Frage von alreadyinuse, 96

Hat man als kind überhaupt Gedanken?

Liege gerade total breit auf der Couch und mache mir Gedanken über Gedanken. Mir kamen eben 3 Kinder auf der Straße entgegen, lachend, nicht ahnend, was ihnen in ihrer Zukunft noch alles bevorsteht. Ich musste mich an meine Kindheit erinnern, wo ich auch noch so froh war wie die spielenden Kinder. Wo ich jeden Tag Blödsinn veranstaltet habe, ohne auch nur im geringsten über die Konsequenzen nachzudenken. Moment mal! Hatte ich als Kind überhaupt Gedanken? Diese Stimme in meinem Kopf, die mir bei meinen täglichen Entscheidungen mithilft. Was genau sind Gedanken eigentlich? Wenn ich 20 Sekunden zurückdenke, weiß ich gar nicht mehr was ich wirklich gedacht habe. Ist vor 20 Sekunden überhaupt etwas Wirklichkeit gewesen? Ist das alles hier eigentlich real?

Sorry, wenn es sich wie ein Roman liest, bin wohl etwas tief reingerutscht :D

Antwort
von MissSugarPink, 30

Man hat als Kind Gedanken, aber meistens keine die Zukunfts bedingt sind. Kinder sind sorglos und das ist auch gut man kann auch später erwachsen werden.
Das man vergisst was man vor kurzer Zeit gedacht hat ist normal, da das kurzzeit Gedächtnis das einfach "löscht", es ist nämlich nicht relevant.

Ziemlich interessanter Gedanken Gang den du hast xD

Antwort
von teafferman, 27

Eine pauschale Antwort verbietet sich aus der Natur der Sache heraus. 

Ein im Mutterleib heranwachsendes Wesen lernt dort durchaus schon Worte und ihre emotionale Bedeutung kennen. Wissenschaftler haben entsprechende Nachweise veröffentlicht. Reichlich. 

Allerdings: 

Es handelt sich in diesem Fall dann nicht um eigene Gedanken, denn die Gehirnvorgänge sind tatsächlich von den mütterlichen Gefühlen abhängig. Bzw. von den Gefühlen der ersten Bezugsperson. Das muss nicht unbedingt die Mutter sein. 

Je intensiver sich eine weitere Person schon in der Schwangerschaft verbal mit dem Kind beschäftigt, je mehr Bezug kann das Kind schon im Mutterleib zu dieser Person entwickeln. 

Und dann sind wir alle bei der Geburt schon unterschiedlich weit entwickelt. 

Es gibt das einjährige Kind welches schon selbständig rechnen kann und will. Es gibt das einjährige Kind, welches sich schon unbedingt an ein Musikinstrument setzen will. 

Und es gibt die vielen Kinder in unserer Gesellschaft, denen ihre Umwelt jegliche Rechte und Möglichkeiten abspricht. 

Der Einfluss der Umwelt ist enorm. Deprivation ist hier ein recherchierbares Stichwort. 

Kommentar von teafferman ,

Grundvoraussetzung für die Teilnahme an Unterricht ist selbständiges Denken. Dieses will dann geübt und ausgebaut werden. 

Allerdings verändern die Geschlechtshormone den gesamten Menschen. Das Gehirn baut sich zu 60% um während der Pubertät. 

Allgemein lässt sich feststellen: 

In der Regel denken wir viele verschiedene Gedanken gleichzeitig. Es gibt Ausnahmen: 

So führt das Schreiben von Hand auf Papier dazu, dass wir nur noch einen Gedanken denken können. 

Ein Orga stellt das Denkvermögen ab. 

Eine Bedrohnungssituation stellt die Großhirnrinde in Wartemodus und lässt nur noch die anderen Gehirnteile zunächst agieren. 

Angst und Druck verschlechtern die Denkfähigkeit. Im schlechtesten Fall stellen sie sie ganz ein. 

Die Lebensweise spielt eine nicht unwesentliche Rolle. 

Und spätestens ab der Pubertät entwickelt sich das Gehirn zu einer Masse, die in ständigem Training ihren Wohlfühlmodus erreicht. 

Natürlich ist unsere Wahrnehmung insgesamt gesellschaftlich konnotiert. 

Selbstverständlich sind Gedanken zunächst mal flüchtig. 

dermannohneplan kennt wissenschaftliche Erkenntnisse nicht. Auf dieser Unkenntnis beruht seine Antwort. 

Ob ein zweijähriges Kind Süßigkeiten haben will oder nicht hängt von seiner Umwelt und der durch diese erfolgte Prägung ab. Hinzu kommt die Frage, ob seine Sinne schon so weit entwickelt sind, dass es überhaupt Süß als Geschmack wahrnehmen kann. In der Regel können wir davon ausgehen, dass der heute antrainierte Wunsch nach diesen Karies- und Paradontoseverursachern ankonditioniert ist. In dem Alter bestehen tatsächlich andere existentielle Bedürfnisse. Z.B. , die eigenen Sinne erforschen zu dürfen, den eigenen Körper kennen lernen zu dürfen......

Du findest zahlreiche wissenschaftliche Sachen sowohl in Wort als auch in Video-Form dazu online. Archiv von dradio, youtube z.B. 

arte doku

ard doku

spezielle Abfragen

bbc doku

und so fort. 

Heißes Thema. Kommen sicherlich immer wieder neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinzu. 

Antwort
von H96Bingo, 8

Du meinst dein inneres Ich? Damit beschäftigt sich die Philosophie schon eine ganze Weile mit.

Unter Cannabis-Einfluss gehts aber deutlich tiefer rein als in einem normalen Zustand.Bei LSD solls wohl am stärksten sein.Danach fühlt man sich wie ein Philosoph.

Antwort
von BellAnna89, 38

Kinder machen sich auch über die Zukunft Gedanken.
Zum Beispiel fragt sich ein zweijähriges, wie es das anstellen kann, dass es Süßigkeiten bekommt, und entscheidet daraufhin zum Beispiel, dass Weinen wohl die beste Möglichkeit sein wird.
Oder ein fünfjähriges denkt darüber nach, ob es die Puppe lieber zu Hause lassen sollte, weil gestern die anderen Kindergartenkinder immer damit spielen wollten und das war doof.
Ein achtjähriges spielt noch immer ausgelassen auf der Straße, aber es stellt bereits Fragen über die Entstehung des Universums und was nach dem Tod passiert und eben all diese philosophischen Themen.

So werden die Gedanken immer komplexer, und immer weitreichender.
Aber vom ersten Tag an waren Gedanken da.

Kiff mit Freunden, mit denen du dich dann über deine Gedanken austauschen kannst, das ist doch schöner als alleine ;-)

Kommentar von alreadyinuse ,

Aber ein zweijähriges Kind beherrscht noch keine Sprache. WIe kann es also diese Stimme im Kopf haben? Oder haben die ihre eigene Sprache?

Kommentar von BellAnna89 ,

Denken ist doch nicht an Sprache geknüpft. Dann wären Taubstumme ja nicht denkfähig. Hast du schonmal ein Baby gesehen, das einen Vorgang beobachtet und dann seine Stirn runzelt? Das ist doch wohl Denken, oder?

Antwort
von derMannohnePlan, 26

Wenn ein Säugling geboren wird, hat es natürlich noch keine Gedanken.

Es ist eins mit der Welt und dem Universum.

Zwischen dem Kind und der äußeren Welt besteht keine Trennung. Das Kind im Säuglingsalter empfindet Gegenstände nicht als etwas getrenntes von sich.

Erst mit der Sprache kommt die Trennung zustande. 

Im Laufe der Zeit, erlernt das Kind Worte. Immer mehr und mehr. Und diese Worte erschaffen das ICH.

Das Wort Ball, trennt das Kind von dem Ball. Das Kind das langsam sein ICH festigt ist nicht mehr eins mit dem Ball, dem Baum oder womit auch immer. Weil Worte dazwischen stehen. 

Es ist der Beginn des menschlichen Dilemmas.

Falls du wissen willst wie das Denken funktioniert, habe ich hier schon mal etwas dazu geschrieben. Ich würde es mir durchlesen, wenn du nicht mehr breit bist ;-) :

https://www.gutefrage.net/frage/panikattacken-mit-hyperventilation-aus-heiterem-...

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