Frage von FrauFriedlinde, 65

Hat man eigentlich irgendwelche Rechte, wenn eine Operation nicht so gut wurde, wie versprochen?

Ich weiß ja das viele Orthopäden ganz scharf auf Operationen sind, weil es schnelles Geld gibt. Mir hat der Orthopäde erzählt, meine Operation sei im Verhältnis zu den jetzigen Probleme eher " klein und unkompliziert" und nach 10-12 Wochen könnte ich ganz normal wieder arbeiten. Das war nicht der Fall! Meine Operation war noch gar nicht nötig ( geeignete Therapie hätte mir noch Jahre gebracht), überhaupt nicht geeignet für meinen Befund und auch nicht " klein und easy" sondern eine 5 Stunden OP mit Höllenschmerzen postoperativ und jetzt kann ich gar nichts mehr, habe einen 40% Grad der Behinderung, bin Arbeitsunfähig, kurz vor der Aussteuerung, muss zwingend nach operiert werden, bin dann Sozialfall und es steht in den Sternen ob ich je wieder gesund bin. Allerdings bekommt man ja vor der Operation Berge von Formularen wo man gar keine Zeit hat die zu lesen. Da ist vermutlich alles ausgeschlossen. Zumal mein Chirurg nicht unbedingt was falsch gemacht hat, nur eben " suboptimal" behandelt hat.

Antwort
von Herb3472, 29

Du wurdest sicher vor der Operation über die Risiken aufgeklärt und hast auch einen entsprechenden Wisch unterschrieben. Wenn nicht wirklich und nachweislich ein "Kunstfehler" oder eine unverantwortliche Schlamperei passiert ist (darüber befinden im Fall des Falles ärztliche Gutachter im Rahmen einer Gerichtsverhandlung), hast Du leider keine Chance. Mich würde aber interessieren, um welche OP es sich denn gehandelt hat.

Kommentar von FrauFriedlinde ,

Es war eine Schulteroperation.

Kommentar von Shedwan2004 ,

Wie lang ist die Operation her?Was machst du beruflich? Was genau haben die 40% ausgelöst? Mit was hast du aktuell noch an meisten Beschwerden, Schmerz,fehlende Bewegung oder was anderes? 

Kommentar von Herb3472 ,

Tja, die Schulter ist halt auch ein sehr komplexes Gebilde (ich habe selbst eine Schulter-Endoprothese und eine kaputte linke Schulter, die ich jedoch nach Möglichkeit nicht operieren lasse). Wenn eine Nachoperation geplant ist. solltest Du die machen lassen. Erfahrungsgemäß (wie ich aus meinem Umfeld weiß) ist damit in der Regel schon eine deutliche Verbesserung bzw. vielleicht sogar Wiederherstellung zu erzielen. Gerade bei der Schulter wäre aber halt auch ein (oder mehrere) Reha-Aufenthalt(e) und Physiotherapie äußerst zweckmäßig.

Kommentar von FrauFriedlinde ,

Bekomme noch Physio und Irena Nachsorge

Antwort
von Shedwan2004, 21

Da würd ich mir keine Hoffnungen machen. Die Risiken und Komplikationen werden vorher ja besprochen und unterschrieben. Mit deiner Unterschrift bestätigst du ja das du dich für den Eingriff entscheidest und dir die Risiken bekannt sind. Ich würde mich mit der Berufsunfähigkeitsversicherung auseinandersetzen und nach alternativen zu deinem Beruf suchen

Antwort
von Snake34, 19

Tja.  Ich habe 60%G und bin insgesamt sechs mal an der Lws operiert worden.  Letzte op hat acht Stunden gedauert und mir zumindest extreme Linderung gebracht.  Auch mit Handicap kann man arbeiten gehen. Und verklagen wird schwer.  Das verfahren zieht sich und kostet nerven und Geld. 

Antwort
von kach110, 28

Sprech darüber mal mit nem Anwalt der kann da am besten helfen

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