Frage von Eyybb, 70

Hat Julius Cäsar seine Macht aufgeteilt, da ihm bewusst war, dass Alleinherrschaft zum Scheitern verurteilt ist?

Stimmt es, dass Julius Cäsar prorömische Könige eingesetzt und die Macht aufgeteilt hat um das römische Reich zu regieren ?

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte & Politik, 25

Im Laufe ihres Aufstieges zur Europa und die Mittelmeerwelt beherrschenden Macht hat die Römische Republik gerade im griechisch-hellenistischen Raum anfangs viele Könige in ihrer Stellung belassen, solange sie sich den römischen Wünschen unterordneten. Das hatte auch etwas damit zu tun, dass Rom weder die notwendigen Mittel noch das Personal hatte, um selbst die Herrschaft auszuüben.

Nach und nach allerdings hat Rom diese Könige unterworfen und ihre Herrschaftsgebiete als Provinzen organisiert, also direkter römischer Herrschaft unterworfen. Statthalterposten wurden in der römischen Führungsschicht beliebt, weil sie recht einträglich waren und die jeweiligen Amtsträger finanziell sanieren konnten.

Caesar hat an der Provinzialordnung, die er vorfand, nichts geändert. Allerdings hat er dafür gesorgt, dass die wichtigen Provinzen in die Hände seiner Anhänger kamen. Als Consul, dann als Dictator mit umfassenden Vollmachten war er natürlich allen Provinzstatthaltern übergeordnet. Er hat also die Macht in seinen Händen "zentralisiert"!

Caesar hat nur eine Monarchie nicht angetastet und ihr eine gewisse Selbständigkeit zugestanden: Ägypten. Warum? Mit Ägyptens Pharaonin Kleopatra verband ihn ein Liebesverhältnis. Sie stand also auf seiner Seite, gebar ihm einen Sohn, da konnte er großzügig sein.  :-)

MfG

Arnold

Antwort
von voayager, 7

Es bestand die Gefahr, dass er den Senat weitestgehend ausschalten würde, daher wurde er von Senatsvertretern beseitigt.

Antwort
von Nijori, 18

Natürlich ist Alleinherrschaft ab einer bestimmten Größe des Herrschaftgebietes, bei Brieftauben und Postreitern als schnellste Kommunikationsmittel unmöglich, ein Vertrauter oder auch nur ein Knilch dessen Ambitionen man im Griff behalten kann als Verwalter für ein bestimmtes Gebiet einzusetzen war damals unabdingbar.

Das hat nicht nur Cäsar betrieben, das hat jeder Großherrscher getan, ob diese Verwalter dann Könige, Grafen, Herzöge, Truchsesse oder sonstwas genannt wurden ist dabei unwichtig.

Zu dieser Zeit brauchte man jmd, der in den fernen Ecken des Reiches Situationen, die sich spontan anbahnten, beurteilen und lösen konnte, sowie die oberste Autorität, ob Cäsar, Kaiser, Großkönig oder wie man sich auchimmer nannte, vertrat.

Es ging bei sowas also weniger um das gewollte Teilen von Macht, als mehr darum das man nicht daran vorbei kam wenn man reaktionsfähig bleiben wollte, selbst wenn man auf der anderen Seite des Reichs Feldzüge gegen die "Barbaren" führte musste man sich schließlich jederzeit irgendwie um Probleme der anderen Ecke des Reichs kümmern.

Da machte man nicht eben das Taktikmenü auf wuselte 5 min rum und alles war supi, aus der Schlacht raus und einmal quer durch das altrömische Reich wäre eine verdammt aufwändige Sache gewesen nur um dann 5 Tage zu spät anzukommen und zu sehen das der Bauernaufstand schon längst wieder ruhig war.

Antwort
von Kanshidesu, 28

Meines Wissens aus dem Geschichts Unterricht nach hatte Gaius Julius Cäsar alleine regiert, da er Rom für sich allein haben wollte.

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