Frage von DaSoziopath, 55

Hat keiner einen Rat, nur Kommentare?

Ich mache mir ernsthaft Sorgen um meinen besten Freund. Er hat eine tragische Vergangenheit, wurde von den Eltern geschlagen, in der Schule gemobbt und hat in frühen Jahren mit der Kriminalität begonnen. Er hat auch so viel Pech gehabt, Frauen, Beruf etc.

 In den letzten Jahren wohnte er in einem Obdachlosenheim und hat nun eine eigene Wohnung. Das Problem ist er bekommt nichts mehr auf die Reihe. Er putzt nicht, wäscht sich regelmäßig (alle 2 Wochen vielleicht), ist arbeitslos obwohl er ständig beteuert arbeiten zu wollen. 

Er ist fast nur zu Hause, es sei denn er geht einkaufen oder ich kann ihn dazu bringen mich zu besuchen (er selbst will keinen).Ich habe das Gefühl als hätte er sich aufgegeben. Ich will ihn aber nicht aufgeben (ich kenn ihn über 20 Jahre) und habe ihm öfter versucht zu helfen. Therapieplätze besorgt, mit Frauen bekannt gemacht etc.

Ist er vielleicht depressiv und will es nicht zeigen? Er tut immer so gut gelaunt und das macht mir erst recht Sorgen. Wie kann ich ihm helfen? Bin für jeden guten Rat dankbar

Antwort
von Dahika, 10

Du kannst ihm nur helfen, indem du ihm immer und immer und immer wieder sagst, dass er Therapie braucht. Und zwar sicherlich eine stationäre Therapie. Eine ambulante Therapie dürfte nicht reichen. Was er nämlich neu lernen muss, ist Struktur in sein Leben bringen.

Es ist schön, dass du ihm helfen willst. Aber sei vorsichtig mit der Art der Hilfe, denn manchmal stabilisiert die Hilfe das Elend nur.

Möglicherweise braucht er sogar einen amtlichen Betreuer, der ihm zwar keine Aufgaben abnimmt, ihn aber mit mehr oder weniger sanften Druck an die Hand nimmt.

Man hilft ihm aber nicht, indem man ihm die Anforderungen des Lebens abnimmt.

ist er Alkoholiker?

Kommentar von DaSoziopath ,

Er ist kein Alkoholiker, hat aber über 10 Jahre Drogen genommen und verkauft. Mich wundert es das er noch nie erwischt wurde. Mittlerweile konsumiert er nur noch 2x im Monat und ausschließlich Cannabis.

Kommentar von DaSoziopath ,

Er hatte schon einen gerichtlichen Betreuer, den er bekam weil er bei einem schweren Unfall im Koma lag und operiert werden musste. Die Eltern waren schon verstorben.

Allerdings ist er ziemlich intelligent und es war ein leichtes für ihn diesen Betreuer zu übergehen um seine Ziele dennoch erreichen.Dank dieses Betreuers wohnte er fast 6 Jahre in einem Obdachlosenheim und ich weiss nicht ob ihm das wirklich geholfen hat.

Antwort
von RuedigerKaarst, 23

Lass ihn dir helfen 😉

Werde einfach mal chaotisch, so dass er dir beim aufräumen hilft und im Gegenzug hilfst Du ihm und lädst ihn ein.

Ich würde wetten, dass er Spaß dran gat, dir zu helfen und such freut wenn man sich bedankt.

Kommentar von DaSoziopath ,

Das ist es ja auch so´n Ding. Er hilft lieber anderen als sich selbst. Er ackert auch für ´n Appel und ´n Ei, wenn ein Freund von ihm z.B umzieht/renoviert.

Kommentar von RuedigerKaarst ,

Werd rinfach mal "schlampig" dann hilft er dir und Du danach ihm. 😉

Antwort
von mariol, 9

Also ersteinmal finde ich es sehr nett von dir, dass du an seiner Seite bleibst. Nach dem was du über ihn erzählst, ist er bestimmt depressiv. Probleme mit seinen Eltern führen auch meist zu Depressionen. Ich kann das bezeugen. Vielleicht sollte er mal zu einem Therapeuten gehen und darüber reden? Mir wurde gesagt, dass das helfen soll. Und versuch ihn dazu zu bringen etwas für sich selbst zu tun. Vielleicht Arbeiten, Musik, etwas Schreiben, etwas, das ihm Freude bereitet. Ansonsten sehe ich die Gefahr, dass er sich nutzlos fühlt und den Mut verliert. Aber er hat dich, also hat er doch schon etwas gefunden, das er schätzen kann.

Antwort
von McSaege, 20

Wer sich so gehen lässt, hat auf jeden Fall ein Problem. Denke da kann nur ein Arzt helfen...

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