Frage von Mensch12343, 67

Hat man mit Wehrdienst bessere Berufsaussichten?

Hallo,

hat man besser Chancen von einem Betrieb genommen zu werden wenn man 1/2 Jahr oder ein Jahr Wehrdienst bei der Bundeswehr absolviert hat? Wenn ich -natürlich nur ganz theoretisch betrachtet- nicht so ganz prickelnde Noten hätte, würde mir dann bei der Ausbildungssuche Wehrdienst bei der Bundeswehr einen Pluspunkt nach einem kleinen Minuspunkt vom Zeugnis geben?

[Mir ist natürlich klar, dass ich mich in der Schule anstrengen solle, auch wenn ich die ein oder andere Note möglicherweise mit Wehrdienst annullieren könnte]

Danke :)

Expertenantwort
von navynavy, Community-Experte für Bundeswehr, 26
Sonstige.

Das hängt völlig davon ab, wo Du Dich bewirbst - in einem privaten Betrieb/Unternehmen kann es z.B. eine Rolle spielen, wie der (Personal)chef zur Bundeswehr steht: Der eine findet die Entscheidung für den Wehrdienst gut, der andere steht dem kritisch gegenüber. Hier gibt es ganz unterschiedliche persönliche Vorlieben, entsprechend kann man da auch nichts verallgemeinern. Der eine hat vielleicht Hemmungen, einen gedienten Soldaten bei sich zu haben, der andere könnte sich nichts Besseres vorstellen.

Etwas anders sieht es bei Bewerbungen für den Öffentlichen Dienst bzw. Beamtenlaufbahnen aus - hier wird freiwillig geleisteter Dienst am Staat grundsätzlich eher positiv bewertet. Ob es allerdings ausreicht, schlechte Noten zu kaschieren, steht auf einem anderen Blatt. 

Grundsätzlich wirst Du im Freiwilligen Wehrdienst (das entspricht Deinem gewünschten Dienstzeitrahmen) keinerlei zivil verwertbare berufliche Ausbildungen erlangen. Aus diesem Bereich ist also kein Kompetenz-Plus zu erwarten. Du wirst militärisch ausgebildet und danach in vielen Fällen auf Dienstposten eingesetzt, die keine besondere Berufsausbildung erfordern. Natürlich KANN der Wehrdienst Dinge wie Disziplin, Teamfähigkeit oder Verantwortungsbewusstsein fördern, das ist aber stark von der eigenen Persönlichkeit abhängig und davon, wie man den Dienst auch tatsächlich angeht. Man kann diese Zeit auch völlig unmotiviert absitzen und auf Durchzug schalten - auch wenn das durch die Freiwilligkeit in der Truppe deutlich abgenommen hat.

Kommentar von ponter ,

Wieder mal 👍🏻 😊

Kommentar von navynavy ,

Danke! ;-)

Antwort
von tryanswer, 31
Sonstige.

Das hängt stark davon ab, wo du dich bewirbst. Ob du 1/2 oder 1 Jahr leistest, spielt dann keine Rolle. Du solltest jedoch vermeiden, daß Lücken in deinem Lebenslauf entstehen bzw. diese möglichst klein halten.

Wehrdienst beeinflußt aber max. den persönlichen Eindruck, mangelnde Kenntnisse kannst du damit nicht ausgleichen.

Antwort
von Jewiberg, 33

Früher wurde der Bewerber gefragt, ob er auch gedient habe. Aber das war zu Zeiten der Wehrpflicht.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Da ging es dann aber für den Arbeitgeber darum, zu wissen, ob für den Bewerber noch mal die Bundeswehr an die Tür klopfen könnte. Dann wäre der nämlich 9 Monate weg gewesen und der Arbeitgeber hätte den Arbeitsplatz auch noch frei halten müssen.

Antwort
von sozialtusi, 28

Nein, als Ausgleich wird das nicht funktionieren. Eher noch als "Ach, der wusste nicht, was er will und hat sich erst in den Wehrdienst geflüchtet".

Antwort
von Rheinflip, 24

Es gibt nach der BuWe  mehr psychische Erkrankungen incl Alkoholismus als vorher. Besonders Auslandseinsätze killen alles. ,

Kommentar von ponter ,

Wieder mal eine Antwort, die auf Hörensagen basiert.

In der Frage wird eine Dienstzeit zwischen 1/2 und einem Jahr thematisiert.

Hier kann ein Auslandseinsatz quasi ausgeschlossen werden.

Kommentar von Rheinflip ,

Eine Aussage  aus der Suchthilfe.  :) Beim Bund lernt  man nichts fürs Leben.  

Kommentar von 19Sunny96 ,

Super. Flitzpiepen wie Sie haben auch bestimmt DEN Durchblick...

Wahrscheinlich nicht mal Grundwehrdienst geleistet aber jetzt hier die Backen aufreißen. Wieso behält man so einen gequirlten Mist nicht für sich?! Aufmerksamkeits-/Persönlichkeitsstörung? Wahrscheinlich ...

Kommentar von Rheinflip ,

"Hammse  überhaupt  jedient? "  War die typische Frage  im Kaiserreich.  Soweit sind wir also  wieder.  Beim Bund lernt man unterordnen,  bettenmachen und saufen.  Die Suchtberatung und Traumapraxen  sitzen voll mit ExSoldaten. Sagt nur keiner, weil man ja ein starker Mann ist.  

Kommentar von 19Sunny96 ,

Erneut so viel hirnloser Müll in nur so wenig Zeilen ... bedauernswert! Aber ich nehme an Sie kennen diese Praxen dann auch von innen? Tja, dann glaube ich kaum, dass SIE in der Position sind ihren Senf dazu zu geben.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Och, ich habe da fürs Leben gelernt und zwar sehr gut. Ich bin beim Bund höchstens zum Whisky-Liebhaber geworden aber zum "saufen" sind mir die guten Tropfen dann in der Regel zu teuer.

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