Frage von violetta122, 83

Hat Lehrerin mich gedemütigt?

Hi Also wir hatten letztens Physik (ein fach in dem ich sau schlecht bin) und meine Lehrerin hat mich abgefragt. Es war ein tag vor der englisch Klausur also hatte ich nicht gelernt und sie sagte als ich nichts wusste :,, wie lange machen wir das den schon? Ihr anderen ihr könnt das oder? Wieso kannst du das nicht?" Ich hab mich zur tafel gedreht wo ich rechnete und hab angefangen zu weinen ich hab mich so gedemütigt Gefühlt. Vorallem hat sie nach der abfrage doch richtig laut vor allen gesagt ,,das war wohl nix.tja.... Findet ihr das Verhalten von der Lehrerin richtig?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hiordis, 73

Deine Lehrerin hat sich auf alle Fälle nicht so verhalten, wie ich es mir von einer Pädagogin, die sie nun mal ist, wünschen würde. Die Frage, warum man etwas, das man im Unterricht schon lange durchnimmt, nicht kann, mag berechtigt sein, aber der Vergleich mit anderen Schülern und die abfällige Kommentierung deiner Leistung waren überflüssig.
Nimm dir das nicht so zu herzen. Viele Lehrer scheinen irgendwann nicht mehr zu wissen, wie sie richtig mit Schülern umgehen, bzw. ist es bei der Vielzahl der Schüler kaum möglich, bei jedem den richtigen Ton zu treffen. Sie wird sich dabei nichts gedacht haben, und das solltest du auch nicht. Sieh' dir den Stoff in Zukunft einfach noch mal an, jeden Abend nur kurz oder in der Pause vorm Unterricht, damit du wenigstens ein bisschen was behältst und sie keinen Grund mehr für solche Kommentare hat.

Kommentar von Idiealot ,

Ach Gottchen...*lach* Soviel zum Thema "wie macht man sich Weicheier"...Wie du dir das vorstellst? Sind wir zugegen während des Unterrichts? Kennen wir die Lehrerin? Den Schüler? Oder müssen wir hier urteilen anhand einer vagen Aussage? Sorry...^^

Kommentar von Hiordis ,

Also wenn der Fragesteller ein Mensch ist, der weint, wenn er an der Tafel keine Leistung bringen kann, dann schätze ich ihn nicht so ein, dass er einer ist, der sonst die große Klappe hat.
Bei mir war's mal ähnlich. Ich war in einer allgemein sehr lauten und aufmüpfigen Klasse, war selbst aber immer ruhig und kaum auffällig. Das hat viele Lehrer aber nicht interessiert. Wenn ich einmal 'nen Zettel an jemanden geschrieben oder weiter gereicht habe, wenn ich mal was nicht dabei hatte, im Unterricht aus dem Fenster gesehen habe oder mal eine schlechte Note hatte, dann wurde ich genau so behandelt wie die, die so was ständig machten, laut waren und sich dabei noch cool und witzig vorkamen. Lehrer verlernen recht schnell, zu differenzieren, da es den Unterricht aufhält, auf jeden einzeln einzugehen, aber das führt eben manchmal dazu, dass sie sich einem Schüler gegenüber unverhältnismäßig verhalten, und diesen Fall sehe ich hier.

Kommentar von Idiealot ,

Harsche Kritik, klare Worte, Aufzeigen von Fehlverhalten, Annahme der Kritik, Umgang damit...auch das sollen die Lernen in der Schule. Mir ist so eine Lehrerin aber dreimal lieber die auch mal klare Worte findet also eine die sich nur als pädagogisches Lieschen dort aufhält und gnadenlos ihren Lehrplan runterspult.

Im übrigen geht hier auch überhaupt nich daraus hervor OB diese Lehrerin durchaus Mitleid empfand obgleich ihrer Wortwahl? Du schreibst Lehrer verlernen recht schnell zu differenzieren. Ich persönlich halte Lehrer für Ferienkreismeister und als Beamte völlig deplaziert aber das steht auch nicht zur Debatte. Ist ein schwieriger Job wenn man sich die Schüler von heute ansieht.

Kommentar von Hiordis ,

Ja, und eben das meine ich. Lehrer zu sein ist gemessen am Verhalten der meisten Schüler heutzutage nicht einfach. Das verleitet schnell dazu, einen weniger einfühlsamen Ton anzuschlagen, der meist auch genau den Punkt trifft. Ich komme aus einer Klasse, die bei der Vergabe einer schlechten Note gelächelt hat, die in Diktaten Wettbewerbe laufen hatte, wer die meisten Schreibfehler unterbringen kann, und bei der Klassenleiterstunde, in der die Klassenlehrerin die Problematiken zu klären versucht hat, gefehlt oder sich mit allem anderen außer der Lehrerin befasst hat, die sich selbst Entschuldigungen geschrieben hat und so weiter. Bei dieser Klasse hätte die Lehrerin, um die es hier geht, mit ihren Worten keinen Nerv getroffen. Allerdings war auch in dieser Klasse. Der Einfachheit halber wurde ich nicht anders behandelt als der Rest, obwohl ich ruhig und unauffällig war und mich nie quer gestellt habe. Wenn ich in einem Fach und/oder bei einem Thema, das ich absolut nicht konnte, einfach weil ich es nicht verstanden habe oder weil der Lehrer dachte, er könnte einen Tag vor einer Mathe-Klassenarbeit in Chemie eine Leistungsabfrage über die letzte Stunde durchführen, dann war ich auch oft kurz davor zu weinen, und das hat den Lehrer überhaupt nicht interessiert. Wenn ich dort stand und mein Kopf heiß wurde, weil mir die Antwort nicht einfiel und die Frage so leicht klang, wenn ich einen Moment gebraucht hätte, in dem mich mal niemand anstarrt, um mich fassen und in Ruhe nachdenken zu können, aber die ganze Klasse und der Lehrer zu einem hin stiert, dann ging's mir richtig beschissen, und obwohl ich der Meinung bin, dass der Lehrer hätte wissen müssen, dass ich als Außenseiter genug damit zu kämpfen hatte, überhaupt vor dieser Klasse zu stehen, durfte ich mir meine Bewertung trotzdem noch unverblümt und ohne Gnade vor eben diesen Leuten anhören, anstatt dass der Lehrer sich hinterher oder wann auch immer mal zwei Minuten Zeit nimmt, um einem zu sagen, dass man ganz dringend was tun muss, wenn man nicht auf der Strecke bleiben will. So wär's nämlich auch gegangen. Aber wie gesagt, das interessiert viele eben nicht, und so kommen Schüler zustande, die an der Tafel weinen.

Kommentar von violetta122 ,

Ich muss ehrlich gesagt sagen das du hiordis es mit deinen Worten genau triffst allerdings war ich als sie das Thema anfing nicht da und sie wollte es mir danach als ich wieder gesund war nicht noch mal erklären, und meine Klassenkameraden konnten mir es auch nicht erklären . Wie dem auch sei ich bedanke mich für deine Antwort ☺

Kommentar von Hiordis ,

Es ist verständlich, dass eine Lehrerin sich nicht die Zeit nehmen kann, einem Schüler, der gefehlt hat, alles noch mal von Anfang an zu erklären. Dass deine Mitschüler dir den Stoff auch nicht vermitteln konnten ist dann natürlich sehr ungünstig.
Wenn so etwas noch einmal vorkommt, solltest du vielleicht doch noch mal zur Lehrerin gehen, ihr die Situation erklären und sie fragen, wie du den Stoff denn anderweitig nachholen kannst, vielleicht fragen, ob sie oder ein Kollege von ihr die Zeit hätte, es in einer Nachhilfestunde noch mal so weit zu erklären, dass du zumindest den Anfang verstehst und den Rest leichter verarbeiten kannst. Wenn Lehrer sehen, dass man sich wirklich bemüht und etwas lernen will, dann merken die sich das auch irgendwann.
Ich hab nach meiner regulären Schulzeit eine schulische Ausbildung begonnen, in der ich auch regelmäßig Matheunterricht hatte, teilweise drei Stunden hintereinander. Länger als eine halbe Stunde konnte ich mich im Unterricht nie konzentrieren, weil Zahlen bei mir ein großer Schwachpunkt sind, und das hat man auch gemerkt. Mein Lehrer wusste allerdings, dass ich dafür am Nachmittag noch sehr sehr viel mit einer Schülerin gelernt habe, die das besser verstanden hat, und war immer sehr nachsichtig, wenn ich für etwas länger gebraucht habe. Solche gibt's auch ^^

Kommentar von violetta122 ,

Ich finde das du hiordis die beste Antwort gegeben hast vielen Dank dafür 😊

Kommentar von Hiordis ,

Ich danke ^.^

Antwort
von blackforestlady, 67

Klar, man redet von gedemütigt, nur weil man es nicht kann. Du solltest Dich besser vorbereiten und evtl. Nachhilfe nehmen. Heulen geht gar nicht, dass zeugt nur von Schwäche. Im späten Berufsleben musst Du auch Dinge können und da wirst Du auch nicht gedemütigt, sondern man setzt voraus, dass Du das auch beherrscht.

Kommentar von Idiealot ,

Genau so ist es!

Kommentar von Hiordis ,

In der Schule ist man aber nicht, um zu können, sondern um zu lernen, genau so wie du vor deinem Beruf eine Ausbildung machst, in der man dich auch nicht für Fehler bei Dingen, die du gerade noch lernst, so zur Sau machen sollte, als wenn du sie schon längst beherrschen müsstest.
Wenn eine Lehrerin merkt, dass ein Schüler im Stoff nicht mitkommt, dann ist es ihre Aufgabe, das Problem zu suchen und möglichst gut zu lösen, und nicht, ihn an der Tafel mit dem Rest der Klasse zu vergleichen und blöde Kommentare abzugeben. Man steht da, fühlt sich unsicher im Stoff, alle beobachten einen und sehen, wie man da interviewt wird und die Antworten nicht kennt. Das ist an sich schon besch*ssen genug.

Kommentar von Idiealot ,

Er/Sie wurde nicht zur Sau gemacht. Er/Sie hat einfach klassisch versagt weil nichts gelernt wurde und das darf man auch mal ansagen. Denn auch das kann eine lehrreiche Aktion sein ;-) Im übrigen durchaus auch pädagogisch sinnvoll zum Thema "positives und negatives Feedback".

Kommentar von Hiordis ,

Wie ich schon schrieb: Die Situation, an der Tafel abgefragt und dabei von allen beobachtet zu werden, und dann nicht antworten zu können, ist an sich schon ein sehr negatives Feedback. Dass die Lehrerin das in Form der Frage, warum er/sie das dann nicht kann, kommentiert, ist nicht schlimm. Vergleiche zu anderen Schülern soll man allerdings nicht ziehen. Ein Vergleich der Leistung passiert in Form von Noten - wenn man eine schlechte hat, dann weiß man, dass man schlechter ist als man sein sollte. Wenn die Lehrerin allerdings fragt "Ihr könnt das alle, oder?", dann stellt sie den Schüler an der Tafel als dümmer als den Rest hin, und zwar ganz gezielt, und das ist zu viel, gerade für eine Pädagogin.

Expertenantwort
von Miraculix84, Community-Experte für Schule, 62

Eine Abfrage während des Unterrichts ist völlig normal und beinhaltet immer das Risiko, dass ein Schüler, der dann mal nichts weiß, sich blamiert. Aber dieses Risikos muss man sich als Schüler bewusst sein, wenn man nicht gelernt hat. Wenn man sich wie du mit "Mut zur Lücke" vorbereitet, kann das halt ins Auge gehen.

Dass die Lehrerin nach der Abfrage eine Bewertung abgibt ("Das war wohl nix") ist normal. Da hast du in einer solchen Prüfungssituation ja sogar ein Recht drauf. Andersrum haben auch deine Mitschüler ein Recht darauf, zu erfahren, wie die gezeigte Leistung zu bewerten ist - als Maßstab für die eigenene Leistungen. D.h. deine Lehrerin kann nicht nach einer solchen Überprüfung einfach schweigend zur Tagesordnung übergehen.

Freilich hätte man das etwas einfühlsamer und freundlicher verpacken können. Man hätte das auch in drastischeren Worten ausdrücken können.

=> Ich kann zwar verstehen, dass du dich sehr unwohl gefühlt hast, aber der Lehrerin könnte ich nichts vorwerfen. Für das Ergebnis muss du dir selbst den Schuh anziehen.

LG und Kopf hoch!
MCX

Antwort
von bikerin99, 71

Demütigung ist ein subjektives Gefühl. Ja, es ist peinlich, wenn man vor der ganzen Klasse nichts kann. Vergiss es, was die Lehrerin gesagt hat und schau, dass du es beim nächsten Mal besser kannst. Dann fühlst du dich auch gut.

Antwort
von tryanswer, 48

Das hat, auch wenn es dir offenbar unangenehm war, nichts mit einer Demütigung zu tun. Deine Lehrerin hat lediglich eine Feststellung getroffen.

Antwort
von Idiealot, 57

Deine Lehrerin hat lediglich die Fakten aufgezeigt. Du hast versagt, weil du nicht oder nichts gelernt hast. Dein Weinen ist ja nur die Bestätigung dafür. Insofern kann ich deiner Lehrerin keinen Vorwurf machen. Den Schuh mußt du dir selber anziehen.

Antwort
von Messerset, 54

Zu den Pflichten eines Schülers gehört es, den Unterricht regelmäßig nachzubereiten. Wenn du das machen würdest, wäre auch die Englischarbeit kein Problem gewesen.

Zu den Pflichten eines Lehrers gehört es auch, dir regelmäßig Rückmeldung über deine "Leistung" zu geben. Ein "das war wohl nix" hat es doch wohl genau getroffen.

Keinem ist geholfen, wenn der Lehrer dich in Watte packt. Du musst irgendwann einmal selbst aus dem Quark kommen.

Ich kann dir übrigens noch dringend ans Herz legen, nicht auf den schlechten Rat von Kuhlmann26 zu hören. Damit machst du alles nur noch schlimmer.

Antwort
von Kirschkerze, 52

Ist deine eigene Schuld. Ohne den Satz wärst du vermutlich auch nicht weniger gedemütigt gewesen wenn du vorne stehst und nichts kannst. Ich find den frustierten Kommentar deiner Lehrerin auch in keinster Weise schlimm insbesondere wenn ihr den Stoff wirklich schon länger gemacht.

Englischklausur am nächsten Tag ist keine Ausrede!

Kommentar von violetta122 ,

Allerdings hätte das auch völlig gereicht das ich vor der klasse stehe und nichts weiß 😅

Kommentar von violetta122 ,

und nach einem Schultag bis 15:30 habe ich keine zeit mehr geschweige denn kann ich mich noch konzentrieren. Ich musste nämlich für die englische Klausur lernen Hausaufgaben erledigen und für Physik lernen...........

Antwort
von CrispyA, 55

Du solltest so tun als ob du Ahnung hättest, indem du Unsinn erzählst, aber schlaue Wörter benutzt. Klappt manchmal. Es gibt leider solche Lehrer..

Antwort
von SpitzkopfLarry7, 46

Ja, und das zurecht! Das nächste mal strengst du dich gefälligst an und lernst endlich. Dann muss auch keiner gedemütigt werden, oder?

Kommentar von violetta122 ,

Da hast du recht aber sie hat ja vor dem mal noch nie jemanden abgefragt weil die sagt das sie das nicht mag

Antwort
von jogele1, 47

Nö. Ich würde zum rektor/in gehen und mich beschweren. Du kannst es auch eventl deiner mom sagen und die beschwert sich dann. Aber einen schüler zum weinen bringen ist nie gut.

Kommentar von Idiealot ,

Der fängt an zu heulen und die Lehrerin ist Schuld? Kritikunfähigkeit zeigen und dann auch noch mit Rektor und Mama winken..*lach*

Kommentar von Kirschkerze ,

Kann die Lehrkraft nix dafür wenn fauler Schüler so nah am Wasser gebaut ist.

Der Satz war zwar ein "Hau-drauf" Satz aber rechtfertigt keine Beschwere, total normaler Satzinhalt

Kommentar von jogele1 ,

trotzdem das ist nicht korrekt von der lehrerin einen schüler so zu behandeln mit dämlichen fragen. Ich mein wenn die weiß dass er schlecht in dem fach ist dann warum stellt sie ihn vor der klasse so bloß.

Kommentar von Kirschkerze ,

Er ist nicht schlecht in dem Fach, aber war nur stinkend faul! Sagt er ja selbst, er hat eine andere Arbeit am Folgetag als Ausrede benutzt um nicht zu lernen. Was heißt "so zu behandlen"? Was wäre eine Alternativaussage gewesen" oh du Armer, wir machen das ja erst seit 3 Wochen, verständlich dass du nix weißt?" Auch ein Lehrer ist nur ein Mensch und du solltest den Threadersteller nicht in dem "Opferdenken" unterstützen

Kommentar von Idiealot ,

Dämlich ist nur seine Opferrolle in der er sich sieht. Er hat nicht gelernt und fertig. ;-)

Kommentar von Miraculix84 ,

Wie soll man sich das denn vorstellen?

Fragesteller: "Ich wurde von Frau XY abgefragt über den Stoff der vergangenen drei Wochen und wusste gar nichts. Dann hat sie gesagt, dass das nichts war, und ich bin in Tränen ausgebrochen. => Bitte reden Sie ein ernstes Wort mit der Lehrerin. Das kann so nicht weitergehen!"

Also spätestens jetzt wird der Rektor entweder lachend auf dem Boden liegen oder am Intellekt des Fragestellers zweifeln...



Kommentar von violetta122 ,

Ich hatte schon etwas gelernt aber meine Klausur war mir da doch etwas wichtiger ich verstehe aber nicht warum man eine Frage die jemand stellt so ins lächerliche ziehen muss miraculix84 und kirschkerze .

Kommentar von Idiealot ,

violetta122,

es kann aber auch nicht angehen, das du nur aufgrund des ertappt werdens, der Heulattacke und der Bemerkung deiner Lehrerin gleich einen "sprichwörtlichen" Blutsturz bekommst? Du hast eben Mist gemacht auf Deutsch gesagt. Verbockt, Verkackt, Verpeilt, nenn es wie du willst. Nur weil mir das nicht passt wenn mich der Boss rund macht wie ein Buslenker, aufgrund eines Fehlers den ich selber zu verschulden habe weil ich die Anleitung nicht gelesen habe und als Grund angebe, da hab ich grade was anderes präferiert...

Antwort
von Kuhlmann26, 58

Das Verhalten der Lehrerin zeigt nur, wie unfähig sie ist und man fragt sich, was sie 5 Jahre lang studiert hat?

Du solltest das nächste Mal gar nicht erst an die Tafel gehen und selbstbewusster auftreten. Du kannst klipp und klar sagen, dass Du das nicht weißt und das es Dich auch nicht interessiert (wenn es denn so ist). Schließlich hast Du die Physiklehrerin nicht um den Unterricht gebeten, sondern bist gezwungen, Dir ihr unverständliches Gequatsche anzuhören.

Du kannst ihr auch Unfähigkeit vorwerfen. Das Du das Thema nicht verstanden hast, lag schließlich an ihrer Unfähigkeit, es zu erklären.

Du kannst auch sagen, dass Du Dir diesen Ton verbittest, Deine Sachen zusammenpacken und gehen.

Gruß Matti

Kommentar von Hiordis ,

Wer hat dich denn zum Experten ernannt?
So wie der Lehrer hat auch der Schüler ein paar Pflichten, die er erfüllen muss. Man darf den Unterricht nicht einfach verlassen und man darf keine Leistung verweigern. Eine verweigerte Leistung ist eine nicht erbrachte Leistung, und damit fängt man sich wenn man Glück hat eine 6, und wenn man Pech hat gleich noch einen Brief an die Eltern oder einen Tadel hinterher.
Die Frage ist nicht, wie man sich am besten wie ein Ar*** verhält, sondern ob das Verhalten der Lehrerin angebracht war. Dein Antwort ist vollkommen unqualifiziert.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Wer mich zum Experten ernannt hat, weiß ich nicht, vermute aber, dass irgendeine Software dahinter steckt. Es geschah jedenfalls nur insofern mit meinem Zutun, als dass ich eine gewisse Anzahl an Antworten zum Thema "Schule" gegeben habe. Somit kann ich Dich beruhigen, der Expertenstatus kommt aufgrund quantitativer Kriterien zustanden und nicht durch qualitative.

Bevor Du das Wort "Pflicht" verwendest, solltest Du Dir dessen Unterschied zum Wort "Zwang" bewusst machen. Ich kann Dir auch gerne helfen: Eine Pflicht erlegt man sich selbst auf und hat dabei immer eine Wahl. Man verpflichtet sich oder eben nicht. Keine der Entscheidungen hat eine negative Konsequenz. Wenn ich aber unter Androhung von Strafe  eine Forderung erfüllen muss, ist das Zwang und der ist durch nichts zu rechtfertigen. Auch dann nicht, wenn man ihn in ein Gesetz schreibt und vernebelnd "Pflicht" nennt.

Man darf den Unterricht nicht einfach verlassen und man darf keine Leistung verweigern. Eine verweigerte Leistung ist eine nicht erbrachte Leistung

Warum darf man das als unter Achtzehnjähriger nicht? Warum wird man zur Erbringung einer Leistung gezwungen, die man nicht erbringen möchte? Das Lehrer zu dieser Vorgehensweise berechtigt sind, ist doch eine Anmaßung.

http://www.gewaltohnemich.de/

Ich will es noch einmal ganz deutlich sagen. Ich lehne das gängige Verhalten der Lehrer in unseren Schulen ab.

Kommentar von Idiealot ,

Ich will es auch mal deutlich sagen. Ich würde es ablehnen als Lehrer Schüler die sich derart outen zu unterrichten und hier so ein Statement abliefern wie Herr Kuhlmann26. Ich würd sie gleich von der Schule kicken^^

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Idiealot, merkst Du gar nicht, wie widersinnig Deine Sätze klingen? Wenn die Schüler nicht gezwungen wären, sich in der Schule belehren zu lassen, hättest Du solche wie mich gar nicht in der Klasse.

Glaubst Du allen Ernstes, ich würde mich noch einmal in eine Belehrungs- und Erziehungsanstalt begeben? Solche wie mir blieben Dir doch erspart. Stell Dir für einen Moment vor, Du seist Physiklehrer/in und in Deiner Klasse säßen Leute, die sich für Physik interessierten und Du müsstest nicht durch einen Lehrplan hetzen. Würdest Du ein Verhalten an den Tag legen, wie das der oben beschriebenen Lehrerin?

Die Fragestellerin MUSS aber im Physikunterricht sitzen. Nicht sie bestimmt, was sie wann lernt, sondern ein Stundenplan und ein Klingelzeichen.

Und jetzt noch ein Gedanke, der Dir wahrscheinlich den Schreck in die Glieder fahren lässt. Jedenfalls dann, wenn Du Lehrer/in bist. Es gibt Bildungseinrichtungen, da bleiben den Schülern die erwachsenen Lehrer erspart. Sie sind diesen Lernbremsen gar nicht ausgesetzt, weil es sie schlichtweg nicht gibt! Die Schüler sind ihre eigenen Lehrer. Neunjährige erklären älteren (und auch jüngeren) die Photosynthese, den Dreisatz oder die Zellteilung.

Und nun kommt das Unfassbare: Sie erlernen den Schulstoff aus 12 Schuljahren in einem Bruchteil dieser Zeit. Manche schaffen das in einem Jahr. Wenn es gut läuft haben die Kinder und Jugendlichen den kompletten Mathematikstoff aus der gesamten Schulzeit in 6 Wochen drauf. Einige legen im Alter von 10 Jahren die Abiturprüfung ab. Wenn andere 2, 3 oder 4 Jahre brauchen, werden sie nicht stigmatisiert und nieder gemacht. Sie hören keine Sätze, wie die der oben genannten Physiklehrerin.

Unter dem Stichwort "Schitinin Schule" oder "TECOS Schule" kannst Du bei Interesse gerne googlen. Die ersten Nachahmer gibt es inzwischen auch im deutschsprachigen Raum.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Da es sich, so vermute ich jedenfalls, bei der Fragestellerin um eine Abiturientin zu handeln scheint und man zu dessen Erlangung nicht gezwungen wird, kann man sich auch anders gegen die Arroganz einiger Lehrer wehren.

Bei diesem Projekt, ist das Lernen wieder vom Kopf auf die Füße gestellt. Der Lernende stellt die Fragen und sucht sich den Lehrenden aus. Dann kommt dieser auch nicht auf die absurde Idee, den Lernenden zu beschämen oder anderweitig in Misskredit zu bringen.

http://methodos-ev.org/

Kommentar von Hiordis ,

Du kannst von unserem Schulsystem halten, was du willst, und sicherlich hat es einige Fehler. Du solltest einem Schüler, der im Internet nach einer Lösung für sein Problem bzw. Unterstützung sucht, aber nicht den Rat geben, sich aufgrund dessen, was du denkst, wie es sein soll, gegen das zu stellen, was nun mal ist.
Die Schulpflicht ist extrem wichtig. Man könnte sich über die Auslegung streiten, aber dass sie besteht ist eine wirklich gute Sache und für viele Menschen wichtig, denen ansonsten jegliche Motivation, sich zu fördern, fehlen würde. Darüber könnte man sich nun sehr ausgiebig unterhalten, aber ich glaube, das würde hier den Rahmen sprengen. Nur, um das noch mal zu erwähnen, man kann einem Schüler nicht sagen "F*ck the system, du darfst das", nur, weil man sich selbst wünscht, dass es so wäre.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Der Schulzwang, den Du "Pflicht" nenntest, ist überhaupt nicht wichtig und eine "gute Sache" ist er schon gar nicht. Er ist eine Anmaßung. Es gibt ihn in der bis heute vorherrschenden Form, seit die Nazis ihn 1938 in ihrem Reichsschulgesetz festgeschrieben haben. Er existiert nur in sehr, sehr wenigen Ländern. In Europa beispielsweise nur noch in Schweden (seit 2010). Alle Ostblockstaaten haben ihn nach dem Fall des Eisernen Vorhangs abgeschafft. Erzähle mir also bitte nicht, der Zwang, als Sechs- bis Achtzehnjähriger in ein Schulgebäude eingesperrt zu werden, sei wichtig. Das ist nichts als Aberglaube! Im oben genannten Fall bezog ich mich allerdings nur auf die konkrete Situation.

Natürlich kann ich der Fragestellerin den Rat geben, sich aus der für sie unangenehmen Situation zu befreien, in dem sie einfach geht. Sie ist ein selbstständig denkendes Wesen und kann diesen Rat annehmen oder auch nicht. Ich zwinge sie schließlich nicht zu diesem Handeln. Warum soll sie die Erniedrigungen über sich ergehen lassen müssen? Und ob es sich um eine solche handelt, entscheidet niemand anders als sie selbst.

Zum Glück gibt es inzwischen immer mehr junge Leute, die sich diesem Irrsinn in der Schule entziehen und selbst über ihre Bildung entscheiden.

Kommentar von Idiealot ,

Da fragt man sich wozu dann noch Pädagogik an der Uni studiert werden muß Herr Kuhlmann26? Sicherlich mag man geteilter Meinung sein über diverse Lehrer und/oder ihr Verhalten gegenüber Schülern. Sich aber hier als Advocatus diaboli der Gegenseite hinzustellen und alle Lehrer zu verteufeln ist, gelinde gesagt, nicht weniger dämlich als die ganze Situation. Da linken sie gewaltohnemich.de und ich frage mich wessen geistiges Kind hier einen zum Besten gibt? Lehrer würde sagen, setzen sechs, Thema verfehlt. Schönen Tag noch.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Da fragt man sich wozu dann noch Pädagogik an der Uni studiert werden muß

Mal abgesehen davon, dass ich mich über die Pädagogik gar nicht ausgelassen habe, frage ich mich das allerdings auch. Wobei die Frage ist, was denn Inhalt des pädagogischen Studiums ist? Das Buch "Antipädagogik", von Eckhard von Braunmühl kennen vermutlich nur die wenigsten Pädagogikstudenten. Aber wie gesagt, das ist gar nicht mein Thema.

Der letzte Satz mag Deinem Ärger geschuldet sein, aber genau mit ihm beweist Du doch die Gewalt der Lehrer. Man nennt das "strukturelle Gewalt" oder anders gesagt: Die Strukturen in der Schule sind gewalttätig.

Lehrer können Schüler - egal, ob im freundlichen Ton oder nicht - zu etwas zwingen, was die nicht wollen. Siehe die oben gestellte Frage. Wobei diese Lehrerin den freundlichen Ton durch eine verhöhnende Ansprache ersetzt hat. Was ist das sonst, wenn nicht gewalttätig?

So lange das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler nicht auf eine gleichwürdige Basis gestellt ist und stattdessen der Lehrer Macht über den Schüler hat, ist das Gewalt. Ob Dir das nun passt oder nicht. Und man setzt der Gewalt noch einen drauf, wenn man dem Schüler nicht die Möglichkeit gibt, sich aus solchen Situationen zu befreien, in dem er weggehen kann.

Wäre ich ein Lehrer, würde ich niemanden mit einer 6 stigmatisieren, nur weil er mich nicht verstanden hat. Ich würde Schüler überhaupt nicht manipulieren und gegeneinander ausspielen, in dem ich 6 Ziffern unter ihnen verteile.

Das Thema verfehlt zu haben, ist schließlich nichts anderes, als missverstanden worden zu sein. Ich würde stattdessen fragen, was schief gelaufen ist, denn der Fehler lag ja bei mir; ICH habe mich unverständlich ausgedrückt.

Das den meisten Lehrern und Schülern die Gewalt nicht bewusst ist, heißt noch lange nicht, dass sie nicht überall vorhanden ist. Gewalttätig zu sein, gehört zu den ganz normalen Aufgaben der Lehrer. Es mag provokant klingen, ist aber die Realität.

Kommentar von Hiordis ,

Gewalt ist es in deinen Augen nur deshalb, weil du es so sehen willst. Wie du anhand der Bewertung deiner Antwort und der Tatsache, dass sich geäußerte Meinungen gegen sich richten, erkennen kannst, stehst du mit deiner Meinung ziemlich allein da. Ich denke, ein nicht zu unterschätzender Teil der hier aktiven User hat ein Alter erreicht, indem man durchaus selbst entscheiden kann, ob man seine schulische Vergangenheit als Akt der Gewalt beschreiben könnte, und niemand außer hier tut das. Die meisten Menschen haben im Nachhinein eine sehr positive Einstellung zur Schule, erinnern sich gern daran, dort soziale Kontakte geknüpft und viel Spaß gehabt zu haben. Viele gehen später sogar gern zur Schule zurück und besuchen ihre alten Lehrer, oder entscheiden sich freiwillig dafür, das gleiche Schulsystem zum Erlangen eines höheren Bildungsabschlusses noch einmal zu besuchen.
Kindern kannst du diese Entscheidungen nicht überlassen. Sag einem Kind mal, dass es essen darf, was es will, in dem Glauben, dass es schon wissen wird, wie es sich richtig ernährt. Ich hoffe, du kannst dir vorstellen, dass das in den meisten Fällen auf Schokolade und Chips hinauslaufen wird. Und ähnlich ist es mit der Bildung - es wird nur gelernt werden, was leicht verständlich ist, weil sich die wenigsten Kinder und Jugendlichen gern den Kopf darüber zerbrechen, etwas zu verstehen, das einfach nicht rein will.
Ich finde es richtig, dass man ein bisschen dazu gezwungen wird, Bildung zu erlangen, und würde es keineswegs als gewaltsam ansehen. Man könnte sich zwar über die Komplexität streiten, mit der viele Themen behandelt werden, aber grundsätzlich würde ich mir wirklich nicht wünschen, dass wir uns aussuchen könnten, ob wir zur Schule gehen oder nicht. Wie ich schon schrieb: Den meisten würde ihre Bildung einfach am Ar*** vorbei gehen.

Übrigens: Die Schulpflicht, die du so unbedingt mit den Nazis in Verbindung bringen willst, nahm ihren Anfang schon Jahrhunderte vorher.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Wenn man es als selbstverständlich betrachte, gewalttätig behandelt zu werden, kritisiert man das natürlich auch nicht; es fühlt sich normal an. Bei mir war das genauso. Die allermeisten denken bei diesem Wort an physische Gewalt, die psychische ist aber viel subtiler.

Es ist genauso wie beim Rassismus. Ich vermute, dass sich die Wenigsten als rassistisch bezeichnen würden. Sie sollten sich aber mal eine Rückmeldung von Andersfarbigen holen.

Deiner Behauptung, die meisten Menschen hätten positive Erinnerungen an die Schulzeit, stelle ich einfach mal diesen Artikel entgegen. Erinnerungen sind das eine, die Realität das andere.

http://www.news4teachers.de/2016/02/internationaler-vergleich-nirgends-sonst-geh...

Deine Vorstellungen über die Lernlust von Kindern hat nichts mit der Realität zu tun und orientiert sich an Vorurteilen. Ich würde ja die Klappe halten, wenn es nicht seit Jahrzehnten bewiesen wäre, das selbstbestimmten Lernen erfolgreich und besser als fremdbestimmtes funktioniert. Dies kann übrigens auch an Schulen geschehen. Es gibt unendlich viele Beispiele, die das belegen.

Durch die Medien geistert seit etwa 10 Jahren der Fall Neubronner. Der älteste Sohn der Famile war seit der zweiten Klasse nicht mehr in der Schule und ist, abgesehen von einer kurzen Phase, auch von seinen Eltern nicht unterrichtet worden. Dennoch war es kein Problem für ihn alle Schulabschlüsse zu absolvieren. Haupt- und Realschulabschluss: 1,4, Abitur: 2,5. und für ihn war tatsächlich die psychische Gewalt der Grund, warum er nicht in die Schule wollte. Sein Vorteil war, dass seine Eltern ihn ernst genommen haben. Es gibt tausende solcher Beispiele.

Die so genannte Schulpflicht hatte ihre Anfänge vor ungefähr 300 Jahren. Ich habe aber geschrieben: "Es gibt ihn (den Schulzwang) in der bis heute vorherrschenden Form, seit ..."

Eine Schulpflicht gibt es auch in vielen anderen Ländern. Es gibt dort aber keinen gesetzlichen Zwang, sie besuchen zu müssen. Die Bezeichnungen sind vielfältig. In Österreich besteht beispielsweise Unterrichtspflicht. Wo dieser standfindet und wie er durchgeführt wird, bleibt jeder Familie selbst überlassen. Das die allermeisten Kinder dennoch in eine Schule gehen, ist zum einen dem Aberglaube geschuldet, den ich oben schon beschrieben habe, darüber hinaus gibt es selbst bei einem fehlenden gesetzlichen Zwang zig andere Gründe, die Eltern dazu bringen, ihre Kinder in die Schule zu schicken.

Wenn Kinder eine Wahl hätten, würden sie sich natürlich nicht für die Schule entscheiden. Aber das hat doch nichts damit zu tun, dass sie nicht lernen wollen. Das sie genau diese Wahl nicht haben, ist Gewalt.

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