Rolf u. Högemann am 16.05.2007 um 15:16 Uhr
Auch noch einmal bezugnehmend auf die Fragen und Problematik betreff Datenschutz/Datenmissbrauch/-klau diese Frage: War schon einmal jemand von Euch massiv von Datenmissbrauch betroffen? Ich meine nicht Phishingversuche, Einforderungen von Rechnungen per E-mail von Sachen, die Ihr nie bestellt habt, Werbebriefe im Briefkasten oder Spammail/Werbeanrufe - sondern massiv durch unbemerkt gehackte Computer, Datenweitergabe von Ämtern/Institutionen/Firmen u.ä., Identitätsdiebstahl oder noch schlimmeres. Mikatto und ich argumentierten in der Frage http://www.gutefrage.net/frage/koennen-daten-aus-der-nutzung-von-rabattkarten-mi... ausführlich darüber.

Ja, die Telecom. Ich hatte vor Jahren noch meinen Anschluß über die Telecom, aber ausdrücklich verboten, meine Daten an Dritte weiter zu geben. Dummerweise war die Telecom trotz mehrfacher schriftlicher Hinweise nicht in der Lage, meinen falsch geschriebenen Namen zu korrigieren. Und prompt bekam ich jede Menge Werbung mit diesem falschen Namen, der nur durch die Telecom herrühren konnte. Auf meine Beschwerden, Briefe usw. hat die Telecom in keiner Weise auch nur reagiert. Das war auch einer der vielen Gründe, weshalb ich den Anbieter gewechselt habe.

Rolf, wenn sich hier jetzt niemand meldet schließt du daraus, dass es dann nicht stattfindet? ;-)
Das Internet ist voll von Fällen diesbezüglich, diverse TV-Magazine berichten auch ständig von Mißbrauch usw. Ob nun ausgerechnet hier ein Geschädigter mit dabei ist spielt finde ich zwar keine Rolle aber gut....
Fakt ist z.B., dass in den USA, wo die staatliche Datensammelwut uns noch etwas voraus ist - aber dank Schäuble werden wir den Rückstand bestimmt bald aufholen - Menschen schon ihren Arbeitsplatz verloren haben, weil sie sich in einer Bücherei ein regierungskritisches Buch ausgeliehen haben, jemand wurde auf Grund einer Bestellung bei Amazon bei der Einreise am Flughafen festgehalten usw.
Ich könnte da noch viel mehr aufzählen, aber was solls.
Und man sollte einfach auch mal weiterdenken, je mehr Daten vorhanden sind und je weiter die Vernetzung ist desto größer ist logischerweise die Möglichkeit des Mißbrauchs.
Im Rahmen dieser "Vorsorgeaktion" zum G8-Gipfel - Hausdurchsuchungen etc. - hat als Gegeninitiave eine Hackergruppe eine polizeiinterne Internetplattform gehackt und alle persönlichen Daten wie Paßwörter u.a. offen auf einen russischen Server gestellt so nach dem Motto "wie ihr uns so wir euch".
Es geht auch um künftige Vorhaben - wie sagte kürzlich irgendein Innenminister eines Bundeslandes: "Wir haben keine Liste aller Deutschen, das kann doch nicht sein" Na da frag ich mich, warum in einem angeblich freien rechtsstaatlichen Land eine Liste über alle Bürger vorhanden sein muß!?
Es geht einfach darum, dass die Bürgerrechte immer weiter eingeschränkt und die Verfassung ausgehöhlt wird. Bei "Gefahr im Verzug" kann schon irgendein kleiner Staatsanwalt auf blosen Verdacht hin Onlineuntersuchungen sogar bei Ärzten, Anwälten etc. veranlassen. Die Unrechtsvermutung ist praktisch ad acta gelegt, interessieren die Freiheitsrechte eigentlich niemanden mehr?
Wer die Freiheit für mehr angebliche Sicherheit einschränkt hat die Freiheit schon verloren.
Rolf u. Högemann am 16. Mai 2007 15:57 Nein, das meine ich nartürlich nicht. Aber es würde mich interessieren, ob es hier auch Leute gibt, die schon einmal wirklich betroffen waren von massiven Datenklau/Missbrauch. Und ich schätze, dass gerade auch hier in dieser 'Community' darüber geschrieben werden kann. Rein zur Information.

Ich noch nicht:):) nur einige Verfahren am Hals wegen Betruges á la "lebenscheck.de", aber sonst nichts:)
Nach 10 Jahren im Netz hab ich noch nie von solchen Fällen in meinem Bekanntenkreis gehört.
Habe auch spasshalber mal eine Zeit lang meinen Vornamen immer ein wenig anders geschrieben und was meinst Du von wo überall Werbung herkam.....
@ grisu: Sehr übler Verein in dieser Beziehung, diese Telekomiker - ich habe die gleiche Erfahrung gemacht und - unter anderem deswegen - ebenfalls gewechselt!
na, dann könnten wir doch den Club der Telecomgeschädigten gründen...grins