Mitteilung machen. Der Nachteil ist natürlich, dass man auf Beschäftigungsverbote und ähnliche Schutzvorschriften bis dann nicht pochen kann.

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