Frage von Schoggirose, 70

Hat jemand Vermutungen an was das alles liegen könnte?

Sorry, es wird ein längerer Text, aber probierte möglichst logisch zu schreiben

Ich beschreibe mal mein Zustand:
Seit drei Monaten bin ich an einer neuen Schule. Es ist ziemlich streng, aber ich will diese drei Jahre durchziehen.
Es ist seit Schulanfang dort so, dass ich während der Woche fast keinen Appetit+Hungergefühl habe. Ich bin während der Woche im Internat und fühle mich meistens ziemlich aufgebläht. Am Montag bringe ich nichts mehr runter, am Dienstag einen Apfel und am Mittwoch verspüre ich starken Hunger, sodass mir auch leicht schwindlig wird.Donnerstag nichts mehr, dafür wieder Freitag Abend. Am Wochenende esse ich regelmässig: Morgen,Mittag,Abend. Bin aber nicht untergewichtig und will das auch nicht werden. Aber fühl mich manchmal hässlich. Ich war auch mal in einer Klinik, weil ich eine Essstörung bekam (die ausgelöst wurde durch ein falschverabreichtes Medikament): Starker Heisshunger mit Erbrechen. Darum nahm ich stark zu damals.

Ich habe starke Schlaf-und Konzentrationsprobleme. Nur schon aufstehen bereitet mir manchmal schon Mühe und ich fange an zu weinen.
Ich bin unglücklich. Mein Lebem besteht nur noch aus Schule, jede Woche Tests, Hausaufgaben. Ich fühle mich dumm seit ich an dieser Schule bin. Habe keine Zeit mehr für Freunde und Hobbies. Ich bin sehr traurig darüber.

Dazu kommt, dass ich mich ziemlich einsam fühle:Ich wurde in der Vergangenheit 3 Jahre gemobbt, darum konnte ich mir in meiner Jugend nie richtig eine Clique suchen, nur immer einzelne Personen.
Habe immer häufiger so heftig starke Tiefs, dass ich Suizidgedanken bekomme, aber umbringen kann ich mich einfach doch nicht! Niemals hoffe ich.

Habe schon vor 2 Monaten mit meinen Eltern gesprochen. Sie meinen, ich übertreibe usw.

Ich will nicht immer unglücklich sein.Ich will mir helfen lassen.
Was soll ich tun?
Woher kommt das alles nur?
War noch nie so lange niedergeschlagen

Weiss dass ihr keine Ärzte seid, aber suche nur nach Vermutungen
Danke❤️ schonmal im Voraus

Antwort
von jeanettex, 14

Hallo ,

Ich kann das gut nachvollziehen.  Vor einigen Jahren ging es mir ähnlich. Und das was ich in der Zeit gelernt habe ist folgendes:

1. Versuch immer das zu tun , was DIR gut tut. Es fängt damit an dass du wenn dir kalt ist deine Jacke anziehst und wenn es dir mit dem Internat nicht gut geht , dann spreche mit seinen Eltern oder deinen Lehrern darüber.

2. Der wichtigste Mensch in deinem Leben sollte IMMER du selbst sein. Achte also immer auf dich!

3. Handel ! Wenn es einen nicht gut geht muss man immer Handeln !

Gehst du noch zur Therapie nach der Klinkl? Wenn nicht , dann empfehle ich  dir dringend einen Platz zu suchen . Wenn du nicht Privat Krankenversichert bist, dann werden das deine Eltern auch nicht erfahren wenn du das nicht willst.

Trotzdem solltest du dich sofort einen erwachsenen Menschen anvertrauen. Am Besten einen Pädagogen den du vertraust oder , wenn dir das nicht ungenehm ist auch deinen Eltern oder anderen Familienmitgliedern.

Wenn sich nichts ändert, dann kannst du dich auch ans Jugendamt wenden. Es gibt Jugendwohngruppen. (aber das empfehle ich dir nur als letzten Ausweg)

Und wenn es dir noch immer so schlecht gehst , solltest du dir auch überlegen ob es nicht vielleicht besser ist , wenn du wieder in die Klinik gehst. Denn wenn es so weiter gehst , kannst du schnell wieder rückfällig werden. Und da wieder raus zu kommen ist verdammt hart . Und das zum zweiten Mal :/

Bitte tu dir selber den Gefallen und sorge dafür , dass du unter der Woche regelmäßig isst. Morgens, Mittags und Abends. Wenigstens einen Kleinigkeit. Biete deinem Körper was an und Vorallem sorge dafür, dass auch dein "Kopf" weiß, dass du 3x täglich was isst.
Du merkst dass dein essrythmuss zurzeit nicht gut für dich ist - und das ist gut! Und du suchst dir Hilfe - das ist auch gut!

Bitte pass auf dich auf und wenn du reden willst oder Rat brauchst , dann schreib mich gerne an! Ganz liebe Grüße ❤️

Kommentar von Schoggirose ,

Vielen vielen Dank❤️❤️❤️ ich habe morgen auch einen Termin beim Hausarzt. Ich hoffe, er kann mir weiterhelfen...
Mir ist es eben schon wichtig, dass ich diese Ausbildung machen kann
Nach der 2.Oberstufe ging ich zuerst ins Gymi. Ich hatte gute Noten dort, aber ich war einfach überfordert. Damals hatte ich dieses Medikament und ging darum wieder zurück in die dritte Oberstufe...war hart dort mit dem Mobbing und mit den Essanfällen😬 und als ich in die Klinik kam, konnte ich damals nicht mit der Schule beginnen. Ich will eben nicht nochmal aufhören😕
Es tut echt gut, mit anonymen Personen darüber zu sprechen🙌🏼

Kommentar von jeanettex ,

Ehrlich gesagt ist deine Gesundheit wichtiger ! Klar ist es blöd wieder von vorn anzufangen, aber deine Ausbildung und dein Leben soll dir Spaß machen ! Der Weg ist das Ziel. Und wenn du deine Ausbidlung jetzt durchziehst wie bisher bist du womöglich zwar irgendwann fertig , aber so kaputt, dass es dir schwerfallen wird dein Leben selbstständig und Vorallen Glücklich zu leben !

Und meine Erfahrung mit Hausärzten ist leider eher schlecht in dem Bereich. Sie haben leider Viel zu wenig bezgl Psychologie gelernt. Ich drücke dir beide Daumen , dass dich der Termin morgen weiterbringt ! Sollte es dir nicht viel bringen , dann gib bitte nicht auf ! Geh zu einem Spezialisten ! Mach weiter so und suche dir weiterhin Hilfe ! Und denke immer daran , du kannst dich immer an jemanden wenden ! Du bist nicht allein! ❤️ mach weiter so ❤️❤️❤️

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Gesundheit, Medizin, Psychologie, 26

Hallo Schoggirose,

erstmal mein aufrichtiges Mitgefühl, das ist eine wirklich sehr unschöne Situation. Gibt es eine psychologische Betreuung in dem Internat oder in Deiner näheren Umgebung? Denn das ist das Einzige, was ich Dir ehrlicherweise empfehlen kann.

Deine Stimmungslage wird sich nicht von selbst verbessern, und ich denke, dass Dir psychologische Unterstützung helfen würde, mit all dem besser fertig zu werden.

Außerdem könnten Dir Entspannungstechniken, wie z. B. Autogenes Training, TaiChi, Meditation, Yoge oder auch Sport helfen. Kurse werden z. B. an Volkshochschulen abgeboten, aber ich kann nicht einschätzen, inwieweit es für Dich möglich ist, solche Kurse zu besuchen. Daher gebe ich Dir mal einen Link zu Schnellentspannungen:

http://www.zeitblueten.com/news/entspannungsuebungen/

Wenn ich Dir noch weiter helfen kann, lasse es mich bitte über einen Kommentar wissen.

Alles Liebe und Gute wünscht Dir

Buddhishi

Kommentar von Schoggirose ,

Vielen Dank❤️

Antwort
von 3runex, 15

Als ich vor ein paar Jahren umgezogen bin und dann auf eine neue Schule kam, habe ich genauso wenig gegessen wie. Manchmal hat auch eine Scheibe Brot gereicht. Hunger war zwar dar, aber kein Appetit. Erst ein paar Jahre später habe ich dann gemerkt, dass die Appetitlosigkeit vom Stress, Trauer und Motivationslosigkeit kommt. Das würde auch bei dir vielleicht erklären, wieso du am Wochenende besser essen kannst, da du dann wahrscheinlich weniger gestresst bist. Bei mir hat sich das aber, dann wieder gelegt, als ich mich eingelebt hatte und auch neue Freunde gefunden habe. In der Pubertät (in der du vielleicht bist?) ist sowas natürlich dann umso schwieriger und Suizidgedanken sind dann auch nicht verständlich. Aber irgendwann legt sich das schon (halbwegs...) wieder. :) Also Kopf hoch. :)

Antwort
von XrazorX30, 22

Mir geht's genauso am besten ablenken was dir Spaß macht und nicht an die Probleme denken

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