Der Sohn meines Bruders ist 2 Jahre alt und kann ohneweiteres an der Hand treppensteigen. Mein Bruder wohnt im Dachgeschoss, der Kleine ist gerade in der Trotzphase und weigert sich hartnäckig, hoch oder runter zu gehen. Er trotzt, schmeißt sich hin oder bleibt nach ein paar Stufen einfach auf der Treppe sitzen. Wie kann man ihn spielerlich oder so dazu bewegen?
Wie wäre es, dieses Verhalten einfach mal zu ignorieren und einfach das zu machen, was man sowieso tun wollte?
Solche Aktionen wirken ja nur, wenn sie entsprechende- wenn auch negative- Aufmerksamkeit erzeugen.

sag ihm einfach tschüss, ich gehe jetzt, wenn du möchtest kannst du mitkommen, wenn nicht, mußt du wohl heute auf der treppe schlafen. bei meinem sohn klappt das.
Entweder, Du lässt das Kind einfach unten an der Treppe herumbocken und gehst oder Du versuchst das Kind mit irgend etwas anzulocken.
Bei meinem Kleinen funktionieren beide Varianten.
Eine Freundin von mir hat das immer spielerisch gemacht, ihr Sohn durfte beim Runtergehen immer einen kleinen Ball mitnehmen, den er dann immer Stockwerk für Stockwerk hat runterrollen lassen, das hat ihn abgelenkt und er ist an der Hand dann immer ohne Probleme mit runter gegangen, ging natürlich nicht beim Hochgehen.

Für einen zweijährigen sind Treppenstufen besonders im Altbau ganz schön Anstrengend. Vielleicht einfach ohne großes Aufsehen auf den Arm nehmen und tragen.

Kinder tun alles, um ihre Reizbilanz stimmig zu machen.
Das haben die Eltern schon versucht, sie können allerdings nicht z.B. bis nach unten oder oben weitergehen, das wäre zu gefähtlich, sie wohnen in einem Altbau und das Treppengeländer hat zwischen den einzelnen Streben einen zu weiten Abstand, es besteht die Gefahr, das der Kleine da Unsinn macht und runterfällt.
Vielleicht könnte der Nachbar, der auf dieser Etage wohnt einmal um Hilfe gebeten werden. Rein zufällig könnte er ja seinen Eingangsbereich wischen oder gerade herauskommen?! Ich denke, dass die Nachbarn hilfsbereit sein werden.
Daraus spricht eine gewisse (bestimmt begründete) Ängstlichkeit, die sich auch auf den Kleinen auswirkt. Die unterschwellige Botschaft ist: Wir glauben nicht, dass du das Treppensteigen schaffst.
Da ein Kind aber trotzt, weil es glaubt, etwas alleine schaffen zu können, hilft ihm das nicht weiter.
Vielleicht wäre eine positive Einstellung zu den Treppensteigkünsten und ein Lob, wenn er es gemacht hat, eher angebracht.