Frage von lilly193, 59

Hat jemand Tipps oder Anregungen für die Arbeit am Boden mit Pferden?

Hallo, Ich habe seid nicht ganz 2 Wochen ein neues Pferd. Zur Abwechslung im Alltag möchte ich mich mit ihr auch vom Boden beschäftigen, allerdings bin ich in diesem Bereich noch sehr unerfahren. Außerdem suche ich Tipps wie mein Pferd Respekt vor mir bekommt, da sie sich z.B. auf meinen Fuß stellt oder mir in die Hacken tritt . Mir ist klar, dass das dauert, aber ich möchte einfach anfangen eine Bindung und auch Vertrauen aufzubauen. Dafür suche ich Tipps, Übungen oder auch Buchempfehlungen. LG :)

Antwort
von lastunicorn007, 20

Für Bodenarbeit gebe ich nur ungern Tipps, da ich finde dass man sich dies lieber von darauf spezialisierten Trainern beibringen lassen soll. Dabei würde ich allerdings nicht, wie BarbaraAndree geschrieben hat, einen Reitlehrer zur Hilfe holen, da ich persönlich die Erfahrung gemacht habe, dass die meisten Reitlehrer nichtmal vernünftig und pferdefreundlich das Reiten unterrichten. Von daher bezweifle ich, dass sie sich mit der Körpersprache des Pferdes auskennen und dir dabei helfen können dich mit deiner Körpersprache, für das Pferd verständlich, auszudrücken.
Für den Anfang ist aber wie schon in einer Antwort beschriebenes Führtraining ganz gut. Ebenso sind alle Übungen wo du dein Pferd vorwärts treiben und generell das Tempo regulieren kannst respektfördernde Übungen, denn wer treibt, der führt. Jedoch würde ich mir besonders für das freie laufen lassen einen Trainer dazu holen, denn das ist vieles mehr als in der Mitte der Bahn mit einer Peitsche rumzuwedeln, und das Pferd damit seine Runden laufen zu lassen.
Du solltest aber auch darauf achten dass du im generellen Umgang mit deinem Pferd immer konsequent und vorhersehbar bist. Du musst dir im klaren sein, was dein Pferd darf und was nicht, denn wenn du ihn zB heute an deiner Jacke knabbern lässt und er morgen eins auf die Nase bekommt merkt das Pferd, dass du dir selbst unsicher bist. Und da dir das Pferd, wenn es dich als Oberhaupt eurer kleinen Herde akzeptiert, sein "leben anvertraut" musst du im Umgang immer darauf achten dass du selbstsicher bist und in jeder "gruseligen" Situation weißt, was Sache ist.

Antwort
von SinaMilly, 16

Wie schon beschrieben eignet sich führtraining am besten für den amfang. Nimm dir ein halfter, einen langen strick und evtl eine gerte als armverlängerung.

Übe vorwärts und rückwärts gehen, wenn es willig mit macht nicht drängelt oder hinterher schluffelt kannst du anfangen die geschwindigkeiten zu verändern oder enge wendungen zu gehen. Gut bietet sich auch slalom oder so an. Du kannst die gerte dazu nutzen deinem pferd besser die richtig zu weisen in die es weichen soll, hinterhand/vorhandwendungen lassen sich auch gut vom boden aus üben.

Gehe ab und zu auch mal entspannt spazieren damit es abwechslung bekommt, longiere es mal, vielleucht auch mal langzügelarbeit...zu all den sachen findest du auch viele bücher und dvds aber wichtig ist dass du NIEMALS zu viel druck ausübst sondern auf die signale deines pferdes achtest, du musst ihm auch mal ruhe gönnen, entspannungsphasen in denen es das gelernte verarbeuten kanm (immer mal wieder für ein paar minuten während der arbeit pause machen, z.b entspannt kraulen o.ä) 

Vielleicht kanmst du auch mal ein paar stangen mit einbauen (langsam die anzahl steigern!)  Oder sogar ein cavaletti oder so wenn es problemlos neben dir hertrabt...

Am besten suchst du dir aber eine rl die dir gute tipps geben kann und ohne viel druck aber dennoch komsequent arbeitet und auf jedes pferd individuell eingeht...

Antwort
von Secretstory2015, 29

Für die Bodenarbeit empfehle ich in erster Linie Führtraining. Zeige dem Pferd, dass es nicht vor oder hinter Dir zu gehen hat, ideal wäre der Pferdekopf auf Höhe Deiner Schulter. Halte auch an dabei. Wenn es an Dir vorbei schießt, also die Nase vor Deiner Schulter landet, schicke Dein Pferd rückwärts. Ändere auch Deine Geschwindigkeit beim Gehen immer mal wieder und schaue, ob es achtsam bei Dir bleibt. Rückwärtsrichten ist übrigens auch gut, um Dir Respekt zu verschaffen, damit Dein Pferd nicht immer in Deinen persönlichen Freiraum eintritt. MfG Praxis Equusworld

Antwort
von BarbaraAndree, 33

Ein Pferd ist nicht "ungehorsam", weil es dir auf den Fuß tritt. Das ist mir auch schon passiert. Da muss man als Reiters schon aufpassen. Das gilt auch für "in die Hacken treten".

Ich wundere mich, dass du ein eigenes Pferd bekommst, wo du in der Bodenarbeit "sehr unerfahren" bist. So etwas lernt man am besten in der Praxis. Wenn du dein Pferd in einem Reitstall untergebracht hast, dann empfehle ich dir, mit einer Reitlehrerin/einem Reitlehrer Kontakt aufzunehmen, damit er dir die Bodenarbeit in der Halle nicht nur erklärt, sondern wo du auch sehen kannst, wie es funktioniert. Unter einer solchen Anleitung wirst du Fortschritte machen.

Die Bindung zum Pferd wird nach und nach aufgebaut hat, es muss ein Vertrauen entstehen. Das erreichst du, wenn du dich regelmässig um das Pferd kümmerst, es säuberst, den Stall ausmistest und natürlich reitest. Es braucht seine Zeit. Es ist dann ein schönes Gefühl, wenn man den Stall betritt und das Pferd erkennt seinen Halter und wiehert und bekommt zur Begrüßung gleich ein Leckerchen.

Kommentar von lastunicorn007 ,

Wenn das Pferd ein Leckerchen bekommt wenn man in den Stall kommt ist es kein Wunder wenn es dann wiehert. Mein Pferd wiehert auch manchmal wenn es weiß dass es Futter gibt, das hat aber nichts mit Vertrauen zu tun, sondern liegt nur daran dass er gerne frisst...

Antwort
von Tinkabelle12, 26

Hi,


Vielleicht hilft dir das hier weiter.
Mir persönlich hat das geholfen und die Frau hat gute Übungen.
Viel Glück;)
Lg

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 8

guck dir mal meine "Denksportaufgaben für Pferde und Menschen"  

an unter

 http://Pferde-im-Alter.jimdo.com

da gibt's auch noch merh Trainingstipps, stöber dich einfach hindurch

und sonst, gerade für Neue Pferdebesitzer:

 http://tipps-fuer-pferdefan.jimdo.com

(mit den häufigsten Anfangs-Fragen meiner RB's)

viel Spaß und Erfolg bei nachmachen

 und

zu Weihnachten

wünsch dir eine Bodenarbeitskurs o.ä.

Antwort
von DiaryDreamDuer, 25

Hallo lilly193,

Ich mache sehr viel Bodenarbeit mit meinen Isländerpflegepferd. Bei uns läuft das immer so ab, dass ich zuerst einen Strick über das Pferd leicht schwinge. Es sollte dem Pferd nicht weh tun oder so, es sollte nur das Gefühl haben, dass ihm nichts passiert, wenn du den Strick in der Hand hast. Das gleiche kannst du auch mit anderen Sachen machen. 

Nach den Vertauungsübungen kannst du dein Pferd jagen. Jage dein Pferd als würdest du es longieren nur ohne longe. Nach einer Zeit hörst du einfach damit auf und drehst dich von deinem Pferd weg. Das Pferd wird sich kurz beruhigen und dann wird es langsam auf dich zugehen. Dabei solltest du dein Pferd den Rücken zukehren. Wenn es bei dir ist belohnst du es. 

Nach dieser Übung sollte dir dein Pferd nachgehen ohne, dass du es an einem Strick führst. 

Das ist nur ein kleiner Einblick der Bodenarbeit, es gibt noch viel mehr Übungen.

Hoffe ich konnte dir helfen.  ;)

Kommentar von SinaMilly ,

Ich glaube oben hast du den sogenannten join up beschrieben.

Ich kann der fragestellerin nur empfehlen dies nucht zu tun!! Das ist für die wildpferde gedacht um sie durch psychischen und physischen druck zu zähmen, dadurch tust du weder dem pferd noch dir einen gefallen! Es wird dir dann vllt aus angst folgem aber keinesfalls freiwillig! 

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