Frage von deprodude, 118

Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Antidepressiva Venlafaxin?

Mein Psychiater hat mir wegen Depressionen Venlafaxin verschrieben. Gibt es jemand hier der Erfahrungen mit diesem Medikament hat. Sertralin hatte ich schon, hat aber nicht gewirkt (ausser Nebenwirkungen)

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von samm1917, Community-Experte für Depression, 88

Venlafaxin ist ein SSNRI (Selektiver Serotonin und Noradrenalin Wiederaufnahme-Hemmer). Sertralin hingegen ist ein SSRI (Selektiver Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer). Im Unterschied zu Sertralin hemmt Venlafaxin neben dem Botenstoff Serotonin also auch den Botenstoff Noradrenalin.

Das Problem von Venlafaxin ist, dass es erst ab einer Dosis von 150-220mg anfängt das Noradrenalin zu hemmen. Zuvor funktioniert es also wie ein SSRI. Eine Alternative wäre Duloxetin, ebenfalls ein SSNRI, welches bereits von anfang  an neben Serotonin auch Noradrenalin hemmt.

Ich z.B. sprach auf Venlafaxin überhaupt nicht an, auf Duloxetin hingegen schon. Es gibt jedoch auch Menschen, bei denen ist es genau umgekehrt.

Grundätzlich kannst du nicht von den Erfahrungen anderer auf dich schliessen. Jeder Mensch reagiert anders auf diese Medikamente. Du musst es schon selbst versuchen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Venlafaxin gehören: Libidoverlust, Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und/oder Schwitzen.

Mehr Infos wie Nebenwirkungen etc. findest du hier: http://www.deprohelp.com/venlafaxin/

Zu Duloxetin hier: http://www.deprohelp.com/duloxetin/

Ich will dich nicht überreden, es mit Duloxetin zu versuchen. Lediglich als Alternative. Versuche zuerst Venlafaxin und sprich deinen Psychiater auf Wirkung und Nebenwirkungen an.

Wie gesagt, jeder reagiert anders auf jedes Medikament. Du kannst nichts anderes tun als es selbst zu probieren und nach 2-4 Wochen zu sehen ob es wirkt oder nicht.

Venlafaxin muss wie alle Antidepressiva täglich eingenommen werden. Doch das hat dir der Arzt bestimmt schon gesagt.

Noch zu den Nebenwirkungen: Jedes Antidepressiva hat Nebenwirkungen. Es ist also beinahe ilusorisch eines zu finden das keine hat. Es ist eine Frage des Nutzen/Risiko (Wirkung/Nebenwirkung) Verhältnisses. Das wichtigste ist, dass ein Medikament wirkt, die gewisse Nebenwirkungen wirst du wohl oder übel in kauf nehmen müssen.

Es ist an dir und deinem Arzt zu schauen, was das kleinere Übel ist, das Medikament oder die Nebenwirkungen.



Antwort
von Cherry1985, 80

Hey, ich habe Venla genommen da meine Citalopram nicht gewirkt haben. Leider hat auch das Venla nicht gewirkt bei mir und somit bin ich nun umgestellt auf Escitalopram.

Vielleicht hilft es ja bei dir. Ist ja bei jedem unterschiedlich. Drück dir die Daumen

Cherry

Kommentar von Midlife16 ,

Hallo Cherry.

Sorry, aber citalopram und escitalopram sind eigentlich das gleiche...

ein Marketnggag der pharma-Industrie um mehr Geld zu machen.

Wenn cita nicht hilft und venla auch nicht, dann würde ich die Finger davon lassen und evtl. , falls nicht sxhon geschehen, eine Therapie machen...

Der Erfolg von AD ist eh eine Katastrophe und liegt auf placebo-niveau...

Antwort
von DUHMHAITTUHTWEE, 74

Das was du da nehmen sollst ist Gift & überleg dir ob du das wirklich willst.
Ich finde so lange man keine Halluzinationen/Angstzustände/starke Psychosen(Schizophrenie(+Stupor)) hat sollte man gar nichts nehmen.
Les am besten erst garnicht die Nebenwirkungen, weil das willst du eh nicht wissen :/..

Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE ,

Wie stark ist deine Depression, also ich meine kamst du das Bett/Haus verlassen?

Antwort
von Toton, 85

An deiner Stelle würde ich gar keine Antidepressiva nehmen, außer, du bist so depressiv, dass eventuell ein Selbstmord möglich ist oder wirklich gar nichts mehr geht.

Sollte dies auf dich zutreffen, ok, dann nehme Antidepressiva. Sollte dies nicht auf dich zutreffen, würde ich keine nehmen.

Ich hatte selbst Depressionen und habe es mit Therapie, locker ohne Antidepressiva geschafft. Obwohl es Zeiten gab, wo man schon von einer starken Depression gesprochen hat.

Ärzte sind bei so was immer sehr schnell, Sie verdienen halt daran. Im Grunde würde ich mich aber von mindestens zwei, eventuell drei Ärzten beraten lassen, ob dies wirklich nötig ist.

Auch würde ich dir raten von deinen Psychiater, zu einen Psychologen zu wechseln. Ich habe da bessere Erfahrungen gemacht.

Psychologen dürfen keine Medikamente verschreiben, daher verdienen Sie auch nicht daran und setzten dich dann auch nicht unter Druck, wenn du wie ich keine Medikamente nehmen möchtest. Sie konzentrieren sich dann ausschließlich auf die Therapie, als auf die Medikamente.

Falls du aber richtig krank sein solltest, wo es ohne Medikamente gar nicht geht. Dann solltest du bei deinen Psychiater bleiben und brav die Medikamente nehmen.

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