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Hat jemand schon etwas Neues zur Ursache des Tornadoabsturzes in der Schweiz am 12.04.2007 gehört?

gefragt von asti76asti76 am 24.04.2007 um 0:02 Uhr

Bisher konnte ich nur in Erfahrung bringen, dass sich der Pilot an die Bestimmungen (Flughöhe etc.) gehalten hat. Leider gerät so ein Absturz ja schnell in Vergessenheit und ich weiß nicht, ob in den Medien noch einmal darüber berichtet wird. Zur Zeit hört man nichts. Wie lange dauert erfahrungsgemäß so eine Untersuchung und Auswertung des Flugschreibers?


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anonym
beantwortet von vaterteresa am 24. April 2007 10:03
6x
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Wahrscheinlich wird die ganze Wahrheit nie an den Tag kommen, weil die Schweizer Luftwaffe, die mit den deutschen Kollegen zusammen das Unglück untersucht, alles tun wird, um das Gesicht beider Luftstreitkräfte wahren zu können. So wie die beiden Piloten hier in der Schweiz den Navigationsflug übten, üben die Schweizer auf Korsika und in Norwegen als Gegenrecht. Leider musste ein in den Alpen offenbar unerfahrener deutscher Pilot sein Leben lassen. Hier liegt meines Erachtens menschliches Versagen vor. Untersuchungen gehen ügrigens nicht so lange, wie obige Antworten meinen. So ist z.B. das Untersuchungsergebnis des fatalen Eisenbahnunglücks vom Mai 06 gestern publiziert worden. Auch eindeutig menschliches Versagen. Bei der Bremsprobe im Bahnhof Frutigen hatten 3 Leute (2 Lokführer, einer davon von einer deutschen Firma und ein Gleisarbeiter) vergessen den Absperrhan zwischen Lok und Zug zu öffnen. Leider auch hier 3 Tote. Züruck zum Tornadounfall an der Äbni Flue. Das Lauterbrunnental ist mir als Berggänger bekannt; nicht zuletzt durch meine Sommer- und Wintergebirgskurse der Schweizer Armee. Das Lauterbrunnental mit 18 km Länge ist ein typisches Trogtal Nord-Süd mit HüM 652 am Taleingang bei Zweilütschinen und HüM 2787 am Talschluss (Tschingelpass, Übergang zum Gasterntal). Bei Einer Dtop ab Taleingang von 10 km hat das Tal im Raum Stechelberg einen Knick nach SW um das Ellstabhorn herum. Von Stechelberg bis zum Übergang (Tschingelpass) über den nördlichen Alpenhauptkamm ist die Dtop 8 km. Links und rechts des Tals sind Jungfrau 4158, Gletscherhorn 3983, Äbni Flue 3962, Mittagshorn 3892, Grosshorn 3671, Breithorn 3780 Tschineglhorn 3562, Mutthorn 3034, TSCHINGELPASS 2787; Gspaltenhorn 3436, Ellstabhorn 2830. Der Tornado flog über Interlaken-Zweilütschinen mit einer Flughöhe über Boden von ca. 300m nach Stechelberg. Kurz nach Stechelberg auf einer HüM von ca. 1400 drehte er um das Silberhorn 3707 herum nach SO in Richtung Rottal, in einen Gletscherkessel, den der Pilot nicht einsehen konnte. Offenbar wollte er sich über das Gletscherjoch nach Süden auf den Aletschfirn aus der prekären Lage befreien. Das Dtop 3 km und Dh 2400 mit dem Wenderadius des Tornado reichten für die Alpenüberquerung nicht aus. Bei einer Wende nach SW stehen von Stechelberg bis zum Tschingelpass Dtop 8 km und Dh 1400 m zur Verfügung; dies hätte der Tornado auch geschafft. Der Kursdrehung des Fluges über Stechelberg nach SO ins Rottal war eine fatale Fehlentscheidung der Flugplanung oder des Piloten. Was den Schleudersitz anbetrifft, wurde er zu spät gezogen. Auf dem Rottalgletscher (1.5 km vor der Zerschellstelle) wären beide "sanft" auf dem Gletscher gelandet. Leider hört man über die Meereshöhe der Crashstelle nichts von den Untersuchungsbehörden; es wäre interessant zu wissen wieviele Höhenmeter für eine glückliche Alpenüberquerung gefehlt haben. Vielleicht kann hier der Flugschreiber helfen. Menschliches Versagen kann viele Gründe haben; die Boulevard-Presse meinte auch, dass der Pilot vom Anblick der gewaltigen Viertausender Eiger, Mönch und Jungfrau, die sich immer noch im wunderbaren Winterkleid präsentieren, abgelenkt wurde. Meine Meinung: Ein Pilot braucht geographische Ortskenntisse. Technik und Elektronik allein reichen leider nicht aus.


Poindexter
beantwortet von Poindexter am 24. April 2007 01:10
1x
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Das kann Jahre dauern wenn ein technischer Fehler vorliegt.

Leider konnte ich nichts weitergehendes finden. Es ist interessant dass beide Insassen ejecten konnten, das deutet eigentlich nicht auf einen Flugfehler hin. Beide haben sich ausgeschleudert, danach ist die Maschine zerschellt. Wenn ein Insasse noch in der Maschine gewesen wäre hätte es vermutlich keine bergbare Leiche mehr gegeben.


Moltobene
beantwortet von Moltobene am 24. April 2007 11:33
1x
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Auch hier auf dem Lechfeld,wo das Jabo32 beheimatet ist ,gibt es zur Zeit keine neuen Erkenntnisse.Die Untersuchungen laufen.





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