Frage von DaaJoker888, 70

Hat jmd Erfahrung mit Hunde zu Jagen?

Da ich mir irgendwann einen Hund zulegen möchte überlege ich wie ich diesen gut auslasten könnte (abgesehen von täglichen Spazierengehen etc) habe überlegt einen Jagdschein zu machen und ab und zu mit meinem Hund jagen zu gehen, finde aber absolut nichts dazu im Internet ( nur welche rassen wozu geeignet sind) hat jmd Erfahrung ob das dem Hund Spaß macht/ geeignet ist Und auch ob es euch Spaß macht. Gerne auch Geschichten dazu

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von antnschnobe, 32

Einen Jagdhund sucht man sich eigentlich passend zu möglichen Jagd aus.

Hier gibt es zu beachten, daß in Deutschland nur bestimmte Jagdhunde-Rassen vom JGHV zu den nötigen Prüfungen zugelassen werden.
Kleiner Auschnitt, denn die Sache ist sehr umfangreich:

http://deutsches-jagd-lexikon.de/index.php?title=Jagdhunderasse

Das wirst Du aber alles in dem Jagdkurs gesagt bekommen.
Auch auf was es beim Hund, der Ausbildung und vor allem auch beim Kauf des Hundes ankommt. Infrage stehende Prüfungen etc. werden erläutert usw..

Um einen Jagdhund jagdlich  zu führen, muss man Zeit, Liebe und Geduld, dazu unbedingt eine Jagdmöglichkeit haben. Ohne geht nicht!
Die ersten drei Begriffe erklären sich von selbst.

Mit einem Jagdhund zu jagen ist eine wunderbare Sache. Es verlangt aber Wissen und Erfahrung, diesen zu abzuführen, so daß er zur Jagd tauglich ist. Nur das angewölfte "Können" reicht bei weitem nicht aus. Gehorsam ist ein wichtiger Punkt.
Dieser läßt sich nur aus Vertrauen und Zusammenarbeit Hund/Mensch verlässlich herstellen.

Ich persönlich rate jedem ab, sich VOR der bestandenen Jagdprüfung und VOR der Möglichkeit, den Hund in einem Revier zu führen, sich einen solchen zuzulegen.
Man muss als unerfahrener Hundeführer nicht nur den Kurs mir seinem Hund belegen,man muss auch zwischen den Kurstagen täglich üben.

Am besten ist es, man sieht alten "Hasen" vor der Anschaffung eines Jagdhundes über die Schulter. Man geht mit ins Revier, man fragt, man schaut zu.

Meine Erfahrung ist, daß "Noch-Nicht-Jäger" mit der Ausbildung, eigentlich oft allein mit einem Jagdhund völlig überfordert sind. Prüfungsstress zur eigenen Jagdprüfung gehen erstmal vor.

Nicht unwichtig: Die meisten Jagdhunde werden von den Züchtern nur in "Jägerhände", manchmal sogar nur mit Nachweis zur jadlichen Möglichkeit abgegeben (hier eigene Jagdpacht oder gültiger Begehungsschein).

Ob man in der Stadt lebt oder auf dem Land: Dem Hund ist es egal, solange er ausgelastet wird. Und das ist das A und O beim Jagdhund.
Wird er das nicht, kann der Hund schnell "vor die Hunde" gehen. Er verkümmert oder wird zur lebenden Handgranate. Wilderei, Aggresivität etc. nicht selten.

Solltest Du Dich für die Jagd und den dazugehörenden Jagdhund entscheiden:

Viel Glück bei der Prüfung  - und (dann erst) viel Freude mit Deinem besten Freund, der Dich zur Jagd begleitet.

Kommentar von antnschnobe ,

Danke für's Sternchen : )

Antwort
von Dahika, 23

Der Jagdschein ist schwer zu machen. Dazu gehört eine aufwendige Prüfung .Und wenn du jagen willst, musst du entweder ein eigenes Jagdgebiet haben oder von einem Jäger, der ein solches besitzt, eingeladen werden. Sonst ist es Wilderei.

Du wirst also deinen Hund nicht jagen lassen können. Eignen tun sich nur die dafür gezüchteten Jagdhunderassen und die müssen ausgebildet werden. Das ist um einiges intensiver als am Sonntag eine Hundeschule zu besuchen.

Jagdhunderassen sind nicht gerade die idealen Familienhunde. Ich habe eine Freundin, die sich einen Jagdhundwelpen gekauft hat. Ihr Mann ist Jäger. Der Hund ist nun 5 Monate alt und sie rauft sich jetzt schon  ununterbrochen die Haare.

Kommentar von beglo1705 ,

Kann ich nicht bestätigen. Auch unser Jagdhund wird jagdl. geführt und ist der beste Freund unsere Kinder. Auch auf Ausritten oder Kutschausfahrten nehmen wir in gerne mit, weil er gut erzogen, gehorsam und folgsam ist. 

Jagdhunde sind im allgemeinen sehr auf ihren Besitzer geprägt sofern dieser es auch versteht den Hund entsprechend zu führen und auszubilden. 

Mit 5 Monaten beginnt jeder Hund langsam mal auszutesten, dann sollte man ihm liebevoll aber konsequent Grenzen aufziehen. 

Noch wichtiger ist allerdings: Wer schafft an? Ein Hund wird immer nur einen "Boss" haben, das ist auch für die Jagd unabdingbar. Zu viel hängt für Jäger und Hund hinten dran, als auch nur einen Zweifel aufkeimen lassen zu dürfen, da muss sich jeder auf den anderen 110% verlassen können. 

Antwort
von beglo1705, 10

Bin mit meiner Antwort spät dran, dennoch habe ich auch meine Erfahrungen mit (jagd)Hunden gemacht:

Ich habe meinen Mann vor 13 Jahren kennen gelernt, dieser hatte einen Alano (kein typischer und offiziell anerkannter Jagdhund). Ich hatte Angst vor diesem Hund, denn selbiger kam jedesmal, wenn ich in den Hof fuhr, freudig angerannt und ich dachte der will mich zerfleischen. Nein, der Hund war gehorsam und aufgrund seiner Vergangenheit einfach nicht der "Freudenbeller". Dieser Hund gehorchte meinem Mann allein auf die Mimik, keine Zeichen, keine Worte und keine Signale waren nötig. Nur eine hat´s nicht verstanden, ich. Das war mein großes Problem.

Ein Trainer kam, der alles erklärte, wie ein Hund funktioniert, was das eigentliche Bestreben eines Hundes ist. Ich hab das alles soweit aufgenommen und verarbeitet und konnte 3 Wochen später völlig entspannt mit eben diesem Hund spazieren gehen. Meinen Jagdschein absolvierte ich vor ca 9 Jahren im Anschluss.

Dieser Hund war nur meinem Mann "Untertan", alles, was er tat, geschah aus dem Gehorsam meinem Mann gegenüber, welchen er nur und ausschließlich mit konsequenz, Geduld und Liebe zum Tier erarbeiten konnte. Dieser Hund starb im Alter von 17 Jahren, weil er starke Arthrose im Hüftgelenk hatte und mein Mann entschied, ihn gehen zu lassen.

Heute haben wir einen KLM, ein wahres Powerpaket welches ich nicht mehr missen möchte. Vom ersten Tag an war das "mein" Hund. Er begriff schnell, was man vom ihm verlangt, hegt keine Zweifel an Kommandos, folgt bedingungslos Befehlen, ohne zu zögern, geht mit zum Holzrücken (mit Kaltblut) ohne auszubüxen o.ä., spielt mit unseren Kindern (wenn auch wild) ohne zu verletzen. Das und nur das ist mein Hund.

Egal, ob es heut Entenjagd, Biebebregrenzung, Hasen- Fuchs- Schwarzwildjagd oder Hirschpirsch ist, ich kann mich auf meinen Hund verlassen.  Wer das auch behaupten kann, ist wahrlich reich.

Antwort
von Naninja, 15

Ich würde Dir empfehlen, erst den Jagdschein zu machen und Dich anschließend nach einem Hund umzusehen, wenn es Dir in erster Linie um das Hobby geht.

Um einen Hund auszulasten musst Du nicht jagen. Ich habe selbst Jagdhunde und keiner von ihnen wird jagdlich geführt. Gut ausgelastet sind sie trotzdem, dazu gibt es genug Alternativen.

Antwort
von Virgilia, 10

Sinnvoller wäre es, meiner Meinung nach, mit dem Hund Mantrailing, Dummytraining oder Fährtenarbeit zu machen. Da wird der Hund auch artgerecht ausgelastet und hat Spaß ohne jagdlich geführt zu werden. 

Je nachdem, für was für einen Hund man sich entscheidet und wofür er ursprünglich gezüchtet wurde, muss man ihn auslasten. Ein Labrador z.B. wird an Fährtenarbeit vermutlich weniger Spaß haben, am Dummytraining dafür umso mehr. 

Gerade einem Anfänger würde ich auch von einer "puren" Jagdhunderasse abraten. Ein Freund meiner Eltern ist über Umwege an einen Magyar Viszla gekommen. Obwohl der Hund der Hund bei ihm nicht jagdlich geführt wird und vorher nur seinen Zwinger kannte, sind bestimmte Verhaltensweisen und Bewegungsabläufe einfach drin. Wenn man so einen Hund nicht händeln kann, hat man ein Problem. Normalerweise wird diese Rasse auch nur an Jäger und nicht an Privatpersonen verkauft. Es gibt genug Rassen und Mixe, die für eine normale Person wesentlich besser geeignet sind. 

Antwort
von Sisalka, 31

Ein Jagdhund ist meilenweit von einem normalen 'Gesellschafthund' entfern. Sie sind besonders ausgebildet, was viel Zeit und auch entsprechendes Wissen voraussetzt. Einen Jagdschein bekommst du auch nicht 'einfach so'. 

Wenn du in deiner Stadt lebst, solltest du dir eh keinen Hund zulegen, das ist eher unzumutbar für die Vierbeiner.

Ansonsten, laufen, laufen, laufen. Das ist für dich und für den Hund gesund ;)

Kommentar von Bitterkraut ,

Ich lebe auch in der Stadt, in einer großen, ich hab 2 große Jagdhunde und keine Probleme, sie auszulasten. Ich hab ein riesiges Freilaufgebiet in 500m Entfernung. Und das mitten in der Stadt, quasi. Man kann auch in der Stadt Hunde halten, man muß sich halt schlau machen, wo man laufen gehen kann, bzw. passend umziehen. Oder 1x am Tag mit dem Auto zu einem Freilaufgebiet fahren und 2 Stunden dort laufen. Ist alles machbar. Und hab ich alles schon gemacht.

Antwort
von Bitterkraut, 21

Der Hund selbst darf aber nicht jagen, das ist dir schon klar?

Na ja, das lernst du bei der Jägerausbildung schon.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community