Frage von Cansu26, 60

Hat man im Leben Nachteile, wenn man mit Verhaltensstörungen diagnostiziert wurde?

Hey :) wenn man mit einer psychischen Störung, beispielsweise Depressionen, Soziale Phobie etc. diagnostiziert wurde, hat man im Leben Nachteile? Ich meine natürlich neben der Krankheit. Ich meine nämlich mal gehört zu haben, dass man beispielsweise keine Au Pair etc. werden kann und auch sonst ''Nachteile'' hat mit so einer Diagnose. Jaa das wär dann die Frage, ich bin nicht gut im formulieren:D

Antwort
von nurbilligwillig, 40

Ja, das kann Nachteile mit sich bringen, z. B. wenn Du eine sogeannte F-Diagnose "verpasst" bekommen hast und z. B. eine Lebens-, private Kranken- oder Krankentagegeldversicherung abschließen willst. Unter Umständen könnte es sogar die Berufswahl einschränken. Man kann es natürlich auch verheimlichen, aber wenn das herauskommen sollte, könnte es dann z. B. sein, dass die Versicherung nicht zahlt, weil Du unrichtige Angaben gemacht hast. Dann hättest Du unter Unständen jahrelang umsonst die Versicherungsbeiträge bezahlt.

Kommentar von Cansu26 ,

Ich möchte das bei meiner späteren Berufswahl natürlich verheimlichen. Meine Versicherung würde die Therapien bezahlen, also das ist fast schon abgeklärt. Muss ich das aber sonst wo angeben, wenn ich mich z.B irg.wo bewerbe? Wenn ja, was hätte man dann für Nachteile?..

Kommentar von nurbilligwillig ,

Ich meinte nicht die Kostenübernahme der Krankenkasse für die aktuelle Therapie. Wenn Du in Deinem späteren Leben einmal eine der genannten Versicherungen abschließen willst, könnte es Schwierigkeiten geben. Du bist nicht verpflichtet, anzugeben, dass Du schon einmal wegen einer F-Diagnose behandelt worden bist, wenn Du Dich "irgendwo" bei einem Arbeitgeber bewirbst. Es gibt aber "spezielle" Arbeitgeber/Arbeitsplätze, wo Deine Eignung hierdurch in Frage gestellt werden könnte (z. B bestimmte Einsatzbereiche bei der Bundeswehr oder bei der Polizei o. ä.). Wenn es aber für Dich jetzt wichtig ist, psychotherapeutisch behandelt zu werden, würde ich mir darüber keine Gedanken machen. Die Alternative wäre nämlich, sich jetzt nicht behandeln zu lassen mit dem Risiko, dass Du chronisch krank würdest und weiter leiden müsstest. Wenn Du wirklich nicht ausschließen kannst, dass Du später einmal zu einer Spezialeinheit o. ä. willst oder Kosmonaut werden willst, dann könntest Du Deine Therapie jetzt auch aus eigener Tasche zahlen. In diesem Fall würde ich mir das aber trotzdem sehr gut überlegen, ob Du das später verschweigen willst... Für "normale" Angestellten-Berufe und Au pair spielt das alles keine Rolle. In Deutschland gibt es etwa 20000 Psychotherapeuten, die über die Krankenkasse etwa 1/2 Million Psychotherapiepatienten pro Quartal abrechnen. Schwierig könnte es mit Deiner finanziellen Risiko-Absicherung werden, wenn Du als Selbständiger beruflich Fuß fassen willst. Für den Krankheitsfall (= Verdienstausfall) oder für den Fall der Berufsunfähigkeit musst bzw. solltest Du nämlich entsprechende Versicherungen abschließen. Wie schon erwähnt, könnte es dann schwierig werden.... 

Kommentar von Dahika ,

Also Pilot werden solltest du nicht. *tschuldigung, schlechter Scherz, aber ich konnte nicht widerstehen.

Antwort
von lsfarmer, 46

nicht unbedingt, weil es gute Therapien gibt und das umfeld merkt es nicht.

Kommentar von Cansu26 ,

Danke erstmal :) aber ich meinte das anders. Ich hab gehört, dass das alles irg.wie gespeichert wird (auf der Chipkarte oder so Gesundheitskarte), also beispielsweise dass man mal in Therapie war. Und selbst wenn man die Störung überwunden hat, dass es einem trotzdem verwehrt wird Au Pair zu werden

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